Sonntag, 4. Dezember 2016
27.09.2010
 
 

Fliegende Scheiben doch real? – Hochrangige Militärs sagen aus

Andreas von Rétyi

Das Thema gilt weithin als anrüchig und unseriös: UFOs. Schnell lassen die kleinen grünen Männchen grüßen, hinzu kommen unsägliche Sektierei, Scharlatanerie und vermeintliche Außerirdische als Ersatzreligion. Sicher, das gibt es alles. Und manchmal wird auch die Venus oder ein Wetterballon für ein UFO gehalten, gar keine Frage. Genau damit wäre dann auch die Welt der »Aufklärer« wieder in Ordnung. Andererseits, ganz so leicht kann man es sich offenbar doch nicht machen. Das zeigen jetzt auch die Aussagen zahlreicher hochrangiger Militärangehöriger, die unter anderem über Flugscheiben und durch sie ausgelöste Funktionsstörungen in nuklearen Waffenarsenalen berichten.

Nichts Genaues weiß man bekanntlich nicht. Dies dürfte auch auf die tatsächlichen Hintergründe des notorischen, leidigen, ewig umstrittenen UFO-Phänomens zutreffen. Die Fronten sind verhärtet, und während erklärte Skeptiker alle diesbezüglichen Meldungen am liebsten mit stereotypen Standarderklärungen vom Tisch fegen – ob sie nun zutreffen oder nicht, spielt da keinerlei Rolle –, sehen sich andere Zeitgenossen buchstäblich überall und stets von Außerirdischen umgeben. Nun, jedem das Seine.

Nur bleibt bei alledem die große Frage, wo die Wahrheit liegt, ganz abgesehen davon, ob UFOs überhaupt zwangsläufig mit Außerirdischen zu tun haben müssen. Die Grundfrage aber ist doch die, ob das Phänomen an sich existiert. Ungeachtet seiner auslösenden Faktoren geht es vorrangig erst einmal darum festzustellen, ob verlässliche, faktische und wirklich unerklärliche Beobachtungen vorliegen. Trifft dies zu, sehen wir uns einem echten Phänomen gegenüber, das auch so lange ein solches bleiben wird, bis eben alle Fakten offen vorliegen.

An sich existieren heute so viele Informationen und Aussagen glaubwürdiger Zeugen, dass es beinahe verdächtig erscheint, warum nichts zur weiteren Erforschung unternommen wird. Wenn freilich Geheimhaltungsaspekte ins Spiel kommen, lässt sich die Trägheit oder sogar weitgehende Ignoranz der Militäreinrichtungen, Behörden und wissenschaftlichen Institutionen bereits besser verstehen. Nur die Unsicherheit, die bleibt.

Klar ist einzig und allein, dass keine Regierung die Erforschung ihrer Geheimnisse auch noch bezahlen wird! Da natürlich auch unser Bildungssystem weltweit durch übergeordnete Instanzen geprägt wird und zahlreiche Abhängigkeiten bestehen; da zudem auch weiterhin effektiv mit Lächerlichmachung und einer vermeintlichen Unwissenschaftlichkeit des Phänomens oder seiner Erforscher per se operiert wird, wird einer leistungsfähigen und neutralen Untersuchung unweigerlich jegliche Basis entzogen. Was bleibt, sind zumeist unterdrückte Zeugenaussagen oder wahrlich Fantasterei vom Feinsten. Auf diesem verdorbenen Boden wächst nichts mehr, fast nichts. Und damit wäre der Zweck ja erreicht.

Es gehört vor allem auch hier, bei diesem Thema, schon eine Menge an Unabhängigkeit und gesunder Skepsis dazu, sich gegen jene über Jahrzehnte etablierte Linie aufzulehnen und sich eben nicht von unweigerlich folgenden Anfeindungen beirren zu lassen, sondern die für die Öffentlichkeit vorproduzierte Meinung in Frage zu stellen. Dies bei aller nötigen Distanz, bei aller erforderlichen Abgeklärtheit.

