Friday, 29. July 2016
19.08.2011
 
 

Elenin Spezial: die Wahrheit über den Kometen

Andreas von Rétyi

Zur Zeit gehen verständlicherweise wieder häufig besorgte Anfragen zum Kometen Elenin bei uns ein, da ja auch im Internet zahlreiche Berichte und Aussagen kursieren, die mehr Verwirrung stiften als zur sinnvollen Aufklärung beitragen. Vor allem wird auch die Natur des Objektes sehr unterschiedlich beschrieben, bis hin zum Braunen Zwerg. Den Gerüchten zufolge geht von Elenin eine ernste Gefahr aus, die von öffentlichen Stellen unterdrückt wird. Dass uns dann, wenn es wirklich brenzlig wird, selten die Wahrheit gesagt wird, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Kein Wunder also, dass wir kaum noch wissen, was wir überhaupt glauben dürfen und die düsteren Prognosen zu Elenin auf fruchtbaren Boden fallen. Doch was stimmt wirklich daran?

Komet Elenin nähert sich im Oktober der Erde – und das Internet spielt verrückt. Die hier vielfach zirkulierenden Prognosen schreiben dem Kometen eine Gefahr zu, die der Welt angeblich verschwiegen wird. Kometenangst hat bekanntlich eine lange Tradition. Heute wissen wir, das diese »Schweifsterne« zwar keine Drohfinger und Zuchtruten Gottes sind, als die man sie in früheren Jahrhunderten betrachtete. Aber die Wissenschaft selbst entdeckte bald eine andere Gefahr, die von diesen kreuz und quer durch das Sonnensystem ziehenden Himmelsobjekten ausgehen kann: das grundsätzlich vorhandene Kollisionsrisiko, auch wenn es insgesamt glücklicherweise gering einzustufen ist.

Wie also sieht die Situation bei Elenin aus? Dass anfänglich einige Unsicherheit zum tatsächlichen Bahnverlauf bestand, ist eigentlich normal bei einem solchen Kometen, der zum ersten Mal ins innere Sonnensystem gelangt. Zunächst muss die Bewegung des Objektes eine ganze Weile verfolgt werden, bis dann aus einer zunehmenden Zahl von Bahnpunkten immer genauere Werte abgeleitet werden können. Mittlerweile liegen aber gute Daten vor. Demnach wird der Komet im Feldstecher erkennbar sein, wenn er im Herbst in relativer Erdnähe steht. Er könnte sogar als schwaches Objekt mit bloßem Auge sichtbar werden. Das lässt sich aber noch nicht mit Sicherheit sagen und so spektakulär wie einige Kometen der vergangenen Jahre wird er keinesfalls am Himmel erscheinen. Die Helligkeitsentwicklung von Kometen abzuschätzen, ist allerdings immer problematisch, mit der Bahn geht das schon besser, auch wenn hier durch nicht gravitative Kräfte unweigerlich Jeteffekte zu Abweichungen von Berechnungen führen können. Gerade ein langperiodischer Komet, der noch viel Material zur Sublimation bereit hält, kann hier größere Abweichungen zeigen. Doch nicht so massiv, dass wir mit einer wirklich starken Bahnänderung rechnen müssen.

Klar ist aber, dass Elenin nicht mit der Erde kollidieren wird. Der am 10. Dezember 2010 vom russischen Mathematiker Leonid Elenin mit einem ferngesteuerten Teleskop des ISON-NM-Observatoriums in New Mexico entdeckte Komet wird am 10. September dieses Jahres durch sein Perihel laufen – den sonnennächsten Punkt. Sein Sonnenabstand wird dabei knapp die Hälfte der mittleren Entfernung Erde – Sonne betragen. Am 16. Oktober findet dann die größte Erdannäherung statt. Sie wird 0,23 Astronomische Einheiten (AE) betragen. Das klingt nach einer sehr kleinen Zahl. Gemessen in Monddistanzen wäre das auch mehr als beachtlich – aber immer noch keine Kollisionsgefahr. Noch weniger natürlich beim Bezug auf AE! 0,23 AE, das ist nur etwas weniger als ein Viertel der zwischen Erde und Sonne liegenden Entfernung. In Kilometern: gut 34 Millionen! Das klingt doch gut!

Der kleine Eis- und Gesteinsbrocken wird also in mehr als sicherer Distanz vorbeiziehen.

