Friday, 26. August 2016
20.09.2015
 
 

Starbucks stellt Ultimatum: Wir wollen keine Kunden, die nur an die traditionelle Ehe glauben

J. D. Heyes

Langsam, aber sicher werden Amerikas traditionelle Werte und Moralvorstellungen fortgespült von liberalen, progressiven Aktivisten und Kulturkriegern. Sie sagen es zwar nicht direkt, aber sie treten aktiv dafür ein, mit unserer Vergangenheit zu brechen.

 

Das jüngste Beispiel für diesen dramatischen Kulturwandel liefert die Kaffeehauskette Starbucks, die auch in Westeuropa und speziell in Deutschland bereits viele Kunden und Freunde gewonnen hat. Deren Gründer und Vorstandschef Howard Schultz erklärte, Kunden und Aktionäre, die an das historische Modell der Ehe als Verbindung von Mann und Frau glauben, könnten ihm gestohlen bleiben.

Bei der Starbucks-Jahreshauptversammlung in Seattle kürzlich hinterfragte ein Aktionär Schultz‘ wohlbekannte Haltung in Sachen Homo-Ehe. Schultz hatte sich vergangenes Jahr für gleichgeschlechtliche Ehen starkgemacht, als im Bundesstaat Washington darüber abgestimmt wurde.

 

Aufgrund seiner Haltung rief die Lobbygruppe National Organization for Marriage zum Boykott von Starbucks auf. Der Aktionär sagte, dies habe dazu geführt, dass der Konzerngewinn geringer als erwartet ausgefallen sei.

 

Null Toleranz gegenüber traditionellen Auffassungen


»Im ersten vollen Quartal nach dem Boykottaufruf waren unser Umsatz und unser Gewinn … nennen wir es höflich ein klein wenig enttäuschend«, sagte der Aktionär Tom Strobhar. Laut Huffington Post ist Straubhar der Gründer der die Homo-Ehe ablehnenden Lobbygruppe Corporate Morality Action Center. An Schultz schien die Kritik abzuperlen.

 

»Nicht jede Entscheidung ist eine wirtschaftliche Entscheidung. Sie führen Statistiken an, die nur einen sehr kurzen Zeitraum abdecken, aber dennoch haben wir im vergangenen Jahr eine Aktienrendite von 38 Prozent erzielt«, so Schultz in seiner Antwort, die hier als Video abgerufen werden kann.

 

»Ich weiß nicht, in was Sie alles investieren, aber ich würde behaupten, nicht allzu viele Dinge, Unternehmen, Produkte, Investitionen haben in den vergangenen zwölf Monaten 38 Prozent Rendite abgeworfen«, so Schultz. »Ganz abgesehen davon ist es für mich keine wirtschaftliche Entscheidung. Die Brille, die wir bei dieser Entscheidung tragen, ist die Brille unserer Leute. Wir beschäftigen in diesem Unternehmen über 200.000 Menschen und wir wollen uns stark machen für Vielfalt. Jeder Art.«


Diese Aussage wurde von den Aktionären mit lautstarkem Applaus goutiert. »Bei allem Respekt: Wenn Sie das Gefühl haben, eine bessere Rendite als die 38 Prozent vom vergangenen Jahr bekommen zu können, dann kann ich nur sagen: Es ist ein freies Land. Es steht Ihnen frei, Ihre Starbucks-Aktien zu verkaufen und Anteile an einem anderen Unternehmen zu erwerben. Vielen Dank.«


Die landesweite Haltung in den USA gegenüber gleichgeschlechtlichen Ehen hat sich im Laufe des vergangenen Jahrzehnts gewandelt, das geht auch aus einer aktuellen Umfrage von ABC News und Washington Post hervor. Doch das führt nun offenbar dazu, dass Menschen, die sich für die traditionelle Definition von Ehe einsetzen, öffentlich verspottet, lächerlich gemacht und als »Fanatiker« und »homophob« abgekanzelt werden, selbst wenn sie für gleichgeschlechtliche eingetragene Partnerschaften sind.

 

Freies Land? Nicht doch

 

Viele Amerikaner sondern hohle Phrasen ab, dass sie die im Ersten Verfassungszusatz festgeschriebene »Religionsfreiheit« befürworten, aber wehe, es äußert jemand eine Meinung, die der liberalen Haltung in dieser Frage zuwiderläuft. Menschen, die sich für die traditionelle Ehe stark machen und die ein Geschäft besitzen, werden zur Zielscheibe von Boykottaufrufen, sie werden bestreikt und sogar vor Gericht verklagt. Das führt dann dazu, dass das Geschäft schließen muss und Menschen ihren Lebensunterhalt einbüßen.

