Thursday, 26. May 2016
22.07.2015
 
 

Sechs Verlagshäuser kontrollieren die Mehrzahl der wissenschaftlichen Publikationen

Ethan A. Huff

Der Gang der Wissenschaft wird in unserem modernen Zeitalter weitgehend von nur sechs Verlagshäusern kontrolliert. Diese haben spätestens seit den 1970er Jahren den Markt wissenschaftlicher Zeitschriften gezielt leergekauft. Eine neue Studie aus Kanada zeigt, dass diese Konsolidierung verlegerischer Macht in erheblichem Maße darüber bestimmt, was als wissenschaftlicher Fortschritt gilt.

 

Forscher der University of Montreal haben die zwischen 1973 und 2013 erschienene wissenschaftliche Literatur durchforstet. Ihr Fazit: Der Publikationssektor hat sich in dieser Zeit dramatisch verändert. Viele kleine Verlagshäuser wurden von größeren geschluckt, akademische Forschungsteams waren zunehmend an die Interessen dieser Großverlage gebunden, die tendenziell große Industrien wie Pharma und Impfstoffe bevorzugen.

 

Viel von der in der wissenschaftlichen Community früher so hoch geschätzten Unabhängigkeit ging verloren, als diese großen Verlagshäuser die Kontrolle übernahmen und heute diktieren können, welche Inhalte veröffentlicht werden. Das Ergebnis ist ein Verlags-Oligopol, in dem Wissenschaftlern durch den Trend zur politischen Korrektheit und industriefreundlicher »Wissenschaft« ein Maulkorb angelegt wird.

 

»Zusammen kontrollieren die großen Verlage mehr als die Hälfte des Marktes für wissenschaftliche Arbeiten, ob in Naturwissenschaft und Medizin oder in Gesellschafts- und Geisteswissenschaften«, sagte Professor Vincent Larivière, Erstautor der Studie und Professor an der School of Library and Information Sciences der University of Montreal.

 

»Zudem verzeichnen diese Großverlage hohe Verkaufszahlen und Gewinnmargen von fast 40 Prozent. Gewiss haben Verlage historisch bei der Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse eine entscheidende Rolle gespielt, es ist aber fraglich, ob sie in unserem digitalen Zeitalter noch gebraucht werden.«

 

Sechs große Verlage kontrollieren die Bereiche Chemie, Psychologie und Sozialwissenschaften

 

Diese akademische Oligarchie kontrolliert vor allem die Bereiche Chemie, Psychologie und Sozialwissenschaften. Laut der Studie werden biomedizinische Forschung, Physik und Geisteswissenschaften deutlich weniger von den Verlagshäusern kontrolliert.

 

Mit der Zeit sind also bestimmte Disziplinen stärker korrumpiert worden als andere, weil sie in die Fänge der Großverlage geraten sind. Solcher Inhalt ist zwar bisweilen schräg, aber für Verleger hochprofitabel, denn sie bekommen die Artikel nicht nur kostenlos, sondern können sie auch digital verkaufen, mit Gewinnmargen von deutlich über 40 Prozent.

 

»Solange Forscher in einflussreichen Fachzeitschriften publizieren müssen, wenn sie eine Position, Forschungsgelder und Anerkennung in Fachkreisen erreichen wollen, werden die großen Verlage das akademische Publikationssystem in der Hand behalten«, sagte Larivière weiter.

 

Die folgende Infografik von NaturalNews zeigt den Einfluss dieser akademischen Oligarchie:

 

 

 

Studie zeigt: die Veröffentlichung in einer Zeitschrift der »Big Six« erhöht den Wert nicht

 

Aber ist die Veröffentlichung in einflussreichen Fachzeitschriften für die Verbreitung eines Artikels oder darüber, wie häufig er zitiert wird, wirklich so wichtig? Eigentlich nicht, wie die Forscher fanden. Die Verbreitung ist ungefähr gleich hoch, nur dass kleinere Verlage wahrscheinlich seltener Pläne bestimmter Interessen verfolgen und deshalb wissenschaftliche Arbeiten, die der offiziellen Lesart widersprechen, seltener zensieren.