Leider wird von einiger Seite versucht, hier massive Panikmache zu betreiben und Sensationsmeldungen zu verbreiten. Wir sollten uns davon nicht beeindrucken oder von den Fakten ablenken lassen, die absolute Entwarnung geben. Von einigen Seiten wird Elenin eine besondere Wechselwirkung mit Sonne und Planeten zugeschrieben, die in gar keiner Weise bestätigt oder nachgewiesen ist. Es handelt sich nachweislich um einen gewöhnlichen, sogar recht kleinen Kometen. Und die Eigenschaften dieser Objekte sind gut bestimmt. Keiner der Kometen, die zuvor teils deutlich näher an die Erde herankamen, hat irgendeine besondere Wirkung auf unseren Planeten ausgeübt. Das wird auch bei Elenin nicht anders sein. Wer unbedingt das Gegenteil glauben will, dem steht das natürlich frei, aber er macht sich leider völlig überflüssige Sorgen.

Wenn hier so pauschal vom Kometen Elenin die Rede ist, dann geht es natürlich immer um den im Dezember vergangenen Jahres entdeckten Kometen. Am 19. Juli meldete L. Elenin dann eine weitere Entdeckung, die wieder am gleichen Instrument gelang. Diesmal gab es einen Mitentdecker, I. Molotov. Um den neuen Kometen soll es hier jetzt aber nicht auch noch gehen …

Einige der warnenden Meldungen zu Elenin (»Nummer 1«) mögen in der vollen Überzeugung veröffentlicht worden sein, dass eine reale Gefahr besteht. Andere gehen sehr weit und scheinen nur der reinen Panikmache zu dienen. Da ist bereits von Polsprung und Weltuntergang die Rede, von Erdbeben und Fluten und einer Beeinträchtigung der Erdbahn, von einer bereits erfolgten Achsverschiebung (die allerdings in jeder Sternwarte SOFORT auffallen würde) – und schließlich sogar auch davon, dass Elenin in Wirklichkeit ein Brauner Zwerg sei, abgesehen von der Erklärung, das Objekt befinde sich unter intelligenter Kontrolle! Von diesen wirklich völlig unrealistischen Auskünften müssen wir nicht viel halten – glücklicherweise!

Insgesamt stellt die Panikmache zu Komet Elenin eine modern variierte Fortsetzung des so historischen wie hysterischen Kometen-Aberglaubens dar, demzufolge Kometen Unheil auf die Welt bringen – doch wann schon konnte ein Komet erscheinen, ohne dass auf der Welt gerade irgendein größeres Unheil geschah? Schon die Halley-Kometenpanik vom Mai 1910 stellte dann eher eine »moderne« Variante dar (siehe unten). Behauptet wird immer wieder auch, dass die Massen langperiodischer Kometen größer und diese Objekte somit gefährlicher als kurzperiodische Kometen seien. Doch in beiden Fällen gibt es eine Massenstreuung, sodass auch kurzperiodische Körper bei einer Kollision mehr Schaden anrichten können als ein anderes, kleineres, aber langperiodisches Objekt. Die Definition legt fest, dass kurzperiodische Kometen (Short Periodic Comets, SPCs) gegenüber den langperiodischen LPCs eine Umlaufzeit von bis zu 200 Jahren um die Sonne haben, nicht länger. Aus LPCs können auch SPCs werden, wenn sie durch die Schwerkrafteinflüsse von Planeten, vor allem Jupiter, »eingefangen« und auf engere Bahnen gezwungen werden. So entstand unter anderem wohl auch die Jupiter-»Familie« an Kometen. Mir kommt dabei immer in den Sinn, wie die deutsche Kometenexpertin Rhea Lüst mir bei unseren Gesprächen im Garchinger Max-Planck-Institut für Astrophysik vor vielen Jahren erläuterte, warum sie den Begriff »Familie« in diesem Zusammenhang nicht so sehr mochte, auch weil die Mitglieder eher zufällig »zusammenfanden«. Doch findet diese Charakterisierung allgemeine Anwendung und wurde daher auch von Dr. Lüst gebraucht. Die 1993 leider unerwartet verstorbene Wissenschaftlerin erzählte auch gerne, wie der »intuitive« Physiker Ludwig Biermann, damals Leiter der Institution, anhand der Typ-I-Kometenschweife dem Sonnenwind auf die Spur kam. Aber das ist eine andere Geschichte.

In der Praxis ist die Bestimmung eines Massen-Distanz-Zusammenhangs gar nicht so einfach. Allerdings wird vermutet, dass SPCs aus dem (Edgeworth)-Kuiper-Gürtel stammen, einer Region mit hoher Kollisionsrate, sodass sie daher durch Zusammenstöße bereits »zerkleinert« wurden. Allerdings existieren dort bekanntlich auch etliche sehr große Objekte. Kometen werden auch als übrig gebliebene Planetesimale der Kilometerklasse gesehen, also die ersten Vorstufen der Planeten (planetare Urbausteine). Auch die Objekte der noch nicht nachgewiesenen (Öpik-)Oort-Wolke, aus denen die LPCs stammen dürften, scheinen weitgehend unveränderte Objekte im Urzustand zu sein. Insgesamt fällt die Statistik zu gering aus, um klare Aussagen treffen zu können. Wer sich näher für das Thema interessiert, findet hier einen guten Überblick.

