Donnerstag, 30. März 2017
05.08.2015
 
 

Pflanzen selbst vermehren, alte Sorten pflegen und sich dadurch von der Saatgutindustrie unabhängig machen

Redaktion

Wenn Sie Salat, Gemüse und Kräuter anpflanzen und dabei Saatgut aus dem Laden verwenden, haben Sie es sicher auch schon bemerkt: Die Samen sind oft von zweifelhafter Qualität, im schlimmsten Fall sogar genmanipuliert. Von den Tomaten, Zucchini und anderen Pflanzen, die Sie ernten, sind häufig nur Teile verwertbar. Zudem schmecken die Früchte nicht besonders gut: ihnen fehlt das Aroma.

 

Die Devise kann deshalb nur lauten: Stellen Sie Ihr Saatgut selbst her! Sie werden mit wohlschmeckendem Salat und Gemüse belohnt. Gleichzeitig boykottieren Sie die Hersteller von industriellem Saatgut: multinationale Agrar-Monopolisten.

 

Die erfolgreiche Autorin Constanze von Eschbach macht Sie in diesem Buch mit der Herstellung von Samen und Setzlingen vertraut: Sie vermittelt Ihnen die Grundlagen und zeigt Ihnen bei über 80 Pflanzen, wie die Samengärtnerei in der Praxis vor sich geht. Schon wenn Sie die ersten Seiten dieses leicht verständlich und unterhaltsam geschriebenen Buches gelesen haben, werden Sie erkennen: Saatgut herstellen – das kann jeder!

Wenn Sie Samen oder Jungpflanzen im Supermarkt oder anderen Geschäften kaufen, sollten Sie sich bewusst machen: Diese Produkte werden in aller Regel von einigen wenigen Agrarkonzernen hergestellt. Damit bestimmt eine Handvoll multinationaler Unternehmen, was wir pflanzen und essen dürfen. Und die Konzerne schränken das Angebot immer weiter ein.

 

Mittlerweile sind etliche Pflanzen für Privatpersonen nicht mehr oder nur noch schwer zu bekommen. So manches Gewächs ist patentrechtlich geschützt. Dabei gilt dies nicht nur für gentechnisch veränderte Produkte. Seit einem Urteil des Europäischen Patentamtes vom März 2015 sind auch Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen möglich.

 

Wenn Sie Saatgut ab heute selbst herstellen, gehen Sie gegen diese Fehlentwicklung und die Macht der Agrar-Monopolisten an. Sie tragen Ihren Teil zur Erhaltung der Artenvielfalt bei. Aber nicht nur das! Vermehren Sie Pflanzen in Eigenregie, sorgen Sie dafür, dass ebenso gesundes wie schmackhaftes Essen auf Ihren Tisch kommt. Sie sparen darüber hinaus Geld. Und nicht zuletzt machen Sie sich mit einer Tätigkeit vertraut, die einfach Freude bereitet.

 

Kurz und leicht verständlich: die Grundlagen der Pflanzenvermehrung

 

Constanze von Eschbach vermittelt Ihnen zunächst das Basis-Know-how der Samengärtnerei. Unter anderem das Wissen über die geschlechtliche Vermehrung bei Pflanzen. Und über die vegetative Fortpflanzung.

 

Was Erinnerungen an den Biologieunterricht wecken mag, ist von fundamentaler Bedeutung. Beispiel vegetative Vermehrung: Wer etwa Knollen oder Ausläufer nutzt, um neue Pflanzen zu kultivieren, muss wissen, dass er damit einen Klon der Mutterpflanze erzeugt. Jeder neue Klon jedoch verliert an Kraft und an Geschmack. Natürlich erläutert Ihnen die Autorin, wie Sie dieses Problem in den Griff bekommen.

 

Das praktische Vorgehen: Schritt für Schritt erklärt

 

In einem eigenen Abschnitt über die Praxis der Samengärtnerei sagt Ihnen Constanze von Eschbach zunächst, welche Pflanzen sich leicht vermehren lassen und welche nicht.

 

Danach erfahren Sie, wie die Vermehrung vor sich geht. Pflanzenbeispiele – wie das der Möhre – machen die Abläufe nachvollziehbar und veranschaulichen wichtige Details. Etwa, wie Sie Möhren richtig durchschneiden sollten, damit neue entstehen.

 

Über 80 Pflanzen im »Kurz-Porträt«

 

Herzstück des Ratgebers sind die »Steckbriefe« zur Vermehrung von Pflanzen. Die Autorin porträtiert mehr als 80 Gemüse-, Salat- und Kräutersorten. Von Artischocken, Brokkoli und Mangold bis zu Zucchini und Zwiebeln. Von Bekanntem wie Knoblauch, Tomaten und Möhren bis hin zu Exotischem wie Barabarakraut, Erdbeerspinat oder Topinambur.