 

»Man würde erwarten, dass eine Zeitschrift stärker wahrgenommen würde, wenn sie von einem großen Verlag übernommen wird«, so Larivière. »Doch unsere Studie zeigt, dass nicht häufiger zitiert wird, wenn sie von einem kleinen zu einem großen Verlag wechselt.«

 

»Unsere Ergebnisse stellen den realen Mehrwert großer Verlage infrage. Letztendlich stellt sich die Frage, ob der Dienst, den diese Verlage der wissenschaftlichen Community erweisen, die steigenden Ausgaben der Universitäten für deren Publikationen rechtfertigt.«

 

 

 

Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:

 

umontreal.ca

plos.org

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (35) zu diesem Artikel

25.07.2015 | 10:11

Loup

Basil G@ Nein, warum unbefriedigend, es ist ehrlich. Es ist nur so, daß auch Schocks bekannterweise gespeichert werden. Arthur Janov, der Begründer der Urschreitherapie, beschreibt in einem seiner Bücher den Fall einer Frau mittleren Alters, die während einer Therapiesitzung plötzlich blaue Fingerabdrücke auf dem Trisceps surae entwickelte.Da sie zunächst auch selbst dieses nicht erklären konnte, bat er sie, ihre Mutter zu befragen. Diese gab ihr die mögliche Erklärung. Genau an...

Basil G@ Nein, warum unbefriedigend, es ist ehrlich. Es ist nur so, daß auch Schocks bekannterweise gespeichert werden. Arthur Janov, der Begründer der Urschreitherapie, beschreibt in einem seiner Bücher den Fall einer Frau mittleren Alters, die während einer Therapiesitzung plötzlich blaue Fingerabdrücke auf dem Trisceps surae entwickelte.Da sie zunächst auch selbst dieses nicht erklären konnte, bat er sie, ihre Mutter zu befragen. Diese gab ihr die mögliche Erklärung. Genau an der Stelle, an der sich die Fingerabdrücke zeigten, waren nach der Geburt Fingerabdrücke der Hebamme zu sehen, weil die Hebamme das Baby mit zu festen Handdruck herauszog. Dieses Trauma wurde also gespeichert. Es gibt viele derartige Berichte. Wo wird es gespeichert. Ich möchte noch den Fall eines der berühmtesten homöopathischen Ärzte der Schweiz, Pierre Schmidt, berichten, der bei der Anamnese eines Patienten, ich glaube es war eine Magen Darm Erkrankung, nicht weiterkam. Auch die zunächst eingeschlagene Therapie schlug nicht an.. Nach weiterer Nachfrage erkllärte der Patient, daß er etwa 25 Jahre zuvor einen schweren Sturz bei einem Schiunfall erlitt. Das sei aber vorbei und ausgeheilt. Pierre Schmidt gab daraufhin Arnica in hoher Potenz, einmalig, und nach ungefähr ein oder 2 Monate, begann der Patient, zu genesen. Arnica ist bei allen Traumata, bei der Körper eine Art Gewebeschock in Form von Kontussionen oder ähnlichen Verletzungen erleidet, indiziert und mit einigen anderen Mitteln das Mittel der Wahl. Auch hier verheilte zwar die Verletzung, das Trauma verblieb im Körper Und erzeugte irgendeinen Stress, der zu einer weiteren pathologischen Veränderung führte. Es gibt entsprechende Pendants zur Speicherung von Schocks in der chinesischen Medizin. Deswegen habe ich die Frage gestellt..


24.07.2015 | 19:48

Basil Geoffrey

Loup - den muß ich mangels Wissen in die Kategorie "weiß ich nicht, halte ich für möglich" einordnen. Meine Erfahrung sagt mir, daß es viele Dinge gibt, die wir nicht wissen oder kennen - viele Dinge, die heute selbstverständlich sind, hätten unsere Großeltern wohl für unmöglich gehalten. Daher kann ich hier nur ehrlich sagen, daß ich dazu keine (weder positiv noch negativ) Meinung habe. Tut mir leid, das ist wahrscheinlich eher unbefriedigend.


24.07.2015 | 19:09

Loup

Basil G@ Eine Frage. Was halten Sie von der Theorie des Zellstresses, der durch Schock und seelischen Stress generiert.wird. Ich meine hier nicht den oxidativen oder nitrosativen Zellstress, sondern einen Stress, der durch die Speicherung des seelischen Schocks in den Zellen hervorgerufen wird.


24.07.2015 | 11:20

Basil Geoffrey

Edmundotto - die "Früchte" meiner Forschung sind frei verfügbar, jeder kann sich die entsprechenden Veröffentlichungen etc ansehen, aber Sie werden sicher verstehen, daß ich das hier kaum belegen kann. Und ich kann Ihnen versichern - ich bin sehr vorsichtig, was Informationen angeht - egal von wem sie kommt. Da ich u.a. auch als Gutachter tätig bin (keine Sorge, nicht für die Industrie sondern englische und europäische Organisationen) bin ich naturgemäß eher skeptisch...

