Sunday, 28. August 2016
27.05.2015
 
 

Insider enthüllt: Pharmastudien oft unzuverlässig, gefälscht oder manipuliert

F. William Engdahl

Wenn der Herausgeber der weltweit renommierten medizinischen Fachzeitschrift The Lancet ein schockierendes Geständnis macht, wird das von den Mainstream-Medien mehr oder weniger ignoriert. In einem jüngst veröffentlichten Statement erklärte Lancet-Herausgeber Dr. Richard Horton, ein erschreckend hoher Anteil veröffentlichter Forschungsberichte sei bestenfalls unzuverlässig, oft genug falsch – soll heißen, gefälscht.

 

Horton schrieb: »Ein großer Teil der wissenschaftlichen Literatur, vielleicht die Hälfte, ist möglicherweise schlicht falsch. Durch Studien mit zu geringer Fallzahl, vernachlässigbar kleiner Wirkung, nicht stichhaltigen explorativen Analysen und offenen Interessenkonflikten im Verein mit einer Obsession, sich an zweifelhafte modische Trends anzuhängen, geht die Wissenschaft in Richtung geistige Blindheit.«

 

Noch einmal mit anderen Worten: Horton sagt ganz klar, große Pharmakonzerne verfälschten oder manipulierten Untersuchungen über Sicherheit und Wirksamkeit ihrer Medikamente, indem sie Studien so klein anlegten, dass die Ergebnisse statistisch nicht aussagekräftig seien, oder indem sie Labors und Wissenschaftler anheuerten, bei denen ein offener Interessenkonflikt bestehe – weil sie sich bei der Pharmafirma beliebt machen wollten, um sich weitere Forschungsmittel zu sichern.

 

Mindestens die Hälfte aller derartigen Tests sei bestenfalls wertlos, sagt Horton. Da die Medikamente die Gesundheit von Millionen Verbrauchern gefährden können, bedeutet diese Manipulation eine Pflichtverletzung und strafbare Handlung.

 

Die von der Pharmaindustrie im Rahmen der Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen gesponserten Studien, auf die sich Horton bezieht, sollten eigentlich den Menschen helfen, Mediziner informieren und Medizinstudenten im Studium unterstützen.

 

Horton schrieb seinen schockierenden Kommentar, nachdem er an einem vom Londoner Wellcome Trust veranstalteten Symposium über Reproduzierbarkeit und Verlässlichkeit biomedizinischer Studien teilgenommen hatte.

 

Er verwies auf die Vertraulichkeitsvereinbarung – auch bekannt als »Chatham-House«-Regel –, wonach die Teilnehmer keine Namen nennen dürfen: »›Vieles von dem, was veröffentlicht wird, ist unrichtig.‹ Von wem diese Bemerkung stammt, darf ich nicht sagen, da wir gebeten wurden, die Regeln von Chatham House zu respektieren. Außerdem hat man uns gebeten, keine Fotos von den Abbildungen zu machen.«

 

Weitere Stimmen

 

Dr. Marcia Angell ist Ärztin und war lange Jahre Chefredakteurin des ebenfalls weltweit renommierten New England Journal of Medicine (NEJM), dessen Beiträge vor der Veröffentlichung von Experten geprüft werden (»peer review«). Sie sagt: »Vielen veröffentlichten klinischen Forschungsberichten kann man nicht mehr vertrauen, genauso wenig wie man sich auf das Urteil sonst zuverlässiger Ärzte oder verbindliche medizinische Richtlinien verlassen kann. Ich bin nicht erfreut über diese Schlussfolgerung, zu der ich in den 20 Jahren als Redakteurin des New England Journal of Medicine nur allmählich und widerstrebend gelangt bin.«

 

Harvey Marcovitch, der über die Korruption bei medizinischen Studien und bei der Publikation in medizinischen Fachzeitschriften forscht, schreibt: »Studien, die zu positiven Ergebnissen über ein Medikament oder Gerät gelangen, werden mit höherer Wahrscheinlichkeit veröffentlicht als ›negative‹ Studien; teilweise sind die Herausgeber dafür verantwortlich zu machen, aber genauso Sponsoren, deren methodologisch gut angelegte Studien eher nicht an die Öffentlichkeit kamen, wenn die Ergebnisse unvorteilhaft waren…«

 

Bei der Neural-Dynamics-Forschungsgruppe in der Abteilung für Augenheilkunde der University of British Columbia erhielt Dr. Lucija Tomljenovic Zugang zu Dokumenten, die belegten, dass »Impfstoffhersteller, Pharmaunternehmen und Gesundheitsbehörden im Zusammenhang mit Impfstoffen über vielfältige Gefahren informiert sind, diese jedoch unter Verschluss halten. Das ist wissenschaftlicher Schwindel, ihre Komplizenschaft lässt vermuten, dass dies bis heute gängige Praxis ist.«

 

