Friday, 30. September 2016
18.04.2015
 
 

Ernährung und Krebs: Erschütternde Zahlen

Janne Jörg Kipp

Krebspatienten sterben oft an Mangelernährung. Genauer gesagt: Über 25 Prozent aller Krebspatienten, so berichten Ärzte in Deutschland. Wenn gut 225 000 Menschen in Deutschland an Krebs erkranken, entspricht dies also 50 000 Sterbefällen, die auf Mangelernährung während einer Krebserkrankung zurückzuführen sind.

 

Meldungen zu diesem brisanten Thema sind selten. Einem Artikel vom 15. April liegen Berichte zugrunde, die über mehrere Jahre zusammengetragen wurden. Ergänzend dazu haben wir einen Bericht der ÄrzteZeitung vom 10. März 2015 gefunden, in dem dieser Umstand ebenfalls thematisiert wird.

 

Die mögliche Falle lauert jedoch im Eingangssatz des Berichtes:

 

»Die Ernährungsintervention muss selbstverständlicher Therapiebestandteil bei Patienten mit einer malignen Erkrankung sein«, heißt es in den einleitenden Worten. Dies klingt zunächst nach Zwangsernährung und massiven Drohungen.

 

Die empirischen Grundlagen sind jedoch »evident«, wie es in einer wissenschaftlichen Untersuchung heißen würde: 38 Prozent aller mangelernährten Patienten lagen einer Studie zufolge in den jeweiligen onkologischen Abteilungen von Krankenhäusern.

 

Dieser Status ist relativ zu betrachten. Das bedeutet, ein Gewichtsverlust von über fünf Prozent in den zurückliegenden drei Monaten oder von mehr als zehn Prozent in sechs Monaten gilt als bedeutendes Signal.

 

Was lässt sich mit diesen Zahlen tatsächlich sagen? »Ernährung ist in allen Phasen für Krebspatienten – aber auch bereits in der Prävention – von hoher Relevanz«, lässt sich Dr. Jutta Hübner von der »Arbeitsgemeinschaft Prävention und integrative Medizin in der Onkologie (PRiO)« zitieren.

 

Dies ist zunächst nachvollziehbar. »Also auch bereits in der Prävention« bestätigt indes nur den Zusammenhang, den beispielsweise dieses Buch herstellt. Demnach lässt sich bereits durch geeignete Prävention die Sterberate um 75 Prozent reduzieren. »Wir haben es in der Hand, vorzusorgen – realistisch und konkret.« Der neueste wissenschaftliche Stand hebt besonders die Bedeutung der alltäglichen Ernährung hervor.

 

In der Hand der Krankenhausüberwachung kann dies jedoch zu einem zweischneidigen Schwert werden. So schreibt Der Onkologe schon im Januar 2008: »Ernährungsstörungen treten bei Tumorpatienten häufig bereits vor Diagnosestellung auf«.

 

Mit anderen Worten: Patienten sind schon vor ihrem Krankenhausaufenthalt »mangelernährt«, wenn es nach der grundsätzlichen Sichtweise der Schulmedizin geht. Diesem Mangel, so schlussfolgern die Schulmediziner, müsse begegnet werden: Eine entsprechende »Diagnostik« soll demnach Gewicht, Appetit, Essmenge und die »Akutphasenreaktion« berücksichtigen.

 

Zwangsbeglückung im Krankenhaus, Totalüberwachung. Dies ist die gefährliche Seite der jüngsten Berichterstattung oder Kampagne, je nach Lesart.

 

Auf der anderen Seite ist der Befund selbst damit nicht vom Tisch. Fakt ist demnach, dass Krebspatienten in Krankenhäusern schlicht mangelernährt sind.

 

Nach dem hier beschriebenen Bericht findet sich zum Beispiel bei den Visiten in Krankenhäusern regelmäßig keine Ernährungsberatung ein.

 

Ein Ernährungskonzept für Krebskranke fehlt demnach völlig. Gut 50 000 Todesfälle jährlich lassen indes die Alarmglocken schrillen. Dies sind mehr Todesfälle, als Drogen, Suizide und Verkehrsunfälle jährlich erzeugen.

 

Das Dilemma an der Statistik ist wiederum das Messverfahren: der Gewichtsverlust in einem bestimmten Zeitraum ist eine reine Definitionsfrage.

 

»Mangelernährung« festzustellen und zu zählen hängt daher vom Forschungsinteresse ab. Zudem lassen sich keine wissenschaftlich anerkannten Studien durchführen, da die Kontrollgruppen (Krebskranke) freiwillig auf eine ordentliche Ernährung verzichten müssten.

 

Dennoch: selbst die Schulmedizin weiß und stellt öffentlich fest, dass Ernährung, Mangelernährung und die Wahrscheinlichkeit für Krebserkrankungen sowie die Sterberate eng zusammenhängen.

