Samstag, 10. Dezember 2016
30.05.2014
 
 

Durch wissenschaftliche Experimente mit tödlichen Viren könnte die Menschheit dezimiert werden

L. J. Devon

Kann eine Viruspandemie aus einem Labor entstehen? Neue wissenschaftliche Untersuchungen der US-Universitäten Harvard und Yale zeigen, dass ein neuer Virenausbruch in den nächsten zehn Jahren unvermeidlich ist und dass er unabsichtlich in Laboratorien seinen Ursprung nehmen könnte. Da Wissenschaftler bei der Entwicklung neuer Impfstoffe mit Viren experimentieren, ist es vielleicht nur eine Frage der Zeit, bevor das Unausweichliche passiert.

Überall auf der Welt liegen ganze Gemeinden von Wissenschaftlern im Wettlauf mit der Zeit, um Virenstämme zu verändern und sogar neue zu schaffen. Sie untersuchen die Evolution von Viren und die Immunologie. Zwei Studien, die 2012 veröffentlicht wurden, lieferten im Wesentlichen ein Rezept für eine mutierende Vogelgrippe, die von Frettchen auf Menschen übertragbar ist. Das bedeutet die Gefahr, dass Viren eines Tages in die falschen Hände geraten und absichtlich gegen nichts ahnende Menschen freigesetzt werden könnten. Unaufrichtige Wissenschaftler könnten versucht sein, zu beobachten, wie sich diese neuen mutierenden Virusstämme in Echtzeit ausbreiten.

 

Der amerikanische wissenschaftliche Beirat für Biosicherheit (National Science Advisory Board for Biosecurity), ein Gremium des Ministeriums für Gesundheitspflege und soziale Dienste, sieht das Risiko, dass Rezepte für mutierende Viren in die falschen Hände geraten könnten. 2012 entschied man deshalb, dass zwei Studien über mutierende Vogelgrippe, die an der Medizinischen Fakultät der Erasmus-Universität in Rotterdam und an der University of Wisconsin durchgeführt wurden, aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht werden durften.

 

Geleitet von der Besorgnis, dass das Rezept für mutierende Vogelgrippe in die Hände von Terroristen fallen könnte, blockierte der Beirat für Biosicherheit die Publikation. Die beiden umstrittenen Studien wurden nach monatelanger Verzögerung schließlich doch freigegeben, sie wurden zum Auslöser weiterer Forschung dieser Art. Interessanterweise wird diese Forschung zum größten Teil ausgerechnet von der US-Regierung finanziert.

 

Epidemiologen von Harvard und Yale zeigen: Das Risiko, dass in den nächsten zehn Jahren eine Viruspandemie ausbricht, liegt bei 20 Prozent

 

Wie Vertreter von Gesundheitsbehörden jetzt warnen, könnten uns Experimente an mutierenden Viren in hochgesicherten (»High-containment-«) Laboratorien eine unbeabsichtigte Pandemie bescheren, die das Leben unzähliger Menschen in Gefahr bringen würde. Fordern die Experimentierer das Schicksal der Menschheit heraus, indem sie bei ihrer Forschung immer mehr an die Grenzen gehen?

 

Theoretisch könnten im Labor erzeugte Pathogene entweichen, ohne dass es irgendwem auffiele, sie könnten von den Petrischalen auf einen Wirt gelangen und sich in der Außenwelt verbreiten. Den Forschern in Harvard und Yale bereitet diese unausweichliche Realität große Sorgen, es zeigt, wie beim Studium der Viren die Risiken den Nutzen überwiegen. Zwei Epidemiologen nahmen eine Risikoeinschätzung vor, derzufolge ein Ausbruch in den USA in den nächsten zehn Jahren unvermeidlich ist.

 

»Wir sagen nicht, dass es passieren wird, aber wenn es um eine Pandemie geht, wiegt schon eine geringe Möglichkeit äußerst schwer«, sagte Marc Lipsitch, Epidemiologe an der Harvard School of Public Health und gemeinsam mit der Yale-Epidemiologin Alison Galvani Verfasser des Berichts.

 

Nach Einschätzung der beiden Epidemiologen liegt die Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb von zehn Jahren ein einzelner Mensch in den USA durch Experimente in einem der zehn hochgesicherten Labors infiziert wird, bei fast 20 Prozent. Der oder die Infizierte könnte das Virus anschließend verbreiten. Lipsitch und Galvani vermuten, dass ein Grippestamm, der sich zwischen 1977 und 2009 weltweit ausbreitete, von einem Laborunfall stammte.

 

Funktionszugewinn-Studien dienen zur Rechtfertigung der Entwicklung neuer, von der US-Regierung finanzierter Impfstoffe

 

Lipsitch und Galvani sind besorgt, dass die Regierung bei der Unterstützung neuer Funktionszugewinn-Studien an Viren nicht umsichtig vorgeht. Bei diesen Studien, die in hochgesicherten Labors durchgeführt werden, wird der genetische Code von Viren untersucht. Die Kenntnis des genetischen Codes ermöglicht es den Wissenschaftlern, zu verstehen, wie Virenstämme im Körper des Menschen spezifische Funktionen ausführen. Ein respiratorisches Virus beispielsweise kann so geplant werden, dass es sich spezifisch im Rachenraum ansiedelt und über Husten leichter übertragbar wird.

 

Natürlich werden solche Studien dazu genutzt, der Impfstoffbranche bei der Entwicklung neuer Produkte zu helfen. Prinzipiell können Viren in Labors erzeugt werden, damit Impfstoffe als Vorbeugung gegen die künstlich erzeugten Stämme hergestellt und verkauft werden können. Diese Taktik beruht auf dem, was Wissenschaftler »bessere Überwachung« nennen. Diese Methode schließt die Untersuchung von Mutationen bei natürlichen Stämmen ein; sie ermöglicht die Identifizierung, welche Mutationen für den Menschen besonders gefährlich sind. Sie wird fast immer angewendet, wenn die Herstellung neuer Impfstoffe ermuntert werden soll. Lipsitch und Galvani verurteilen diese wissenschaftliche Methode.

 

Auf der anderen Seite glauben Ron Fouchier und Yoshihiro Kawaoka, zwei führende Wissenschaftler bei staatlich finanzierten Funktionszugewinn-Studien, Unfälle in Laboratorien habe es nie gegeben und werde es auch nie geben. Sie halten den neuen Bericht von Lipsitch und Galvani für irreführend.

 

»Der Beweis muss von den Funktionszugewinn-Studien an infektiösen Viren erbracht werden. Deshalb hat das Ministerium für Gesundheitspflege und soziale Dienste unsere Forschungsarbeit genehmigt, und zwar unter Berücksichtigung aller Fragen von Ethik, Unbedenklichkeit und Sicherheit und unter Abwägung von Risiko und Nutzen«, sagte Fouchier.

 

Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:

 

TheGuardian.com

TheGuardian.com

 

 

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