Monday, 26. September 2016
13.09.2015
 
 

Neues zum E-Cat: Rossi erhält US-Patent

Andreas von Rétyi

Der in den USA tätige italienische Erfinder und Unternehmer Andrea Rossi erhielt unlängst nun doch das Patent auf seinen E-Cat. Seit Jahren schon sorgt Rossi mit dem Energy Catalizer für Aufsehen und Kontroversen, die nun wieder aufleben. Das geschieht natürlich abseits der üblichen Info-Organe. Manche sprechen von einer stillen, einer unsichtbaren Revolution auf dem Gebiet niederenergetischer Kernreaktionen.

 

Eigentlich war der Fall für das US-Patentbüro bereits erledigt. Der E-Cat des aus Italien stammenden Erfinders Andrea Rossi erhielt kein Patent. Doch durch weiteres intensives Arbeiten, Studieren und Diskutieren sei es, so Rossi, schließlich eben doch gelungen, den Antrag erfolgreich durchzusetzen.

Erteilt wurde das Patent auf den »Fluid Heater« Rossis am 25. August 2015 unter der Nummer 9.115.913 B1. Ein Patent auf eine unmögliche Erfindung? Rossi und alle, die von seiner Arbeit überzeugt sind, sehen darin eine wesentliche Bestätigung. Vor allem aber diejenigen, die den E-Cat nachbauen wollen, suchen nun weitere hilfreiche Hinweise in der Patentschrift oder auch an dieser Stelle oder als PDF.

 

Einigen Kommentatoren fiel auf, dass darin lediglich von einem Flüssigkeitserhitzer die Rede ist. Niederenergetische Nuklearreaktionen (Low Energy Nuclear Reactions, LENR) fänden keine Erwähnung, ebenso fehlten Begriffe wie »E-Cat«, »Energy Catalizer« oder »Kalte Fusion«. Nun geht es bei dem Patent eigentlich um eine Systemkomponente.

 

Doch insgesamt erinnert die Situation tatsächlich ein wenig an den Umgang mit dem »Perpetuum mobile«. Ein Apparat, der auch nur annähernd im Verdacht stünde, angeblich eine solche Maschine zu sein, hätte natürlich bei keinem Patentamt eine Chance. Und das schon sehr lange.

 

Schon der ungewöhnliche deutsche Erfinder Johann E. E. Bessler war im 18. Jahrhundert mit seinem bis heute absolut rätselhaften, offenbar ewig drehenden Rad, das selbst Gelehrte wie Leibniz so verwirrte wie faszinierte, ständigen Angriffen, Unterstellungen und Beleidigungen ausgesetzt. Heute weiß man, dass seine Gegner bei Versuchen, Bessler zu »entlarven«, sogar manipulierten und regelrecht fälschten!

 

Ähnlich angegangen und tabuisiert wird die weiterhin umstrittene »Kalte Fusion«, wie sie vor allem durch das 1989 präsentierte Experiment von Stanley Pons und Martin Fleischmann berühmt-berüchtigt wurde. Eine Kommission des US-Energieministeriums klassifizierte die »Kalte Fusion« seinerzeit als pathologische Wissenschaft.

 

Was aber behauptet Andrea Rossi? Bei seinem E-Cat dreht es sich ebenfalls um ein System, das aus einer niederenergetischen Kernreaktion hohe Überschussenergie generieren soll. Rossi geht allerdings nicht von Fusionsvorgängen aus.

 

Vielmehr ist die Rede von Isotopenumwandlungen als Ursache der positiven Energiebilanz. Bei einer 2011 nahe Bologna durchgeführten technologischen Demonstration wurde in Anwesenheit von Physikern sowie rund 50 geladenen Gästen der Rossi-Reaktor vorgeführt.

 

Der Berichterstattung zufolge lieferte der Apparat nach anfänglichen Problemen schließlich das erstaunliche Ergebnis, aus einem Input von 400 Watt eine Ausgangsleistung von 12 400 Watt zu erzielen. Demnach stand 31-mal mehr Energie zur Verfügung, als hineingesteckt wurde. Und das sei längst nicht der maximale, bereits erreichte Wert gewesen. Bei anderer Gelegenheit nämlich habe der Faktor zwischen Eingang und Ausgang sogar bei 415 gelegen.

