Tuesday, 27. September 2016
24.08.2014
 
 

»Sink Holes« am »New-Madrid-Graben« und im Norden Mexikos tut sich die Erde auf

Michael Snyder

Hätten Sie es gewusst: In den ersten drei Monaten des Jahres lag die Zahl der Erdbeben um mehr als das Doppelte über dem Schnitt der vergangenen 25 Jahre! Und wussten Sie, dass sich im Osten und in der Mitte der USA die Zahl der Erdbeben in den vergangenen Jahren verfünffacht hat? Wir leben in einer Zeit, in der Häufigkeit und Stärke der Erdbeben zunehmen. Und wir registrieren sehr ungewöhnliche Aktivitäten an Orten, die sehr lange sehr ruhig waren. So tauchen geheimnisvolle riesige Löcher in Indiana auf, und zwar in der Nähe des New-Madrid-Grabens. Und im Norden Mexikos ist ein gewaltiger Riss von fast einem Kilometer Länge entstanden. Spricht dies womöglich dafür, dass noch größere Erdbebenaktivitäten vor der Tür stehen?

 

Die meisten Menschen wissen es nicht, aber die schwersten Erdbeben in der Geschichte der USA ereigneten sich entlang des New-Madrid-Grabens (auch »New Madrid Seismic Zone« genannt). In der Frühphase des 19. Jahrhunderts erschütterte eine ganze Reihe extrem schwerer Erdbeben die gesamte Osthälfte der Nation. In zeitgenössischen Dokumenten heißt es, man habe die Erdbeben noch über 1.600 Kilometer entfernt gespürt. Bei einem Erdbeben dieser Stärke wären heutzutage die Schäden nicht mehr zu berechnen, glauben viele.

Deshalb sind die Ereignisse in Indiana auch so alarmierend. Berichten zufolge wurde ein halbes Dutzend geheimnisvoller Löcher auf Mount Baldy entdeckt:

»Seit vor über einem Jahr ein sechs Jahre alter Junge in einer beliebten Sanddüne beinahe lebendig begraben wurde, tauchen weitere Löcher auf, aber die Wissenschaftler rätseln weiterhin über die Ursachen. Die knapp 40 Meter hohe, Mount Baldy genannte Wanderdüne bleibt gesperrt, während neue, möglicherweise gefährliche Löcher auftauchen. Vergangene Woche trafen drei Geologen mit modernem Gerät ein. Sie wollen per Radar und mit Kernproben nach der Ursache der Löcher suchen. Dazu werden sie als Erstes versuchen, eine dreidimensionale Karte der Düne zu erstellen, um die interne Struktur zu erkennen.«

Hier ist ein Bericht über diese mysteriösen Löcher …

 

 

Was sollen wir davon halten? Vielleicht steckt etwas dahinter, vielleicht ist es aber auch nur blinder Alarm, aber wenn verrückte Dinge in der Nähe des New-Madrid-Grabens geschehen, werde ich hellhörig. Diese Verwerfung ist so gefährlich, dass sie über Nacht das Land buchstäblich völlig neu ordnen könnte. Wenn Sie mehr über die Gefahren des New-Madrid-Grabens lernen wollen, sehen Sie sich dieses Video an.

 

 

Die meisten Amerikaner verschwenden nicht viel Zeit auf den New-Madrid-Graben, aber die Bundesregierung in Washington hält ihn für so wichtig, dass sie erst 2011 dazu eine große fünftägige Katastrophenschutzübung abhielt, eine sogenannte National Level Exercise

Im Mai simulierte die Bundesregierung ein Erdbeben, das so schwer war, dass 100.000 Menschen im Mittleren Westen sofort starben und darüber hinaus mehr als sieben Millionen Menschen ihre Häuser aufgeben mussten. Die National Level Exercise 11 verlief damals größtenteils unbemerkt von der Öffentlichkeit, denn das Szenario galt als zu weit hergeholt – Staaten wie Illinois und Missouri liegen mitten in einer tektonischen Platte, nicht am Rand einer Platte. Ein schweres Erdbeben ereignet sich dort nur alle paar Generationen einmal.

National Level Exercise 11 (NLE 11) war im Grunde die Neuinszenierung einer Katastrophe, die sich 200 Jahre zuvor zugetragen hatte. Am 16. Dezember 1811 kam es im New-Madrid-Graben zu einem Beben der Stärke 7,7. Der Graben liegt in der Grenzregion zwischen Illinois, Indiana, Missouri, Arkansas, Kentucky, Tennessee und Mississippi. Es war das mit Abstand schwerste Erdbeben auf dem Gebiet der Vereinigten Staaten östlich der Rocky Mountains. Eine Fläche von rund 129.000 Quadratkilometer war betroffen, »Land hob sich oder senkte sich, es traten Risse, Senken, Sandvulkane und große Erdrutsche auf«, schreibt die Geologiebehörde USGS. »Gewaltige Wellen auf dem Mississippi spülten viele Boote fort und setzten andere weit oberhalb der Uferlinie ab. Hohe Ufer brachen ein und stürzten in den Fluss, Sandbänke und Inselspitzen brachen ab, ganze Inseln verschwanden.« Bis nach New York City wurden Menschen von den Erdstößen geweckt.