 

Bei jeder Pflanze finden Sie die Informationen, die für die Kultivierung wichtig sind: • Wie das Gewächs vermehrt wird • Wann Sie es anpflanzen sollten • Wo es sinnvollerweise angebaut wird • Welche Pflanzen sich für Mischkultur eignen • Wie die Ernte aussieht ... und anderes mehr.

 

Alle Informationen sind kurz und knapp gehalten. So genügen zwei Minuten lesen und Sie sind über die Pflanze, die Sie interessiert, im Bilde.

 

Damit Sie nicht erst ein Jahr warten müssen: Tipps zur Fehlervermeidung

 

Constanze von Eschbach hat es mittlerweile zu wahrer Meisterschaft in Sachen »Samengärtnerei« gebracht. Doch wie sie ganz offen bekennt: Am Anfang unterliefen auch ihr zahlreiche Fehler. Damit Sie diese nicht wiederholen, hat die Autorin die typischen Fallstricke bei der Herstellung von Saatgut beschrieben. Schließlich haben Fehler bei der Vermehrung von Pflanzen meist weitreichende Folgen: Laufen Dinge schief, dauert es in der Regel ein Jahr, bis Sie einen neuen Versuch starten können.

 

Nützliche Tipps, durch die Sie Zeit und Geld sparen

 

Zahlreiche Tipps der Autorin machen das Buch zu einem echten Schätzkästchen. Wie beispielsweise lässt sich das typische Problem bei Doldenblütlern lösen? Bei diesen Pflanzen fallen die Samen schnell ab. Wertvolles Saatgut geht verloren. Mit einem kleinen aber feinen Trick der Autorin verhindern Sie dies.

 

Aber auch andere Informationen wie die Bezugsadressen für Samen und Setzlinge werden sehr hilfreich für Sie sein. Die Autorin nennt Ihnen Vereine und Initiativen. Dort können Sie Saatgut und Pflänzchen kaufen – ohne auf die Monopolisten aus der Agrarbranche angewiesen zu sein.

 

 

 

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Leser-Kommentare (10) zu diesem Artikel

07.08.2015 | 17:01

ID

Also - ich bin für das Anlegen von "Gemeinschaftsgärten", an deren Ernte alle partizipieren. Wenn es dann wirklich kritisch in Deutschland wird - und das wird es - so hat jeder etwas zu essen. Diese Gärten gibt es ja schon und die Arbeit im Kollektiv macht Freude. Nicht jeder kann sich einen Garten leisten und deshalb ist es ja auch so wichtig, dass die Menschen wichtige Dinge gemeinsam in Angriff nehmen.


06.08.2015 | 18:04

ABM

ich kann dem Artikel nur zustimmen. wer die EU-Richtlinien kennt weis, daß wir über den Handel wohl kaum natürliche Nahrung einkaufen können. Das gilt auch für Samen. Seit Jahren beziehe ich meinen Samen über www.dreschflegel.de und bin mit dem Resulatat äußert zufrieden. Wer seine Gesundheit ernst nimmt sollte beginnen seine Gewohnheiten zu verändern. Und nicht zuletzt ist es ein wesentlicher Umweltbeitrag. Fangt auch Ihr im Kleinen an.


06.08.2015 | 11:03

John Galt

@dennsoisses: ich hab das thema flüchtlinge nicht reingebracht, das steht nur in jedem kommentar hier. aber gute idee, was sie da sagen: die fähigkeiten der flüchtlinge nutzen und erweitern um sie besser zu integrieren. bin ich wirklich sehr dafür! ob die wirklich lieber bargeld wollen als was zu essen - ein pauschal-urteil. aber sicherlich, eine aktive flüchtlingspolitik (und nicht reaktiv, wie derzeit) wäre die lösung. nur traut sich das kein politiker zu sagen, weil dann ein...

@dennsoisses: ich hab das thema flüchtlinge nicht reingebracht, das steht nur in jedem kommentar hier. aber gute idee, was sie da sagen: die fähigkeiten der flüchtlinge nutzen und erweitern um sie besser zu integrieren. bin ich wirklich sehr dafür! ob die wirklich lieber bargeld wollen als was zu essen - ein pauschal-urteil. aber sicherlich, eine aktive flüchtlingspolitik (und nicht reaktiv, wie derzeit) wäre die lösung. nur traut sich das kein politiker zu sagen, weil dann ein shit-storm im netz kommt und man muss diskutieren und so.


