Donnerstag, 8. Dezember 2016
15.06.2010
 
 

Indischer Yogi: seit über 70 Jahren ohne Nahrung und Wasser

Armin Risi

Im April 2010 ließ sich der 83-jährige indische Yogi namens Prahlad Jani zum zweiten Mal von Ärzten besuchen und beobachten. Er sagt, er lebe seit über 70 Jahren ohne Wasser und Nahrung!

Prahlad Jani ist ein Yogi, der seit 40 Jahren in einer Höhle im Dschungel des nordwestindischen Bundesstaates Gujarat lebt. Er sagt von sich, dass er seit seinem siebten Lebensjahr als Mönch lebe. Seither brauche er nichts mehr zu trinken und zu essen, da er von der göttlichen Mutter die Segnung bekommen habe, sich aus sich selbst heraus ernähren zu können: Aus seinem Gaumen komme tropfenweise eine Art von Nektar, wann immer er ein Minimum von Ernährung brauche.

Die zweite Untersuchung

Im Jahr 2003 war Prahlad Jani bereits für zehn Tage ohne Unterbrechung von Ärzten beobachtet worden, und es konnte bestätigt werden, dass er während dieser Zeit keinerlei Nahrung zu sich nahm. Das Ärzteteam stellte damals fest, dass sich zwar Urin in seiner Blase bildete, dieser aber nach einiger Zeit seltsamerweise wieder verschwand.
Nun erklärte er sich zum zweiten Mal bereit, von Ärzten und Forschern rund um die Uhr beobachtet zu werden, diesmal über einen Zeitraum von 15 Tagen. Diese Untersuchung fand im April 2010 statt. Ein 35-köpfiges Ärzte- und Wissenschaftlerteam rückte an, um ihn zu beobachten und medizinisch zu untersuchen. Zusätzlich entnahm es Blutproben und fertigte Scans von seinem Gehirn an.
Während dieser Zeit kam er nur beim Baden sowie beim Gurgeln mit Wasser in Berührung, wobei das Gurgelwasser (100 ml) vor und nach der Benützung penibel genau gemessen wurde.
Die Ärzte fanden heraus, dass Prahlad Janis Körper genauso funktioniert, wie der eines 25-jährigen Mannes. Das kommt dem beteiligten Neurophysiologen Dr. Sudhir Shah einem wissenschaftlichen Wunder gleich.
Dr. Shah: »Ein Mensch kann ohne Nahrung und Wasser drei, vier, sieben oder gar bis zu zwölf Tage leben. Wir haben in der Vergangenheit gesehen, dass Menschen 16 bis 30 Tage fasten konnten. Doch spätestens nach acht Tagen mussten sie etwas trinken und sicher auch urinieren. Dieser Fall hier ist einzigartiges Phänomen.«

 

Haltlose Kritiken

Während die indischen Ärzte, die diesen Yogi beobachteten, seine Authentizität nur bestätigen konnten, verkündeten Vertreter des materialistischen Weltbildes in Ost und West, angefangen mit den Sprechern der Indian Rationalist Association (IRA), der alte Yogi sei ein Betrüger; man hätte ihn nicht baden lassen dürfen, denn beim Baden hätte er Wasser trinken können. Vielleicht sollten diese kritischen Herren selbst einmal 15 Tage beobachtet werden und nur von einigen heimlichen Schlucken pro Tag leben. Dann würden sie sehen, wie absurd ihre Behauptungen sind. Hätte der Yogi betrogen, hätte er in der Folge urinieren müssen, aber das musste er während der ganzen Zeit nie.
Anscheinend geht es diesen »Wissenschaftlern« nicht um Wahrheit und wissenschaftliche Erkenntnis, sondern um die Verteidigung ihres materialistischen Weltbildes.
Die Wissenschaftler, die den Yogi untersuchten, erhoffen sich, hinter das Geheimnis des Yogis zu kommen. Sie möchten dadurch Menschen helfen, die in Gebieten leben, wo es aufgrund von Naturkatastrophen oder Krieg nur wenig Wasser und Nahrung gibt.

Die metaphysische Erklärung

Die Wissenschaftler konnten die Aussage des Yogi bestätigen, dass aus seinem Gaumen eine nektarartige Flüssigkeit austritt. Interessanterweise ist dies in Indien kein unbekanntes Phänomen. In der altindischen Yoga-Schrift genannt Yogasutras des Yoga-Gründers Patañjali (1. Jahrtausend v./n. Chr.) wird unter anderem folgende Möglichkeit beschrieben, wie man Hunger und Durst besiegen kann: »Durch Meditation auf den Hohlraum der Gurgel (kantha-kupa) lösen sich Hunger und Durst auf.« (Yogasutras 3.30)
Beschreibt dieser Lehrsatz nicht nur ein inneres Meditationsbild, sondern auch die Möglichkeit der physischen Aktivierung einer bislang unentdeckten Drüsenfunktion?
Die altindischen Schriften über Yoga beschreiben auch physiologische Vorgänge und wie diese durch Yogaübungen, Atem und Meditation bewusst beeinflusst werden können. Es erfordert ein jahrelanges, wenn nicht gar jahrzehntelanges Training, bis diese Fähigkeiten aktiviert werden. Das Ausnahmebeispiel von Prahlad Jani zeigt, dass diese Fähigkeit möglicherweise auch angeboren sein kann. Oder hat er die entsprechende Disziplin in seinem letzten Leben ausgeführt und konnte diese Fähigkeit mit in sein nächstes Leben nehmen? Inder, für die der Reinkarnationsgedanke eine Selbstverständlichkeit ist, sehen hierin die naheliegendste Erklärung für die Fähigkeiten dieses mittlerweile alt gewordenen Wunderkindes.

In unserer schnelllebigen Zeit, in der man erwartet, alles per Knopfdruck bestellen und bekommen zu können, scheinen Entsagung und strenge Disziplin Relikte aus einer fremden Zeit zu sein. Die Hoffnung, diese »Wunderfähigkeiten« schnell und mechanisch oder einfach durch eine Pille erhalten zu können, gründet in einem Verkennen der höheren Fähigkeiten der Menschen, die nicht von einer organischen Ursache abhängig sind, sondern von der Kraft des Geistes.
Die wissenschaftliche Methodik der metaphysischen Yoga-Praxis Indiens mag einen anderen Ansatzpunkt haben, als die heutige Wissenschaft. Doch dass sie funktioniert und praktisch belegt werden kann, dafür ist Prahlad Jani nur eines unter vielen Beispielen in Indien und weltweit.
Prahad Jani ist bekanntlich kein Einzelfall. Auch im europäischen Raum gab es Beispiele hierfür, wie z.B. die stigmatisierte Therese Neumann (»Theres von Konnersreuth«, 1898–1962), die laut vielfachen Augenzeugenberichten und Beobachtungen seit 1926 neben der heiligen Kommunion weder gegessen noch getrunken hat, und der Schweizer Nationalheilige Niklaus von Flüe (»Bruder Klaus«, 1417–1487), der die letzten 19 Jahre seines Lebens nichts mehr gegessen hat; allerdings soll er Wasser getrunken haben. Aber allein von Wasser zu leben ist ebenfalls ein Phänomen, das dem materialistischen Menschenbild widerspricht.

 

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