Thursday, 25. August 2016
19.01.2014
 
 

Energie-Sensation: Durchbruch bei BlackLight?

Andreas von Rétyi

Mit seiner SF-CIHT-Technologie hat das amerikanische Unternehmen BlackLight Power (BLP) offenbar nun eine entscheidende Hürde genommen. Das auf Wasserstoff basierende, revolutionäre Verfahren hat laut Informationen der innovativen Firma jetzt im Labor eine Leistung von mehreren Millionen Watt geliefert – aus einem Volumen von nur einem Zehntausendstel Liter!

Während es hierzulande wieder rund um Sinn und Unsinn der »Energiewende« brodelt, sorgen andernorts Erfolgsmeldungen von BlackLight Power für Furore. Das im US-amerikanischen Cranbury, New Jersey, ansässige Unternehmen hat ganz offenbar einen wesentlichen Durchbruch erzielt. Seit Jahren verfolgt dort der rührige Erfinder Randell L. Mills ein exotisches Konzept, dessen theoretische Hintergründe von der etablierten Physik zwar weithin abgelehnt werden, dessen Praxiserfolge diese Idee aber offenkundig bestätigen.

 

Immerhin haben sehr gut informierte Investoren bereits klar auf Mills gesetzt und ihm insgesamt ein Startkapital in der Größenordnung von 60 Millionen US-Dollar anvertraut. So muss Mills nicht auf staatliche Förderung und Steuergelder zurückgreifen, worauf er sichtlich stolz ist. Doch dafür hat er noch andere gute Gründe: Seine Arbeit wurde mehrfach von verschiedensten Experten unter die Lupe genommen und für korrekt befunden. 2002 überprüften Wissenschaftler der Rowan University in New Jersey die Behauptungen von BlackLight Power für das NASA Institute for Advanced Concepts (NIAC) und bestätigten dabei »Einzigartiges«. Auch von anderer Seite war Positives zu vernehmen. Was immer hinter dem BlackLight-Prozess steckte, es schien wirklich zu funktionieren.

 

Grundsätzlich basiert er auf der Umwandlung eines wasserbasierten Festbrennstoffs, wobei laut jener noch weithin umstrittenen Theorie von Randell Mills extrem energiearme Wasserstoffatome entstehen, die er als »Hydrinos« bezeichnet. Dabei werden Energien freigesetzt, die im Bereich zwischen chemischen Umsetzungen und nuklearen Reaktionen liegen.

 

Die aktuelle Meldung von BlackLight Power, Inc. erscheint als brillante Bestätigung aller bisherigen Positivberichte, bei denen kompetente sowie unabhängige Quellen die Laborergebnisse als authentisch ausweisen. Den aktuellen Informationen zufolge konnte BLP mit seiner bereits zum Patent angemeldeten Solid Fuel-Catalyst-Induced-Hydrino-Transition (SF-CIHT) jetzt tatsächlich mehrere Millionen Watt an Leistung erzeugen, ausgehend von einem durch zwei Elektroden in den Brennstoff geleiteten 12 000 Ampere starken Strom. Das im Prozess verwendete Wasser setzt dabei explosionsartig hohe Energien frei. BlackLight erklärt: »Unser sicheres, emissionsfreies, Strom erzeugendes System verwandelt den Wasserstoff des H2O-basierten Festbrennstoffs auf katalytischem Weg in ein emissionsfreies Produkt – einen Wasserstoff mit niedrigerem Energiezustand und der Bezeichnung ›Hydrino‹. Elektronen werden in die Lage versetzt, kleine Radien um den Kern zu bilden.« Der in feuchter Luft präsente H2O-Brennstoff setze rund 100-mal mehr Energie frei als eine analoge Menge Benzin hoher Oktanzahl. Ein sich mit Überschallgeschwindigkeit ausdehnendes Plasma des Brennstoffs liefert positive Ionen und freie Elektronen. Magnetohydrodynamische Wandler sorgen dann für die Umwandlung in Elektrizität, so BLP. Die Regeneration des Brennstoffs gelingt denkbar einfach durch Austausch des aufgezehrten Wassers.

 

Innerhalb eines weitgehend geschlossenen Systems sei ein eigens entwickelter Generator imstande, zehn Millionen Watt zu erzeugen. Dabei nehme das Gerät lediglich ein Volumen von 28,3 Litern ein (ein Kubikfuß). Damit ließen sich mehrere Tausend Haushalte versorgen. Noch beeindruckender die BLP-Feststellung, dass mehrere Megawatt aus einem Volumen von nur einem Zehntausendstel Liter stammen – entsprechend einer auf den Liter bezogenen Leistungsdichte oberhalb von zehn Gigawatt. Dies alles geht aus der am 14. Januar publizierten Pressemeldung von BlackLight-Power hervor.