 

Ist der Befürworter der traditionellen Ehe jemand, der in der Öffentlichkeit steht, wird er von den Mainstreammedien angeprangert, von den Pro-Homoehe-Aktivisten niedergebrüllt (denen ja von den Mainstreammedien auch Plattform um Plattform für derartige Zwecke geboten wird) und gezwungen, sich zu entschuldigen. Die einzige Ausnahme im aktuellen Rennen um die amerikanische Präsidentschaft ist der Milliardär und Immobilienmogul Donald Trump, auch wenn er bislang noch nicht erklärt hat, ausschließlich für die traditionelle Ehe zu sein.

 

Was hier passiert, ist die schlimmste Art von Gedankenkontrolle und verstößt so drastisch gegen die Verfassung, wie es nur geht. Schließlich besagt doch die Gründungsurkunde der USA, also dem Heimatland von Starbucks, dass die Rechte aller geschützt werden sollen, dass alle sagen und denken können, was sie wollen, sofern derartige Reden nicht anderweitig für illegal erklärt worden sind (wie beispielsweise Rufmord).

 

Und das gilt auch, wenn uns nicht gefällt, was diese Person sagt!

 

Offensichtlich steht der Starbucks-Chef auf der Seite derjenigen, die derartige Meinungsäußerungen am liebsten unterdrücken würden, weil sie nicht ihrer persönlichen Auffassung entsprechen.

 

Während er gegen die Bedenken des Befürworters einer traditionellen Ehe wetterte, erklärte Schultz: »Es ist ein freies Land.« Seine Intoleranz aber steht im Widerspruch dazu. In einem wirklich freien Land, in dem alle Meinungen gleichermaßen respektiert werden, hätte er es nicht für nötig erachtet, jemand anderen herabzusetzen.

 

 

 

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Leser-Kommentare (26) zu diesem Artikel

29.09.2015 | 13:19

Marco

@DIETER_ja dieter und ich bin in einem körper gefangen der gern trinkt und ich kenne einen der ist in einem körper gefangen der stiehlt und dann ist da noch einer der ist in einem körper der gern tötet. dann war da noch..... |||| homosexualität ist gewählter lebensstil und sünde. es gibt faktoren in jedem leben die dies oder jenes begünstigen. es bleibt sünde.


21.09.2015 | 19:18

Lichtunsel Petersberg

Liebe Koop´s seid Ihr unfähig Kommentare in den Griff zu bekommen? Es kann doch nicht Redaktions-Doktrin sein diese Pest ständig zu repetieren und zu versuchen Leser-Hirn-zu-waschen, oder doch? Echt ätzend...


21.09.2015 | 09:53

MB

Starbucks, wer ist das? Muß man sich mit diesem Saft- äh..Kaffeeladen beschäftigen? Nein, muß man nicht, ebensowenig wie mit MCdoof oder WürgerKing usw. Links liegen lassen und gut ist es....


21.09.2015 | 09:20

Daniel

Zahlen keine Steuern und erheben dann noch Forderungen ^^


21.09.2015 | 09:07

Livia

Diese Läden gehören schon deswegen boykottiert, weil sie die Umwelt mit ihren weggeworfenen Einweg-Bechern verschandeln. Zudem ist deren Produktion und nicht nachhaltige Verwendung, eben nur einmal, schon eine umweltunfreundliche Verschwendung von Energie, Arbeitskraft und Ressourcen! Zweitend kaufe ich sowieso keine amerikanischen Produkte und drittens paßt das dann schon ohnehin. Da kann mir deren Einstellung und Geschäftsphilosophie gestohlen bleiben. Nur denke ich, es wäre...

Diese Läden gehören schon deswegen boykottiert, weil sie die Umwelt mit ihren weggeworfenen Einweg-Bechern verschandeln. Zudem ist deren Produktion und nicht nachhaltige Verwendung, eben nur einmal, schon eine umweltunfreundliche Verschwendung von Energie, Arbeitskraft und Ressourcen! Zweitend kaufe ich sowieso keine amerikanischen Produkte und drittens paßt das dann schon ohnehin. Da kann mir deren Einstellung und Geschäftsphilosophie gestohlen bleiben. Nur denke ich, es wäre schön, wenn es endlich eine Handhabe gäbe, diese Leute rauszuwerfen, ihnen nicht mehr erlauben, mit ihren häßlichen Bauwerken die Gegend zu verschandeln! Die russische 49%-Regel für ausländische Wirtschaftsunternehmen wäre da schon ein guter Anfang! --- Das gilt übrigens für ähnliche amerikanische Freßtempel und Einwegverpackungsfreaks wie McWürg, Subway und ähnlich. (Man konnte übrigens schon vor Jahrzehnten in der Eisdiele oder beim Chinesen Essen für den Verzehr zu Hause mitnehmen - man hat damals aber seine Gefäße dafür mitgebracht!)


21.09.2015 | 04:09

Judy

Hahaha und wir wollen keine Firmen, die uns erpressen! Weg damit!!!

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