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»Synthetisches Leben«
Im Mai 2010 veröffentlichte der amerikanische Biologe John Craig Venter, Leiter des J. Craig Venter Institute, die Sensationsmeldung, dass es ihm gelungen sei, »synthetisches Leben« herzustellen. Das Magazin Science veröffentlichte hierüber einen Artikel mit der Überschrift »Creation of a Bacterial Cell Controlled by a Chemically Synthesized Genome« (zu Deutsch: »Erschaffung einer Bakterienzelle, die von einem chemisch-synthetischen Genom kontrolliert wird«).
Venter hat das Erbgut des Bakteriums Mycoplasma mycoides, das über knapp 1,1 Millionen Basenpaare verfügt, mithilfe von Enzymen zergliedert und die Zusammensetzung in Einzelteile entziffert. In einem Computer brachte er die genetische Information der Einzelteile wieder zusammen und speicherte sie. Daraufhin erstellte er künstliches Erbgut, das er in ein anderes Bakterium (Mycoplasma capricolum) transplantierte, welches sich in der Folge so zu verhalten begann wie ein Mycoplasma mycoides. Venter ist nun bestrebt, seine Kreation patentieren zu lassen, und hat auch schon einen Namen parat: Mycoplasma laboratorium.
Getan wurde konkret Folgendes: Man implantierte in eine lebende Zelle das »synthetische« Genom, das heißt den genmanipulierten DNS-Satz einer anderen lebenden Zelle, und diese Zelle pflanzte sich dann selbst fort. Das Ganze führte weltweit zu Schlagzeilen, die verkündeten, Wissenschaftlern sei es gelungen, auf künstliche Weise Leben zu erzeugen. Die Internetseite Wired Science (www.wired.com) formulierte es so: »Wissenschaftler erschaffen das erste sich selbst reproduzierende synthetische Leben« (im Original: »Scientists Create First Self-Replicating Synthetic Life«).
Dieser Meilenstein der synthetischen Biologie ist laut Venter nicht nur ein technologischer Fortschritt, sondern auch »ein Durchbruch in der Philosophie«, durch den unser Weltbild dauerhaft verändert werde. Schon werden Stimmen laut, die Venter auf eine Stufe mit Darwin und Einstein stellen wollen. 2007 und 2008 wurde er vom Time-Magazin in der Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt aufgelistet.
Laut Craig Venter sind Menschen bloß »organische Informationsmaschinen«. Er vergleicht den Körper und die Zelle mit einem Computer, der mittels DNS-Software betrieben wird. Die Software wird von der Zelle gelesen, und die Zelle lebt. Sobald die »Software« entfernt wird, stirbt die Zelle.
Unterschlagen wird hierbei der offensichtliche Fakt, dass diese Wissenschaftler kein Leben erschaffen, sondern nur lebende Organismen manipuliert haben. Im Dogma dieser Wissenschaftler ist »Leben« nichts anderes als die Funktion von materiellen Körperstrukturen, weshalb sie meinen, die Manipulation dieser Zellstrukturen sei gleichbedeutend mit der Erschaffung von »neuem« Leben.
Trotz dieser nicht zwingenden Logik verkündet Die Zeit (27. Mai 2010) in einem zweiseitigen Beitrag, dass »die Idee einer vis vitalis, der immateriellen Lebenskraft, die allem Organischen innewohne, zu Grabe getragen erscheint – eine Vorstellung, die esoterisch gestimmte Zeitgenossen bis heute umtreibt«. Und sie zitiert den belgischen Biochemiker und Nobelpreisträger Christian de Duve mit den Worten: »Was wäre, wenn Leben eine fundamentale Eigenschaft der Materie ist, ein zwangsläufiges Resultat der Naturgesetze?«
Auch der Gastkommentar von Arthur L. Caplan schlägt in diese Kerbe: »Und dass diejenigen, die stets an dem Glauben festhielten, das Leben lasse sich nicht mit mechanistischen, reduktionistischen Begriffen erklären, den Kampf verloren haben.« Dabei gibt Caplan zu Beginn des Absatzes selbst zu, daß wir das Leben noch nicht verstehen und es auch in absehbarer Zeit nicht tun werden.
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Leben erschaffen und Leben kopieren sind immer noch zwei grundlegend verschiedene Dinge. Dass die genannten Stimmen verkünden, die Existenz einer vis vitalis sei widerlegt und die Kritiker des mechanistischen, reduktionistischen Weltbildes hätten nun den Kampf verloren – während in Wirklichkeit doch nur lebendige Zellen manipuliert wurden –, zeigt, dass es hier nicht so sehr um Wissenschaft geht, sondern um Ideologie.
Wären die obigen Behauptungen gerechtfertigt, müssten Venter und seine Kollegen nicht nur lebendige Zellen manipulieren, sondern zum Beispiel ein Samenkorn synthetisch herstellen. Die chemische Zusammensetzung eines Samenkorns ist längst bekannt. Man nehme also diese chemischen Komponenten und erschaffe ein Samenkorn, aus dem dann eine Pflanze wächst, die ihrerseits Samenkörner hervorbringt. Hier sehen wir, wie falsch und irreführend die materialistische Propaganda im Namen von »Wissenschaft« ist.
