Sunday, 25. September 2016
22.02.2013
 
 

Leben wir alle in einer virtuellen Simulation?

Jon Rappoport

Eine Studie der Universität Bonn hat neue Spekulationen über die Natur des Universums ausgelöst.

Nach Überlegungen der Autoren machen kosmische Strahlen eine seltsame Energie-Umwandlung durch. Die Energien werden »umgerüstet«, so dass sie sich in ein zugrunde liegendes Muster oder Gitter einpassen. Es gibt nur eine mögliche Größe, Ausnahmen sind nicht erlaubt.

Wenn das Gitter wirklich die pixelähnliche Realität ist, mit der wir jeden Tag unseres Lebens in Wechselwirkung treten, dann könnten wir tatsächlich innerhalb eines geschaffenen Artefakts leben.

 

Eine Simulation.

 

Stellen Sie diese Beschreibung in eine Reihe mit der Hypothese, wonach das Universum ein Hologramm darstellt: Auf eine zweidimensionale Oberfläche eingeschriebene Lines of Code übermitteln Instruktionen über Bau und Eigenschaften des Gitters.

 

Nach den Spielregeln werden Energien, die sich nicht automatisch so in den Gitterrahmen einpassen, wie sie eigentlich sollten, auf die richtige Größe »zurechtgestutzt«, wie Mike Adams von NaturalNews überlegt. Mike zieht die Analogie zu einem Fernsehbild, das aus Pixeln mit eigenen Dimensionen und Strukturen besteht. Wenn wir uns also ein allumfassendes »Fernsehbild« vorstellen, so wäre das die durch das Gitter bestimmte Realität, in der wir alle leben.

 

Paul Watson (Infowars) fragt: Ist diese Simulation des Universums unsere eigene Schöpfung? Da die Zeit bei Simulationen sehr flexibel sein kann, könnten wir da diese Realität von einer Plattform in der Zukunft geschaffen und uns dann selbst hineingesetzt haben? Mich interessiert dabei die Vorstellung, dass menschliche Wesen die Technik verwendet haben, um einen wissenschaftlich geplanten Kosmos zu konstruieren.

 

Ist das möglich oder wenden wir ein heutiges Paradigma auf ein Universum an, dessen Natur weit über dieses Paradigma hinausreicht?

 

Im Rahmen eines zehn Jahre währenden Projekts, bei dem ich eine Sammlung zusammengestellt habe, der ich den Namen The Matrix Revealed gegeben habe, habe ich intensive Forschungen über andere Vorstellungen von Schöpfung oder »Realitätsbildung« angestellt.

 

Klar ist: Auf einer tiefen Ebene wird Propaganda zur Selbstpropagierung. Um innerhalb einer Matrix oder eines Universums zu leben, die wir selbst geschaffen haben, müssten wir in uns selbst auch ein ungewöhnlich hohes Maß an Gedächtnisverlust über unsere eigenen Taten schaffen. Denn sonst würden wir ja davon wissen. Es wäre uns völlig bewusst, dass wir unsere eigene Illusion geschaffen haben, und die ganze Sache fiele auseinander.

 

Unsterblich und frei von der Struktur würden wir uns doch wohl kaum wünschen, ständig darin gefangen zu leben.

 

Die alten Tibeter wussten eine ganze Menge über dieses Rätsel. Bevor sie zu einer theokratischen Gesellschaft von Riten und Ritualen und einer streng elitären Gesellschaft wurden, waren sie mutige Abenteurer in Bewusstseinsexperimenten.

 

Sie stützten sich auf die Lehren ausgestoßener wandernder Meister aus Indien, als sie eine Übung entwickelten, die einige Gelehrte später als »Visualisierung des Göttlichen« bezeichneten. (Siehe John Blofeld, The Tantric Mysticism of Tibet.)

 

Vielleicht auf der Grundlage der bereits bestehenden Mantra-Malerei gab ein Lehrer seinem Schüler eine sehr detaillierte, spezifische »Persönlichkeit« vor, die dieser in seiner Fantasie schaffen sollte. Dieses Bestreben konnte Monate, wenn nicht gar Jahre erfordern, wenn es denn überhaupt erfolgreich war.

 

Ziel war es, im Geiste das komplexe Bild in allen Einzelheiten intakt zu erhalten, und das nicht nur für ein paar Sekunden oder Minuten, sondern auf unbegrenzte Zeit. Hatte der Schüler bei dieser mühseligen Anstrengung Erfolg, so spürte er schon bald, dass die von ihm geschaffene Persönlichkeit ein Eigenleben anzunehmen schien.

