Sunday, 28. August 2016
13.07.2014
 
 

Elektrifizierend: Gigantischer futuristischer »Tesla-Turm« in einem aufgegebenen Wald nahe Moskau

Redaktion

Nein, es geht nicht um eine Siedlung Außerirdischer, eine Zeitmaschine oder um die russische Version des amerikanischen Ionosphärenprogramms HAARP. Aber in einem Wald nahe Moskau befindet sich diese »Blitzmaschine« aus der Sowjetära, die unter Umständen eine Leistung erreicht, die der gesamten Stromerzeugung Russlands entspricht.

 

Dieses technische Juwel, mit der etwas sperrigen Bezeichnung »Hochspannungs-Forschungseinrichtung zu Marx- und Tesla-Generatoren«, zieht zahlreiche Blogger an. Die Testanlage, eine Niederlassung des Russischen Instituts für Elektro-Ingenieurswissenschaft, befindet sich in der verschlafenen Kleinstadt Istra, etwa 50 Kilometer von Moskau entfernt, in einem relativ kleinen Waldstück in der Nähe des Klosters Neu-Jerusalem.

 

Diese geheime, sich unter freiem Himmel befindende Hochspannungs-Testanlage wurde Ende der 1970er Jahre gebaut, um Nichtleiter zum Schutz von Fahrzeugen, Flugzeugen und elektronischer Ausrüstung vor Blitzschlägen zu entwickeln.

 

Die Einrichtung ist in vieler Hinsicht einzigartig. Es gibt auf der ganzen Welt – insbesondere in Bezug auf ihre herausragende Ladekapazität – nichts Vergleichbares. Die Spitzenleistung dieses gigantischen Marx-Generators erreicht, wenn sich ein Blitz auf einer isolierten Plattform entlädt, einen Wert, der der Erzeugung aller russischen Stromerzeugungsanlagen zusammengenommen – einschließlich aller Wärmekraftanlagen, Wasserkraftwerke sowie Kernkraftwerke, Solar- und Windanlagen – entspricht. Allerdings wird diese Leistung nur für etwa 100 Mikrosekunden erreicht, wie der russische Fernsehsender Rossija 1 berichtete.

 

Der Marx-Generator wurde nach dem deutschen Elektroingenieur Erwin Otto Marx benannt, der ihn bereits 1924 beschrieb. In Russland ist er unter der Bezeichnung »Arkadjew-Marx-Generator« bekannt, da der russische Physiker Wladimir Arkadjew und sein Mitarbeiter, der bekannte Regisseur für Wissenschaftsfilme Nikolai Baklin, 1914, also zehn Jahre früher, eine so genannte »Blitzmaschine« konstruierten.

 

Die »Blitzmaschine« in Istra, die in ihrer Entladungsleistung unerreicht ist, besteht aus Kaskadenspannungswandlern mit einer Leistung von drei Megawatt, einem Impulsspannungsgenerator (PVG) mit einer Leistung von neun Megawatt und einer Konstantspannungseinheit mit einer Leistung von 2,25 Watt. Sie erreicht eine Höhe von 39,30 Metern und ist in der Lage, einen künstlichen Blitz mit einer Länge von 150 Metern zu erzeugen (möglicherweise der längste künstliche Blitz der Welt).

 

Der Prüfstand entlädt einen Blitz einer bestimmten Stärke auf einer besonders stark isolierten Plattform, auf der sich der zu testende Gegenstand befindet. Auf der Plattform sind zahlreiche Sensoren eingebaut, die genau erfassen, wie sich die elektrische Entladung auf das Testobjekt auswirkt.

 

Wenn die Anlage arbeitet, ist die statische Ladung in der »heißen Zone« so gewaltig, dass sich die Haare praktisch aller Anwesenden sträuben. In einem Bericht für den Fernsehsender Rossija 1 heißt es, einmal sei ein neugieriger Zuschauer in die Einrichtung eingedrungen und habe das Testgelände betreten, als gerade ein Versuch lief und die Kondensatoren maximal geladen wurden. »Gott allein weiß, wie dieser Typ überlebt hat und nicht durch die Entladung getötet wurde«, erklärte Wladimir Sjosojew, ein leitender Forschungsarbeiter in der Einrichtung.

 

Andere erklärten, Blitze seien immer noch ein Forschungsbereich mit vielen offenen Fragen. Deshalb sei weitere Grundlagenforschung unbedingt erforderlich. Verschiedene Bäume, die sich auf dem Testgelände befanden und völlig verbrannten, erinnern daran, dass Blitze nur schwer zu kontrollieren sind.

 

Seit der Sowjetära wurden auf dem Istra-Testgelände viele Versuche durchgeführt. So wurde dort etwa der Blitzschutz des russischen Suchoi-Superjet erprobt. Da die Einrichtung im Betrieb aber erhebliche Kosten verursacht, wird sie nur noch zu besonderen Gelegenheiten benutzt.