 

Der Reaktor, der den Angaben zufolge Nickel und Wasserstoff zu Kupfer umwandelt, sollte eigentlich auch Gammastrahlung erzeugen, was laut Rossi und dem 2013 verstorbenen Physiker Sergio Focardi bereits mehrfach gemessen worden sei. Allerdings trat sie am Tag jener Vorführung nicht auf – eine seltsame, für Kritiker natürlich auch sehr verdächtige Unregelmäßigkeit. Insgesamt blieb vieles unklar, und die Zeit ging dahin, ohne dass konkrete Beweise vorgelegt wurden.

 

Im Mai 2013 führten der US-Unternehmer Sterling D. Allan von Pure Energy Systems (PES) sowie der britisch-amerikanische Bibliothekar und Autor Frank Acland von E-Cat-World ein immerhin anderthalbstündiges Interview mit Rossi, das per Internet übertragen wurde. Mehr als 1000 Zuhörer klinkten sich ein und hatten Gelegenheit, ihre Fragen an Rossi zu stellen.

 

Dabei fokussierte sich das Interesse vielfach auf den geplanten Megawatt-Reaktor Rossis, wobei der Erfinder versuchte, die umfangreichen Probleme zu schildern, wie sie bei einem solchen Vorhaben auftreten. Auch die Sicherheitsstandards spielten eine große Rolle. Mit einer Auslieferung entsprechender Anlagen sei, so lautete damals schon die Aussage, nicht vor 2015 bzw. 2016 zu rechnen.

 

Trotz der Verzögerungen glauben etliche Beobachter, einen Betrug in diesem Fall ausschließen zu können, der über jene lange Zeit hinweg längst aufgeflogen wäre. Außerdem habe es unabhängige Tests gegeben, die selbst unter sehr konservativen Ausgangsbedingungen eine Überschusswärme attestieren konnten. Das wurde auch in einer Studie vom Mai 2013 bestätigt, wobei allerdings Kritiker die Autoren als nicht unabhängig bezeichneten.

 

Wer aber nicht bereits ein gewisses Interesse an der Thematik oder gar direktere Berührungspunkte zur Technologie vorweist, dürfte auch kaum an solche Tests denken. Der Mainstream gewiss nicht. In der Forschung wird ohnehin ungern und selten reproduziert, da sich hier kaum Sporen verdienen lassen. Außerdem wird sich kaum jemand an einem derart »heißen Reaktor« die Finger verbrennen wollen. Da bleibt man doch lieber auf der sicheren Insel der Konvention.

 

Doch von einer Wüste der Ergebnislosigkeit kann auch nicht gerade gesprochen werden. So wurden im Herbst 2014 Resultate eines dritten Langzeittests zu Rossis »Hot Cat« bekannt. Professor Alexander Parkhomow von der Moskauer Lomonossow-Staatsuniversität versuchte daraufhin, anhand der bis dato vorliegenden Informationen einen unabhängigen Nachbau zu realisieren. Dabei gelang ihm ebenfalls, einen Überschuss thermischer Energie zu erzeugen.

 

Nach dem Ausschalten jeglicher Energiezufuhr hielt der Reaktor seine Betriebstemperatur sogar noch über eine Spanne von acht Minuten aufrecht, so berichtet Parkhomow. Die Ursachenforschung stand dabei nicht im Vordergrund, festzustellen aber ist der Effekt an sich. Und das nunmehr erteilte Patent dürfte, so glaubt auch Rossi, die Arbeit nun beschleunigen.

 

Am 8. September kommentierte Acland die Patentierung und diskutierte dabei vor allem auch das Verhalten der vorgeblich neutralen und verlässlichen Mainstream-Medien, gerade auch im Internet. Natürlich wird dabei schnell klar, wie sanktionierte Meinungen, wie per Konvention als »verlässlich« eingestufte Quellen, das allgemeine Bild beherrschen.

 

Alternative Energiekonzepte werden dadurch im Keime erstickt. Alles, was nicht ins Schema passt, werde unweigerlich unter einem Tarnmantel vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen, so Acland. Und die internationale Presse folgt diesen ausgetretenen Pfaden völlig uniform. Traurig, aber wahr. Es sind die gleichen alten Mechanismen, die immer und überall gut funktioniert haben. Warum also nicht auch hier!

