Thursday, 28. July 2016
28.02.2015
 
 

Kesseltreiben gegen Solarforscher Willie Soon

Edgar Gärtner

Zu Beginn dieses Jahres veröffentlichten Christopher Monckton, Willie Soon, David Legates und William Briggs im ScienceBulletin der Chinesischen Akademie der Wissenschaften die Ergebnisse eines vereinfachten Klimarechenmodells, das der britische Politiker und Hobby-Mathematiker Christopher Walter Monckton 3. Viscount of Brenchley in seiner Freizeit gebastelt hatte. Wie der »Weltklimarat« IPCC geht dieses Modell davon aus, dass menschliche Kohlenstoffdioxidemissionen einen »Treibhauseffekt« verursachen.

 

Dessen Einfluss auf die mittlere Temperatur der Erdatmosphäre sei aber geringer als von den IPCC-Autoren angenommen, da es in der Atmosphäre zwischen CO₂ und Wasserdampf statt einer positiven eine negative Rückkoppelung gebe. Deshalb werde die Durchschnittstemperatur der Erde bis zum Ende des 21. Jahrhunderts statt um bis zu 4,5 bis sechs nur um etwas mehr als ein Grad Celsius ansteigen und das sei sicher ein Segen für die Menschen.

 

Weil die Veröffentlichung der vier im ScienceBulletin auf großes Interesse stieß, konnte der IPCC nicht untätig bleiben. Es musste etwas getan werden, um die von ihm und den hinter ihm stehenden Regierungen in die Welt gesetzte Behauptung von einer bevorstehenden Klimakatastrophe zu retten.

 

Dafür bot sich der Ex-Greenpeace-Mann Kert Davies an, der nun in Washington das von ihm gegründete und von Greenpeace finanzierte Climate Investigations Center (CIC) leitet. Das CIC beobachtet Unternehmen, Forschungsinstitute und Bürgerbewegungen und denunziert deren Abweichung von der politisch korrekten Linie. Davies beschloss, sich auf den Klimaforscher Wei-Hock »Willie« Soon einzuschießen.

 

Der in Malaysia geborene Luftfahrtingenieur und Physiker arbeitet am Havard-Smithonian Center for Astrophysics. Zusammen mit seinem Kollegen Sallie Baliunas konnte Soon als einer der Ersten nachweisen, dass die Klimaentwicklung auf der Erde hauptsächlich vom Auf und Ab der Sonnenaktivität bestimmt wird und nicht von sogenannten Treibhausgasen. Damit zog er sich die Feindschaft der dem IPCC zuarbeitenden beamteten Forscher zu.

 

Davies hatte im Jahre 2011 noch als Direktor von Greenpeace mithilfe einer Anfrage auf der Basis des Freedom of Informations Act (FOIA) aufgedeckt, dass Soons Forschungen seit 2001 mit insgesamt mehr als einer Million Dollar (880 000 Euro) durch das American Petroleum Institut, durch die Charles G. Koch Foundation, durch ExxonMobile und andere Energiekonzerne gesponsert worden waren.

 

Die Gemeinde der Anhänger der Klimakatastrophen jubelte. Endlich hatten sie den Beweis, dass die »Klimaskeptiker« von der Ölindustrie geschmiert wurden! Soon konnte aber nachweisen, dass er die Fördergelder nicht verheimlicht, sondern seinem Arbeitgeber Harvard ordnungsgemäß gemeldet hatte.

 

Die Harvard Universität kassiert üblicherweise 40 Prozent der eingeworbenen Fördergelder als »Verwaltungskosten« und hat das auch in diesem Fall so gehandhabt. Außerdem wies Soon darauf hin, dass es in den USA für Forschungen über den Einfluss der Sonne auf das irdische Klima kaum öffentliche Gelder gibt.

 

Wie in den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fachbereichen üblich, habe er sich deshalb an private Geldgeber gewandt. Das hielt Davies nicht davon ab, die alte Geschichte nun angesichts des publizistischen Erfolges der chinesischen ScienceBulletin veröffentlichten Arbeit wieder aufzukochen, obwohl deren vier Autoren beteuern, diese Arbeit sei ohne jegliche finanzielle Förderung in ihrer Freizeit entstanden.

