Friday, 29. July 2016
25.11.2013
 
 

Die neue Energie-Dimension: Auf den Spuren der geheimnisvollen Hydrinos

Redaktion

Angeblich gehen die herkömmlichen Energiequellen bald zur Neige, entsprechend steigen ihre Preise in erschreckendem Ausmaß, und echte Alternativen scheinen nicht in Sicht. Allerdings gibt es unabhängige Wissenschaftler und unermüdliche Erfinder, die offenbar längst völlig neue Wege gefunden haben. Schnell werden sie allerdings zu Außenseitern stilisiert und diffamiert. Einer von ihnen ist der amerikanische Ingenieur Randell Mills. Seine Hydrino-Theorie sorgt für einige Furore.

Allerorten ist von der Energiewende die Rede. Wohin sie führt, scheint aber eigentlich keiner so genau zu wissen. Zu viele konkurrierende Konzepte gibt es. Dirigiert und leider auch stark selektiert wird dieses große Orchester ganz klar von den Monopolisten. Was konspirativ klingt, ist es manchmal wirklich! Und ein logisches Motiv gibt es allemal: Technologien, mit denen langfristig

ein Gewinn zu erzielen ist und die auch eine nahezu perfekte Kontrolle der Massen erlauben, stehen hoch im Kurs. Das zumindest meinen etliche aufmerksame Beobachter jenes besonderen Monopoly-Spiels. Insbesondere potenzielle überall frei verfügbare Energiequellen werden dagegen kaum favorisiert.

 

Bekanntlich sind auf dem Energiesektor aber auch viele Einzelkämpfer mit hohem Engagement tätig. Neben den vor allem in Grenzbereichen häufig anzutreffenden schwarzen Schafen gibt es Menschen, die einfach nur besessen sind von ihrer Idee. Sie investieren all ihre Zeit, all ihre Kraft, ihre Mittel und Möglichkeiten, fest davon überzeugt, neue Energiequellen erschließen zu können. Längst gibt es Projekte, die einer staatlichen Förderung würdig wären. Vielfach arbeiten nicht nur Erfinder und Privatforscher an neuen Energietechnologien, sondern auch Akademiker höchsten Ranges. Schnell stoßen sie an fest definierte Grenzen und dann wird es problematisch. Ganz gleich, welche Reputation sie zuvor noch genossen, der zumeist heftige und unerbittliche Gegenwind des Mainstream ist ihnen nun sicher. Selbst wenn heute einige Physiker bekennen, nicht mehr recht schlafen zu können, weil sie einen Zusammenbruch des mittlerweile in Beton gegossenen Weltbildes befürchten, wird vielfach eine Wissenschaft präsentiert, die über jeden Zweifel erhaben scheint. Wer sich gegen diese Darstellung auflehnt, kann einfach nur irren. Ketzer fragen: Darf man sich wirklich so sicher sein? Oder herrschen hier moderne Dogmen vor, die einen drohenden Paradigmenwechsel krampfhaft aufzuhalten bestrebt sind?

 

Der interessierte Mitmensch muss eigentlich gar nicht zu den exotischsten Energiekonzepten vordringen und auch keineswegs die Nutzbarmachung der an sich unumstrittenen Vakuumsenergie diskutieren, will er denn klar erkennen, wie problematisch es sich für einzelne Forscher gestaltet, die Materie unvoreingenommen zu ergründen und sich Gehör zu verschaffen. Weit eher werden sie von der großen globalen Wissenschaftsfamilie vielfach vorverurteilt oder sogar verhöhnt, bevor sie noch eine Chance haben, ihre Gedanken und Erkenntnisse kundzutun. »Zensur« ist das Stichwort, natürlich unter der Vorgabe einer nötigen Selektion zum Erhalt eines hohen wissenschaftlichen Standards. Dass dabei ganz automatisch auch wertvolle Entwürfe und Erkenntnisse im »Hintergrundrauschen der Ideen« untergehen, und dies vielleicht nur deshalb, weil einige Köpfe ihrer Zeit möglicherweise voraus sind, das ist der Nachteil des Systems. Und der wiegt heute so schwer wie in früheren Zeiten.