Entsprechend wenige Wissenschaftler, Ingenieure oder Fachleute anderer Sparten haben sich öffentlich neutral zur Problematik der unidentifizierten Flugobjekte geäußert oder sich um faktische Bestätigungen bemüht. Berufliche Hintergründe und vor allem Karrierefragen lassen keine andere Wahl. Natürlich betrifft das in noch höherem Maße die oft sehr direkt betroffenen Angehörigen des Militärs, die selbst zu Kronzeugen nicht mehr konventionell erklärbarer Vorfälle geworden sind.

Jetzt treten einige von ihnen auf, um ihr bisheriges, von oberster Instanz auferlegtes Schweigen zu brechen und mit ihren Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu gehen. Manche haben bereits gesprochen, doch was sie zu berichten hatten, versickerte als fades Rinnsal im übergewaltigen Mainstream.

Wie nun aber auch von der Agentur Reuters berichtet wird, liegen von mehr als 120 ehemaligen Militärangehörigen beunruhigende Informationen vor, denen zufolge unidentifizierte Objekte im Luftraum über militärischen Nuklearanlagen erschienen sind und dort teilweise auch aktiv intervenierten. Die jüngeren Fälle liegen erst einige Jahre zurück, ältere datieren bis ins Jahr 1948 hinein. Wiederholt wiesen Nuklearraketen simultane und unerklärliche Fehlfunktionen auf, während gleichzeitig ein scheibenförmiges Objekt lautlos über der jeweils betroffenen Anlage schwebte.

Diesen Montag, den 27. September, wird nun im National Press Club in Washington eine Gruppe von ehemaligen Angehörigen der US Air Force unter der Leitung des Autors Robert Hastings über solche Vorfälle diskutieren. Dabei wollen einige der Ex-Militärs ihr Schweigen brechen, sie wollen bislang unbekannte Fakten präsentieren und die Regierung auffordern, die Realität solcher Vorgänge nunmehr auch gegenüber der Öffentlichkeit einzugestehen.

Einer der Gäste wird Captain Robert Salas sein. Am 16. März 1967 versah er seinen Dienst als Deputy Missile Combat Crew Commander (DMCCC) im unterseeischen Oscar-Flight Launch Control Center (LCC) der Malstrom-Luftwaffenbasis bei Roy, Montana.

In den Morgenstunden erhielt Salas einen aufgeregten Anruf. Am Apparat war einer der oberirdisch tätigen Sicherheitsleute, der Salas völlig aufgelöst mitteilte, dass über dem Haupttor der Basis ein »UFO« schwebe. Unmittelbar darauf ertönte ein akustischer Alarm – denn in kurzer Folge versagten insgesamt acht Minuteman-Raketen und gingen in den inoperablen Zustand über: no-go.

Salas erklärt heute: »Die Air Force lügt hinsichtlich der Sicherheitsimplikationen unidentifizierter fliegender Objekte bei Nuklearanlagen. Und wir können das beweisen!« Bestätigt wird er darin nicht zuletzt von Colonel Charles Halt, der auf der Bentwaters-Luftwaffenbasis in England selbst Zeuge eines unidentifizierten Flugobjekts wurde, das innerhalb eines Nuklearwaffenlagers landete. Er erklärt: »Ich glaube, dass sowohl die Geheimdienste der USA als auch Großbritanniens versucht haben, damals wie heute die Bedeutung dessen, was auf der RAF Bentwaters geschehen ist, zu unterminieren, und zwar durch die erprobten Methoden der Desinformation«.

Die Militärangehörigen hoffen nun, einen Beitrag dazu zu leisten, dies zu ändern und die Wahrheit endlich und endgültig ans Licht zu bringen.

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Angst vor Panik: Erklärte Winston Churchill einen UFO-Zwischenfall für Jahrzehnte als geheime Verschlusssache?