 

Anders als das berüchtigte High Frequency Active Auroral Research Program (HAARP) der USA war der Marx-Generator in Istra nie dazu gedacht, das Wetter zu manipulieren, allerdings war er durchaus an der Entwicklung zukünftiger Waffensysteme beteiligt.

 

Ganz in unmittelbarer Nähe der Forschungseinrichtung befindet sich ein weiteres Testgelände mit Namen »Allure«. Es handelt sich um einen stationären Simulator elektromagnetischer Pulse (EMP). In der Anlage wird getestet, ob militärische und zivile Fluggeräte und  ausrüstung elektromagnetischen Impulsfeldern natürlicher oder künstlicher Ursache standhalten können.

 

Ein EMP, der bei einer Atomexplosion durch indirekte Gammastrahlung ausgelöst wird, kann elektronische Geräte völlig ausschalten. Daher ist die Fähigkeit, künstlich, also ohne eine Atomexplosion, einen EMP zu erzeugen, in militärischer Hinsicht bedeutsam. Aus diesem Grund »träumt« fast jedes Land von einer EMP-Waffe.

 

Der Allure-Komplex sollte Teil eines gigantischen Wissenschaftsgebäudes werden. Auch eine Kuppel mit einer Höhe von 118,40 Metern und einem Durchmesser von 236,50 Metern war geplant, aber kurz vor Abschluss der Bauarbeiten brach die riesige Struktur am frühen Morgen des 25. Januar 1985 in sich zusammen. Das Gebäude wurde nie wiederaufgebaut, aber sein kreisrunder Sockel ist noch aus dem Weltraum zu erkennen (geografische Position: 55° 55’ 8”N, +36° 49’ 7”O).

 

Auch wenn die Kuppel aufgrund von Konstruktionsfehlern einstürzte, hatte der Zusammenbruch unbeabsichtigte historische Konsequenzen. Der hochrangige kommunistische Parteifunktionär in Moskau, der die Bauaufsicht der Kuppel in Istra innehatte, wurde gefeuert und als Strafe in die Provinz abgeschoben.

 

Er wurde durch einen anderen kommunistischen Apparatschik ersetzt – einen gewissen Boris Jelzin –, der später nach Moskau geholt und dann der erste russische Präsident wurde.

 

 

 

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Leser-Kommentare (7) zu diesem Artikel

17.07.2014 | 18:12

Atlantis

Freie Energie gab es schon zu Atlantis Zeiten , die hatten schon den Vril oder Lasertstrahl , denn die waren unserer Zeit weit voraus , wie konnte das nur so kommen das die Menschheit sich so weit rückentwickelt hat ?


15.07.2014 | 20:41

Leo

@Lehmeyer
Versuchen Sie die Koordinaten 55.918889, 36.818611 in GoogleMaps.


14.07.2014 | 21:02

Lehmeyer

Hallo Ihre angegebenen Koordinaten, wo der Sockel aus dem Weltraum zu erkennen sein soll, ist entweder irgendwo in Wiscounsin oder in Mexico


13.07.2014 | 22:17

Raimund Bruch

Ich glaube nicht daran, das der Mensch schuld ist daran das 99% aller Lebens formen ausgestorben sind auc halte ich für absoluten Quatsch, dass 99% nicht mehr existieren, ebenso den Quatsch mit den sogenannten Klimawandel. 13.07.14 Raimund Bruch


13.07.2014 | 19:41

Ricardo

Woher will man wissen, dass "99,9% Prozent aller Lebensformen, die jemals auf der Erde existierten, ausgestorben sind". Das ist hier ersteinmal nur eine reine Behauptung. Manche Tierarten sind ausgestroben, keine Frage; jedoch wohl kaum 99,9 %. Dieser Ansatz, zu meinen, früher sei alles genetisch Vielfältiger gewesen, ist ebenso völlig haltlos: Die Gene bestimmen nicht die Artenielfalt! Ich bin Genetiker und es nervt mich einfach nur, wenn heutzutage, insbesondere...