Möglicherweise beruft sich die Darstellung des Massenunterschiedes zwischen LPCs und SPCs unter anderem auch darauf, dass die langperiodischen Kometen der Sonne naturgemäß selten nahe kommen und daher nicht so schnell altern beziehungsweise Auflösungserscheinungen zeigen oder fragmentieren, außer, sie befinden sich auf Bahnen, die zu nahe an großen Himmelskörpern vorbeiführen. Fakt ist, dass langperiodische Kometen »frischer« sind und daher eine höhere Gas-Staub-Produktion besitzen, sogar dahingehend eine Hyperaktivität zeigen, da ihre aktiven Flächen größer erscheinen als die geometrische Oberfläche. Die daraus resultierenden Helligkeitswerte lassen demnach auf einen größeren Durchmesser schließen, der folglich bei langperiodischen Kometen eher nach unten revidiert werden muss.

Bei Elenin hat sich die Koma nunmehr auf einen Durchmesser von über 200.000 Kilometer ausgedehnt, vom Volumen her ist der Komet also größer als der Jupiter, der wuchtigste Planet unseres Sonnensystems. Somit scheint Elenin wahrhaft riesig, doch von seiner Masse her ist er es nicht, zumindest nicht für einen Kometen. Die beinahe als »vakuös« zu bezeichnende Koma und der sich entwickelnde Schweif sind keine Gefahr für uns, ihre Größe spielt eine untergeordnete Rolle und ist eher für die Beobachtung von Bedeutung. Außerdem ist dieser Durchmesser völlig normal. Komet Holmes besaß eine Koma, die größer als die Sonne war, aber keiner scherte sich darum.

Bemerkenswert sind die Elenin-Erläuterungen auf der Internet-Seite Eso-Watch, die beinahe alles und jeden unter Beschuss nimmt, der dem Mainstream nicht in jeder Faser seiner Hirnganglien folgt. Wenn aber die so aufmerksamen Wächter alles dermaßen genau nehmen, sollten sie diese Maßstäbe auch bei sich anlegen und keine Fehlinformation verbreiten. So wird unter anderem im betreffenden Text zu Elenin die Behauptung aufgegriffen, die Erde wandere – mit katastrophalen Folgen – durch Elenins Schweif. Laut Eso-Watch seien derartige Schweifdurchquerungen jedes Jahr beobachtbar, was zu Meteorschauern führe, wie eben auch den Perseiden.

 

Da kommt aber etwas mächtig durcheinander. Denn unsere Erde läuft nicht alljährlich durch einen Kometenschweif, vielmehr passiert sie die Bahnen verschiedener Kometen, wobei sich deren Auflösungsprodukte entlang des Orbits verteilt haben. Das hat nichts mit dem Kometenschweif zu tun! So entstehen dann aus dem Staub der kometaren Kernmaterie die atmosphärischen Erscheinungen der »Sternschnuppen« oder Meteore. Ein Kometenschweif besteht zwar auch aus Staub, doch das Phänomen ist ein anderes. Auf dem Weg ins innere Sonnensystem wird ein Komet von der zunehmenden Sonnenwärme aufgeheizt, wodurch das staubhaltige Oberflächeneis unmittelbar vom gefrorenen in den Gaszustand übergeht, also sublimiert. Um den relativ kleinen Kern herum bildet sich dadurch eine ausgedehnte Hülle oder Koma. Die vom Sonnenwind ausgehenden geladenen Partikeln treffen auf die durch solare UV-Strahlung ionisierten Gasteilchen der Koma, was eine Wechselwirkung mit sich bringt. Der Sonnenwind reißt das Plasma mit hohem Tempo mit, sodass ein gerader, exakt von der Sonne weg gerichteter und bläulich leuchtender Ionenschweif entsteht. Eine 1950 gelungene Entdeckung des oben schon erwähnten deutschen Astrophysikers Ludwig Biermann. Zu den Auswirkungen in Sonnennähe kommt natürlich auch noch das Sonnenlicht. Die Photonen prallen auf die Staubteilchen und üben einen Lichtdruck aus. Der Effekt auf die relativ sehr schweren Staubteilchen ist klein, daher werden sie mit wesentlich geringerer Geschwindigkeit nach außen getrieben. Wegen der gleichzeitig weiter erfolgenden Bahnbewegung des Kometen entsteht ein gekrümmter, gelblich leuchtender Staubschweif. Wenn die Erde beispielsweise einmal jährlich um den 12. August die Bahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle kreuzt, taucht sie damit nicht in dessen Schweif ein, sondern lediglich in Auflösungsprodukte, die über die Bahn verteilt sind. Der Komet besitzt eine Umlaufzeit von 133 Jahren und kann der Erde sehr nahe kommen, sodass eine Kollision hier nicht auszuschließen ist. Bei der nächsten Begegnung 2126 wird Swift-Tuttle zwar deutlich näher als Elenin an die Erde heranrücken, bleibt aber mit 0,15 AE oder rund 25 Millionen Kilometer Abstand für uns immer noch völlig ungefährlich.