 

Auch die Schulmedizin räumt inzwischen in Beiträgen wie den hier genannten ein, dass Ernährungsfragen in Krankenhäusern für Krebskranke keine(!) Rolle spielen – also gegen die vorher festgestellten Interessen der Kranken. Die Konzentration auf Apparatemedizin, Chemotherapie und Strahlenanwendungen ist offensichtlich ökonomisch weit lukrativer. Das heißt:

 

  • Beugen Sie vor – Prävention und vor allem die Prävention durch die richtige Ernährung ist eine der entscheidenden Wurzeln der Krebsentstehung.

  • Wer betroffen ist, sollte wissen: Zumindest im Krankenhaus wird sich um die »richtige« Ernährung, also den zentralen Bestandteil der Therapie, niemand kümmern. Geschätzt 50 000 Todesfälle jährlich sind Beleg genug für diesen erschreckenden Befund. Deshalb: Auch Betroffene müssen sich um die richtige Ernährung selbst kümmern. Fernab vom Krankenhaus.

 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (23) zu diesem Artikel

24.04.2015 | 17:20

edmundotto

@Dr.Sartorius, hoch erfreulich zu lesen, was Sie so von sich geben. In meinem Dunstkreis bemühe ich mich den Mitmenschen ähnliches zu vermitteln, es kostet stundenlanges argumentieren, wenn mir jemand mitteilt, sein Arzt hätte ihm die Diagnose Krebs gestellt. Ich versuche ihm klar zu machen, das die Angst, die durch das erstellen dieser Diagnose projiziert wurde, mehr schadet als der Krebs. Dieses "gefügigmachen" von Kranken ist schlichtweg eine auszumerzende Sauerei....

@Dr.Sartorius, hoch erfreulich zu lesen, was Sie so von sich geben. In meinem Dunstkreis bemühe ich mich den Mitmenschen ähnliches zu vermitteln, es kostet stundenlanges argumentieren, wenn mir jemand mitteilt, sein Arzt hätte ihm die Diagnose Krebs gestellt. Ich versuche ihm klar zu machen, das die Angst, die durch das erstellen dieser Diagnose projiziert wurde, mehr schadet als der Krebs. Dieses "gefügigmachen" von Kranken ist schlichtweg eine auszumerzende Sauerei. Durch gezielte Ernährung läßt sich mancher Primärtumor beseitigen, wenn man dem Diagnosestellenden zuvorkommen kann. Ein operatives Entfernen führt doch in der Regel früher oder später zu Metatasen und wenn dann noch eine Chemotherapie zu Einsatz kommt, schwinden die Überlebenschancen. Ich hoffe, die Zahl der Menschen,die wie Sie diesem Wirken der Schulmedizin versuchen Einhalt zu gebieten, wächst weiter an.


21.04.2015 | 09:09

Dietrich Lange

Zitronen sind zwar sauer,wenn man reinbeißt,werden aber vom Körper basisch verstoffwechselt.... Ärzte wissen eben auch nicht alles........woher auch?????


19.04.2015 | 22:08

DanaKS

@ Dr. Sartorius : DANKE DANKE DANKE für ihre Texte ! Das was Sie schreiben habe ich mir alles schon (mehr oder weniger) gedacht. Ich bin zwar noch jung, verstehe aber welches "Spiel" hier mit uns gespielt wird. Ich habe selbst schon einige liebe Verwandte an Krebs sterben sehen. Denke heute immer öfter drüber nach ob alle noch leben würden, wenn Sie (selbst als der Krebs schon da war) einfach ihre Ernährung umgestellt und auf Bestrahlung und Chemo verzichtet hätten....

@ Dr. Sartorius : DANKE DANKE DANKE für ihre Texte ! Das was Sie schreiben habe ich mir alles schon (mehr oder weniger) gedacht. Ich bin zwar noch jung, verstehe aber welches "Spiel" hier mit uns gespielt wird. Ich habe selbst schon einige liebe Verwandte an Krebs sterben sehen. Denke heute immer öfter drüber nach ob alle noch leben würden, wenn Sie (selbst als der Krebs schon da war) einfach ihre Ernährung umgestellt und auf Bestrahlung und Chemo verzichtet hätten. Abschliessend möchte ich auch noch ein paar Krebs heilende Naturmittel in den Raum werfen, über die sich jeder Betroffene informieren sollte: Graviola, Bittergurke, Hanföl, Blushwood Tree, .... es ist alles da. KOSTENLOS. In der Natur. Das Krebszellen sich quasi von Zucker "ernähren" müsste mittlerweile eigentlich sogar dem blindesten und taubsten Schlafschaf bekannt sein... Dennoch "fressen" und "saufen" sich die Menschen in ihr eigenes Grab. Und zahlen dafür noch eine Menge Geld...