 

Davies’ Anschuldigungen wurden rasch andernorts aufgegriffen. So auch in der deutschen Onlineausgabe des Magazins Spektrum der Wissenschaft. Dort ließ sich am 23. Februar der freie Mitarbeiter Lars Fischer sehr geringschätzig über Willie Soon und seine Forschungen aus. Offensichtlich hält Fischer die Frage, wie weit die Aussagen Soons über den Einfluss der Sonne mit realen Beobachtungen übereinstimmt für völlig überflüssig. Da Soons Forschungen von der »falschen« Seite finanziert wurden, hält er sie von vornherein für diskreditiert.

 

Der Geologe Dr. Sebastian Lüning, einer der Autoren des Bestsellers Die kalte Sonne, verweist demgegenüber auf die kürzlich in der Fachzeitschrift Geology veröffentlichte Arbeit von Hui Jiang und Mitarbeitern, die bestätigt, dass die Klimaentwicklung in den letzten 4000 Jahren hauptsächlich von Sonnenzyklen geprägt wurde. In einer aktuellen Erwiderung auf Lars Fischer weist Dr. Lüning überdies darauf hin, dass in der Umweltpublizistik in Sachen Forschungsfinanzierung offenbar mit zweierlei Maß gemessen wird.

 

So rege sich kaum jemand darüber auf, dass große Versicherungskonzerne Klima-Katastrophen-Szenarien großzügig finanzieren, obwohl es auf der Hand liegt, dass solche Szenarien direkt dem Versicherungs-Geschäft zugutekommen.

 

Paul Driessen, Top-Berater der konservativen NGO Coalition For a Constructive Tomorrow (CFACT), widerlegt schließlich die von der Grünen Lobby ständig wiederholte Unterstellung, die »Klimaskeptiker« würden in Industriegeld schwimmen. Wahr sei hingegen, dass die US-Regierung allein zwischen 2003 und 2010 über 100 Milliarden Dollar Steuergelder für Klimakatastrophen-Modelle und Projekte zur Entwicklung »erneuerbarer« Energien ausgegeben hat.

 

Wahr sei auch, dass US-Umweltorganisationen wie der Environmental Defense Fund, das Natural Resources Defense Council, der Sierra Club, die National Audobon Society oder die Wilderness Society allein im Jahre 2009 zusammen über 13 Milliarden Dollar eingenommen haben. Eine der grünen NGOs (Forecastthefacts.org), die Dr. Soon angreifen, wird übrigens vom berüchtigten Milliardär George Soros finanziert.

 

 

 


 

 

 

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Leser-Kommentare (16) zu diesem Artikel

17.05.2015 | 01:30

andi berger

Wenn die Autoabgase so schlecht sind, soll mir wer erklären, wieso am Gürtel, bei Schnellstraßen, am Autobahnmittelstreifen Grünzeug wächst ? Mich würe interessieren, ob es in den Klubräumen der Grünen wegen unserer verpesteten Luft Grünpflanzen gibt.


02.03.2015 | 19:19

Rudolf-Robert Davideit

Tja Benny, Basel 1897, zugleich Gründung "Die Welt" zur Unterstützung der Zionistischen Bewegung! Noch Fragen?


01.03.2015 | 10:37

Bernhard

Zu den "Klima-Neurotiker und Wetter-Hysteriker": ich sehe das inzwischen so ... nachdem in den westlichen Ländern nicht mehr der für die jeweilige Volkswirtschaft erforderlicher private Umsatz fehlt (wir sind alle mit Waren gut gesättigt und die, die nicht genügend Waren haben, haben auch kein Geld die zu kaufen), muss man dafür sorgen, dass die Notwenigkeit zum Umsatz generieren produziert wird. A) durch Niedrigzinspolitik sollen Private Geld in Konsum anstelle Sparen...

