Sunday, 29. May 2016
08.11.2014
 
 

Schleichendes Desaster: Nasa warnt vor globaler Grundwasserkrise

Redaktion

Die NASA warnt in schrillen Tönen vor einer schnellen Erschöpfung des Grundwassers in Kalifornien und als Folge vor einer Bedrohung der Nahrungsversorgung in den USA. Unterlegt wird die Warnung mit neuen Satellitenbildern. Sie zeigen einen Grundwasserverbrauch, der weit über den natürlichen Nachschub mit Regen hinausgeht.

 

Kalifornien ist als führender Agrar-Bundesstaat mit Abstand die größte Quelle für Obst und Gemüse in den USA. Fällt auch nur ein Teil des Anbaus wegen anhaltender Trockenheit aus, drohen drastische Konsequenzen mit Blick auf die Versorgung und die Agrarpreise.

 

James Famiglietti, ein führender Wasserforscher am Jet Propulsion Laboratory der NASA, warnt darüber hinaus in einem Beitrag für das Fachjournal Nature Climate Change vor einer »globalen Grundwasserkrise«.

 

»Die meisten der großen Grundwasservorkommen« in den trockenen Gegenden der Welt erleben demnach »eine rasante Erschöpfung«.


Gemeint sind vor allem Reservoirs in den Agrarregionen der USA, darunter Kaliforniens »Central Valley« sowie im Norden Chinas und im Westen von Indien. »Sie werden schneller abgepumpt, als die Natur sie wieder ersetzen kann«, warnt Famiglietti.

 

Fast alle erwähnten Vorkommen befinden sich unter den führenden Agrargegenden der Welt. Demnach zeigen die Satellitenbilder der NASA, dass allein seit 2011 die Becken des Sacramento River und des San Joaquin in Kalifornien jedes Jahr mehr Wasser verloren haben, als die 38 Millionen Bewohner des Bundesstaates jährlich verbrauchen.

 

Mehr als die Hälfte des Wasserverlustes geht auf Grundwasser-Verbrauch zurück. Im Juli hatte die Regierung von Kalifornien in einem Wirtschaftsbericht vor Milliardenverlusten für die Bauern gewarnt. Von einer Bedrohung der landesweiten Nahrungsversorgung war jedoch keine Rede gewesen.

 

Doch im August brachte Bloomberg einen Bericht über die möglichen globalen Auswirkungen einer anhaltenden Trockenheit in Kalifornien.

 

Ein ausgeklügeltes, aber umstrittenes Bewässerungs-System erlaubte es dem »Sunshine State«, zum führenden Milchverarbeiter der USA aufzusteigen und die Hälfte aller Früchte, Gemüse und Nüsse im Land zu produzieren. Der Präsident der American Farm Bureau Federation, Bob Stallman, sagt der »gesamten Agrarindustrie« als Folge der Krise »definitiv strukturelle Veränderungen« voraus.

 

Die Bewohner des Bundesstaates beklagen sich schon jetzt heftig über ein geringeres Angebot sowie höhere Preise und kürzere Öffnungszeiten von Bauernmärkten und Geschäften, die weniger Gemüse und Obst im Angebot haben. Viele Bauern haben wegen der Dürre Obstbäume abgesägt, Plantagen verkleinert und weniger Ackerfläche bewirtschaftet.

 

In Texas sind ähnliche Klagen zu hören wie in Kalifornien. Rund um den Globus werden ähnliche Trockenheiten und Schäden für die Landwirtschaft berichtet. Darunter aus Brasilien, wo die Regionalregierung des Bundesstaates São Paulo kürzlich einräumte, dass die Wasserversorgung der Stadt im schlimmsten Fall nur für weitere 100 Tage reichen könnte.

 

Wasser zum Kochen, Baden und zur Reinigung wird bereits rationiert. Die Stadt erlebt die schlimmste Dürre seit 84 Jahren. Das größte lokale Wasser-Reservoir, die Cantareira, ist nur noch zu fünf Prozent gefüllt.

 

Der Gouverneur des Staates São Paulo, Geraldo Alckmin, hat vorsorglich angefragt, ob er für die 20 Millionen Einwohner auf andere Wasservorräte zurückgreifen darf. Doch die versorgen zwei brasilianische Staaten, die ebenfalls eine Knappheit erleben, Rio de Janeiro und Minas Gerais. Ohne Regen wird laut lokalen Schätzungen das Cantareira-Reservoir bis November austrocknen.

 

Die NASA hat mit ihren Satelliten auch in der nordchinesischen Ebene, im 500.000 Quadratkilometer großen Canning-Becken in Westaustralien, im Nordwesten der Sahara, dem Guarani-Reservoir in Südamerika sowie im Nordwesten Indiens und im Nahen Osten rasch schwindende Reservoirs belegt.

 

Im Rest der Welt sind die Folgen dieser Wasserkrise dank teilweise guter Ernten noch nicht angekommen. Im Gegenteil: Die Erzeugerpreise in der deutschen Landwirtschaft haben im Oktober ihre Talfahrt fortgesetzt.

 

Die russische Einfuhrsperre für Agrarerzeugnisse aus der EU sorgt derzeit für Preisdruck. Vor allem die deutschen Obst- und Gemüsebauern leiden unter dem Preisverfall. Die Verbraucher freuen sich.