Dr. Horton von der Lancet: »Diejenigen, die einschreiten könnten, denken offenbar, jemand anderes solle den ersten Schritt machen. Und für jede positive Aktion (z.B. die Finanzierung gut angelegter Replikationen) gibt es ein Gegenargument (die Wissenschaft verliert an Kreativität). Die gute Nachricht ist, dass die Wissenschaft die schlimmsten Ausrutscher sehr ernst zu nehmen beginnt. Die schlechte Nachricht ist, dass niemand bereit ist, den ersten Schritt zu machen, die Integrität des Systems wiederherzustellen.«

 

Korruption in der weltweiten Medizinindustrie ist ein großes Problem, vielleicht gefährlicher als alle drohenden Kriege zusammen. Sind wir so hypnotisiert und vertrauen wir unseren Ärzten ihrer weißen Kittel wegen so blind, dass wir sie für unfehlbar halten? Und haben die ihrerseits so blindes Vertrauen in die medizinischen Fachzeitschriften, die ein neues Wundermittel oder einen neuen Impfstoff anpreisen, dass sie diese Mittel und Impfstoffe umgehend verschreiben, ohne sich weitere Fragen zu stellen?

 

 

 


 

 

 

 

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Leser-Kommentare (63) zu diesem Artikel

30.05.2015 | 00:40

Basil Geoffrey

Michael - was ist z.B. mit Vioxx oder Lipobay? In beiden Fällen handelt es sich um große Märkte (wahrscheinlich deutlich gewinnbringender als Impfungen). Zu Vioxx gab es genug kritische Veröffentlichungen die letztendlich dazu geführt haben, daß es vom Markt genommen wird. Die Diskussion über Sinn oder Unsinn von Statinen dauert an mit heftigen Diskussionen für und wider in zahlreichen Fachzeitschriften (zumindest das BMJ ist ausgesprochen kritisch). Es gibt ausreichend Kritiker...

Michael - was ist z.B. mit Vioxx oder Lipobay? In beiden Fällen handelt es sich um große Märkte (wahrscheinlich deutlich gewinnbringender als Impfungen). Zu Vioxx gab es genug kritische Veröffentlichungen die letztendlich dazu geführt haben, daß es vom Markt genommen wird. Die Diskussion über Sinn oder Unsinn von Statinen dauert an mit heftigen Diskussionen für und wider in zahlreichen Fachzeitschriften (zumindest das BMJ ist ausgesprochen kritisch). Es gibt ausreichend Kritiker der Pharmaindustrie - Goldacre, Groetsche etc - und sie leben alle noch.


29.05.2015 | 08:16

edmundotto

@michael, wozu dürfen wir Sie zurechnen? Auch schon unter die Killer gegangen? Ein Konsum solcher Medien führt nicht zur intellektuellen Bereicherung. Sie sprechen von der genialsten Illusion aller Zeiten, ich nenne das perfide. Seit es Geschichtsschreibung gibt, wird die Masse manipuliert. Glauben Sie, mit Gewalt ließe sich dieser Zustand beenden?


29.05.2015 | 00:46

michael

wow, wie erregt ihr seid! wohin wollt ihr damit? seit jahrzehnten ist allen bekannt, das die pharmas ihre eigenen killer los schicken, falls jemand zickt und auspackt. spielfilme wurden gedreht darüber und bücher geschrieben. menschen wurden umgebracht für ihren mut für wahrheit, und ihr??? ihr freizeit-egomanen und pharmatrolle spielt hier ein affentheater im kommentar-aufzeichnungsfenster des nsa, auch genannt internet. ;-) das ganz deutlich eins zeigt. alle sind sklaven ihrer...

wow, wie erregt ihr seid! wohin wollt ihr damit? seit jahrzehnten ist allen bekannt, das die pharmas ihre eigenen killer los schicken, falls jemand zickt und auspackt. spielfilme wurden gedreht darüber und bücher geschrieben. menschen wurden umgebracht für ihren mut für wahrheit, und ihr??? ihr freizeit-egomanen und pharmatrolle spielt hier ein affentheater im kommentar-aufzeichnungsfenster des nsa, auch genannt internet. ;-) das ganz deutlich eins zeigt. alle sind sklaven ihrer eigenen unfähigkeit oder mind-kontrollierten ohnmacht des ganzen. wir sind alle schreibende affen im gewünschten theater der genialsten illusion aller zeiten!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ihr schreibt hier eure eigene zukunft. da geh ich lieber in den wald, zu denen, die mehr wissen.;-) dazu muss man sich natürlich schon mal bewegen, ihr laptop-helden;-))))


28.05.2015 | 17:26

edmundotto

Hallo@basilG., ich komme nicht umhin, mir einen Spaß auf Ihre Kosten zu erlauben. Sie sind immer bemüht Ihre Sichtweise und Ihren Informationsstand als Impfbefürworter sehr ausführlich und anspruchsvoll darzustellen. Jetzt schreiben sie nur, "weil es nicht geht", das ein impfender Arzt eine Erklärung unterschreibt, in der er diesen Impfstoff für bedenkenlos hält. Sie wissen genau wie ich, solche Erkläruing kann er aus mehreren Gründen nicht unterschreiben und ich hätte...

