Sonntag, 20. August 2017
08.10.2014
 
 

Saubere Sache: Junge Erfinderin will Menschheit helfen

Andreas von Rétyi

Eine 17-jährige australische Schülerin zeigt, wie einfach manche Lösungen auch für große Probleme sein können. Ihr Ziel: Sauberes Wasser und saubere Energie für alle Menschen. Mit einem simplen kleinen Gerät demonstriert sie, was machbar ist und sorgt damit auf einer Wissenschaftsmesse jugendlicher Erfinder für Furore.

 

Gleich vorweg gesagt: Was Umstände und Hintergründe dieser Messe betrifft, mag man durchaus geteilter Meinung sein, doch schmälert das wohl kaum die Leistung der 17-jährigen Australierin Cynthia Sin Nga Lam und berührt ebenso wenig ihre persönliche Motivation. Erstere ist einfach bemerkenswert, Letztere durchweg ehrbar.

 

Die junge Erfinderin aus Melbourne zählt zu den Finalisten der jährlich stattfindenden Online-Wissenschaftsmesse Google Science Fair, auf der die nächste Generation innovativer Geister ihre Ideen und Konzepte vorstellen soll. Diese Messe wird unter anderem auch von National Geographic und Scientific American gesponsert.

 

Am Ende stehen 15 Erfindungen, die unseren Planeten allesamt zu einem besseren Ort machen sollen. Ganz besonders das von Cynthia Lam erfundene Gerät dürfte diese Voraussetzung erfüllen, will es doch gleich zwei grundlegende Menschheitsprobleme in den Griff bekommen.

 

Die junge Forscherin erklärt, eher zufällig auf diese Idee gekommen zu sein, während sie sich mit Photokatalyse befasste. Im weitesten Sinne wird jede durch Licht bewirkte chemische Reaktion als »Photokatalyse« bezeichnet, wobei eine eindeutige Definition bis heute noch nicht besteht.

 

Wie auch immer, für Cynthia war das Thema wesentlicher Ausgangspunkt für ein Verfahren, mit dem die gesamte Menschheit ganz unproblematisch sowohl mit sauberer Energie als auch mit sauberem Wasser versorgt werden könnte, was nun in vielen Regionen der Erde alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist.

 

Die betreffenden Zahlen sind geradezu erschreckend: 780 Millionen Menschen steht auch heute kein sauberes Wasser zur Verfügung, mindestens 1,2 Milliarden Menschen haben keinen elektrischen Strom.

 

Um das zu ändern, entwickelte Cynthia Lam eine kleines portables »Labor«, einen photokatalytischen elektrischen Generator mit integriertem Trinkwasseraufbereiter. Dafür wurde sie für den Scientific American Science In Action Award nominiert.

 

Der von Cynthia Lam als H2PrO bezeichnete Apparat nutzt zum Betrieb Sonnenlicht, um Wasser zu reinigen und zu entkeimen, aber auch zur Abspaltung von Wasserstoff aus Wasser zur Energieerzeugung. Sie selbst erklärt hierzu:

»Tatsächlich mangelt es nicht nur Ländern der Dritten Welt an Ressourcen, darüber hinaus steht die gesamte Welt vor einer Energiekrise und vor dem Problem der Wasserverschmutzung. Mein Ziel ist, eine ökologische und wirtschaftliche Lösung für beides zu finden. Mein Apparat H2PrO basiert auf photokatalytischen Reaktionen, um Abwasser zu reinigen und zu sterilisieren sowie Elektrizität zu erzeugen, durch Nutzung des produzierten Wasserstoffs. Dieser erneuerbare Prozess erfordert lediglich Titan und Licht. Und außerdem werden organische Abfallstoffe nicht nur zersetzt, sondern steigern auch die Reaktionsrate.«

Wie sie erklärt, besteht ihre Apparatur aus zwei Teilen, einem oberen für die photokatalytische Wasserreinigung und Erzeugung von Wasserstoff. Dieser Teil ist mit einer Brennstoffzelle verbunden sowie der unteren Einheit, die einer weiteren Wasserfilterung dient. Cynthia Lam freut sich vor allem über die effektive Beseitigung organischer Abfallprodukte. So seien beinahe 90 Prozent davon innerhalb von zwei Stunden zersetzt worden.

