Friday, 27. May 2016
12.12.2013
 
 

Die NASA will versuchen, auf dem Mond Gemüse anzubauen

J. D. Heyes

Es gibt Regionen auf der Welt, in denen pflanzliches Leben, wenn überhaupt, dann nur sehr schwer möglich ist. Das hält die NASA aber nicht davon ab, zu versuchen, auf dem Mond Gemüse anzubauen.

Wie die britische Zeitung Daily Telegraph meldet, will dieselbe Raumfahrtbehörde, die Menschen zum Mond gebracht hat, versuchen, auf der Mondoberfläche Gemüse und Kräuter anzubauen. Zweck ist es, zu erforschen, ob Menschen eines Tages tatsächlich dort leben könnten. Zum einen umgibt den Mond keine Atmosphäre, in der Leben möglich ist, also denken NASA-Wissenschaftler nicht nur darüber nach, eines Tages ein Raumschiff loszuschicken und ein paar Samen in den

Staub auf der Mondoberfläche zu werfen.

 

 

Vielmehr plane die NASA, so hieß es in dem englischen Artikel, »im Jahr 2015 Samen in versiegelten Kanistern zum Mond zu schicken, die alles enthalten, was die Sämlinge brauchen, um zu gedeihen«.

 

Menschen müssten Nahrungsmittel anbauen, um auf dem Mond zu überleben

 

Weiter heißt es im Telegraph:

Neben je zehn Basilikum- und Rübensamen wären da ungefähr 100 Samen von Acker-Schmalwand (Arabidopsis), einer Gattung der Kreuzblütlergewächse, die mit Kohl und Senf verwandt ist.

Bei der Landung wird ein Schalter einen kleinen Wassertank innerhalb des Kanisters öffnen, und ein Team auf der Erde wird die Keimung der Samen unter dem Einfluss der Mondanziehung und der Strahlung beobachten.

Hinter dem Projekt steht eine Gruppe aus Wissenschaftlern, Studenten und Freiwilligen – bekannt als das »Lunar Plant Growth Habitat Team«. Sie wollen die Sämlinge in regelmäßigen Abständen fotografieren, um sie mit Pflanzen auf der Erde zu vergleichen.

Die Luft in den versiegelten Containern soll für mehr als fünf Tage Wachstum reichen.

»Sie können für uns die Mondumwelt untersuchen, so wie Kanarienvögel in einem Kohlebergwerk«, erklärte ein NASA-Sprecher dem Telegraph. »Wenn wir Pflanzen schicken und sie gedeihen, dann können es Menschen vermutlich auch.« Wie bereits gesagt, brauchen Pflanzen zum Gedeihen dieselben Komponenten wie Menschen – Nahrung, Luft und Wasser.

 

Und außer Nahrung können sie den Menschen auch ein psychisches Wohlgefühl vermitteln, wie wir von den Treibhäusern wissen, die in der Antarktis und in der internationalen Raumstation so beliebt sind. Und so sehen die Pläne der Raumfahrtbehörde aus:

Die NASA plant, die Sämlinge durch ein kommerzielles Raumfahrzeug namens »Moon Express Lander« auf den Mond zu bringen. Der Lander ist Kandidat für Googles Lunar-X-Preis 2015.

Zurzeit bauen die Wissenschaftler an einem Modul zur Untersuchung der Keimung der Pflanzen, das eine Masse von nur einem Kilogramm besitzt und auf dem Mond abgelegt wird.

Laut NASA wird dem Samen in dem Modul nach der Landung Wasser zugegeben. Das Wachstum der Sämlinge wird fünf bis zehn Tage lang beobachtet und mit Kontroll-Sämlingen auf der Erde verglichen.

 

Werden sie sich bewähren?

 

Der erste Versuch wird nach Angaben der NASA mit Acker-Schmalwand, Basilikum und Rüben durchgeführt. Wie die Raumfahrtbehörde mitteilt, ist das Experiment das erste seiner Art und »ein wichtiger Schritt in der Nutzung von Pflanzen für den Erhalt menschlichen Lebens«. Die NASA plant weitere Experimente zur Verbesserung der Technik innerhalb des Wachstumsmoduls, sodass umfangreichere Pflanzenversuche möglich werden.

 

Wenn die Sprossen 14 Tage überleben, wäre damit belegt, dass sie in der radioaktiven Umgebung auf dem Mond wachsen können. 60 Tage Überleben würde bedeuten, dass die geschlechtliche Reproduktion der Pflanzen (Meiosis) in einer lunaren Umgebung möglich ist. Bei sechs Monaten Überleben – 180 Tagen – würde sich die Wirkung der Strahlung auf dominante und rezessive genetische Merkmale zeigen. Danach könnte das Experiment monatelang über mehrere Generationen durchgeführt werden, weitere wissenschaftliche Erkenntnise würden gewonnen.