Warum wird mit dieser auffälligen Einseitigkeit nur das materialistische Welt- und Menschenbild verkündet? Warum sollen wir glauben, Menschen seien »organische Informationsmaschinen«, genauso wie auch die Tiere? Weil die Menschen, genauso wie die Tiere, gechippt werden sollen? Dieser schon längst bekannte Verdacht wird durch eine andere Meldung, die parallel zur Venter-»Sensation« publiziert wurde, bestärkt.
Britischer Forscher will Chip-Technik für Menschen verbessern
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Der britische Wissenschaftler Mark Gasson von der Universität Reading bei London gilt als ein Pionier der Entwicklung von Technologien, die eine direkte Verbindung von Computersystemen und dem menschlichen Nervensystem ermöglichen. Am 27. Mai 2010, zeitgleich zum Zeit-Artikel über Venters »synthetisches Leben«, veröffentlichte die BBC einen Artikel über Mark Gasson: »Erster Mensch ›mit Computervirus infiziert‹.«
Dieser »erste Mensch« ist Mark Gasson. Er hat es geschafft, ein Computervirus auf andere Systeme zu übertragen, ohne dass er dafür einen Computer oder das Internet benötigte. Er tat es nur mit seiner linken Hand! Prof. Gasson verwendet einen reiskorngroßen Funkchip (RFID), den er sich 2009 einpflanzen ließ. Dieser Chip enthält Codes, die Sicherheitstüren seiner Universität öffnen und sein Mobiltelefon aktivieren. Es ist die gleiche Art von Chip, der bei Haustieren eingesetzt wird, einfach mit einer komplexeren Mikrotechnologie.
Das besondere an Gassons Implantier-Chip ist, dass er in der Folge mit einem Computervirus infiziert wurde. In seinem neusten Experiment übertrug Gasson diesen Virus an äußere Kontrollsysteme. Durch den Nachweis, dass dies möglich ist, will er auf Gefahren hinweisen, zum Beispiel wenn Herzschrittmacher plötzlich den Computervirus eines anderen Systems übernehmen würden. Diese Gefahren sollen durch die Verbesserung der Chip-Technik verringert werden.
Im BBC-Bericht heißt es des Weiteren: »Dr. Gasson sagt voraus, dass sich die Implantiertechnologie weiter verbreiten wird. […] Dr. Gasson glaubt, dass eine Nachfrage nach diesen nichtessenziellen Anwendungen geben wird, ähnlich wie bei der kosmetischen Chirurgie. ›Wenn es uns gelingen sollte, dadurch das Gedächtnis oder den IQ eines Menschen zu verbessern, besteht eine reale Möglichkeit, dass es Menschen geben wird, die diese Art von invasiver Prozedur (invasive procedure) wollen.‹«
Gasson hat bereits 2003 in einem Vortrag den Begriff des »Homo Sapiens 2.0« geprägt.
Abgesehen von allen apokalyptischen und orwellschen Szenarien stellt sich hier auch die Frage, wie sinnvoll es ist, dass Menschen sich in einer ohnehin schon übermäßig verstrahlten Welt zusätzlich auch noch eine Strahlenquelle in den eigenen Körper einpflanzen lassen.
Hierzu passt eine Nachricht aus Indien, die ebenfalls im Mai veröffentlicht wurde, aber nicht in die Schlagzeilen kam.
Bienensterben und Handy-Strahlung
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Eine Studie zum Bienensterben, durchgeführt von der Universität Chandigarh im nordindischen Bundesstaat Punjab, liefert einen weiteren Hinweis darauf, dass die Mobilfunkstrahlung das Navigationssystem der Bienen beeinflusst und vielleicht sogar schädigt. Während eines Zeitraums von drei Monaten wurde ein Bienenstock zweimal täglich für nur 15 Minuten mit zwei Handys bestrahlt.
Während dieser kurzen Zeit – nur drei Monate! – nahm die Population des Handy-Bienenstocks drastisch ab, die Königin legte viel weniger Eier (halb so viele wie die »unbestrahlte« Königin), und es wurde auch kein Honig mehr produziert. Es fand zudem ein dramatischer Rückgang in der Zahl der Arbeiterbienen statt, die von der Pollensammlung zurückkamen. Den leitenden Wissenschaftlern Ved Prakash Sharma und Neelima Kumar zufolge gab es im bestrahlten Bienenstock zum Ende des Experiments, nach drei Monaten, weder Honig noch Pollen …
Am 19. Juni 2010 veröffentlichte die englische Zeitung Daily Mail einen Artikel über eine wissenschaftliche Studie, die nahelegt, dass die Mobilfunktechnologie krebsfördernd sein könnte.
Würde die Wissenschaft von ihrer festgefahrenen materialistisch-reduktionistischen Weltanschauung Abstand nehmen und mit demselben Eifer auch andere Perspektiven erforschen, zum Beispiel die Existenz einer nichtphysischen Lebenskraft (vis vitalis), käme sie schnell zu ganz neuen und erstaunlichen Erkenntnissen. Immerhin stünden dann für diese alternativen Forschungen Milliarden, ja Billionen von Dollars bzw. Euros zur Verfügung.
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