Unter anderem um die so brisante wie faszinierende Technologie von Dr. Randell Mills sowie die anhaltende Kontroverse um seine Hydrino-Theorie geht es auch in Energie ohne Ende – Erfindungen, Konzepte, Lösungen.

 

Tatsächlich bestätigt sich offenbar zunehmend, dass sich Mills auf dem richtigen Weg befindet. Wiederholt konnte er Argumenten seiner Kritiker bereits wirksam begegnen. Verschiedene Fachgutachten und Untersuchungen, wie sie unter anderem im Enser Report, im Copeland Report sowie auch im Perkin Elmer Report zu finden sind, bestätigen die Effizienz der BLP-Technologie. Weit umstrittener ist ohnehin die dahinter steckende Theorie: Etliche Physiker geben den Hydrinos überhaupt keine Chance, die Geschichte sei abstrus, denn unterhalb des Grundzustandes könne per definitionem kein weiteres Level existieren. Sollte aber der heute weithin anerkannte Grundzustand des Wasserstoffatoms gar kein richtiger Grundzustand sein, was dann? Eine ketzerische, gar verrückte Frage. Oder aber der Ausweg aus einem Dilemma? Zumindest einige Physiker sind jedenfalls der Ansicht, man sollte nicht den Ergebnissen von Mills, sondern auch seinen geheimnisvollen Hydrinos ernsthaft auf den Grund(zustand) gehen. Der niederländische Physiker Gerrit Kroesen betonte schon bei früherer Gelegenheit, wie wichtig es sei, gerade bei dem sehr umstrittenen Hydrino-Thema mit größter Sorgfalt vorzugehen, um zuverlässige Ergebnisse zu erzielen.

 

Die neue BLP-Pressemeldung zitiert auch unabhängige Untersucher wie Dr. Ethirajulu Dayalan von der ENSER Corporation. Er erklärt: »Wir von The Enser Corporation haben bei uns ungefähr 30 Tests durchgeführt und dabei die elektrochemischen CIHT-Zellen von BLP verwendet. Dabei handelt es sich um jenen Typus, den BLP im Sommer 2012 getestet und publik gemacht hat. Wir haben alle drei zuvor definierten Zielsetzungen erreicht.« Und er fährt fort: »Wir haben die BlackLight-Ergebnisse an einem anderen Standort unabhängig durch eine hochqualifizierte dritte Partei überprüfen lassen. Wir konnten bestätigen, dass das Hydrino das Produkt jeglicher Überschusselektrizität war, wie sie bei drei analytischen Tests an den Zellprodukten beobachtet wurde. Außerdem haben wir ermittelt, dass BlackLight Power durch Elektrodenstabilisierung gegenüber Korrosion eine 50-mal höhere Leistungsdichte erreicht hat.« Untersuchungen durch andere Experten gelangen zu vergleichbaren Resultaten.

 

So ganz auf die leichte Schulter dürften sich also die Arbeiten von Mills nicht nehmen lassen, auch wenn einige Kritiker erklären, es handele sich dabei um reine Schwindelei und Betrug, außerdem sei über das Wasserstoffatom bereits alles bekannt. Letzteres wiederum erinnert unmittelbar an eine kleine Geschichte um den jungen Max Planck. Als der nämlich beim Münchner Physikprofessor Philipp von Jolly vorstellig wurde, um die Zukunftsperspektiven in diesem Studienfach abzuklopfen, erklärte ihm der renommierte Gelehrte und hervorragende Dozent, dass »in dieser Wissenschaft schon fast alles erforscht sei, und es gelte nur noch, einige unbedeutende Lücken zu schließen«. Was folgte, war eine von Max Planck wesentlich mitgetragene Revolution.

 

Mit solchen historischen Vergleichen ist das sicherlich so eine ganz eigene Sache, man sollte sie nicht überstrapazieren. Aber auch in unseren Tagen haben bereits einige Physiker freiweg erklärt, gleichsam schlecht zu schlafen, weil sie eine mächtige wissenschaftliche Revolution wittern. Sollte der Energiesektor hier in mancherlei Hinsicht wegbereitend wirken? BLP birgt nach dem aktuellen Stand der Dinge offenbar ein unfassbares Potenzial für die Bereitstellung sehr preiswerter Energie.

 

BlackLight Power macht darauf aufmerksam, seinen Durchbruch auf dem Gebiet der Energieumwandlung im Rahmen einer Live-Demonstration am 28. Januar um 11 Uhr vormittags (US-Ostküstenzeit, EST) öffentlich demonstrieren zu wollen. Details werden auf der BLP-Internetpräsenz bekannt gegeben.

 

 

 

 


 

 

 

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