 

Bei der Stromerzeugung sieht sie noch Bedarf zur Nachbesserung, denn dieser Vorgang sei noch recht instabil. Doch betont sie: Sowohl theoretisch als auch im Experiment sei die photokatalytische Wasserstoffausbeute ebenfalls zufriedenstellend und in Anwesenheit von organischem Material sogar noch besser.

 

Cynthia Lam möchte ihr Gerät natürlich weiter perfektionieren, um damit eine stabile Stromerzeugung zu erreichen. Und sie hofft, ihre erfolgreich vorgestellte Maschine, vor allem den Stromgenerator, so praktisch zu gestalten, dass viele Menschen eines Tages davon profitieren können.

 

H2PrO könnte allerdings manchem Großkonzern über kurz oder lang ein Dorn im Auge sein.

 

Jedenfalls wäre es ganz gewiss nicht das erste Mal, dass eine gute Idee sehr gezielt unterdrückt und deren Erfinder plötzlich in der weiteren Arbeit behindert, wenn nicht gar zum Schweigen gebracht wird, sobald die neuen Konzepte den bestehenden Interessen der großen Industrie zuwiderlaufen oder aber gegen etablierte Dogmen verstoßen. Wie schwer es die gegenwärtige Pionierarbeit zur »Freien Energie« hat, lässt ebenfalls tief blicken.

 

 

 

.

Leser-Kommentare (9) zu diesem Artikel

09.10.2014 | 20:56

Maurice LeGrand

Der Islam gehört n i c h t zu Deutschland und wird es niemals, selbst wenn rot-grüne Gutmenschen dies der Bevölkerung weismachen wollen.


09.10.2014 | 00:12

Hilmar Hohenstein

Ja,Leib Meyrowitz und Helmut Thiele,leider kann ich mich Eurer Meinung nur anschließen. Es wäre nicht das erste Mal,daß nützliche Erfindungen von Finanzfaschisten sabotiert würden.


08.10.2014 | 12:01

Eckart

Es ist bekannt, dass Titandioxid photokatalytische Eigenschaften besitzt. Bei der Umwandlung von Stickoxid in der Luft zu wasserlöslichem Nitratsalz wird es Fassadenfarben beigemischt. Das UV Licht der Sonnenstrahlen sorgt dafür, dass aus NOx das wasserlösliche NO3 wird, was dann mit dem Regenwasser in die Kanalisation geht. Was das Mädchen da "erfunden" haben will ist aber sehr okultistisch, denn Wasser kann man nicht auf photokatlytischen Wege mittels TiO2 in seine...

Es ist bekannt, dass Titandioxid photokatalytische Eigenschaften besitzt. Bei der Umwandlung von Stickoxid in der Luft zu wasserlöslichem Nitratsalz wird es Fassadenfarben beigemischt. Das UV Licht der Sonnenstrahlen sorgt dafür, dass aus NOx das wasserlösliche NO3 wird, was dann mit dem Regenwasser in die Kanalisation geht. Was das Mädchen da "erfunden" haben will ist aber sehr okultistisch, denn Wasser kann man nicht auf photokatlytischen Wege mittels TiO2 in seine Bestandteile H2 und O2 aufspalten. - Denn dann würde bei den wie oben beschriebenen beschichteten Hauswänden bei Regen Knallgas entstehen, und das wäre gefährlich.


08.10.2014 | 11:16

Wetekamp

Die Kurden, die hier Randale und den dicken Maxen machen, sollten sofort in ihre Heimat abgeschoben werden, damit sie ihr Mütchen an Ort und Stelle kühlen können. Sich hier auszutoben, in dem Wissen, dass einem ja nichts passieren kann, ist kein Heldenmut.


08.10.2014 | 10:03

OStR Peter Roesch

Das Gerät basiert, laut einer textlichen Nebenbemerkung, energietechnisch auf der "Brennstoffzelle". Da kann natürlich von "sauberer" oder gar "freier Energie" keine Rede sein. So what?