 

Die Persönlichkeit oder Gottheit wurde zum Freund und Führer des Schülers, sie gab ihm wertvollen Rat und Beistand. Wenn der Lehrer spürte, dass diese Beziehung sehr eng geworden war, befahl er dem Schüler, sich vollkommen von der Persönlichkeit zu befreien.

 

Das war, so wurde gesagt, schwerer, als sie zu schaffen. Doch wenn der Schüler in der Lage war, beide Aspekte der Übung zu vollziehen (den kreativen und den destruktiven), merkte, sah und erkannte er mit vollem Bewusstsein, dass das UNIVERSUM EIN PRODUKT DES GEISTES WAR.

 

An diesem entscheidenden Punkt war er in der Lage, Teile »des Hologramms« oder »des Gitters« spontan auseinanderzunehmen und sogar (aus dem Nichts) neue Objekte zu schaffen, die vorher nicht existiert hatten.

 

Es ist faszinierend, dass wir heute, am Beginn des 21. Jahrhunderts, wieder an diesem Punkt angelangt sind. Wir denken darüber nach, ob es möglich wäre, dass wir dieses Universum geschaffen haben – aber mit Mitteln der Technologie.

 

Vielleicht sahen diese tibetanischen Meister bei ihrer Übung das Gitter oder sogar die zweidimensionale Oberfläche, auf die der holografische Code des Kosmos eingeschrieben ist.

 

Ein weiterer Schlüssel zum Ursprung oder zur zugrunde liegenden Kraft, die das Universum geschaffen hat, zeigt sich beim Studium des berühmten alchemistischen Symbols von zwei gekreuzten Stäben.

 

Die vier Eckpunkte sollten die grundlegenden Aspekte oder Elemente der Natur darstellen: Erde, Luft, Feuer und Wasser. Einigen alchemistischen Interpretationen zufolge lagen diese Elemente miteinander in ewigem Konflikt.

 

Die Auflösung des Konflikts markiert das Zentrum, in dem sich die beiden Stäbe trafen. Diese geheimnisvolle Überschneidung nannte man »Quintessenz«, über die Bedeutung dieses Wortes ist lange gestritten worden.

 

Paracelsus, einer der berühmtesten europäischen Alchemisten, hat wohl gedacht, bei der Quintessenz handele es sich in Wirklichkeit um Vorstellung.

 

Mit anderen Worten: Unsere kreative Fähigkeit könnte den inhärenten Plan der Realität verändern. Dann wäre der nächste Schritt die Folgerung, unsere Vorstellung hätte den Plan überhaupt erst erfunden.

 

Viele, wenngleich nicht alle, werden diesen Schritt vollziehen. Dessen ungeachtet zeigt die Geschichte von Millionen von Künstlern auf der Erde ganz direkt, dass menschliche Wesen enorm kreativ werden, sobald sie frei von Beschränkungen sind. Jedes Gemälde, jedes Drama, jedes Gedicht oder jeder Roman ist eine eigene Welt, ein Universum. Vielleicht deutet das darauf hin, dass das physikalische Universum ein einziges großes Kunstwerk ist – eines von potenziell unendlich vielen Universen.

 

William Blake, einer der berühmtesten englischen Dichter, hat sich in bemerkenswerter Weise über die Macht der Vorstellung geäußert:

 

»Manchem erscheint die Natur ganz lächerlich und verbildet und manche sehen überhaupt kaum die Natur. Aber den Augen eines mit Vorstellung begabten Menschen ist die Natur selbst Vorstellung.«

 

»Die Welt der Vorstellung ist die wirkliche und ewige Welt, von der diese beseelte Welt nur ein schwacher Abglanz ist.«

 

Natürlich finden wir die Vorstellung multipler Universen auch in der heutigen Naturwissenschaft. Der Physiker Brian Green, Autor von The Hidden Reality [deutscher Titel: Die verborgene Wirklichkeit: Paralleluniversen und die Gesetze des Kosmos] erklärt, dass Relativitäts- und Quantentheorie, beide für sich sehr erfolgreich, nebeneinander in einen handfesten mathematischen Konflikt geraten.

 

Eine Auflösung dieses Konflikts ist möglich durch die Stringtheorie, in der winzige (in zehn oder elf Dimensionen) schwingende Fäden oder Saiten (strings) die Beschaffenheit dieses Universums erklären. Aber nach der Stringtheorie bestehen auch viele Oberflächen oder Membranen oder Inseln, auf denen Materie, Energie und Zeit existieren: multiple Universen.