 

Aclands Fazit: Die LENR-Revolution vollzieht sich stillschweigend, sie setzt sich großteils für die Öffentlichkeit unsichtbar fort. Doch Acland glaubt nicht, dass dieser Zustand anhält. Durch ständig neu gewonnene Informationen mehren sich die Anstrengungen zur Reproduktion entsprechender Systeme.

 

Die Anzeichen seien außerordentlich gut, dass das Gebiet früher oder später seinen Durchbruch erlebt und der Deckmantel angehoben werden kann, um künftig auch einer breiteren Bevölkerung klar werden zu lassen: LENR könnte eine der wichtigsten Entdeckungen unserer Zeit sein. Man kann nur hoffen, dass Acland recht behält. Die Testphase für den Megawatt-Reaktor wird, wie Rossi sagt, übrigens nicht vor November 2015 enden, aber auch nicht später als Februar 2016. Das wäre der Aussage nach der Beginn der Serienproduktion. Ein Termin, der mit Spannung erwartet wird.

 

 

 

 


 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (6) zu diesem Artikel

15.09.2015 | 08:57

Geerhaart

"... Ein Apparat, der auch nur annähernd im Verdacht stünde, angeblich eine solche Maschine zu sein, hätte natürlich bei keinem Patentamt eine Chance. Und das schon sehr lange...:" Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf. Die Patentämer gehorchen auch nur dem großen Geld. Deshalb wird sich die Feinstofflichkeits-Technologie wahrscheinlich auch erst in 1000 Jahren durchsetzen, wenn überhaupt, obwohl sie schon längst die eierlegende Wollmilchsau im Energiesektor sein...

"... Ein Apparat, der auch nur annähernd im Verdacht stünde, angeblich eine solche Maschine zu sein, hätte natürlich bei keinem Patentamt eine Chance. Und das schon sehr lange...:" Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf. Die Patentämer gehorchen auch nur dem großen Geld. Deshalb wird sich die Feinstofflichkeits-Technologie wahrscheinlich auch erst in 1000 Jahren durchsetzen, wenn überhaupt, obwohl sie schon längst die eierlegende Wollmilchsau im Energiesektor sein könnte. "Feinstofflichkeit und Freie Energie: Beginn einer technischen Revolution für die nächsten Jahrhunderte - 20.000 Gigawatt (!!) kostenlos nach­ge­schmissen" -> http://goo.gl/ZxRrPx


14.09.2015 | 11:05

Bürger67

Mehr Informationen zum E-Cat (E-Cat X) findet man unter: http://www.reiner-bautzen.de/ecat.html Die Firma LENR-Cars ( http://www.lenr-cars.com/ ) zeigt, das LENR-Geräte bereits vermarktet werden können. Zur Energiedichte heißt es unter http://www.borderlands.de/net_pdf/NET0515SS21-30.pdf auf Seite 27: ".. 3 g Wasserstoff und 40 g Nickelpulver reichen aus, um eine Energie von 40 MWh über eine LENR-Reaktion zu produzieren. Diese Energiemenge ist wiederum...

Mehr Informationen zum E-Cat (E-Cat X) findet man unter: http://www.reiner-bautzen.de/ecat.html Die Firma LENR-Cars ( http://www.lenr-cars.com/ ) zeigt, das LENR-Geräte bereits vermarktet werden können. Zur Energiedichte heißt es unter http://www.borderlands.de/net_pdf/NET0515SS21-30.pdf auf Seite 27: ".. 3 g Wasserstoff und 40 g Nickelpulver reichen aus, um eine Energie von 40 MWh über eine LENR-Reaktion zu produzieren. Diese Energiemenge ist wiederum ausreichend für den Betrieb eines Elektroautos für 30’000 Kilometer..". 40 g Nickel und 3 g Wasserstoff kosten heute unter 37 Cent (0,37 Euro) ! 40 MWh entsprechen 40.000 kWh (= jährliche Energiemenge eines neueren EFH für Strom, Warmwasser und Raumwärme). Die jährlichen Energiekosten für ein EFH oder ein Elektro-Pkw könnten mit der LENR-Technologie (die selbst von der NASA bestätigt wird) also auf unter 1 Euro/a reduziert werden ! Wow ! 1kg (1000 g Nickel) kosten ca. 9 Euro und 1 kg (1000 g) Wasserstoff kosten auch ca. 9 Euro.