Tatsache ist hingegen, dass unser Planet im Mai 1910 den Schweif des Kometen Halley durchlief. Hier bewegte sich die Erde durch die entsprechende Gas-Staub-Zone des Kometen. Da im Jahr 1908 im Kometen Morehouse bekanntermaßen giftiges Cyangas entdeckt wurde, ging in der Bevölkerung teilweise die Angst um, der Lauf durch Halleys Schweif würde den sicheren qualvollen Tod bedeuten. Einige Menschen waren so von Angst ergriffen, dass sie sich zuvor das Leben nahmen, um möglichst auf weniger qualvolle Weise aus der Welt zu scheiden. Auch damals waren die Ängste geschürt worden, während Fachleute wiederholt darauf hinwiesen, dass das Gas eines Kometenschweifs so extrem dünn verteilt ist, dass es uns niemals gefährlich werden könnte. Was dort am Himmel leuchtet, das ist de facto noch immer ein beinahe perfektes Vakuum!

Um Elenin wird derzeit wahrlich viel spekuliert. Doch stellt er definitiv keine Gefahr für uns dar. Dazu müsste er schon mit der Erde zusammenstoßen und eine wirklich große Verschwörung im Gange sein, die sich allerdings nie geheim halten ließe. Das »Dumme« ist dabei einfach, dass der Komet schon lange auch von Amateuren beobachtet und verfolgt werden kann, weltweit. Heute sind unter ihnen etliche auf Kometenbeobachtung spezialisiert und auch mit der Bahnbestimmung vertraut. Zumindest könnten einige von öffentlichen Behörden und Institutionen völlig unabhängige Leute dies bewerkstelligen. Damit ließe sich eine bevorstehende Kollision nicht so einfach geheim halten.

Unzutreffend ist auch die Behauptung, man habe auf dem Kometen einen Nordpol ausgemacht, der sich auf den irdischen Südpol ausrichten und damit katastrophale Auswirkungen haben würde. Es ist schlichtweg unmöglich, irgendeinen Pol, eine magnetische oder auch Dreh-Achse per Fernanalyse auf dem Kometen zu finden. So etwas ist auch mit heutiger Instrumententechnik nicht möglich. Elenin wurde ja nicht von einer Raumsonde visitiert. Das Einzige ist eine erste Abschätzung zum Kerndurchmesser, der bei zirka drei bis vier Kilometern liegen dürfte. Bei einem Zusammenstoß mit der Erde würde das wohl für eine globale Katastrophe ausreichen, gerade auch angesichts der sekundären Einschlagwirkungen, doch glücklicherweise läuft Elenin nicht auf einer Kollisionsbahn.

Insgesamt erscheint es zunächst weitgehend unerklärlich, warum ausgerechnet dieser Komet als neuer Katastrophenbote dargestellt wird. Es wurden hierfür unter anderem folgende vage Möglichkeiten genannt:

  • Elenin, der seit Langem erste von einem Russen entdeckte Komet, also etwas »Ungewöhnliches«?
  • Sein Name verleitet zu Interpretationen und wird im Sinne eines Zeichens gedeutet. ELE: Extinction Level Event, NIN: Nibiru is Near und auch Nine Eleven wird hier hineininterpretiert. Manche gehen sogar so weit zu behaupten, »Elenin« sei keine reale Person, sondern lediglich eine codierte Botschaft! Siehe dazu allerdings die Seite http://iasc.hsutx.edu/index_files/Page687.htm. Klar, die kann natürlich auch fingiert sein …
  • Die Bahn war nach der Entdeckung zwei Wochen lang nicht ausreichend gut bekannt, um den weiteren Kurs genau anzugeben, doch ist das an sich nicht ungewöhnlich. Die Entfernung zum Zeitpunkt der ersten Sichtung durch Leonid Elenin betrug knapp 650 Millionen Kilometer!
  • Der Komet erscheint ein Jahr vor 2012, etliche Menschen sehen hier allein deshalb einen Vorboten, da ihnen nicht bewusst ist, dass jährlich zahlreiche Kometen gefunden werden und Elenin relativ hell werden soll. Dabei wird am 23. Dezember 2011 der Komet Garradd der Erde nahe sein und wohl die gleiche Helligkeit wie Elenin erreichen, ja, vielleicht sogar heller werden. Anfang August erreichte Elenin übrigens eine Helligkeit von 9,3 Größenklassen (»Feldstecherobjekt«) und ist mit seiner 6,5 Bogenminuten messenden Koma zum Monatsende von der südlichen Erdhalbkugel aus im Sternbild Jungfrau zu sehen. Er wandert anschließend wieder in die nördlicheren Gefilde, sodass die Spanne seiner Sichtbarkeit in unseren Breiten anwächst.
  • Der Astrophysiker, der bislang für die Berechnungen am Minor Planet Center zuständig war, Dr. Brian Marsden, ist auf den Tag genau einen Monat vor der Entdeckung des Kometen verstorben. Manche mögen hierin ein Omen sehen, doch irgendein Komet musste eben nach dem Tod Marsdens auftauchen. Und dass Elenin genau einen Monat nach Marsdens Tod entdeckt wurde, nun, dafür kann der Komet auch nichts.
  • Eine durch unsere Zeiten bedingt neu aufkeimende Kometenangst: Angesichts der momentanen Situation auf der Welt und des bevorstehenden Jahres 2012 zumindest teilweise nachvollziehbar.
  • Die bislang nicht bestätigten Darstellungen um die Wiederkehr Nibirus.
  • Der Anruf einer Frau in der Sendung des amerikanischen Aktivisten Alex Jones, die von bevorstehenden Katastrophen mit Millionen von Toten zu sprechen begann, von Magnet- und Poländerungen, am 15. März 2011, wenn Erde, Sonne und Komet Elenin genau auf einer Linie stehen. Das war allerdings schon im Februar 2011 der Fall. Jones unterbrach die Ausführungen der Frau und blendete Werbung ein. Doch die Saat mag gesät worden sein.

 

Aber keine dieser Deutungen kann wirklich befriedigend erklären, warum ausgerechnet dieser Komet so sehr in den Fokus echter Fantasten gerückt ist. Wie extrem die aktuellen Alternativ-Hypothesen zu Elenin sind, belegt auch die Behauptung, es handele sich in Wirklichkeit um einen Braunen Zwerg! Das wäre dann allerdings das Gleiche, als würde jemand ein Gänseblümchen als Mammutbaum deklarieren und gleichzeitig verlangen, dass ihn die Botaniker ernst nehmen. Ein Komet ist ein winziger kosmischer Brocken aus Stein und Eis, wie Astronomen knapp dazu sagen: ein »eisiger Schmutzball« (früher sprach man eher vom »schmutzigen Schneeball«). Wie auch immer: Ein Brauner Zwerg ist ein Objekt von vielfacher Jupitermasse. So ein Ding muss mindestens 13 Mal so viel Materie in sich vereinen wie unser größter Planet. Zwar läuft in Braunen Zwergen keine Wasserstoff-Umwandlung ab, doch massenabhängig immerhin Deuterium- und Lithiumfusion (letztere erst ab 65 Jupitermassen), weil die Reaktionstemperaturen hierbei niedriger liegen und im Kern eines solchen Übergangsobjekts zwischen Riesenplanet und Stern daher ausreichend sind. Wenn immer von der niedrigen Leuchtkraft Brauner Zwerge die Rede ist, bedeutet das, sie sind leuchtschwächer als die schwächsten Sterne. Das heißt, ihre Leuchtkraft muss noch unter einem Zehntausendstel unserer Sonne liegen. Das entspricht in etwa dem Helligkeitsverhältnis zwischen Sirius A und Sirius B. Diese niedrige Leuchtkraft darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein Brauner Zwerg, aus unerfindlichen Gründen zu unserem Sonnensystem unterwegs, bereits weitaus früher entdeckt worden wäre und jetzt vor allem im Infraroten bereits sehr hell am Himmel strahlen würde. Diese Objekte sind auch nicht »braun«, sondern leuchten rot – da aber rote Zwergsterne bereits eine eigene Gruppe bilden, wurde zur Differenzierung einfach die Farbe »gewechselt« und die noch lichtschwächere Objektegruppe entsprechend benannt.