Es folgten weitere Beben ähnlicher Stärke, aber der Verlust an Menschenleben war minimal, denn damals lebten schlichtweg noch nicht so viele Menschen in der Region. Heute leben über 15 Millionen Menschen in dem vom damaligen Beben betroffenen Gebiet. Bei einem Beben ähnlicher Stärke könnten »7,2 Millionen Menschen ihr Heim verlieren, über zwei Millionen Menschen müssten (allein in den ersten drei Tagen) in Behelfslagern untergebracht werden«, erklärte William Carwile von der Katastrophenschutzbehörde 2010 vor einem Kongressausschuss. »Die direkten wirtschaftlichen Kosten für die acht Staaten könnten nahezu 300 Milliarden Dollar erreichen, die indirekten Folgen mindestens noch einmal das Doppelte.«

Und USGS-Mitarbeiter veröffentlichten kürzlich einen Bericht, in dem es hieß, der New-Madrid-Graben habe »das Potential für größere und stärkere Beben als bislang gedacht«. Gut klingt das nicht.

Der Einzelhandelsriese Wal-Mart findet die Möglichkeit eines schweren Bebens so beunruhigend, dass er dieses Jahr teilnahm an einer »Übung in Vorbereitung auf ein Erdbeben im New-Madrid-Graben«

Auch Walmart Stores Inc. mit seinem gewaltigen Netz an Läden und Einrichtungen hat davon Notiz genommen. »Wir registrieren eine Zunahme der Erdbebenaktivität in den zentralen USA. Das ist ein Gebiet, auf das wir uns stärker konzentrieren«, sagte Mark Cooper in einem Interview. Cooper ist bei Walmart für das Katastrophenmanagement zuständig. Er erklärte, Walmart gehe in seinen Vorbereitungen von einer breiten Palette möglicher Katastrophen aus, wenn jedoch in bestimmten Bereichen des Landes spezielle Risiken besonders wahrscheinlich sind, etwa das Auftreten von Wirbelstürmen in Louisiana, konzentriere man sich auf diese Gefahr besonders. »Vor einigen Wochen haben wir uns an einer Übung beteiligt, die als Vorbereitung auf ein Erdbeben im New-Madrid-Graben diente«, erklärte er.

Aber der New-Madrid-Graben ist beileibe nicht die einzige Region, auf die man ein Auge haben sollte: Im Norden Mexikos hat sich kürzlich auf knapp einem Kilometer Länge ein gewaltiger Riss aufgetan, der geschätzte fünf Meter breit und 2,5 Meter tief ist. Beeindruckende Luftaufnahmen dieses enormen Risses finden Sie gleich hier

 

 

Einige glauben, ein Erdbeben entlang des San-Andreas-Grabens könnte für diesen gewaltigen Riss verantwortlich sein. Andere meinen, ein unterirdischer Fluss habe das verursacht. Bilder wie die obigen von gewaltigen Rissen in der Erde sind ausgesprochen spektakulär, aber was ich persönlich weitaus beunruhigender finde, sind die nüchternen, harten Fakten zu Erdbeben.

 

Wie ich bereits erwähnt habe, ist die Zahl der großen Erdbeben dieses Jahr deutlich höher als normal. Hier ein Auszug aus einem aktuellen Bericht von CBS News

Wenn Sie der Meinung sind, dieses Jahr gebe es mehr Erdbeben als normal, liegen Sie absolut richtig. Eine neue Studie kommt zu dem Schluss, dass es im ersten Quartal 2014 verglichen zum Durchschnitt seit 1979 mehr als doppelt so viele schwere Erdbeben gab.

Und das hat nicht gerade erst vor fünf Minuten begonnen. In demselben Artikel wird erklärt, dass dies Teil eines weitaus größeren Trends sei …

Im Durchschnitt gab es der Studie zufolge seit 1979 pro Jahr zehn schwere Erdbeben – Beben, die die Stärke sieben überschreiten. Dieser Wert stieg ab 1992 auf 12,5 pro Jahr und sprang dann ab 2010 auf 16,7 pro Jahr — eine 65-prozentige Steigerung im Vergleich zu 1979. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres lagen die Zahlen sogar um mehr als das Doppelte über dem Schnitt seit 1979, melden die Wissenschaftler.