 

Die NASA und andere Raumfahrtbehörden haben bereits in der Vergangenheit sehr viel über Pflanzenwachstum in der Schwerelosigkeit geforscht, beispielsweise bei Space-Shuttle-Flügen und auf der Internationalen Raumstation. Die Mondoberfläche ist jedoch der einzige Ort, »an dem die Wirkung der Schwerkraft und der Strahlung auf dem Mond auf Pflanzen studiert werden kann«, hieß es im Telegraph.

 

 

Quellen:

 

DailyMail.co.uk

NASA.gov

ExtremeTech.com

 

 

 

 


 

 

 

Interesse an mehr Hintergrundinformationen?

 

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der Macht – und erfahren Sie, was die Massenmedien Ihnen verschweigen!

 

Lesen Sie weitere brisante Informationen im neuen KOPP Exklusiv. KOPP Exklusiv wird grundsätzlich nicht an die Presse verschickt und dient ausschließlich zu Ihrer persönlichen Information. Jede Ausgabe ist gründlich recherchiert, im Klartext geschrieben und setzt Maßstäbe für einen kritischen Informationsdienst, der nur unter ausgewählten Lesern zirkuliert und nur im Abonnement zu beziehen ist.

 

In der aktuellen Ausgabe finden sie unabhängige Hintergrundinformationen unter anderem zu folgenden Themen:

 

  • Geldanlage: So wird sich der Goldpreis entwickeln
  • Cloud-Computing und Abzocke: Überall
    neue Kassenhäuschen
  • Obama schließt US-Botschaft im Vatikan
  • Tod aus dem Drucker? Die unterschätzte Gefahr

 

 

Das alles und viele weitere Kurzberichte im neuen KOPP Exklusiv, fordern Sie noch heute Ihr Probeabonnement an!

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Der Lasagne-Garten: Nachhaltiges Gärtnern ohne Umgraben

Michael Ravensthorpe

In einem so genannten Lasagne-Garten muss der Gärtner weder umgraben noch Unkraut jäten und erhält dennoch einen nährstoffreichen, lockeren Boden.  mehr …

Heuschnupfen? Tipps und Tricks für einen allergiefreien Frühling

Patricia Alda

»Raus ins Freie!« So lautet das Motto zu Beginn der warmen Jahreszeit. Ob beim alljährlichen Mai-Gang, bei Grillvergnügen oder Kaffeekränzchen im Garten, die Men­schen wollen nach den langen Wintermonaten endlich wieder die freie Natur ge­nießen. Doch für jeden fünften Bundesbürger enden solche Ausflüge ins Grüne mit tränenden Augen und laufender  mehr …

Sechs Schritte zum Aufbau eines eigenen organischen Permakultur-Gartens

Tara Green

Der organische Gartenbau verzichtet auf den Einsatz von Chemikalien, die das Pflanzenwachstum anregen oder vor Schädlingen schützen sollen. Stattdessen verlässt man sich auf natürliche, seit Jahrhunderten bewährte Methoden der Gärtnerei. Die Permakultur geht noch einen Schritt weiter, hier liegt der Schwerpunkt auf dem nachhaltigen Anbau von  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Ein unmöglicher Planet: HD 106906b stellt Forscher vor ein Rätsel

Andreas von Rétyi

In rund 299 Lichtjahren Distanz harrt ein kosmisches Mysterium seiner Lösung. Dort, um einen Stern namens »HD 106906«, haben Astronomen eine Welt aufgespürt, die alle bisherigen Vorstellungen von der Entstehung planetarer Systeme auf eine harte Probe stellt. Niemand kann erklären, wie sich jener Planet überhaupt bilden konnte. Eigentlich dürfte es  mehr …

Christen werden bei lebendigem Leibe verbrannt, enthauptet, gekreuzigt, zu Tode gequält und in Metall-Frachtcontainern eingesperrt

Michael Snyder

Die »zukünftigen Christenverfolgungen« sind bereits im Gange – jetzt und hier. Warum schweigen dann die Leitmedien in den USA dieses Phänomen praktisch völlig tot? Wenn einige Politiker irgendwo auf der Welt ungewollt Homosexuelle oder Muslime beleidigen, wird sofort darüber berichtet. Aber nur wenige Amerikaner sind sich bewusst, dass gegenwärtig  mehr …

Bankenbetrug: Die Auflistung des Schreckens

Redaktion

Das Fehlverhalten der Banken hat jetzt auch die Politik auf die Barrikaden gebracht. Jedenfalls äußerlich. EZB-Mitglied Jörg Asmussen forderte Maßnahmen. Kein Wunder, wenn man sich die Auflistung des Schreckens einmal ansieht.  mehr …

Ein echter Thriller: Gerhard Wisnewskis neues Jahrbuch »ungeklärt – unheimlich – unfassbar 2014«

Redaktion

Gerhard Wisnewskis bekanntes Jahrbuch »verheimlicht – vertuscht – vergessen« hat einen Zwilling bekommen: In seinem neuen Buch »ungeklärt – unheimlich – unfassbar« rekapituliert und untersucht der Autor die spektakulärsten Kriminalfälle des vergangenen Jahres. Heraus kam ein echter Thrillerstoff...  mehr …

Werbung

Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.