Am 7. Mai veröffentlichte dann der Entdecker selbst, Leonid Elenin, eine kurze Erklärung, worin er darstellt, wie es zu der Elenin-Hysterie gekommen sei. Demnach wurde ein Aprilscherz als Fakt weitergegeben, der sich rasend schnell im Internet verbreitete. Ihren Ursprung habe die Meldung bei einem argentischen Astronomen namens Sergio Toscano genommen, dessen Bericht  von zahlreichen lateinamerikanischen Medien aufgegriffen wurde. Wie er sagt, seien die Daten von der chinesischen Raumfahrtbehörde ausgegangen, doch scheinen sie zunächst bei einer britischen Zeitung erschienen zu sein, die hier ihren traditionellen Aprilscherz platziert hatte – in Argentinien wird das Pendant zum Aprilscherz allerdings erst am 28. Dezember gefeiert. In der Tat alles etwas verwirrend, vor allem auch die Beteiligung eines Astronomen. Und der Entdecker, Leonid Elenin, zeigte sich zunächst amüsiert, dann aber irritiert über die Entwicklung. Einige gingen so weit zu erklären, es gebe jenen Elenin, also den Entdecker, gar nicht. Das sei nur eine »Frontfirma« für die NASA oder eine andere Regierungseinrichtung, die sich darum bemühe, die bevorstehende Katastrophe zu vertuschen.

Die auch zu Elenin zitierte Nibiru-Erklärung wird bald schon bei jedem neu entdeckten Himmelskörper herangezogen, sei es Hale-Bopp, ein neuer Transneptunier oder aber jetzt Elenin, wahlweise wie gesagt auch ein Brauner Zwerg. Zudem wird schlichtweg falsch informiert. So auch zu einem Schreiben, in dem John Holdren, Physiker und Obamas Berater für Wissenschaft und Technologie, erdnahe Objekte und deren Gefahr für unsere Zivilisation thematisiert. Natürlich erregen offizielle Quellen aus diesem Kreise stets zunächst gewisse Skepsis. Das ist nachvollziehbar, aber trotzdem immer noch von Fall zu Fall abzuwägen. Jener zehnseitige Brief stammt vom 15. Oktober 2010 und zeige angeblich auf, dass die Schattenregierung bereits längst von der drohenden Elenin-Gefahr wusste – wohlgemerkt, der Komet wurde offiziell erst am 10. Dezember 2010 entdeckt! Ohne nun mit anderen Konzepten von Holdren konform gehen zu wollen: In dem besagten Schreiben dreht sich alles schlichtweg um die allgemeine Möglichkeit einer Kollision mit Objekten, die in den erdnahen  Raum eindringen. Von Komet Elenin oder einem entsprechenden aktuellen Gefahrenobjekt ist im gesamten Brief nicht die Rede. Unter anderem geht es um Suchprogramme und die Verfahrensweise, sollte ein bedrohlicher Körper entdeckt werden. So hätte dann die NASA sofort den Katastrophenschutz in Gestalt der Federal Emergency Management Agency (FEMA) zu informieren, um weitere Schritte einzuleiten. Allerdings hat sich die FEMA in ihrer bisherigen Karriere weniger als Schutzbehörde für die Bevölkerung als für die Regierungsangehörigen erwiesen und war bei vielen Katastrophen wie Fluten oder Vulkanausbrüchen sehr ineffektiv.

In seinem Brief schreibt Holdren einleitend: »Wie Sie wissen, sind NEOs Asteroiden oder Kometen, deren Bahnen sie in eine definierte Distanz zur Erde führen, wobei ein Teil dieser Objekte genügend nahe kommt, um einen Kollisionskurs mit der Erde als ernste Möglichkeit erscheinen zu lassen – und die Wahrscheinlichkeit für den Einschlag eines solchen NEO ist extrem niedrig. Nichtsdestoweniger haben sich Ereignisse dieser Art im Laufe der geologischen Vergangenheit ereignet, und unsere direkte Nachbarschaft im Sonnensystem befindet sich fortwährend in einem Schauer sehr kleiner, nicht bedrohlicher Objekte. Tatsächlich tritt ein ständiger Strom dieser Objekte auf täglicher Basis in die Erdatmosphäre ein. Er besteht vorwiegend aus Teilchen der Größe von Staubpartikeln und summiert sich auf etwa 50 bis 150 Tonnen pro Tag. Somit sollte die, wenn auch ferne, Möglichkeit einer künftigen Kolllision, die ein gefährlicheres Objekt mit einschließen könnte, nicht ignoriert werden.« Soweit die Einleitung des Briefes, der komplett zum Beispiel hier einsehbar ist. Nun, Holdren erzählt hier nichts Neues. Ich habe 1992 und 1997 jeweils im Rahmen von Buchpublikationen selbst bereits ausführlich auf diese reale Gefahr hingewiesen. Auch werde ich den Anblick Jupiters nach den Kollisionen des Kometen Shoemaker-Levy 9 gewiss nicht vergessen. Genau eine Woche im Juli 1994 befand sich der Riesenplanet unter Beschuss durch mehr als 20 Bruchstücke des Kometen, die nacheinander in den Wolkenschichten Jupiters detonierten.