19.04.2015 | 16:17

Bernhard Wald

An Dr. Sartorius Ich stimme Ihren Ausführungen genrell zu. Sie erwähnen Heinrich Otto Warburg, der 1931 für seine Theorie zur Entstehung des Krebses den Nobelpreis verliehen bekam. Gerne würde ich mich mit Ihnen über diese Theorie austauschen. Meine Mail-Adresse: waldbern@t-online.de


19.04.2015 | 09:21

asisi1

die Industrie die sich um den krebs aufgebaut hat wird es nicht zulassen, dass der mensch vielleicht mit gesunden dingen zur Genesung kommt. unser gesundheitssystem ist darauf aufgebaut "krank" zu sein.die verschiedenen gruppen , Ärzte, pharma, kliniken etc. haben uns in den vergangenen jahren um Milliarden betrogen und es wird so weiter gehen. der mensch ist einfach nicht fähig für sich die Verantwortung zu übernehmen und was für ihn das beste ist zu erkennen.mit der...

die Industrie die sich um den krebs aufgebaut hat wird es nicht zulassen, dass der mensch vielleicht mit gesunden dingen zur Genesung kommt. unser gesundheitssystem ist darauf aufgebaut "krank" zu sein.
die verschiedenen gruppen , Ärzte, pharma, kliniken etc. haben uns in den vergangenen jahren um Milliarden betrogen und es wird so weiter gehen. der mensch ist einfach nicht fähig für sich die Verantwortung zu übernehmen und was für ihn das beste ist zu erkennen.
mit der NGM von dr.hamer sollten sich krebspatienten einmal befassen.


19.04.2015 | 02:08

Dr. Sartorius

An Marlene Berlin und Selbst Betroffene. Zitat: "Schulmedizin ist »organisierte Kriminalität (gewerbliches Verbrechen) des Staates auf höchster Stufe«" Sie ahnen gar nicht wie recht Sie haben. Leider ist hier nicht der Platz und die Zeit das alles aufzulisten. Und es geht auch nicht nur um Krebs. Auf Kinderkliniken verschwinden Säuglinge, die angeblich "verstorben" sind (und wohl bei Illuminaten für gewisse Rituale landen, geldgeilste(!) Ärzte können sich...

An Marlene Berlin und Selbst Betroffene. Zitat: "Schulmedizin ist »organisierte Kriminalität (gewerbliches Verbrechen) des Staates auf höchster Stufe«" Sie ahnen gar nicht wie recht Sie haben. Leider ist hier nicht der Platz und die Zeit das alles aufzulisten. Und es geht auch nicht nur um Krebs. Auf Kinderkliniken verschwinden Säuglinge, die angeblich "verstorben" sind (und wohl bei Illuminaten für gewisse Rituale landen, geldgeilste(!) Ärzte können sich damit eine noch goldenere Nase verdienen); viel mehr Patienten als man ahnt, werden noch lebendig ausgewaidet wie eine Weihnachtsgans (Organhandel nach Israel und Saudi Arabien bringt satteste Kohle). Der Bürger meint immer, das geschieht `anderswo´, aber anderswo ist hier, da wo Sie wohnen! Oder die Amputationsgeilheit gewisser Kliniken. In den 80ern habe ich von meinen Klienten (als ich Hypnosetherapie machte) fast immer wieder dieselbe Geschichte gehört: Mann liegt im Krankenhaus, abends bei der Visite sagt der behandelnde Arzt, "ach übrigens, morgen wird Ihnen Ihr linkes Bein amputiert." Davon wußte der Betroffene bisher ja noch gar nichts. Da er zu der intelligenteren Sorte Mensch zählte, rief er sofort seine Frau an und ließ sich von ihr aus dem Krankenhaus `retten´. Da der Mann natürlich Beschwerden am Bein hatte, fuhr seine Frau ihn am nächsten Vormittag in eine andere Klinik, die als patientenfreundlicher gilt. Dort sagte der Arzt nach einer ausgiebigen Untersuchung: "Ihr Bein muß nicht amputiert werden. In 14 Tagen können Sie wieder herumhüpfen." Genau so war es dann auch! Diese Geschichte habe ich mit nur kleinen Änderungen x-mal zu Ohren bekommen! Und das bezog sich nur auf die eine Skandalklinik an dem Ort, an dem ich damals wohnte. Ahnen Sie jetzt, was für ein UNGEHEURER SKANDAL sich dann bundesweit in diesem unserem Lande abspielt? An Selbst Betroffene: ganz klar spielt die Psyche und damit Angst eine entscheidende Rolle. Man kann Faßbinder mögen oder nicht, aber mit seinem Filmtitel "Angst essen Seele auf" hat er sicher was Richtiges erkannt. Hiergegen hilft m.E. rationalisieren, d.h. alle Befürchtungen logisch analysieren und auf ihre sachliche Begründetheit und Berechtigung überprüfen. Dann zeigt sich meistens, daß nicht sehr viel übrig bleibt. Oder anders gesagt: Unwissenheit erzeugt Angst (darum haben auch viele Leute Angst im Dunkeln), Wissen und Informiertheit erzeugt Sicherheit, das Gegenteil von Angst. Zum Schluß ganz was anderes: Ist Ihnen auch schon aufgefallen, daß es bei den meisten Ärzten an der Rezeption und im Wartezimmer zugeht wie auf einer Behörde? Wie tief will dieser Berufsstand eigentlich noch sinken? Bis auf Politikerniveau?

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