Hallo@basilG., ich komme nicht umhin, mir einen Spaß auf Ihre Kosten zu erlauben. Sie sind immer bemüht Ihre Sichtweise und Ihren Informationsstand als Impfbefürworter sehr ausführlich und anspruchsvoll darzustellen. Jetzt schreiben sie nur, "weil es nicht geht", das ein impfender Arzt eine Erklärung unterschreibt, in der er diesen Impfstoff für bedenkenlos hält. Sie wissen genau wie ich, solche Erkläruing kann er aus mehreren Gründen nicht unterschreiben und ich hätte mir doch eine nähere Erklärung erhofft. Nun, was auch immer, das Thema Impfen ist erstaunlicherweise kaum mehr präsent in den Medien und was die im Artikel beschriebenen Pharmastudien angeht, werden solche Meldungen die Öffentlichkeit nicht erreichen. Ich hätte mir allerdings eine länger anhaltende Diskussion in der Öffentlichkeit gewünscht, es hätte zumindest zu mehr Information für die Mitbürger geführt. In dem Sinne.....Frohes Schaffen!


28.05.2015 | 15:06

Basil Geoffrey

Frank - eine solche Erklärung wird kein Arzt unterschreiben, weil es nicht geht. Jede Behandlung ist mit einem Risiko verbunden, auch eine Impfung. Können Sie garantieren, daß sie auf einer Autofahrt, die sie regelmäßig machen, garantiert NIE einen Unfall haben? Würden Sie eine Erklärung unterschreiben, worin Sie einem Passagier die Sicherheit GARANTIEREN? Sie sollten sich mit einem Arzt unterhalten, der Ihre Sorgen ernst nimmt und über Vorteile und Risiken aufklärt. Aber bitte:...

Frank - eine solche Erklärung wird kein Arzt unterschreiben, weil es nicht geht. Jede Behandlung ist mit einem Risiko verbunden, auch eine Impfung. Können Sie garantieren, daß sie auf einer Autofahrt, die sie regelmäßig machen, garantiert NIE einen Unfall haben? Würden Sie eine Erklärung unterschreiben, worin Sie einem Passagier die Sicherheit GARANTIEREN? Sie sollten sich mit einem Arzt unterhalten, der Ihre Sorgen ernst nimmt und über Vorteile und Risiken aufklärt. Aber bitte: lassen sie sich nicht von wildfremden Menschen einreden, was sie tun sollten - weder für noch gegen die Impfung.


28.05.2015 | 14:17

Frank

Mit schwarz/weiß denken meine ich, das es extrem unterschiedliche Meinungen zwischen Impfgegnern und Impfkritikern gibt. Zudem das der ganze Informationsfluss bei diesem Thema viel zu hoch ist ,so das man letztendlich eher den Durchblick verliert als Informationen zu gewinnen. Weiterhin ist das Thema für die Meisten, wenn es mehr ins Detail geht, viel zu komplex. Dann die ganze Lobby, Statistiken, Werbeseiten usw. Wer soll da den Durchblick erhalten. Es ist für...

Mit schwarz/weiß denken meine ich, das es extrem unterschiedliche Meinungen zwischen Impfgegnern und Impfkritikern gibt. Zudem das der ganze Informationsfluss bei diesem Thema viel zu hoch ist ,so das man letztendlich eher den Durchblick verliert als Informationen zu gewinnen. Weiterhin ist das Thema für die Meisten, wenn es mehr ins Detail geht, viel zu komplex. Dann die ganze Lobby, Statistiken, Werbeseiten usw. Wer soll da den Durchblick erhalten. Es ist für Otto-Normalverbraucher einfach nicht genau erkennbar was sinnvoll ist und was nicht. Ich glaube auch an die gesunde Ernährung und an das eigene Immunsystem. Ich war beim Arzt der klar für Impfungen ist und wollte das er mir eine Erklärung unterschreibt wo er die Impfstoffe als bedenkenlos hält und dafür haftet falls etwas negatives passiert. Denn bis jetzt liegt mein kleiner Junge über dem Durchschnitt (die haben da so Tabellen) und hat viel Energie. Das wollte er absolut nicht unterschreiben und deswegen habe ich dann gesagt okay dann lassen wir das. Die andere Seite ist, jetzt stehe ich ziemlich isoliert da und wenn was passiert will ich gar nicht wissen was dann von meiner Ex-Freundin, meiner Familie und den Behörden kommt. Ein anderes Problem sind Kindergärten und Kindergrippen die oftmals Kinder ohne Impfungen gar nicht aufnehmen.

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