Täglich haben wir damals die Einschläge auf einer großen Leinwand im MPI für Astrophysik live verfolgt – die Bilder kamen von den ESO-Großobservatorien herein und zeigten die Lichtblitze deutlich. Vor Ort stand außerdem ein 0,8-Meter-Teleskop zur Verfügung, um die Ereignisse auch direkt am Instrument verfolgen zu können. Über Monate hinweg blieben die schwarzen Explosionsherde in der Jupiteratmosphäre erhalten, sie waren hervorragend zu sehen, und jeder wunderte sich nur darüber, wie lange sie die hochdynamischen Abläufe dort überstehen konnten. Nur ein einziger der größeren Einschläge dort hätte unsere Erde wohl in eine globale Katastrophe gestürzt. Glücklicherweise ist unser Planet nur klein und dient daher längst nicht so gut als kosmische Fliegenfalle – Jupiter ist da weit nützlicher, und er fängt eben auch einiges ab, bevor es uns vielleicht gefährlich werden kann.

Rein statistisch gesehen ist ein derartiger Einschlag auf der Erde wirklich überfällig. Nach heutiger Kenntnis erfolgt der Impakt eines Kilometerobjekts durchschnittlich alle 250.000 Jahre. Da aus der letzten Jahrmillion nur vier solcher kraterbildender Ereignisse bekannt sind, wäre »jetzt« mit dem nächsten Einschlag zu rechnen – doch »jetzt«, das ist eine weite Zeitspanne, die in Jahrtausenden gezählt wird, nicht in 2010, 2011, 2012 …

Nur, mit seinen 34 Millionen Kilometern Mindestdistanz bleibt der Komet Elenin glücklicherweise weit genug weg von uns, als dass er der »Untergangskomet« sein könnte. Das hält einen gewissen Dr. Sircus nicht davon ab, auf ein mathematisches Modell der NASA hinzuweisen, das die Geschichte nicht weniger bedrohlich erscheinen lasse. Auch ein Link ist angegeben, und der führt zu der allseits bekannten Horizons-Plattform, auf die jedermann Zugriff hat und sich die Bahnen beziehungsweise Ephemeriden von Körpern des Sonnensystems ausrechnen lassen kann. Hier ist auch nichts Gefährliches zu Elenin zu finden. Das wäre allerdings auch ko(s)misch. Denn sobald die ganze Welt hier Zugang zur vermeintlich bedrohlichen Wahrheit hat, warum laufen dann nicht Fachastronomen, Sternfreunde oder auch Physiklehrer weltweit Sturm, um das Desaster zu verhindern? Wichtig bei der Eingabe ist, nicht mit den Bahnelementen des Kometen zu rechnen, denn die können massive Abweichungen gegenüber den tatsächlichen Positionen liefern. Warum? Ganz einfach: Weil die sogenannten nicht gravitativen Kräfte (NGK) eines Kometen wie ein Jetantrieb wirken. Sie entstehen durch die diskreten, asymmetrisch verteilten Oberflächenbereiche, von denen Materie abströmt und eine Jetkraft auf den Kern ausübt.

Direkt am subsolaren Punkt der Oberfläche wäre deren Erwärmung theoretisch am stärksten, doch bei einem normalerweise rotierenden Kern wird auf der »Morgenseite« eine Verzögerung auftreten und auch der mittlere Vektor der Sublimationspunkte nicht direkt zur Sonne zeigen. Jedenfalls wirken sich die NKG deutlich aus. Daher sollte man besser den Objektnamen ins Horizons-System eingeben und sich die Ephemeriden direkt hierüber bestimmen lassen.