 

Welcher Kraft auch immer wir die Schaffung dieses Universums zuschreiben, ein neuer Tag ist angebrochen. Wir beschäftigen uns ernsthaft mit der Idee, dass unser Universum nicht die gesamte bestehende Wirklichkeit ist. Manche finden das verwirrend, andere sind inspiriert und empfinden es als unsäglich befreiend.

 

Jenseits jeder Hypothese über die zugrunde liegende Struktur des Universums bleiben die fundamentalen Fragen über uns selbst, die im Titel von Paul Gaugins berühmtem Gemälde von 1897 so prägnant zum Ausdruck kommen: Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?

 

Für alle, die diese Fragen im Sinne des Göttlichen oder Gottes beantworten, ist es interessant, einmal über Wesen und Prinzip der Kabbala nachzudenken. Im Gegensatz zu vielen Interpretationen ist die eigentliche Idee in diesem Text die Ausbreitung: In dem Maße, wie sie alles Wissen, alle wissenschaftliche Erkenntnis, die gesamte Poesie und Kunst weiterbringen, rücken die Menschen immer näher an Gott heran. Mit anderen Worten, für religiös Gesinnte: Nichts von dem, was wir über unsere potenzielle Macht gelernt haben – nicht einmal die verstörende Möglichkeit, wir könnten diese Simulation namens »Universum« erfunden haben – nimmt etwas von der göttlichen Macht.

 

Ich habe mir Gaugins faszinierendes Gemälde kürzlich noch einmal genau angeschaut. Hinter den drei zentralen Gruppen, die die drei grundlegenden Fragen repräsentieren, sind auf dem hellblauen Hintergrund Figuren und Szenen von dem zu sehen, was der Maler »das Jenseits« nannte.

 

Das führt zu einer neuen Hypothese. Wir leben in einer Interpretation mehrerer gleichzeitig existierender Universen oder Existenzebenen. Und sie sind alle da, wenn wir sie nur sehen könnten.

 

Das rigorose Gitter oder der holografische Code, die dieses Universum definieren, sind nur die Art, wie eine Existenzebene strukturiert ist.

 

Warum stellen wir uns, anstatt alle möglichen Universen auf die Prinzipien zu reduzieren, nach der dieses gebaut sein könnte, nicht sehr viele andere solcher »Kunstwerke« vor? Jedes Universum ist aus der unendlichen Quelle kreativer Freiheit gebaut oder improvisiert…

 

Könnte es eine bessere Illustration des Prinzips des Überflusses geben?

 

Im Verlauf der Geschichte haben sich Menschen nach der Idee des Überflusses gesehnt und danach gestrebt. In einer der ersten biblischen Erzählungen träumt Josef als kleiner Junge von tanzenden Weizengarben. Weizen, Getreide, war für die Alten ein lebendiges Symbol des Überflusses.

 

Johanna Stuckey, eine bekannte Forscherin über frühe Göttinnen, weist darauf hin, dass bei den Assyrern die Göttin des Getreides, Ezina/Asnan, auch die »Liebe Frau des Überflusses« genannt wurde.

 

Im Glauben, in der Hoffnung, in Märchen, Geschichte und Forschung haben wir stets nach Wegen gesucht, unendlichen Überfluss zu erreichen. Jetzt sehen wir diese Suche in unseren Betrachtungen nicht nur eines, sondern mehrerer, unendlich vieler Universen. Da wir in diesem virtuellen Raum und dieser virtuellen Zeit leben, warum sollte es keine weiteren Kontinua geben?

 

Sind sie alle Simulationen? Ist ein Gemälde eine Simulation? Nicht wirklich. Es ist eine unabhängige Erfindung, unternommen in Freiheit, entstanden aus der unbeschränkten Vorstellung eines Künstlers. Es ist sein eigenes Universum.

 

Wir sind alle Künstler.

 

Der Moment, an dem sich alle Schleier und Vorhänge heben, ist die Wahrheit, auf die wir gewartet, die wir schon immer gewusst haben.

 

Die drei Fragen, die Gaugin gestellt hat, könnten auf titanische Weise neu formuliert werden: Wenn die gesellschaftlichen Mythen falscher Beschränkungen aufgehoben wären, was könnten Sie dann wirklich schaffen? Wie mächtig ist Ihre Vorstellung? Welche Universen werden Sie schaffen?

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