Freitag, 18. August 2017
15.08.2011
 
 

Besserer Bio-Kraftstoff aus gentechnisch optimierten Algen

Edgar Gärtner

Im vergangenen Jahr haben die US-Farmer erstmals mehr Mais für die hoch subventionierte Herstellung von Bio-Ethanol als für Viehfutter und Nahrungsmittel erzeugt. Wegen der lebensbedrohenden Konkurrenz zwischen Tank und Teller ist die Herstellung von Bio-Treibstoffen zu Recht ins Gerede gekommen. Die deutschen Autofahrer haben mit ihrer spontanen Weigerung, das politisch korrekte E10-Superbenzin mit Bio-Ethanol zu tanken, mehrheitlich bekundet, dass sie nicht bereit sind, die lebensfeindliche »Klimapolitik« der EU-Bürokraten zu unterstützen. Doch gibt es durchaus Wege zur Herstellung von Bio-Kraftstoffen, die nicht zulasten der Nahrungsmittelerzeugung gehen. Als besonders aussichtsreich gilt die Zucht gentechnisch veränderter Blau- und Grünalgen, denn sie beansprucht kein Ackerland.

So investiert Exxon-Mobil, der größte Ölkonzern der Welt, 600 Millionen Dollar in Craig Venters Firma Synthetic Genomics. Venters Ziel ist es, Algen mithilfe von Genmanipulationen dazu zu bringen, langkettige Kohlenwasserstoffe ähnlich wie die in Benzin oder Diesel enthaltenen, aber

ohne Schwefel und Benzol, über ihre Zellmembran auszuscheiden. Die Ausscheidungen soll man ohne aufwendige Vorbehandlung direkt tanken können. Den Forschern der Firma Joule in der Universitätsstadt Cambridge im US-Staat Massachusetts ist das nach Angabe ihres Forschungsleiters Dan Robertson bereits gelungen – allerdings bislang nur im Labormaßstab. Joule experimentiert vor allem mit winzigen Blaualgen, einem entwicklungsgeschichtlichen Zwischenglied zwischen Bakterien und Grünalgen. Die Firma Joule plant, die erste großtechnische Blaualgenproduktion in einem Wüstengelände in New Mexico anzusiedeln. Die Blaualgen brauchen für ihr Wachstum nur ausreichend Wasser und Kohlenstoffdioxid (CO2) sowie die üblichen Nährsalze Nitrat, Phosphat und Kali. Da die in der Luft enthaltene geringe CO2-Menge dafür nicht ausreicht, müsste man es wie das Wasser über Pipelines in die Wüste schaffen. Als wirtschaftlich interessante CO2-Quelle bieten sich dafür die Abgase von Kohlekraftwerken an.

Es wird sicher noch einige Jahre dauern, bis das alles auf profitable Weise funktioniert. Aber schon heute kann es als sicher gelten, dass die subventionierte Umwidmung von Ackerflächen für die Produktion von Energiepflanzen in künftigen Geschichtsbüchern als folgenschwerer Irrtum aufgeführt werden wird.

 

 


 

 

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