Vor allem im mittleren Teil der Vereinigten Staaten scheint sich die Lage wirklich aufzuheizen. Wie ich zu Beginn des Artikels schrieb, hat sich die Häufigkeit der Erdbeben in den zentralen und östlichen Regionen des Landes in den vergangenen 30 Jahren vervierfacht

Laut USGS hat sich die Häufigkeit der Erdbeben in der Mitte der USA und im Osten verfünffacht. Während des Zeitraums von 2011 bis 2013 gab es durchschnittlich 100 Beben pro Jahr, nachdem es in den 30 Jahren bis 2000 durchschnittlich nur 20 gewesen waren.

Der Großteil dieser Beben war klein, aber dieses Jahr veröffentlichte Untersuchungen der USGS zeigen, dass in Prague, im Bundesstaat Oklahoma, Abwasserinjektionen nach Ölbohrungen ein vergleichsweise kleines Beben der Stärke 5,0 auslösten, was wiederum ein deutlich schwereres Beben der Stärke 5,7 verursachte.

»Wir wissen, dass das Risiko kleinerer und mittelgroßer Erdbeben gestiegen ist. Was wir nicht so genau wissen, ist, wie sehr das Risiko großer Erdbeben zugenommen hat«, sagte William Ellsworth von der USGS. »Wir haben den Verdacht, dass das Risiko gestiegen ist, aber wir arbeiten noch daran, die Lage zu begreifen.«

Was wir erleben, ist wirklich beispiellos. Allein in Oklahoma wurden dieses Jahr über 2.300 Erdbeben verzeichnet.

 

Die Forscher wissen nicht so recht, was sie von diesem alarmierenden Anstieg der seismischen Aktivitäten halten sollen.

 

Steht uns da etwas wirklich Großes ins Haus? Und was würde passieren, wenn ein Beben der Stärke acht oder neun in einer dicht besiedelten Region zuschlägt?

 

 

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Leser-Kommentare (15) zu diesem Artikel

25.08.2014 | 14:00

Beben

Wurden daher die Fema-Camps errichtet? In welchem Berreich liegen diese? Weiss das Jemand?


25.08.2014 | 12:06

Diego

Könnte auch daran liegen, dass das Magnetfeld der Erde immer schwächer wird und ein Polsprung bevorsteht.


25.08.2014 | 12:01

Thomas Boffo

Auch wenn wieder alle raunen, ich rätsele nicht über die Ursache - Ich bin ja auch kein Wissenschaftler! Vielmehr sagt mir mein unbedeutendes Gehirn, das dies sehr gut in die "Expansionstheorie" passt, deren glühender Anhänger ich bin. Thomas Boffo


25.08.2014 | 07:51

chris

Obiwahn@ das 2 und das 3 Video sind ein Fake. -Beim 2 Video ist es klar und beim letzten Video sieht man es am Zaun. Am besten über YouTube anschauen vergrößern und man sieht den Zaun über den Graben stehen am Anfang


24.08.2014 | 20:42

dvvoid

@Ichse-Michse Die Theorie hinter Ihren Links wird -hinter versteckter Hand- auch von der Paläontologie geteilt: Kleinere Erde -> niedrigere Schwerkraft -> größere Tiere .... @MB a) Nur die Regierung der USA ist kriminell+verdorben, die Bürger eher nicht; nur dumm (wie die Deutschen übrigens auch) b) Der Ausbruch von Yellowstone betrifft uns in Europa im Endeffekt auch, globale Katastrophe ...... USA (YELLOWSTONE): http://www.youtube.com/watch?v=d28ZhZwaExQ ..... INDONESIEN...

@Ichse-Michse Die Theorie hinter Ihren Links wird -hinter versteckter Hand- auch von der Paläontologie geteilt: Kleinere Erde -> niedrigere Schwerkraft -> größere Tiere .... @MB a) Nur die Regierung der USA ist kriminell+verdorben, die Bürger eher nicht; nur dumm (wie die Deutschen übrigens auch) b) Der Ausbruch von Yellowstone betrifft uns in Europa im Endeffekt auch, globale Katastrophe ...... USA (YELLOWSTONE): http://www.youtube.com/watch?v=d28ZhZwaExQ ..... INDONESIEN (TOBASEE) http://www.youtube.com/watch?v=OR1Ca9YQ_zQ ..... DEUTSCHLAND (LAACHER SEE BIS NACH MECK POM !!) http://www.youtube.com/watch?v=AO6xiQp3aa8


24.08.2014 | 18:27

MB

Wird Zeit, dass ein gewaltiges Erdbeben die USA von der Erdoberfläche entfernt. Wenn der Supervulkan im Yellowstone- Park ausbricht, ist von den überheblichen und widerlichen Kriegstreibern nicht mehr viel übrig.

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