08.10.2014 | 09:47

Helmut Thiele

es ist ungemein wichtig diese Meldung zu verbreiten. Jeder von uns kann und muss dazu beitragen. Derartige Lösungen fallen sonst den multinationalen Parasitenorganisationen in die Hände und verschwinden in ihren Safes. Sie werden alles unternehmen (und schrecken dabei auch nicht vor Mord zurück) um diese Idee zu vernichten. Daher mein Aufruf: verbreitet diese Meldung wie und wo immer Ihr könnt. Vielleicht können wir dieses Mal gegen das Parasitentum gewinnen.

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Brunnen versiegen: Kalifornien droht jahrzehntelange »Megadürre«

Mike Adams

Wie die Los Angeles Times (LAT) Ende August berichtete, sind viele Brunnen in Mittelkalifornien dabei, zu versiegen: »Die extreme Trockenheit in den Gemeinden East Porterville im Landkreis Tulare im Kalifornischen Längstal hat sich so verschärft, dass den dortigen Bewohnern angesichts versiegender Brunnen, von denen sie abhängig sind, das Wasser  mehr …

Der kommende Erdöl-Kollaps: Hungersnot, Hunger-Revolution und Neubeginn

Mike Adams

Die Ära, die wir alle heute in unserer Welt erleben, wird man vielleicht eines Tages als die »Ära des Kollapses« bezeichnen. Heute weiß jeder, der die Entwicklung verfolgt: Die Menschen verbrauchen rapide sämtliche begrenzten Rohstoffe der Welt, Wasserleiter werden trocken gepumpt, seltene Erden werden durch aggressiven Bergbau erschöpft und  mehr …

Japan will vorsätzlich Hunderte von Tonnen radioaktiven Wassers aus Fukushima in den Pazifik verklappen

Michael Snyder

Wie wird man Hunderte von Tonnen hochradioaktiven Wassers auf einfache Weise los? Man kippt sie einfach in den Pazifik! In Japan hat das umstrittene, nunmehr staatliche Unternehmen Tokyo Electric Power Co. (Tepco) eine »schmerzhafte Entscheidung« getroffen: Es will nun damit beginnen, riesige Mengen radioaktiven Wassers – die Rede ist von 430 000  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Entdecker des Ebola-Virus befürchtet »Tragödie unvorstellbaren Ausmaßes«

Redaktion

»1976 entdeckte ich das Ebola-Virus – heute befürchte ich eine unvorstellbare Tragödie.« Prof. Peter Piot forschte an einen Labor in Antwerpen, als ihm ein Pilot die Blutprobe einer belgischen Nonne überbrachte, die in Zaire an einer mysteriösen Krankheit litt. Heute ist Piot Direktor der London School of Hygiene and Tropical Medicine und erklärt:  mehr …

Wie Politiker, Geheimdienste und Hochfinanz Deutschlands Massenmedien lenken

Redaktion

Dr. Udo Ulfkotte, renommierter Journalist und ehemaliger FAZ-Redakteur, hat mit seinem neuen Buch Gekaufte Journalisten binnen kürzester Zeit große Zustimmung unter zahlreichen Lesern erfahren. Große Medien schweigen über das Enthüllungswerk beharrlich. Kopp Online hat Dr. Ulfkotte dazu befragt.  mehr …

Verborgene Atomgefahr: US-Geheimprojekte gegen nuklearen Ausverkauf

Andreas von Rétyi

Ein Thriller könnte spannender nicht sein. Was sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ganz real abspielte, war ein Wettlauf um die Kontrolle über brachliegendes Nuklearpotenzial.  mehr …

Helfen oder Harakiri – Was würde die EU Mitglieder beim Euro-Exit unterstützen?

Markus Gärtner

Es klingt wie ein Aprilscherz. Und so wenig Ernst ist die Aussage des designierten Vizepräsidenten der EU-Kommission sicher auch gemeint. Valdis Dombrovskis, der als Ministerpräsident Lettlands Wirtschaft bis Ende November 2013 mit eisenharter Austerität um ein Viertel schrumpfen ließ, musste zu Wochenbeginn zur Anhörung nach Brüssel.  mehr …

Werbung

Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.