13.09.2015 | 21:39

Peter Freimensch

Heisst der bekloppte Spammer Gerald Ertlbauer aus Österreich jetzt nun auch noch zusätzlich Sebastian? Der Schwachmat sollte mal vorn in seine Hose schauen - vielleicht heißt er ja außerdem auch Uschi, Heidi und/oder Gertrud ...


13.09.2015 | 16:10

edmundotto

@CCR, " ich sehe nicht inwieweit irgendwelche Mächte...". Was glauben sie wohl, welche "Mächte" könnten eine Profiteinschränkung auf dem Energiesektor als störend empfinden, sollte sich diese Innovation in der Praxis bewähren? - Mit der Wahrnehmung ist es so ´ne Sache. denn was über die Sinne in unser Bewußtsein gelangt, wird selektiert und ist nurmehr eine systemische Auswahl von Informationen. Wir trennen für uns interessantes Geschehen vom...

@CCR, " ich sehe nicht inwieweit irgendwelche Mächte...". Was glauben sie wohl, welche "Mächte" könnten eine Profiteinschränkung auf dem Energiesektor als störend empfinden, sollte sich diese Innovation in der Praxis bewähren? - Mit der Wahrnehmung ist es so ´ne Sache. denn was über die Sinne in unser Bewußtsein gelangt, wird selektiert und ist nurmehr eine systemische Auswahl von Informationen. Wir trennen für uns interessantes Geschehen vom Uninteressanten. Ebenso erfolgt die Wahrnehmung UND Deutung von sog. Fakten über ein vorauswissen und eine ganze Reihe von Vorurteilen, die wir über Erziehung, Bildung etc. glauben "gewonnen zu haben. An diesen Vorurteilen und dem Vorauskenntnissen scheitert zumeist eine kritische und sachliche Erkenntnisgewinnung.


13.09.2015 | 13:51

CCR

Ich sehe nicht inwieweit irgendwelche Mächte Herrn Rossi oder Anderen Forscher daran hindern zu forschen und Erkenntnisse zu teilen. Das Problem ist dass es keine Erkenntnisse gibt die geteilt werden. Das Patentgedöns kann man sich auch getrost schenken, es gibt abertausende Patente die nicht und niemals funktionieren. Ein erteiltes Patent sagt nichts darüber aus, wie etwas funktioniert, es schützt nur das Produktions - und Verkaufsrecht eine gewisse Zeit lang. Die Funktionsweise...

Ich sehe nicht inwieweit irgendwelche Mächte Herrn Rossi oder Anderen Forscher daran hindern zu forschen und Erkenntnisse zu teilen. Das Problem ist dass es keine Erkenntnisse gibt die geteilt werden. Das Patentgedöns kann man sich auch getrost schenken, es gibt abertausende Patente die nicht und niemals funktionieren. Ein erteiltes Patent sagt nichts darüber aus, wie etwas funktioniert, es schützt nur das Produktions - und Verkaufsrecht eine gewisse Zeit lang. Die Funktionsweise wird geheim gehalten und Sponsoren werden gesucht, mehr hört man nicht von diesen Wundermaschinen die die Welt verändern sollen nicht !


13.09.2015 | 12:30

Hmann0815

Der E-Cat ist ja nicht die einzige Technik, mit der man Energie gewinnen kann, siehe: http://www.reiner-bautzen.de/ecat.html Unerschöpfliche Energie an jedem Ort der Welt würde die Völker wie auch jeden einzelnen Menschen a u t a r k machen. Und genau das ist das Problem aus Sicht der Weltenherrscher. Diese werden alle ihre Möglichkeiten ausschöpfen, um den allgemeinen Einsatz solcher Techniken zu verhindern, also ihr ganzes Geld und alle ihre Beziehungen einsetzen, bis hin zu...

Der E-Cat ist ja nicht die einzige Technik, mit der man Energie gewinnen kann, siehe: http://www.reiner-bautzen.de/ecat.html Unerschöpfliche Energie an jedem Ort der Welt würde die Völker wie auch jeden einzelnen Menschen a u t a r k machen. Und genau das ist das Problem aus Sicht der Weltenherrscher. Diese werden alle ihre Möglichkeiten ausschöpfen, um den allgemeinen Einsatz solcher Techniken zu verhindern, also ihr ganzes Geld und alle ihre Beziehungen einsetzen, bis hin zu einem Weltkrieg, nur um die Autarkie der Menschen zu verhindern, weil eine solche Technik gleichzeitig den Totalverlust ihrer Macht bedeuten würde.

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