Friday, 30. September 2016
15.02.2016
 
 

Pharmakonzerne vertuschen belastende Erkenntnisse über Antidepressiva

Ethan A. Huff

Vielleicht glauben Sie auch, dass Antidepressiva gegen Depressionen wirken und die allgemeine Situation der Patienten verbessern, weil sie die Vorsilbe »anti-« in ihrem Namen tragen. Aber eine neue Untersuchung, die im British Medical Journal veröffentlicht wurde, stellte fest, dass Antidepressiva das Risiko von aggressivem Verhalten und sogar Selbstmord insbesondere bei Anwendern im Alter von unter 18 Jahren deutlich erhöhen.

 

In dieser umfassenden Metastudie wurden 70 unterschiedliche Tests zur Sicherheit und Wirksamkeit der bekanntesten auf dem Markt befindlichen Antidepressiva unter die Lupe genommen. Es stellte sich heraus, dass Antidepressiva entgegen den Behauptungen der Hersteller hohe Risiken bergen. Vor allem Personen im Alter von unter 18 Jahren, die diese Medikamente einnehmen, weisen nach Datenlage ein doppelt so hohes Risiko auf, Selbstmord zu begehen. Aber diese wichtige Erkenntnis wurde von den Mainstream-Medien weitgehend ignoriert.

 

Dies hängt im Wesentlichen damit zusammen, dass die Pharmakonzerne die am stärksten belastenden Informationen den Behörden gegenüber, die für die Zulassung und Überwachung der Medikamente verantwortlich sind, verschleiert haben. Dies führte zu einer »schwerwiegenden Unterschätzung der Gefahren«, die mit der Einnahme dieser weitverbreiteten Medikamente einhergehen.

 

Viele Patienten und ihre Familien haben im Zusammenhang mit der Einnahme von Antidepressiva über unberechenbares und teilweise sogar gewalttätiges Verhalten der Anwender berichtet. Die Hinweise häufen sich dermaßen, dass man eigentlich den Personen, die unter einer Depression leiden, raten müsste, die Einnahme der Medikamente einzustellen.

 

»Es ist eindeutig, dass Antidepressiva bei Kindern nicht wirken«, erklärte der Hauptverfasser der Studie, Professor Peter Gøtzsche vom Nordic Cochrane Centre am Ringhospitalet in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. »Bei den randomisierten Tests erklärten Kinder, die Medikamente zeigten bei ihnen keine Wirkung, aber sie erhöhten das Selbstmordrisiko.«

 

Prof. Gøtzsche äußerte sich mit deutlichen Worten zur dem Vorgehen der Pharmakonzerne, die dazu neigten, ungünstige Daten, die ihre »chemischen Zaubertränke« in einem schlechten Licht erscheinen ließen, unter den Tisch fallen zu lassen. Öffentlich erklärte er, es sei erschütternd und beunruhigend, was gegenwärtig im Namen der Behandlung von Depressionen stattfinde. Damit griff er die Einschätzung externer Experten auf, die die Ergebnisse ebenfalls als »tief beunruhigend« bezeichnet hatten. Professor Gøtzsche sagte, er empfinde das Verhalten der Pharmakonzerne, denen es offenbar an jeglichem Unrechtsbewusstsein darüber mangele, was diese Medikamente bei Menschen und insbesondere Kindern anrichteten, als »widerwärtig«.

 

»Ich ziehe aus der Tatsache, dass zur Zahl der Selbstmorde deutlich zu geringe Angaben gemacht wurden, den Schluss, dass Antidepressiva wahrscheinlich die Selbstmordzahlen in allen Altersgruppen erhöhen«, sagte er weiter. »Das Ausmaß der Missachtung dieser Leute gegenüber Menschenleben ist absolut erschreckend.«

 

Einnahme von Antidepressiva steigt weltweit steil an – trotz fehlender Nachweise der Unbedenklichkeit bei längerer Einnahme

 

Viele der Massenmorde und Amokläufe der letzten Jahre, über die ausführlich in den Medien berichtet wurde, werden mit der Einnahme von Antidepressiva in Verbindung gebracht. Das legt den Schluss nahe, dass diese Medikamente keineswegs so harmlos sind wie behauptet.

 

Die Pharmakonzerne tendieren dazu, diese und andere erschreckende Nebenwirkungen zu verharmlosen, auch wenn auf sie im Kleingedruckten der Beipackzettel hingewiesen wird.

 

Aber viele Ärzte verschweigen diese Nebenwirkungen gegenüber ihren Patienten, und die Folgen sind oft verheerend. In westlichen Ländern steigt die Einnahme von Antidepressiva steil an. Gegenwärtig nimmt Island den ersten Platz weltweit ein, was die Zahl der Verschreibungen angeht, gefolgt von Australien, Portugal, Kanada, Schweden und Großbritannien.

 

»In der britischen Bevölkerung hat sich die Zahl der Menschen, die Antidepressiva einnehmen, in den letzten zwei Jahrzehnten vervierfacht«, erklärte Dr. Joanna Moncrieff vom University College London und wies darauf hin, dass gegenwärtig etwa vier Millionen Briten täglich Antidepressiva einnehmen – dies bedeutet eine Verdopplung der Anzahl im Vergleich mit der Situation vor zehn Jahren. »Und das, obwohl wir längst nicht alle Auswirkungen dieser Medikamente kennen und verstehen«, fügte sie laut der National Post hinzu.

 

Eine der Methoden, die die Pharmakonzerne anwenden, um die Zahl der durch Antidepressiva mitverursachten Selbstmorde zu verschleiern, besteht darin, die betreffenden Personen als »emotional instabil« zu bezeichnen oder eine »Verschlimmerung der Depression« zu behaupten, als ob derartige Verhaltensänderungen sich völlig unabhängig von einer Einnahme oder Nichteinnahme von Antidepressiva entwickelten.

 

Der Pharmariese Eli Lilly gehört zu den Unternehmen, die bei fast 90 Prozent aller Tests Hinweise auf durch Antidepressiva ausgelöste Selbstmorde entfernten.

 

»Die Analyse legt nahe, dass klinische Studien, auf denen die Entscheidungen über die Zulassung beruhen, wahrscheinlich das Ausmaß der mit den Medikamenten verbundenen Schädigungen zu gering einschätzen«, ergänzte Dr. Tarang Sharma, ebenfalls vom bereits anfangs erwähnten Nordic Cochrane Centre.

 

 

 

 

 

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