Mittwoch, 26. April 2017
28.07.2016
 
 

Die Amerikaner geben inzwischen Milliarden für natürliche Heilmittel aus und lehnen die oft wirkungslose Big-Pharma-Medizin immer häufiger ab

Isabelle Z.

Da immer mehr Amerikaner erkennen, dass die Schulmedizin keine Antworten auf ihre Probleme bietet, geben sie immer mehr Geld für natürliche Heilmittel aus. Laut einer kürzlich vom National Center for Health Statistics (NHCS) veröffentlichten Studie geben die Amerikaner jedes Jahr 30,2 Milliarden US-Dollar für komplementärmedizinische Methoden aus. Angesichts der Tatsache, dass sie für die Gesundheit im Allgemeinen 328,8 Milliarden ausgeben, ist der Anteil für alternative Heilmittel doch recht hoch.

 

Die Studie verwendete Daten aus dem »National Health Interview Survey« von 2012, die dann gewichtet wurden, um Schätzungen anstellen zu können, die die allgemeine amerikanische Bevölkerung genauer repräsentieren. Laut den Forschern gab einer von fünf Amerikanern über 4Jahre für mindestens eine zusätzliche Behandlungsmethode Geld aus. In diese Kategorie fallen beispielsweise Tai-Chi, Massagetherapie, homöopathische Behandlung, Energieheilung, chiropraktische Anwendungen und Hypnose.

 

Natürliche Nahrungsergänzungsprodukte wie Fischöl, Probiotika und Verdauungsenzyme waren beliebter als Besuche bei Heilpraktikern. Wohl auch deshalb, weil deren Heilmittel normalerweise nicht von den Krankenversicherungen bezahlt werden. Familien mit höherem Einkommen nehmen eher einen Naturheilkundler in Anspruch als jene in den unteren Einkommensschichten.

 

Eine andere interessante Erkenntnis war, dass 12,8 Milliarden Dollar, die 2012 allein für natürliche Ergänzungsmittel ausgegeben wurden, etwa einem Viertel der Ausgaben für ärztlich verordnete Medikamente entsprechen, die sich im selben Jahr auf 54 Milliarden Dollar beliefen. Insgesamt gab jeder US-Bürger ab 4 Jahren, der alternative Heilmethoden anwandte, dafür im Schnitt 510 Dollar im Jahr aus.

 

»Die Leute haben es satt«

 

Der Geschäftsführer der National Products Association, Daniel Fabricant, der zufällig früher Direktor der »Dietary Supplement Programs« der Food and Drugs Association (FDA) war, sagte:

»Die Leute haben die Art von Betreuung satt, die sie von ihren Hausärzten bekommen und die von der Versicherung bezahlt wird. Flächendeckend schauen sich die Leute nach Möglichkeiten um, selbst für ihre Gesundheit zu sorgen.«

Er wies darauf hin, dass der durchschnittliche Arzt 40 Patienten am Tag hat und für jeden im Schnitt gerade mal 7 Minuten Zeit aufbringt. Deshalb sind die Menschen nicht zufrieden mit ihren Ärzten und nehmen ihre Gesundheit selbst in die Hand.

 

Die großen Pharmakonzerne verlieren an Boden

 

Ein weiterer Faktor, der hier eine Rolle spielt, ist die wachsende Enttäuschung über die betrügerischen Machenschaften der Pharmaindustrie, deren überteuerte Medikamente die Probleme häufig nicht lindern und stattdessen mit Nebenwirkungen dafür sorgen, dass man sich schlechter fühlt als zuvor.

 

Es ist auch bekannt, dass Pharmakonzerne irreführende Forschungsmethoden anwenden, und inzwischen sehen die Leute selbst, wie viele ihrer »Lösungen« Patienten in eine Abhängigkeitsspirale bringen, ohne auch nur irgendetwas wirklich zu heilen.

 

Laut The Economist wenden Amerikaner ganze 20,9 Prozent ihrer Gesamtausgaben für medizinische Behandlungen auf, damit übertreffen sie andere Länder bei Weitem. Da immer mehr Menschen erkennen, dass die Pharmaindustrie davon profitiert, wenn sie krank sind, wenden sie sich alternativen Ansätzen zu.

 

Dieser grundlegende Wandel ist auch darin zu erkennen, dass die Konsumenten immer mehr biologische Produkte bevorzugen. Die weltweit zweitgrößte Großhandelskette Costco gab dieses Jahr bekannt, dass der Verkauf von Bio-Produkten seit 2008 um 72 Prozent angestiegen ist und im letzten Jahr insgesamt 4 Milliarden Dollar einbrachte.

 

Die Botschaft ist eindeutig: Die Amerikaner haben die Schnauze voll von Big Pharma. Sie haben genug von den Lügen. Die Leute wollen ihre Körper nicht mit gefährlichen Chemikalien in Form von Medikamenten vollstopfen.

 

Sie wollen nicht, dass ihr Obst und Gemüse mit Pestiziden versetzt wird. Und ihr Kaufverhalten beginnt, diese Haltung widerzuspiegeln. Man kann nur hoffen, dass dieser Trend anhält und dass irgendwann die Ausgaben für natürliche Heilmethoden jene für Schulmedizin überholen werden.

 

 

 

 

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