 

Auch Forscher, die sich mit bislang ungekannten Möglichkeiten von Wasserstoff befassen – dem häufigsten Element im Universum –, erleben nicht selten Erstaunliches, wenn sie ihre Forschung vorantreiben oder Resultate vorzustellen versuchen. Spektakuläre Beispiele führt Andreas v. Rétyi in seinem informativen neuen Buch Energie ohne Ende – Erfindungen, Konzepte, Lösungen auf. So auch die Geschichte von Randell L. Mills und seinem bemerkenswerten Hydrino-Modell, zu dem es auch in letzter Zeit wieder einige Neuigkeiten gab.

 

Hydrinos, das sind extrem kleine Wasserstoffatome, deren Existenz im Widerspruch zur etablierten Physik steht und daher weithin angezweifelt wird. Sie gelten bisher als rein hypothetisch. Mills selbst, ein sehr vielseitiger US-Mediziner und Elektroingenieur, ist völlig anderer Ansicht als der Mainstream. Seine Experimente wurden vielfach begutachtet, wobei reale und sehr erstaunliche Effekte attestiert wurden. Trotzdem wird insbesondere seine theoretische Arbeit massiv angegriffen, während unabhängige Untersuchungen ihn komplett bestätigen. Und selbst einige aufgeschlossene Physiker anerkannter Institute wollen die Hydrinos nicht a priori als Unsinn abtun. Ihre Entstehung ist trotz der mathematisch komplexen Theorie recht schnell geschildert. Die bemerkenswerte Geschichte begann im Jahr 1986. Damals stieß Mills auf einen Prozess, den er »Hydrokatalyse« nannte. Wie er beobachtete, wird in dessen Verlauf eine erstaunliche Energiemenge aus den beteiligten Wasserstoffatomen frei. Offenbar ein echter Durchbruch auf dem Energiesektor. Folglich gründete Mills schon im Jahr 1991 in New Jersey das Unternehmen HydroCatalysis Inc., das dann aufgrund der beim Prozess freiwerdenden UV-Strahlung (»Schwarzlicht«) konsequenterweise in »BlackLight Power Inc.« (BLP) umbenannt wurde. Randell Mills konnte etliche gut informierte und ziemlich finanzkräftige Investoren für sich gewinnen und ein Startkapital von 60 Millionen US-Dollar ansammeln. Die Finanzierung erfolgte komplett aus privaten Mitteln, worauf der Unternehmer besonders stolz ist.

 

Der grundsätzliche Blacklight-Prozess zur Energiegewinnung besteht laut Mills darin, mittels geeignetem Katalysator einen nicht durch Strahlung bewirkten Energietransfer zu erzielen. Kollisionen von H-Atomen mit dem Katalysatormaterial führen zum Übergang gewöhnlicher Wasserstoffatome zu den viel kleineren Hydrinos. Hierbei wird laut Mills wie gesagt ein beachtlicher Energiebetrag frei – deutlich mehr als bei der Wasserstoffverbrennung, wenn auch weniger als bei einer Fusion. Natürlich stand die Gegnerschaft schnell Gewehr bei Fuß. Denn was hier geschah und behauptet wurde, musste wohl wissenschaftlicher Unsinn sein, pure Pseudowissenschaft. Erstens sei über das H-Atom bereits alles bekannt, zweitens könne es keinen Zustand unterhalb des bereits energieärmsten Grundniveaus geben. Was Mills da behauptete, würde in der Praxis nichts als ein Perpetuum mobile darstellen, einen Mechanismus, der ewig läuft, ein physikalisch unmögliches Konstrukt, das Energie gleichsam aus dem Nichts erschafft und den Regeln der Thermodynamik widerspricht. Mills wurde bei Patentämtern denunziert. Sobald dort von einem Perpetuum mobile die Rede war, das er angeblich erfunden haben wollte, wandte sich jeder geradezu angewidert ab. Das beste Totschlagargument auf diesem Gebiet!

 

Doch auf die Formulierung kommt es oft an. Und auf deren Verzerrung. Weder hatte Mills allen Ernstes behauptet, ein Perpetuum mobile gebaut zu haben, noch wurde ein atomarer Grundzustand als Zustand niedrigster Energie an sich bezweifelt. Wenn aber das vermeintlich niedrigste Energielevel im H-Atom als möglicherweise falscher Grundzustand ins Spiel kam, klang das vielleicht schon etwas anders. Und kommt bei einer chemischen Reaktion nach Zufuhr von Anregungsenergie am Ende mehr Energie heraus als hineingesteckt wurde, wird kaum jemand von einem Perpetuum mobile sprechen. Eher von einer typischen exothermen Reaktion.