Woher will man wissen, dass "99,9% Prozent aller Lebensformen, die jemals auf der Erde existierten, ausgestorben sind". Das ist hier ersteinmal nur eine reine Behauptung. Manche Tierarten sind ausgestroben, keine Frage; jedoch wohl kaum 99,9 %. Dieser Ansatz, zu meinen, früher sei alles genetisch Vielfältiger gewesen, ist ebenso völlig haltlos: Die Gene bestimmen nicht die Artenielfalt! Ich bin Genetiker und es nervt mich einfach nur, wenn heutzutage, insbesondere durch Neurologen, Psychologen und sonstige Grenzwissenschaftler, die von biochemischen Vorgängen und insbesondere den gegentischen eigentlich überhaupt keinen Schimmer haben und sich nur auf jenes populärwissenschaftliche Halbwissen berufen, dass mittlerweile überall zu lesen ist: Ich muss euch enttäuschen: Die sog. "Gene" stellen lediglich Abfolgen von Aminosäuren dar, welche der Körper völlig "unabhängig" miteinander zu langen Eiweißketten verknüpft; jedoch stellen diese Eiweißketten noch lange nicht das biologisch wirksame Eiweiß dar, sondern jene Kette muss erst noch in einem recht komplexen Vorgang der "Faltung" eine räumliche Struktur einnehmen, welche die eigentliche Funktion überhaupt erst ermöglicht. Dieser Faltungsvorgang ist völlig unabhängig von der Genetik, der DNS! Mit anderen Worten: das einzige, was die DNS tatsächlich" kodiert" (ein hässlich technisches Wort für einen natürlichen Vorgang), sind die linearen Eiweißketten, aus welchen der Körper verschiedene Eiweißstrukturen durch Faltungsvorgänge erzeugt. Eine Eiweißkette kann zu unzählig verschiedenen Strukturen geformt werden, es werden jedoch wie nach einem unsichtbaren Muster stets nur bestimmte Strukturen herausgebildet. Ja, das hört sich äußerst profan an und enttäuscht euch: Nix mit Wundersamen Genen, die uns superintelligent machen oder sprichwörtlich "Flügel" verleihen. Die Tatsache, dass in ALLEN grundverschiedenen Körperzellen die gleichen Erbanlagen vorliegen, spricht für sich, dass hier ganz andere Kräfte am Werk sind, die für die Ausgestaltung der Zellen, Organe und gesamten Lebewesen verantwortlich sind. Der Biochemiker Rupert Sheldake nennt dies "morphisches Feld". Überträgt man diese Vorstellung auf die Evolution, so wird klar, dass, sollte ein Großteil des Erbgutes auf der Erde mit einem Schlag "vernichtet" werden, dennoch die Formen, welche bereits ausgeprägt wurden, niemals verloren gehen, sondern sich im nachfolgenden erneut ausprägen; zumal die Erbmasse auch nicht urplötzlich entstanden sein kann, (es sei denn, man ist so geistesschwach und braucht einen Gott als Erkältungsmodell), sondern sich sog, "genetische Vielfalt" erst in einem Entwicklungsvorgang vom Einfachsten entstanden sein muss. Hierzu tragen die Konzepte der Erbhutübertragung (z.B. geschlechtliche Fortpflanzung) bei, ebenso leichte Variationen, die immer wieder auftreten, wenn Stücke auf der DNS anders synthetisiert werden. Das ist nicht mit Mutationen zu verwechseln!. Dieses Mutationskonzept der Darwinisten ist ebenso völliger Humbug, da tatsächlich 99% aller Mutatione genschäden darstellen, die zu fehlerhaften Eiweißen führen, und damit der Entwicklung schaden. Ein Beispiel, um den Unterschied zwischen Mutationen - also dem radikalen Zufall, der völligen Verschiedenheit - und leichten Variationen näher zu erläutern: Unsere Sprache: Sie entwickelt sich weiter, da die nachfolgenden Generationen nie vollständig die Sprache von ihren Eltern erlernen, sondern dieses immer mit einer gewissen "Eigennote" tun, welche sicher durch die gegenwärtigen Umständen bedingt ist. Diese "leichten Variationen" unterliegen Sprachlichen Regeln und Gesetzmäßigkeiten, die das Mögliche vom Unmöglichen trennen; so werden eben nur Laute durch andere ersetzt, die naheliegend sind, also an der gleichen oder nahen Stelle im Mundraum ausgesprochen werden. Begreift und beherrscht man diese Lautwandel als Regel, lassen sich auf diese Weise Sprachen des selben Ursprungs wesentlich leichter lernen. Diese Vorstellung, dass alles einem Entwicklungskreisgaul unterlegt, insbesondere Sprache, zeigt uns, dass sehr wohl die Tier und Pflanzenwelt in einem Akt der ewigen Fortentwicklung entstanden und entstehen wird. Es gibt kein Ende, und der Anfang,... nun, der entsteht immer wieder aufs Neue, da die Naturvorgänge, die zur Entwicklung überhaupt erst führten, nach wie vor wirken. Die Bedingungen, uner welchen sich anorganische Stoffe zu organischen Verbindungen zusammenfügen, sind immer wieder wiederholbar, ebenso die Vorgänge, wo aus einfachen organischen Verbindungen höhere organische Verbindungen erzeugt werden, aus welchen alles Leben beschaffen ist.


13.07.2014 | 15:26

Markus Schmidt

Re Rietberger: ...dazu muß der Mensch allerdings viel furzen, um das zu erreichen.

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