Edmundotto - die "Früchte" meiner Forschung sind frei verfügbar, jeder kann sich die entsprechenden Veröffentlichungen etc ansehen, aber Sie werden sicher verstehen, daß ich das hier kaum belegen kann. Und ich kann Ihnen versichern - ich bin sehr vorsichtig, was Informationen angeht - egal von wem sie kommt. Da ich u.a. auch als Gutachter tätig bin (keine Sorge, nicht für die Industrie sondern englische und europäische Organisationen) bin ich naturgemäß eher skeptisch und bewerte Daten und Informationen, nicht Autorennamen. Die "Theorie der Antioxidantien" hätte ich vielleicht etwas klarer Formulieren sollen: es geht um phenolische Verbindungen die von Quacksalbern und anderen als "Antioxidantien" angepriesen werden - was sie nachweislich nicht sind. Natürlich ist GSH (oder auch Ascorbinsäure) ein Antioxidant in vivo - allerdings ist der Körper sehr gut in der Lage, GSH selbst herzustellen. Wissen Sie: im Gegensatz zu Ihnen bin ich mir meiner eigenen Beschränkungen bewußt, daher habe ich Sie auch (freundlich) um Informationen hinsichtlich Glyphosate und Darmbakterien gefragt, denn das ist in der Tat ein Bereich in dem es noch wenige Informationen gibt.


24.07.2015 | 10:46

edmundotto

Immer zu einem Scherz bereit, so möchte ich das verstehen, wenn ich lese: bei Informationen, die das eigene Weltbild bestätigen, sollte man besonders vorsichtig sein. Wie vorsichtig sind sie, werter geoffrey? Sie lassen doch überhaupt keine außerhalb Ihres Weltbildes stehenden Informationen zu und wenn sie von Nobelpreisträgern kommen. Ich bemühe mich um ein ganzheitliche Weltbild, was mein Leben und mein handeln betrifft. In einer Diskussion mit ideologisch dogmatisierten ,...

Immer zu einem Scherz bereit, so möchte ich das verstehen, wenn ich lese: bei Informationen, die das eigene Weltbild bestätigen, sollte man besonders vorsichtig sein. Wie vorsichtig sind sie, werter geoffrey? Sie lassen doch überhaupt keine außerhalb Ihres Weltbildes stehenden Informationen zu und wenn sie von Nobelpreisträgern kommen. Ich bemühe mich um ein ganzheitliche Weltbild, was mein Leben und mein handeln betrifft. In einer Diskussion mit ideologisch dogmatisierten , zusätzlich noch überheblich anmutenden Zeitgenossen, die in ihrem Leben noch keinen Patienten zu Gesicht bekommen haben (bestenfalls durch eine Glasscheibe), vertrete ich gern einen bewusst gegenteiligen Standpunkt. Sie äußern sich zu Gluthation, obwohl Sie die "Theorie der Antioxidantien" nicht akzeptieren, gleichzeitig wollen Sie in der Forschung in Sachen Präventation tätig sein. Was empfehlen sie den Menschen , wenn Sie nach den Früchten Ihrer Forschungen fragen?


23.07.2015 | 23:06

Basil Geoffrey

Edmundotto - ich halte von alternativen Webseiten auch nicht unbedingt viel, denn sehr oft sind die Informationen dort auch nicht sehr zuverlässig. Ich erwarte von Studenten, daß sie Informationen auswerten und interpretieren können - von mir aus auch gerne alternative Seiten. Aber nur, weil etwas "mainstream" ist, ist es ebenso wenig falsch wie alternative Informationsquellen richtig sind. Und gerade bei Informationen, die das eigene Weltbild bestätigen, sollte man...

Edmundotto - ich halte von alternativen Webseiten auch nicht unbedingt viel, denn sehr oft sind die Informationen dort auch nicht sehr zuverlässig. Ich erwarte von Studenten, daß sie Informationen auswerten und interpretieren können - von mir aus auch gerne alternative Seiten. Aber nur, weil etwas "mainstream" ist, ist es ebenso wenig falsch wie alternative Informationsquellen richtig sind. Und gerade bei Informationen, die das eigene Weltbild bestätigen, sollte man eben besonders vorsichtig und kritisch sein, denn schließlich kann man sich auch selbst irren. Und as wird nicht von Verlagen kontrolliert - es gibt so viele unsinnige Fachzeitschriften, daß man auch mit den ungewöhnlichsten Ideen eine Veröffentlichung bekommt; es gibt schließlich noch immer Zeitschriften die Veröffentlichungen annehmen, bei denen es um Antioxidantien geht.

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