 

So einige Informationen, die Mills geliefert hatte, wurden andernorts verzerrt dargestellt. Oft konnte er aber auch Argumente von Kritikern gut entkräften. Warum auch sind bestens informierte Investoren so überzeugt von seinem Konzept, dass sie Millionensummen dafür aufs Spiel setzen? Warum ließ das NASA-Institut für Fortschrittliche Konzepte (NASA Institute for Advanced Concepts, NIAC) die Aussagen von Mills durch unabhängige Wissenschaftler der Rowan University in New Jersey prüfen, und warum kamen diese Forscher zum Ergebnis, dass hier etwas »Einzigartiges« enthüllt werde? Sogar Greenpeace besuchte das Labor von BLP und konnte dort alles fünf Tage lang völlig ungehindert in Augenschein nehmen. Die Daten seien allesamt »sehr überzeugend«. Das war 2005. In den folgenden Jahren kam es zu weiteren Bestätigungen bis in die Gegenwart hinein. Natürlich blieben auch die Kritiker aktiv, und nicht all ihre Einwände ließen sich leicht vom Tisch fegen. Wenn ein ausgewiesener Experte der UV-Spektroskopie wie der emeritierte Professor Hans-Joachim Kunze von der Ruhr-Universität Bochum einige Skepsis an den Tag legt und Bedenken am Versuchsaufbau zum Nachweis der Hydrino-UV-Strahlung äußert, sollte man schon hinhören. Er erklärte den verwendeten Spektrografen als unzureichend, um die vorgeblich festgestellten extremen UV-Emissionen der Hydrinos nachzuweisen. Doch diese Beobachtung führt die Hydrinos selbst noch nicht ad absurdum. Zudem begrüßte der Professor auch weitere unabhängige Überprüfungen der Hydrino-Theorie durch den bedeutenden niederländischen Physiker Gerrit Kroesen.

 

Dass dieses ungewöhnliche Wasserstoff-Konzept ein sehr heißes Eisen ist, an dem man sich als Wissenschaftler schnell die Finger verbrennen kann, ist jedem etablierten Physiker klar. Sollte es sich aber um »blanken Unsinn« handeln, wie Erzskeptiker behaupten, wäre alles schon längst klar und kein Fachmann würde auch nur andeutungsweise eine weitere Analyse begrüßen. In seinem neuen Buch Energie ohne Ende greift Andreas v. Rétyi auch das fesselnde Thema der heiß umstrittenen Hydrinos auf. Dabei schildert er nicht nur die zahlreichen geheimnisvollen Eigenschaften des Wasserstoffs sehr anschaulich, sondern dringt auf gut verständlicher Basis in die bizarre Welt der Quantenphysik ein. Er verdeutlicht das Ungewöhnliche des Hydrino-Konzepts und diskutiert Auswege aus dem physikalischen Dilemma. Dabei kommen neben kritischen Stimmen immer wieder Spezialisten zu Wort, mit teils mehr als erstaunlichen Lösungen.

 

Die Entwicklungen zum mittlerweile als »CIHT« (»Catalyst Induced Hydrino Transition«) bezeichneten Prozess bleiben spannend. Gerade vor wenigen Tagen meldete sich Randell Mills wieder in der Öffentlichkeit. So erklärte er: »Wir haben zwölf analytische Methoden, die charakteristisch für die Hydrinos sind und sie identifizieren.« Auch die Verteilung der Dunklen Materie im Universum liefert ihm Hinweise. Er selbst ist sogar überzeugt, dass die Dunkle Materie aus den geheimnisvollen Hydrinos besteht.

 

Als Mitglied des Harvard Club of Princeton wird Randell Mills am 2. Februar 2014 in Princeton über die Hydrino-Theorie und ihre revolutionären Zukunftsperspektiven sprechen. Wer nicht gleich nach New Jersey reisen will, kann sich im aktuellen Bestseller Energie ohne Ende umfangreich über die so geheimnisvollen wie sensationellen Hydrinos informieren, neben zahlreichen weiteren Informationen zu revolutionären Energie-Technologien, von verborgenen Kräften des Wasserstoffs über die vermeintlich unmögliche »Kalte Fusion« bis hin zur unerschöpflichen, überall vorhandenen Energie aus dem Vakuum.

 

 

 


 

 

 

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