Komet Elenin wird astronomisch angesprochen als C/2010 X1. Auch dies könnte übrigens Verwirrung gestiftet und eine potenzielle Gefahr dieses Objektes nahegelegt haben. Denn das »X« bei einem Kometen bedeutet, dass die Bahn nicht bestimmbar ist! Moment? Woher will man dann wissen, dass Elenin nicht mit der Erde kollidiert? Oder dass er mit ihr kollidiert? Aber da muss sowieso etwas durcheinander gekommen sein. Denn das »X« bei Elenin steht an der falschen Stelle. Wenn der Komet beispielsweise X/2010 C1 hieße, dann wäre seine Bahn nicht ermittelt. Das vorangestellte »X« spielt hier die entscheidende Rolle. Das nachgestellte »X« aber bedeutet lediglich, dass Elenin nach der üblichen alphabetischen Zuordnung zu 24 Monatshälften in der ersten Dezemberhälfte 2010 entdeckt wurde, die folgende »1« besagt, dass er der erste neu entdeckte Komet in dieser Zeitspanne war. Also haben wir 2010 X1. Das vor die Jahreszahl gesetzte »C« ordnet Elenin den langperiodischen Kometen zu, die also eine Umlaufzeit von mehr als 200 Jahren haben. Das kann man bei Elenin, dem Kometen, mit seinen rund 11.800 Jahren Umlaufzeit wohl guten Gewissens behaupten! Diese Umlaufperiode nimmt Elenin erst nach seinem Perihel an und er wird sich auf einer langen Bahnellipse um die Sonne bewegen, zuvor zählte er zu den hyperbolischen Kometen!

Genauso manipulativ wie die Elenin-Interpretation des Holdren-Briefes oder die Darstellung der Horizons-Plattform kommt auch das UFO-Gefolge ins Spiel, das hinter dem Kometen herziehen soll. Bei aller Offenheit diesen Themen gegenüber – oder gerade wegen dieser Offenheit! – muss hier einfach klar bleiben, was Fakt ist. Und Fakt ist, dass im Umfeld des Kometen keine UFOs zu finden sind! Wenn hinter oder um einen Kometen verdächtig wirkende Strichspuren auftreten, dann höchstens, weil das Teleskop eben auf die Bewegung des Kometen nachgeführt wurde und die Feldsterne daher während der Belichtungszeit auf dem Bild zu kurzen Linien auseinandergezogen werden. Führt man auf die Sterne nach, erscheint umgekehrt der Komet als Strich, die Sterne wären dann Punkte. Aber da Elenin das eigentliche Aufnahmeobjekt ist, wird man das in der Regel nicht praktizieren. So aber sahen die Sterne wie kleine zylindrische Objekte aus – und wurden teils unmittelbar als fremde Flugobjekte identifiziert. Genau solche weit verbreiteten, wirklichen Verschwörungstheorien führen dann dazu, dass die tatsächlich nicht erklärlichen Phänomene von Wissenschaftlern oft nicht ernst genommen werden und die ohnehin problematische Thematik noch schwieriger zu etablieren ist.

Als unabhängige und offene Informationsquelle prüfen wir die uns zur Verfügung stehenden Daten nach bestem Wissen und Gewissen. In Sachen Elenin können wir absolute Entwarnung geben. Im Sinne des Wortes: Dem Himmel sei Dank!

Im Fall des Kometen Elenin erweisen sich sämtliche Hiobsbotschaften als unhaltbar.

Leonid Elenin weiß sich mittlerweile der Flut schon nicht mehr zu erwehren, für ihn wird der Komet wirklich bald zum Unstern, siehe auch hier.

Englische Übersetzung hier

 

Auch die NASA ist kürzlich auf die Gerüchte um Elenin eingegangen und versuchte, einige Fragen zum Thema hier zu beantworten.

Die Ironie an der Elenin-Geschichte mag letztlich vielleicht darin liegen, dass hier von einigen Seiten viel Wirbel um einen ganz gewöhnlichen Kometen gemacht wird, über den wir uns in Wirklichkeit keinerlei Sorgen machen müssen, dass aber ein anderer Komet sich möglicherweise bereits auf Kollisionskurs mit der Erde befindet, von dem allerdings kaum jemand spricht. Noch hat ihn niemand direkt gesehen, doch er kündigt sich an in Form eines neu entdeckten Meteorschauers. Das heißt, unsere Erde kreuzt die Bahn eines bisher nicht bestimmten kometarischen Objektes, dessen augenblickliche Position niemand kennt. Wohlgemerkt: Das alles muss überhaupt nichts bedeuten, auch hier muss keineswegs gleich Alarm ausgelöst werden. Nur, im Gegensatz zur Situation bei Elenin, die schlichtweg sternenklar ist und keiner weiteren Worte bedarf, sieht es mit einem bisher unbekannten Objekt natürlich anders aus. Also besteht hier zumindest ein gewisser Handlungsbedarf, eben um zu ermitteln, ob sich möglicherweise wirklich ein gefährlicher Komet auf Erdkurs befindet, oder aber nachzuweisen, dass auch hier kein Grund zur Sorge besteht. Das ist jedenfalls wichtiger als das Thema »Elenin«. Zumindest, was ihn betrifft, können wir ruhig schlafen, er sollte unsere kleinste Sorge auf dieser Welt sein!

 

 


 

 

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