Samstag, 10. Dezember 2016
23.11.2015
 
 

Impfstoff gegen Windpocken löst bei Kindern und Erwachsenen Gürtelrose aus

David Gutierrez

Seit den 1990er-Jahren nimmt die Verbreitung von Gürtelrose stetig zu. Schätzungen zufolge wird jeder dritte Erwachsene die Krankheit bekommen, einige davon werden immer wieder Rückfälle erleiden und jeder fünfte Erkrankte wird schwere und oftmals lähmende Schmerzen erleiden, eine sogenannte Post-Zoster-Neuralgie (PZN).

 

Offiziell ist der Grund für diese zunehmende Verbreitung unbekannt, aber einige Studien sprechen dafür, dass der Impfstoff gegen Windpocken zumindest ein Teil der Erklärung sein könnte.

 

Windpocken und Gürtelrose (in der Fachsprache auch Herpes Zoster genannt) werden von ein und demselben Virus ausgelöst, dem Varizella-Zoster-Virus (VZV). Personen, die zuvor nicht von dem Virus infiziert wurden, können keine Gürtelrose bekommen und vermutlich ist es die Infektion, die Windpocken auslöst. Warum aber sollte der Impfstoff gegen das Virus zu einem späteren Zeitpunkt im Leben so schwere Erkrankungen auslösen?

 

Unbeabsichtigte immunologische Folgen

 

Ist der Körper einmal mit VZV infiziert, wird er das Virus nicht mehr los, weil sich das Virus an Nervenwurzeln im zentralen Nervensystem vor der Immunabwehr versteckt. Gürtelrose tritt auf, wenn etwas (meistens Stress oder ein geschwächtes Immunsystem) dazu führt, dass das Virus aus den Nervenwurzeln ausbricht und an die Hautoberfläche vordringt.

 

Dort kommt es zu einem schmerzhaften Ausschlag, der meistens nach ungefähr einem Monat verschwindet. Die meisten Menschen erkranken nur einmal in ihrem Leben an Gürtelrose, aber es gibt auch Fälle, in denen die Krankheit wiederholt ausbricht.

 

Weitere Komplikationen neben PZN können in bakteriellen Hautinfektionen bestehen, motorischer Neuropathie, Blasenschwäche, Hirnhautentzündung, Hörverlust, Hutchinson-Zeichen und Ramsay-Hunt-Syndrom.

 

Inzwischen kommt es zu beunruhigenden Meldungen, wonach auch bei Kindern Gürtelrose diagnostiziert wurde. Vor 20 Jahren war so etwas praktisch unvorstellbar.

 

Einige Forscher haben eine einfache Erklärung dafür, dass die Verbreitung von Gürtelrose zunimmt, und zumindest einige Studien stützen die These: Vor Einführung des Windpocken-Impfstoffs erkrankten nahezu alle Kinder an Windpocken. Dies führte dazu, dass Erwachsene noch einmal in Kontakt mit dem Virus kamen. Das diente dem Immunsystem als »Auffrischung« und half, eine Reaktivierung des Virus (in Form von Gürtelrose) zu vermeiden.

 

Dann jedoch gab es weitverbreitete Impfungen, woraufhin die Fälle von Windpocken zurückgingen und Eltern diese »Auffrischung« nicht mehr erhielten. Kamen diese Erwachsenen in das Alter, ab dem Gürtelrose normalerweise auftritt (ab 50), stieg die Zahl der Fälle entsprechend.

 

Impfstoffhersteller profitieren doppelt!

 

Tauscht man hier einfach nur eine Kinderkrankheit gegen eine Altenkrankheit ein? Nicht ganz, denn wie bei jedem Medikament bergen die Impfstoffe gegen Windpocken und Gürtelrose ihre ganz eigenen Risiken.

 

Für den Zeitraum März 1995 und Juli 1998 wurde auf 1500 Fälle von Windpockenimpfung etwas mehr als ein Fall gemeldet, bei dem es zu negativen Nebenwirkungen kam. Rund vier Prozent davon zeigten schwere Nebenwirkungen bis hin zu Schock, Hirnentzündung (Enzephalitis), die Blutstörung Thrombozytopenie oder sogar Tod.

 

Einige Befürworter der Impfungen argumentieren, dass die Windpocken-Impfung das Gürtelrosenproblem mit der Zeit lösen wird, da es bei Geimpften nicht zu der ursprünglichen Infektion kommt, die es braucht, damit später Gürtelrose entstehen kann. Doch es ist weiterhin unklar, ob der Lebendimpfstoff ausreicht, damit VZV die Nervenwurzeln besiedelt. Für eine abschließende Antwort ist der Impfstoff noch zu frisch am Markt.

 

Damit nicht genug: Es lässt sich nicht einmal sagen, wie viel Nutzen der Windpocken-Impfstoff überhaupt bietet. Mit einer Letalitätsrate von 0,00135 Prozent zählten Windpocken nie zu den gefährlichen Krankheiten. Umgerechnet bedeutete dies, dass die Krankheit etwa 3,7 Millionen Kinder pro Jahr befiel und etwa 50 daran starben, der Großteil wegen Immunschwäche.

 

Und schließlich soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Effektivität der Impfung gegen VZV nur bei etwa 70 Prozent liegt. Dadurch ist praktisch garantiert, dass Windpocken auch in Zukunft weitverbreitet sein werden – und damit auch Gürtelrose.

 

Aber egal, denn auch dafür hat Merck – der Medikamentenhersteller, der den Windpocken-Impfstoff erfand und damit das Problem überhaupt erst erschuf – eine Lösung parat: Das Unternehmen bietet einen Impfstoff gegen Gürtelrose an.

 

 

 

 

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