Saturday, 26. July 2014
14.11.2012
 
 

Neu entdeckt: möglicherweise bewohnbare »Super-Erde«

Redaktion

Astronomen haben einen weiteren möglicherweise bewohnbaren Planeten entdeckt – dessen Masse mindestens sieben Mal so groß wie die der Erde ist. Der Zwergstern HD 40307, der sich im Sternbild Maler befindet und etwa 42 Lichtjahre von der Erde entfernt ist, wird von sechs Planeten umkreist. Einer von ihnen verfügt über erdähnliche Eigenschaften und wäre daher möglicherweise für menschliches Leben geeignet.

Der neue Exoplanet (extrasolare Planet) wurde von einer internationalen Wissenschaftlergruppe der Universitäten Herfordshire und Göttingen entdeckt. Die Entfernung von 42 Lichtjahren erscheint auf den ersten Blick sehr weit, in astronomischen Maßstäben gemessen liegt der Planet aber »praktisch um die Ecke«. Die Astronomen rechnen sogar damit, dass man ihn mit einem Teleskop

direkt von der Erde aus betrachten kann.

 

Der fremde Planet wird als »Super-Erde« eingestuft, d.h. er ist größer als die Erde aber kleiner als Gasplaneten wie Neptun. Er umkreist seine Sonne in einer Entfernung von 55,8 Mio. Kilometern und benötigt für eine Umkreisung 200 Tage. Er bewegt sich damit in einer Zone, die die Entstehung von Leben und das Vorhandensein von Wasser in flüssiger Form an der Oberfläche ermöglicht. Aber dies ist nicht der einzige Grund, warum die Astronomen der Ansicht sind, dieser Planet könnte bewohnbar sein.

 

Der Planet HD 40307g rotiert zugleich um seine eigene Achse und wendet seiner Sonne nicht immer dieselbe Seite zu. Aus diesem Grund verfügt er über einen erdähnlichen Zyklus von Tag und Nacht. »Die lang ausgedehnte Umlaufbahn des neu entdeckten Planeten hat zur Folge, dass das Klima und die Atmosphäre dort so eingerichtet sind, dass Leben möglich ist. So wie Goldlöckchen ihre Hafergrütze nur dann mag, wenn sie weder zu heiß noch zu kalt, sondern genau richtig ist, ist die Umlaufbahn dieses Planeten – oder die seiner Monde, wenn er denn welche besitzt – so beschaffen, dass man sie mit der Erdumlaufbahn vergleichen kann, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass er bewohnbar ist«, erklärte der Mitverfasser der Studie Hugh Jones in einer Stellungnahme.

 

Weitere Erforschung des Exoplaneten

Bisher haben Astronomen drei weitere Super-Erden entdeckt, die den gleichen Stern umkreisen, aber ihre jeweiligen Umlaufbahnen verlaufen so nah zum Zentralstern, dass Wasservorkommen auf ihnen nicht möglich sind.

 

Im Rahmen einer neuen Untersuchung analysierte eine Forschergruppe die Beobachtungsdaten des Systems HD 40307 mithilfe des so genannten High Accuracy Radial velocity Planet Searcher (HARPS). Dieser Echelle-Spektrograf ist in der Lage, die Radialgeschwindigkeit von Himmelskörpern extrem genau zu messen. Damit ist es möglich, das so genannte »Taumeln« eines Sterns, das durch die Schwerkraft des umkreisenden Planeten verursacht wird, zu bestimmen.

 

Aber trotz dieser neuen Entdeckung erklärten die Astronomen, sie seien noch weit davon entfernt, alle Fragen zu dem neuen Exoplaneten beantworten zu können. So wisse man nicht, ob der Planet über eine gebirgige Oberfläche wie die Erde verfüge, sagte der Hauptautor Mikko Tuomi. »Wenn ich raten müsste, würde ich sagen, die Chancen stehen 50 zu 50… aber um der Wahrheit die Ehre zu geben, wir wissen einfach noch nicht, ob es sich bei diesem Planeten eher um eine große Erde oder doch um einen kleinen, warmen Neptun ohne feste Oberfläche handelt«, sagte Tuomi gegenüber SPACE.com.