06.08.2015 | 10:29

DennSoIsses

@John Galt: Schade dass Sie sich über Menschen lustig machen die versuchen einen Teil ihrer Lebensmittel selbst von der Saat bis zur Ernte abzudecken. Ich selbst hatte vor ein paar Jahren damit bei Null anfangen müssen. Mit der Zeit wuchs das Wissen und die Erfahrung. Mittlerweile kann ich auf kleinem Raum Kartoffeln, Mais, Paprika, Zucchini, Haselnüsse und allerlei Obst und Gemüse anabuen und regelmässig ernten. Dabei spielt die Qualität von Saatgut eine wichtige Rolle und es...

@John Galt: Schade dass Sie sich über Menschen lustig machen die versuchen einen Teil ihrer Lebensmittel selbst von der Saat bis zur Ernte abzudecken. Ich selbst hatte vor ein paar Jahren damit bei Null anfangen müssen. Mit der Zeit wuchs das Wissen und die Erfahrung. Mittlerweile kann ich auf kleinem Raum Kartoffeln, Mais, Paprika, Zucchini, Haselnüsse und allerlei Obst und Gemüse anabuen und regelmässig ernten. Dabei spielt die Qualität von Saatgut eine wichtige Rolle und es verschwinden leider immer mehr alte Sorten. Das vorgestellte Buch ist sicher eine gute Informationsquelle wie viele andere Sachbücher auch. Wer im Garten oder Balkon neben Zierpflanzen auch Nutzpflanzen anbaut schafft dazu auch wieder einen Lebensraum für Tiere. Es ist doch herrlich wieder Bienen, Hummeln, Käfer und andere Insekten oder auch Vögel, Frösche, Mäuse und Eichhörnchen zu beobachten, wie sie den natürlichen Kreislauf wieder aufnehmen. Und da sie selbst das Thema Flüchtlinge hier mit reinbrachten: so gibt es z.B. in Italien einige landwirtschaftliche Betriebe die Flüchtlinge aufgenommen haben und ihnen neben Kost & Logis auch wissenswertes über die Landwirtschaft begleitend beibringen. Viele Flüchtlinge kommen aus landwirtschaftlich geprägten Ländern und diejenigen, die sich wirklich integrieren wollen, nehmen dann auch dankend statt einem smartphone eine Harke in die Hand. Dadurch entshen Symbiosen und wirkliche Integration und Völkeraustausch. Bei uns bekommen Flüchtlinge Bargeld ausbezahlt anstatt Sachwerte zu bekommen und Flüchtlinge werden einfach in großer Zahl zusammengedrängt und ihrem Schicksal (so wie dem Schicksal der Einheimischen) überlassen. Integration kann erfolgreich sein wenn man in begrenzter Zahl gezielt die Fähigkeiten der Zuwanderer fördert. Doch welche Fähigkeiten haben denn die meisten Flüchtlinge überhaupt ? Und wollen diese wirklich auf Bargeld verzichten und mit harter Arbeit in die heimische Gesellschaft sich integrieren ? Leider wollen das die wenigsten.


06.08.2015 | 01:22

Ben

Ich habe auch natürliches Saatgut für Wisnewsky: Warum sieht Angela Merkel zwischen ihren Eltern eigentlich aus wie ein Kuckucksei? Warum flüchteten Angela Merkels Eltern mit dem Neugeborene nach drüben, als die Mauer hochgezogen werden sollte? Wieso erkrankte Hannelore Kohl geb. Renner an einer seltenen Lichtkrankheit, genau zu der Zeit, als Hermut Kohl "mein Mädchen" ins Rampenlicht schob? Gut, das suggeriert schon wieder das Ergebnis. Spurensuche. Ich komme da nicht...

Ich habe auch natürliches Saatgut für Wisnewsky: Warum sieht Angela Merkel zwischen ihren Eltern eigentlich aus wie ein Kuckucksei? Warum flüchteten Angela Merkels Eltern mit dem Neugeborene nach drüben, als die Mauer hochgezogen werden sollte? Wieso erkrankte Hannelore Kohl geb. Renner an einer seltenen Lichtkrankheit, genau zu der Zeit, als Hermut Kohl "mein Mädchen" ins Rampenlicht schob? Gut, das suggeriert schon wieder das Ergebnis. Spurensuche. Ich komme da nicht weiter. - Kleiner Tipp: vergleicht mal Medwedew mit Zar Nicolaus II und Putin mit Rasputin. Da scheint ein Stammbaum im Spiel zu sein, zu dem es schwer fällt, Nein zu sagen.


05.08.2015 | 21:28

Fleddermaus

http://swrmediathek.de/player.htm?show=36298c80-3a77-11e5-a8ac-0026b975f2e6 Sehr zu empfehlen! "Wo sind die guten alten Sorten". Aus dem SWR. Das bischen Zeit sollte man sich nehmen. Ein Einstieg in die Rettung der alten Sorten.

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