Sunday, 19. May 2013
25.05.2010
 

Jetzt wird Diät-Limonade als Arznei gegen Nierensteine angepriesen

Mike Adams

Der Preis für die »dümmste Wissenschaftszeitung des Jahres« geht an das amerikanische »Journal of Urology«, das einen Artikel veröffentlicht hat, dem zufolge Diät-Limonade tatsächlich eine wirksame Art Arznei zur Verhinderung von Nierensteinen sein soll (Ausgabe vom 19. April 2010). Leiter der entsprechenden Forschungen war Dr. Brian H. Eisner, ein Urologe am »Massachusetts General Hospital« in Boston, der weder von der menschlichen Ernährung noch von der Giftigkeit von Aspartam die geringste Ahnung zu haben scheint.

Laut Dr. Eisner sind Diät-Limonaden nicht nur eine gute Arznei zur Verhinderung von Nierensteinen, sie liefern angeblich dem Körper auch viel Wasser. Unter Hinweis darauf, dass Patienten jeden Tag zwei bis drei Liter Wasser trinken sollten, schreibt Dr. Eisner in einem Artikel für Reuters: »Wenn die Menschen dieses Ziel dadurch erreichen, dass sie diese Limonaden trinken, dann kann das doch nur gut sein.«

Wenn Sie das für einen April-Scherz halten, dann irren Sie sich. Dr. Eisner und das Journal of Urology scheinen überzeugt, es handele sich um gute Forschung und Diät-Limonaden hätten tatsächlich eine positive medizinische Wirkung auf den menschlichen Körper. Vorfälle solchen »wissenschaftlichen« Unfugs scheinen sich in der westlichen Medizin zu häufen, die meisten Ärzte verstehen nichts mehr von der Wirkung verarbeiteter Zutaten oder giftiger chemischer Zusatzstoffe auf den menschlichen Körper.

Der am häufigsten in Diät-Limonaden verwendete Süßstoff Aspartam ist nach Ansicht von Experten wie Dr. Russell Blaylock ein wirksames Nervengift. Viele sind der Ansicht, er führe zu Kopfschmerzen, Sehstörungen, Problemen des endokrinen Systems und Störungen des Nervensystems. Ehrliche Studien, die seine Unbedenklichkeit für den menschlichen Verzehr beweisen, gibt es nicht.

Die meisten Diät-Limonaden erhalten einen alarmierend hohen Anteil von Phosphorsäure, einem Stoff, der die Acidität im ganzen Körper erhöht, die Immunfunktion unterdrückt, die Knochen schwächt und die Bildung von Nierensteinen begünstigt (nicht etwa verhindert).

 

Die Wahrheit über Diät-Limonade

Dass es gesundheitsschädlich ist, Diät-Limonade zu trinken, steht vollkommen außer Frage. Wenn ein normaler Mainstream-Arzt zu dem Schluss kommt, Diät-Limonade sei eine Arznei, die Nierensteine verhindere, ist das ungefähr dasselbe, als würde er sagen, Pizza verhindere Herzkrankheit oder Zigarettenrauchen verhindere Krebs. Hier zeigt sich nicht nur das erschreckende Unwissen über Ernährung bei Dr. Eisner selbst, sondern auch bei seinen Fachkollegen, den Experten vom Journal of Urology, die seine Studie für wert hielten, veröffentlicht zu werden.


Das nennt man Wissenschaft? Bedenken Sie, dass die ganze Behauptung allein auf der Idee beruht, dass bestimmte Diät-Limonaden Citrat enthalten und dass der häufige Verzehr von Citrat aus natürlichen Quellen (Zitronensaft, Limonensaft usw.) bekanntermaßen Nierensteine verhindert. Dass der Verzehr von natürlichem Zitronensaft tatsächlich Nierensteine verhindert, lässt nun aber nicht den Schluss zu, Diät-Limonade mit Zitronengeschmack hätte dieselbe Wirkung. Das wäre so, als würde man behaupten: da Obst hilft, Krebs zu verhindern, habe also auch Früchtepunsch dieselbe Wirkung.

Nebenbei gesagt: Bei dieser Forschung ist die Wirkung von Diät-Limonade niemals am Menschen untersucht worden. Es war nur einfach ein »Gedankenexperiment« von jemandem, der im Denken nicht einmal besonders gut ist. Das gesamte Forschungspapier ist das wissenschaftliche Gegenstück zu der Aussage: »Ich wette, die Diät-Limo da schützt vor den Nierensteinen, da ist doch Citrat drin.«

Und das Journal of Urology war dumm genug, dies als wissenschaftliche Erkenntnis zu veröffentlichen. Man fragt sich doch: Welche Anforderungen muss ein wissenschaftliches Papier erfüllen, um vom Journal of Urology ablehnt zu werden?

 

Über Heilkräuter liest man nichts

Ich wette: Die Zeitschrift würde ein Papier, das über den wirklichen Nutzen des Heilkrauts Chanca Piedra aus dem Amazonas-Regenwald berichtet, ablehnen. Chanca Piedra ist in ganz Lateinamerika als »Steinbrecher« bekannt. Es wirkt tatsächlich so, dass Nierensteine aufgelöst und entfernt werden, aber das würde man aus einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift in Nordamerika nie erfahren. Nein, die sind viel zu sehr damit beschäftigt, den »medizinischen Nutzen« von Diät-Limonade anzupreisen – es ist nicht zu fassen!

An dieser Stelle des Artikels würde ich normalerweise darauf hinweisen, wie wenig glaubwürdig die westliche Medizin und ihre verrückten Forschungs-Schlussfolgerungen in der Welt mittlerweile geworden sind. Es ist eine Branche, die die Homöopathie als »Hexenkunst« bezeichnet, Heilkräuter für gefährlich hält und jetzt anscheinend glaubt, Diät-Limonaden seien eine Art Arznei. Jede Diskussion über die »Glaubwürdigkeit« einer solchen Branche ist, offen gestanden, nutzlos.

Wenn Aspartam und Phosphorsäure auch nur im Geringsten gesund wären, dann wäre Amerika das gesündeste Land der Welt! Und wenn Diät-Limonaden wirklich wirkten, dann wären doch wohl all die Leute, die sie trinken, nicht so fettleibig.

Und wenn Diät-Limonade Nierensteine verhindert, warum leiden dann vor allem die an Nierensteinen, die so viel davon trinken? Wenn schon, dann verursacht Diät-Limonade Nierensteine. Aber ich glaube, das Journal of Urology kann das genaue Gegenteil drucken und es als »Wissenschaft« bezeichnen, wenn sie wollen, stimmt’s?

Genau deswegen hat die moderne »Wissenschaft« heutzutage so viel an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Weil praktisch jede von einem Unternehmen vorgetragene Idee, so lächerlich sie auch immer sein mag, schließlich in einer »wissenschaftlichen Fachzeitschrift« abgedruckt werden kann, selbst dann, wenn ihre Schlussfolgerungen gegen die Gesetze des bekannten biologischen Universums verstoßen.

Wenn Diät-Limonade Nierensteine verhindert, dann verhindert auch eine Mammografie-Bestrahlung Krebs.

 

NaturalNews

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