Donnerstag, 8. Dezember 2016
25.01.2014
 
 

Associated Press bei der »Umstrukturierung« alter Meldungen der US-Umweltbehörde ertappt – Mainstreammedien spielen blind mit

Mike Adams

Vor wenigen Tagen meldete die Nachrichtenagentur Associated Press, Kohlekraftwerke entlüden enorme Mengen an Schadstoffen in amerikanische Gewässer. Laut Associated Press erklärt die US-Umweltbehörde EPA, Kohlekraftwerke belasteten US-Wasserwege jährlich mit annähernd zwei Millionen [amerikanischen] Pfund [1 pound = 453 Gramm] Aluminium, 79 000 Pfund Arsen, 64 000 Pfund Blei und sogar 2820 Pfund Quecksilber.

Diese Originalstory von AP (datiert auf den 18. Januar 2014) wurde Wort für Wort von der Denver Post, ABC News, der Washington Post, den San Jose Mercury News und sogar vom Web-Magazin Salon.com übernommen. Bei dieser Berichterstattung gibt es nur ein Problem: Niemand hat sich die Mühe gemacht, die Quellen zu überprüfen.

 

Wie sich herausstellt, wurde die Original-AP-Story aus alten Nachrichten »umstrukturiert« und so verpackt, dass sie wie eine aktuelle Meldung aus dem Jahr 2014 wirkte, während sie in Wirklichkeit auf das Jahr 2009 zurückgeht (siehe unten). AP brachte den Bericht in der »Big-Story«-Sektion, die dort veröffentlichten Meldungen sollten eigentlich wichtige, aktuelle Nachrichten sein.

 

Associated Press zitiert niemanden und bezieht sich auf keine Verlautbarung oder Studie

 

In der Originalstory

  • zitiert AP keinen Vertreter und keine Abteilung der EPA,

  • zitiert AP keine Verlautbarung, Veröffentlichung, Story oder Presseerklärung der EPA,

  • wird keine wissenschaftliche Studie zitiert oder als Fundstelle genannt.

Bei keinem der Nachrichtenmedien, die die AP-Story brachten, hat man sich die Mühe gemacht, zu prüfen, ob es eine legitime Quelle oder eine wissenschaftliche Studie gab, die diese Zahlen bestätigte. Sie veröffentlichten einfach Wort für Wort die AP-Story, ohne auch nur eine der Aussagen in der Meldung zu überprüfen.

 

Tatsächlich geht die Information auf ein 2009 veröffentlichtes EPA-Papier zurück

 

Ich bin der Sache auf den Grund gegangen – eine journalistische Angewohnheit, über die sich die Leute bei AP, wie ich weiß, furchtbar ärgern, denn ihrer Ansicht nach soll niemand die Veröffentlichungen des »Wahrheitsministeriums« auf ihren faktischen Gehalt überprüfen. (Deshalb kommt die AP regelmäßig mit solch nachlässigem Journalismus durch und deshalb sind die Nachrichten von Reuters durchgängig vertrauenswürdiger.)

 

Es stellt sich heraus, dass diese Meldung auf einen Richtlinienentwurf aus dem Jahr 2013 zurückgeht, in dem die EPA die Absicht formuliert, die Abwasserverschmutzung, die Thema eines Berichts von 2009 gewesen war, zukünftig zu begrenzen. (Gefunden hier – PDF.) In dieser PDF-Datei wird die toxische Wirkung von Blei, Cadmium, Aluminium, Quecksilber usw. beschrieben.

 

Wie bastelte Associated Press 2014 eine ganz neue Story auf der Grundlage einer alten Meldung von 2013, die ihrerseits auf einer alten Studie aus dem Jahr 2009 beruhte? AP »restrukturierte« die Story einfach so, als wäre sie eine neue Mitteilung der EPA. Natürlich wurde sorgfältig darauf geachtet, dass in der Story niemand wirklich zitiert wurde. Ich bin mir sicher, dass sich die Leute bei der EPA vor ein paar Tagen, als die Story erschien, am Kopf gekratzt und sich gefragt haben, ob sie sich etwa auf einer Zeitreise befänden.

 

Ich frage mich, was es für ein Gefühl sein mag, bei AP zu arbeiten und willkürlich einfach eine Meldung zu fabrizieren und es irgendwie zu schaffen, dass Hunderte von Mainstreamzeitungen die Story blind auf ihre eigenen Websites kopieren, ohne nach einer Quelle oder Fundstelle zu fragen. Ganz klar, meine Freunde: So etwas ist kein Journalismus. Es ist eine Peinlichkeit für den Journalismus.

 

In der Sache hat die EPA Recht

 

Den Kern der Besorgnis der EPA teile ich aber. Die EPA hat ein gewichtiges Argument, die Abwasserverschmutzung durch Kohlekraftwerke ist ein großes Problem für unsere Welt. Die regelmäßige Freisetzung von Arsen, Cadmium, Blei, Quecksilber und anderen toxischen Substanzen in der Welt ist tatsächlich beunruhigend, und ich persönlich finde alarmierende Beweise für diese Verschmutzung, wenn ich in meinem Labor Lebensmittel auf Schwermetalle untersuche.

 

Aber die Art, wie AP einen Richtlinienentwurf von Anfang 2013 hervorkramte und es dann schaffte, dass diese Story auf Hunderten anderer Nachrichten-Websites veröffentlicht wurde – keine einzige zitierte auch nur eine einzige Quelle für ihre Story – stinkt nach dem Überbordwerfen journalistischer Standards, wie wir es mittlerweile von Associated Press nicht anders erwarten. Überprüft irgendjemand bei AP die Meldungen auf ihren faktischen Gehalt? Oder ist das für die AP inzwischen zu sehr »alte Schule«?

 

Das wirklich Traurige an der ganzen Sache ist, dass weder die Washington Post noch die Denver Post, ABC News oder sonst jemand sich die Mühe gemacht hat, die Story zu überprüfen. Soweit ich sagen kann, ist NaturalNews weltweit die einzige Nachrichten-Website, die dies getan hat. Zu Ihrer Information: Hier sind die Angaben der EPA (laut AP) über die jährliche Schadstofffreisetzung durch Kohlekraftwerke in den USA.

  • Aluminium: 1,97 Millionen [amerikanische] Pfund

  • Arsen: 79 200 Pfund

  • Blei: 64 000 Pfund

  • Mangan: 14,5 Millionen Pfund

  • Quecksilber: 2820 Pfund

  • Stickstoff: 30 Millionen Pfund

  • Phosphor: 682 000 Pfund

  • Selen: 225 000 Pfund

  • Zink: 4,99 Millionen Pfund.

Noch etwas von meiner Seite: Ich bin nicht der Ansicht, dass Stickstoff, Phosphor, Selen und Zink auch nur annähernd in dieselbe Kategorie gehören wie Blei, Arsen, Quecksilber und Aluminium.

 

 

 


 

 

 

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