Andreas von Rétyi

Der wohl berühmteste britische Premierminister, Winston Churchill, nahm unidentifizierte Flugobjekte völlig ernst. Das bestätigen auch aktuelle Enthüllungen. Am vergangenen Donnerstag publizierte das Londoner Staatsarchiv bislang zurückgehaltene, aufschlussreiche Dokumente, denen zufolge Churchill einen ungewöhnlichen Zwischenfall über dem  mehr …

Ungewöhnliches am Himmel – und der Appell eines Professors

Andreas von Rétyi

In den vergangenen Tagen spielten sich einige eher seltene Erscheinungen am Himmel ab, die nicht gleich für jeden klar zu deuten waren. Manches davon ließ auch an die berühmt-berüchtigten UFOs denken, die immer noch für heftige Kontroversen sorgen. Ein amerikanischer Professor plädiert jetzt dafür, das bislang ungeklärte Phänomen doch endlich zum  mehr …

Geheimflugzeug am Himmel!

Andreas von Rétyi

Die US-Luftwaffe schweigt sich ziemlich aus über einen kompakten Weltraumgleiter, der gegenwärtig in einem relativ niedrigen Orbit um unseren Planeten kreist. Am 22. April hob das unbemannte Testflugzeug X-37B in Florida ab, um für unbestimmte Zeit und mit geheimer Zielsetzung ins All aufzubrechen. Die Behörden lassen kein weiteres Wort darüber  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Angst vor Panik: Erklärte Winston Churchill einen UFO-Zwischenfall für Jahrzehnte als geheime Verschlusssache?

Andreas von Rétyi

Der wohl berühmteste britische Premierminister, Winston Churchill, nahm unidentifizierte Flugobjekte völlig ernst. Das bestätigen auch aktuelle Enthüllungen. Am vergangenen Donnerstag publizierte das Londoner Staatsarchiv bislang zurückgehaltene, aufschlussreiche Dokumente, denen zufolge Churchill einen ungewöhnlichen Zwischenfall über dem  mehr …

Ungewöhnliches am Himmel – und der Appell eines Professors

Andreas von Rétyi

In den vergangenen Tagen spielten sich einige eher seltene Erscheinungen am Himmel ab, die nicht gleich für jeden klar zu deuten waren. Manches davon ließ auch an die berühmt-berüchtigten UFOs denken, die immer noch für heftige Kontroversen sorgen. Ein amerikanischer Professor plädiert jetzt dafür, das bislang ungeklärte Phänomen doch endlich zum  mehr …

CDU bald bei 15 Prozent? Rechtsdemokraten bringen sich in Stellung

Torben Grombery

Während sich die europäischen Rechtsdemokraten bei steigender Beliebtheit weiter formieren und in immer mehr westeuropäische Parlamente einziehen, halten Internetnutzer den Absturz der Christlich Demokratischen Union (CDU) auf die 15-Prozent-Marke bis zur nächsten Bundestagswahl für wahrscheinlich.  mehr …

Geheimflugzeug am Himmel!

Andreas von Rétyi

Die US-Luftwaffe schweigt sich ziemlich aus über einen kompakten Weltraumgleiter, der gegenwärtig in einem relativ niedrigen Orbit um unseren Planeten kreist. Am 22. April hob das unbemannte Testflugzeug X-37B in Florida ab, um für unbestimmte Zeit und mit geheimer Zielsetzung ins All aufzubrechen. Die Behörden lassen kein weiteres Wort darüber  mehr …

Medizin: Mammographien oft sinnlos

Ethan A. Huff

  Neuere Forschungsergebnisse aus Norwegen liefern einen weiteren gewichtigen Grund, die nächste Mammographie abzusagen. Wie Dr. Mette Kalager und sein Team im Universitätsklinikum Oslo herausfanden, verringert eine Mammographie das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, bestenfalls um magere zwei Prozent – viele halten einen solchen Prozentsatz für  mehr …
Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

Werbung

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.