Zu den "Klima-Neurotiker und Wetter-Hysteriker": ich sehe das inzwischen so ... nachdem in den westlichen Ländern nicht mehr der für die jeweilige Volkswirtschaft erforderlicher private Umsatz fehlt (wir sind alle mit Waren gut gesättigt und die, die nicht genügend Waren haben, haben auch kein Geld die zu kaufen), muss man dafür sorgen, dass die Notwenigkeit zum Umsatz generieren produziert wird. A) durch Niedrigzinspolitik sollen Private Geld in Konsum anstelle Sparen umleiten. B) durch Steuerpolitik soll von Bürgern abgeschöpft werden, damit der Staat die fehlenden Privatausgaben tätigt. C) durch die Verordnungen zur Haushaltstechnologie (Staubsauger ...) soll neuer Umsatz entstehen. D) Durch die propagierte Klimakatastrophe sollen auf möglichst vielen Gebieten Privatinvestitionen entstehen. Wenn Sie so wollen, das übergeordnete Kapitel heißt: Kapitalismus- Sicherung.


28.02.2015 | 23:58

Florian Geyer

Ist die Klimakatastrophe schon eine "offenkundige Tatsache" vor BRDDR-Gerichten, so wie anderer physikalischer und mathematischer Unsinn auch, oder darf man noch "leugnen"?

Nicht, daß es irgendwann 12 Jahre dafür gibt, nicht dran zu glauben.
Den Demokraten ist es durchaus zuzutrauen, dafür Sondergesetzte einzuführen und sich beim "Verfassungsgericht" Urteile zur Legitimation zu bestellen.
Wäre ja nicht das erste mal,


28.02.2015 | 18:16

conforma

Ich kann mich immer nur zum Schießen tot-lachen über all die Klima-Neurotiker und Wetter-Hysteriker. Kennen die denn alle nicht die letzten 100-Tausend oder 500-Tausend Jahre, in denen es schon so viele kalte und warme Perioden gegebne hat. Kennen die denn immer noch nicht die langen und kurzen Sonnen-Perioden, die für das Klima auf dieser Erde so einflussreich sind..? Hören die denn gar nichts von den Auswirkungen der Vulkan-Ausbrüche..? Und von vielen anderen Geschehnissen auf...

Ich kann mich immer nur zum Schießen tot-lachen über all die Klima-Neurotiker und Wetter-Hysteriker. Kennen die denn alle nicht die letzten 100-Tausend oder 500-Tausend Jahre, in denen es schon so viele kalte und warme Perioden gegebne hat. Kennen die denn immer noch nicht die langen und kurzen Sonnen-Perioden, die für das Klima auf dieser Erde so einflussreich sind..? Hören die denn gar nichts von den Auswirkungen der Vulkan-Ausbrüche..? Und von vielen anderen Geschehnissen auf unserer Erde auch nichts..? Ich habe schon im Schul-Unterrich von unserem damaligen tollen Lehrer auf dem Gymnasium gehört, der sagte: Das, was auf der Erde geschieht, ist eine abhängige Variable der Sonne, und die Sonne ist eine abhängige Variable des Univertsums. All die groß-spurigen Klima- und Wetter-Forscher dienen nicht den normalen Menschen, sondern nur knallharten Vertretern von Finanz-Interessen. Ein winziges Beispiel für die ganze Idiotie der Argumente: Da gibt es das schlimme CO2, und unsere KfW, das halb-staatliche oder staatliche Finanz-Institut finanziert (ganz oder teilweise) Kohle-Kraftwerke in der ganzen Welt, und in Griechenland wird gerade auch ein neues Kohle-KW geplant oder ist schon im Bau - was soll diese unglaubliche Verdumm-Beutelung der Bevölkerung..!? So wie Natur und Tiere sich immer wieder den Unbilden der Natur haben anpassen müssen, sollten es eben auch die Menschen tun, aber sie tun es nicht, weil sie dazu mittlerweile keinen Intellekt mehr haben..!


28.02.2015 | 17:56

ben

Ich habe die Protokolle gelesen. Das Versatzstücke aus anderen Schriften. Die Sitzung hat nicht stattgefunden, trotzdem sind sie echt. Die Spur führt zu Karl Marx, er war Chefredakteur verschiedener liberaler Wirtschaftszeitungen, hatte die Möglichkeit sie zu verbreiten, und sie lesen sich wie ein das Gegenstück zum Kommunistischen Manifestes. - Tja, jetzt müßte man das Kommunistische Manifest gelesen haben und Karl Marx Intention kennen?

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