Thursday, 27. November 2014
02.01.2013
 
 

Sieben Schritte, im neuen Jahr schlechte Gewohnheiten abzulegen

PF Louis

Ein besonders schlimmer Fall von journalistischer Anbiederung an Autoritäten wurde vor einiger Zeit in einer Universitätsstadt im Mittleren Westen der USA beobachtet. In der Weihnachtszeit schickte die Lokalzeitung eine Journalistin zu einer praktizierenden Psychologin, um von ihr zu hören, wie die Menschen ihre guten Vorsätze fürs neue Jahr umsetzen könnten.

Natürlich stand an erster Stelle der Entschluss abzunehmen. Munter erteilte die Therapeutin ihre Ratschläge, die die Journalistin eifrig mitschrieb, um sie an die Leser der Stadt weiterzugeben. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund fragte sie nicht, warum diese Therapeutin, die nicht einmal 1,50

Meter groß und von leichtem Knochenbau war, fast 140 Kilo wog.

 

Die Therapeutin war nicht immer so dick gewesen. 20 Jahr zuvor war sie noch attraktiv und zierlich, selbst nach einem großen Essen wog sie unter 45 Kilo. Und von ihr sollten wir uns Ratschläge erteilen lassen, wenn wir uns vornehmen, im nächsten Jahr abzunehmen?

 

Der Punkt ist: Nur Sie allein können entscheiden, schlechte Gewohnheiten abzulegen und bessere anzunehmen. Ein paar Tipps oder emotionale Unterstützung von anderen helfen natürlich, aber Sie selbst müssen die Willenskraft aufbringen, oder Sie schaffen es nie.

 

Paramahansa Yogananda, Autor des Buchs Autobiographie eines Yogi, schrieb, der Wille müsse bis zum Tod täglich geübt werden, ohne immer wieder nachzugeben. Er meinte das im Zusammenhang der sich entwickelnden Spiritualität.

 

1. Erkennen Sie zunächst einmal Ihre schlechte Gewohnheit an, ohne Scham oder Selbstvorwürfe. Es ist Ihre Gewohnheit, und sie ist da, weil Sie sie bewusst oder unbewusst bereits seit geraumer Zeit praktizieren. Das heißt, Verantwortung zu übernehmen. Es kann klug sein, einzugrenzen, zu analysieren und aufzuschreiben, was Sie vom Weiterkommen abhält.

 

2. Wenn Sie Verantwortung übernommen haben, fürchten Sie nicht, Sie könnten scheitern oder alles könnte noch schlimmer werden. Aber machen Sie sich wirklich klar, dass Sie sich ändern müssen, und stützen Sie dieses Bedürfnis durch einen gewissen Optimismus.

 

3. Als nächstes müssen Sie von sich selbst Besserung verlangen. Es ist weit nützlicher als fremder Rat, wenn Sie Ihre Willenskraft stärken wollen. Seien Sie nicht zu hart zu sich selbst. Eine vorübergehende Enttäuschung über Ihre schlechten Gewohnheiten ist normal. Aber über die sollten Sie hinwegkommen und von dort zu aufrichtiger Entschlossenheit übergehen.

 

Ihr Verlangen, sich zu bessern, sollte von Gewissheit getragen sein. Das heißt nicht, dass Sie nicht eine höhere Macht um Hilfe bitten dürften. Wenn Ihre schlechte Gewohnheit schwerwiegend und teuer genug ist, dann brauchen Sie diese Hilfe. Manche nennen Sie Gnade. Es ist das einzige »andere«, auf das Sie sich verlassen können.

 

4. Trotzdem kann es nötig sein, Ihren persönlichen Umgang und/oder die Umgebung zu ändern. Das ist schwierig, denn Sie könnten dabei selbstgefällig werden und meinen: Das ist es, ich habe meine früheren Gefährten und meine alte Stammkneipe aufgegeben. Diese schlechte Gewohnheit habe ich im Griff. Das war’s.

 

Aber egal, wohin Sie gehen, Sie sind dort. Es mag ein notwendiger Schritt sein, aber es reicht allein noch nicht aus. Tatsächlich ist es erstaunlich, wie sich die äußere Lage verändern kann, wenn das innere Selbst einmal begonnen hat, sich zu ändern.

5. Seien Sie offen für freundliche, hilfreiche Kritik oder Erinnerung. Seien Sie bereit, einen Rückfall zu bemerken, und erinnern Sie sich sanft daran, ohne die schlechten alten Gewohnheiten weiterzukommen.

 

6. Wir sind Geschöpfe unserer Gewohnheit. Fast alles, was wir im Leben tun, geschieht aus Gewohnheit. An die Stelle der schlechten, die wir ablegen wollen, müssen neue, angenehme und erhebende treten.

 

7. Arbeiten Sie jeweils nur an einem erreichbaren Ziel. Wenn Sie 30 Tage ohne Rückfall durchhalten, können Sie vielleicht bald ein anderes Problem in Angriff nehmen. Gefragt ist stetige Entschlossenheit und Willenskraft. Bei jedem Rückfall nehmen Sie sich erneut das vor, was geändert oder verbessert werden muss.

 

Früher oder später wird Ihre neue Gewohnheit Sie fragen lassen: Was habe ich denn nur mit der alten, schlechten gemacht?

 

 

Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:

 

TheHealthyHomeEconomist.com

PickTheBrain.com

MindBodyGreen.com

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