 

 

 

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Leser-Kommentare (8) zu diesem Artikel

09.11.2014 | 11:27

Kranich

Dann studiere man den Nachlass von Viktor Schauberger: Das Wesen des Wassers, herausgegeben von Jörg Schauberger (Enkel) A T Verlag


09.11.2014 | 07:34

Knut

Dass die Amis dumm sind, weiß man ja, und wenn diese Gehirnakrobaten über Jahrzehnte Grundwasser herauf pumpen, als gäbe es kein Morgen, müssen sie jetzt nicht jammern. Soviel Dummheit gehört - und wird auch - bestraft. Vielleicht können sie ja ihre Haarp-Technik dazu verwenden, ein paar Wolken da runter zu schicken.


08.11.2014 | 22:43

G.Wissen

Na ist doch ganz logisch, wo das Wasser bleibt: ca. 99% ihrer Feldfrüchte werden in die Ferne exportiert. Früchte bestehen zu einem hohen Anteil aus Wasser. Dieses Wasser durchläuft einen natürlichen Prozess und landet irgendwann wieder in der Natur. Nur leider jetzt weit weg. Viele sagen, um Wasser wird der nächste weltweite Krieg geführt. Wenn der Ami nicht vorher einen Weltkrieg vom Zaun bricht, glaube ich das auch.


08.11.2014 | 21:25

Kaiser Wilhelm

Das Wasser, was ihr in eurem Kalifornien braucht, habt ihr gestern in Italien runtergehaarpt. Herzlichen Glückwunsch! Vielleicht könnt ihr die leeren Wasserballons, mit denen ihr den Afrikanern das Wasser klaut, in der Toskana auffüllen und nach Kalfornien ausfliegen. Oder ihr haarpt euch mal selbst ein paar Hochwasser zu. Schon mal dran gedacht? Mal noch was: Wenn Eure Antennen heizen, kann man schlecht schlafen, da elektromagnetische Wellen das Gehirn breitmachen, soweit...

Das Wasser, was ihr in eurem Kalifornien braucht, habt ihr gestern in Italien runtergehaarpt. Herzlichen Glückwunsch! Vielleicht könnt ihr die leeren Wasserballons, mit denen ihr den Afrikanern das Wasser klaut, in der Toskana auffüllen und nach Kalfornien ausfliegen. Oder ihr haarpt euch mal selbst ein paar Hochwasser zu. Schon mal dran gedacht? Mal noch was: Wenn Eure Antennen heizen, kann man schlecht schlafen, da elektromagnetische Wellen das Gehirn breitmachen, soweit vorhanden natürlich. Und ein link für diejenigen unter euch, denen es ebenso geht und die nicht wissen, an wen sie sich wenden können: https://www.openpetition.de/petition/online/befragung-der-bundesregierung-zu-climate-engineering-chemtrail


08.11.2014 | 18:05

Hili

Hat die USA mit ihrem Fracking die Landschaft schon so geschädigt, dass in Kalifornien schon das Wasser nicht mehr fließt? Anscheinend erkennen die Pappnasen immer noch nicht, dass sie die Natur selbst zerstören. Warum wollen sie jetzt das selbe Spiel auch in anderen Ländern betreiben? Es ist doch inzwischen bekannt, dass z. B. Fracking die Wasserversorgung stört!!! Aber es wird weiter hirnlos agiert! Wer bietet diesen Dummpfbacken mal Einhalt? Die hören nicht auf, bis die ganze...

Hat die USA mit ihrem Fracking die Landschaft schon so geschädigt, dass in Kalifornien schon das Wasser nicht mehr fließt? Anscheinend erkennen die Pappnasen immer noch nicht, dass sie die Natur selbst zerstören. Warum wollen sie jetzt das selbe Spiel auch in anderen Ländern betreiben? Es ist doch inzwischen bekannt, dass z. B. Fracking die Wasserversorgung stört!!! Aber es wird weiter hirnlos agiert! Wer bietet diesen Dummpfbacken mal Einhalt? Die hören nicht auf, bis die ganze Welt am Tropf hängt! Ich finde das Ganze einfach nicht mehr normal u. unsere Eurobande macht gegen den Willen der Europäer alles mit und treibt uns alle in den Abgrund. Denkt von denen da oben denn keiner daran, dass auch sie selbst im Feuerofen sitzen??? Irgendwann nützt Ihnen die eigene Armee auch Nichtsehen! Dann werden sie die Suppe selbst auslöffeln müssen, wenn sie den Löffel noch halten können!


08.11.2014 | 16:31

Willi

@ Dr. Jens Romba...........Schön, dass es offensichtlich Menschen gibt, die sich intensiv mit freier Energie beschäftigen. Die Meerwasserentsalzung wäre mit der freien Energie eine äußerst günstige Angelegenheit. Weiterhin kommt hinzu, was wie folgt beschrieben ist:........ http://quer-denken.tv/index.php/mfv-tv/922-desert-greening-als-regenmacher-in-der-wueste .....Aber auch dieses wird einfach ausgeblendet und den Menschen vorenthalten. Sie füllen den Himmel lieber mit...

@ Dr. Jens Romba...........Schön, dass es offensichtlich Menschen gibt, die sich intensiv mit freier Energie beschäftigen. Die Meerwasserentsalzung wäre mit der freien Energie eine äußerst günstige Angelegenheit. Weiterhin kommt hinzu, was wie folgt beschrieben ist:........
http://quer-denken.tv/index.php/mfv-tv/922-desert-greening-als-regenmacher-in-der-wueste .....Aber auch dieses wird einfach ausgeblendet und den Menschen vorenthalten. Sie füllen den Himmel lieber mit Chemtrails und roden die Urwälder, die Lungen dieser Erde, um an Bodenschätze zu gelangen und beschleunigen damit die Trockenheit. Kann man die Menschheit nicht schnell genug durch Krieg und Krankheit dezimieren wird sie eben durch Hunger und Austrocknung dezimiert.

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