 

Als nächstes will die Gruppe Weltraumteleskope einsetzen, um den Exoplaneten direkter betrachten zu können und seine Zusammensetzung zu ermitteln.

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Enthüllungen zu Area 51: Sowjetische U-Boote, fliegende Dreiecke und wie JANET zu JANET kam

Andreas von Rétyi

Die legendäre US-Basis Area 51 gilt nach wie vor als Zentrum der Schwarzen Welt. Seit Jahrzehnten werden hier Geheimjets entwickelt und getestet, nicht selten ist außerdem die Rede von »UFO-Technologie«. Doch auch zu geborgenen U-Booten, optischem Stealth und trügerischen Holografietechniken sickern gelegentlich Informationen nach draußen. In den  mehr …

Elenin Spezial: die Wahrheit über den Kometen

Andreas von Rétyi

Zur Zeit gehen verständlicherweise wieder häufig besorgte Anfragen zum Kometen Elenin bei uns ein, da ja auch im Internet zahlreiche Berichte und Aussagen kursieren, die mehr Verwirrung stiften als zur sinnvollen Aufklärung beitragen. Vor allem wird auch die Natur des Objektes sehr unterschiedlich beschrieben, bis hin zum Braunen Zwerg. Den  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Enthüllungen zu Area 51: Sowjetische U-Boote, fliegende Dreiecke und wie JANET zu JANET kam

Andreas von Rétyi

Die legendäre US-Basis Area 51 gilt nach wie vor als Zentrum der Schwarzen Welt. Seit Jahrzehnten werden hier Geheimjets entwickelt und getestet, nicht selten ist außerdem die Rede von »UFO-Technologie«. Doch auch zu geborgenen U-Booten, optischem Stealth und trügerischen Holografietechniken sickern gelegentlich Informationen nach draußen. In den  mehr …

Elenin Spezial: die Wahrheit über den Kometen

Andreas von Rétyi

Zur Zeit gehen verständlicherweise wieder häufig besorgte Anfragen zum Kometen Elenin bei uns ein, da ja auch im Internet zahlreiche Berichte und Aussagen kursieren, die mehr Verwirrung stiften als zur sinnvollen Aufklärung beitragen. Vor allem wird auch die Natur des Objektes sehr unterschiedlich beschrieben, bis hin zum Braunen Zwerg. Den  mehr …

Islamisierung: Die Schwäche des Abendlandes

Udo Ulfkotte

»Ich fürchte nicht die Stärke des Islam, sondern die Schwäche des Abendlandes.« Dieses berühmte Zitat von Peter Scholl-Latour war wohl nie begründeter als in diesen Tagen. Wie sonst kann es sein, dass wir in Norddeutschland jetzt allen Ernstes darüber diskutieren, ob muslimische Vermieter deutschen Mietern vorschreiben dürfen, was diese in der  mehr …

Juden lieben Ahmadinedschad

Gerhard Wisnewski

Der Mann hasst ja bekanntlich Juden: der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Er soll einer der schlimmsten Antisemiten der Welt sein. Dann stellt sich natürlich die Frage, wie es sein kann, dass sich derselbe Ahmadinedschad zu einer freundlichen Konferenz mit den angeblich verhassten Juden trifft. Und wie es ferner sein kann, dass die ihn  mehr …

Wetter: Statt Erderwärmung kommt jetzt ein Bibber-Winter

Torben Grombery

Im deutschsprachigen Raum droht ein extrem kalter Winter. Dabei hatte uns im Sommer 2000 der umstrittene Wetterfrosch Mojib Latif doch lautstark verkündet, dass wir künftig keinen starken Frost und auch keinen starken Schneefall mehr bekommen würden. Schuld sei die Erderwärmung.  mehr …

Werbung

Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.