Friday, 24. May 2013
01.02.2011
 

Prognose für die Neumondphase vom 3. Februar bis zum 4. März 2011: Stimmen Sie sich mit dem Neumond auf die nächsten vier Wochen ein

Brigitte Hamann

Am 3. Februar um 3 Uhr 30 schließt sich der zyklische Kreis zwischen Mond und Sonne erneut. Von der Erde aus gesehen steht der Mond wieder an der gleichen Stelle wie die Sonne, sodass ihr Licht ihn für etwa 35 Stunden völlig überstrahlt. Es ist Neumond. In diesem Saatstadium wird geboren, was der Mond auf seiner neuen, monatlichen Reise durch den Tierkreis in die Welt bringen wird. Es ist eine geheimnisvolle Zeit, die die Stimmung auf der Erde für diesen Zeitraum prägt. Aus ihr gehen die Ereignisse, Aufgaben und Chancen für den Einzelnen und die Welt als Ganzes hervor.

Astrologisches

 

 

Jeder Grad auf dem Tierkreis gehört nicht nur zu einem Tierkreiszeichen, sondern hat auch eine eigenständige Bedeutung, die sich auf den Neumond auswirkt. Zusammen mit den Aspekten zwischen den Planeten ergibt sich von Neumond zu Neumond eine besondere Zeitqualität, die wir am Horoskop ablesen können. Sie zeigt, worum es während des Neumondmonats gehen wird, und welche Aufgaben und Chancen auf uns warten. Der aktuelle Neumond findet auf 13,5 Grad Wassermann statt, ein Bereich auf dem Tierkreis, der nicht nur vom Wassermann, sondern auch hochwirksam von der Kombination der Planetenprinzipien Neptun und Pluto geprägt wird – eine schicksalhafte Kombination, die die Chance zum Loslassen und zur Auflösung von Negativem, aber auch das Risiko von Zerfall und Täuschung beinhaltet.

 

Worum es für Sie persönlich geht

»Die äußere Freiheit wird uns erst bewilligt werden, wenn wir die innere Freiheit entwickelt haben.«

– Mahatma Gandhi

 

Nicht nur Nordafrika, weite Teile der Welt sind im Aufruhr. Die Menschen fordern Freiheit und Selbstbestimmung, sie rebellieren gegen Unterdrückung, Misswirtschaft und schlechte Lebensbedingungen. Immer mehr Menschen hungern, auch in vielen Ländern Asiens, wo die nächsten Spannungen entstehen werden. Wachsende Armut und wachsender Unmut sind jedoch auch Themen in den Industrieländern. Die Zahl der Menschen, die durch soziale Einrichtungen ernährt werden, steigt ständig. Überall auf der Welt und in den unterschiedlichsten Bereichen werden Misswirtschaft und Lügen offensichtlich, und die Zahl der Menschen wächst, die nicht mehr bereit sind, sie hinzunehmen. Auflösungserscheinungen überall, verbunden mit der Suche nach einer neuen, besseren Ordnung.

Wenn eine Lücke entsteht, sei es politisch oder im persönlichen Leben, stellt sich die Frage, wie sie wieder gefüllt wird. Im Fall Ägyptens könnte dies eine neue Regierung religiöser Fanatiker sein. Für das ägyptische Volk wäre das etwa so, als würde man den Teufel gegen den Beelzebub austauschen. Lassen Sie eine solche Entwicklung in Ihrem Leben nicht zu. Achten Sie nun bei Veränderungen besonders bewusst auf die Qualität der Energien, denen Sie in Ihrem Leben Raum geben.

Immer wenn sich etwas auflöst, bietet sich die Chance zur Heilung. Ängste, blockierende Vorstellungen, Hürden, Albträume können sich in diesen Wochen ebenso auflösen wie eine nicht mehr akzeptable Situation. Zögern Sie nicht, Missstände anzusprechen. Vielleicht finden Sie heraus, dass der Missstand nur ein Missverständnis war, das ohne Ihre Initiative nicht geklärt worden wäre.

Sie können mit überraschenden Meinungsänderungen konfrontiert werden, oder Ihre eigene Meinung in einer wichtigen Angelegenheit ändert sich. Seien Sie konsequent in Ihrer neuen Sichtweise oder bei Entscheidungen und bitten Sie auch andere darum. Unentschiedenes Hin- und Herschwanken ist ein Risiko dieser Zeit. Seien Sie auch bereit, für Ihre Wahrheit und Ihre Interessen einzustehen. Jetzt geht es nicht um kurzfristige Vorteile oder Vermeidung von Unliebsamen oder Gefürchteten. In diesem Monat können Sie den Weg für eine bessere Zukunft ebnen. Förderung und Chancen können privat wie beruflich auf Sie zukommen. Ergreifen Sie sie beim Schopf. Neue Ideen suchen ihren Weg. Kreativ arbeitende Menschen werden in dieser Zeit besonders schöpferisch sein.

 

Worum es auf der globalen Ebene geht

 

»Reality Crash« in der EU

 

»Die EU ist eine wirtschaftliche und demokratische Katastrophe. Der Euro hat schon Millionen von Menschen in Schwierigkeiten gebracht. In Zukunft werden Hunderte Millionen betroffen sein, weil das ganze Projekt auf einer Lüge beruht.«

– Nigel Farage

 

Kaum zu glauben, aber wahr: Man nehme eine schlechte Nachricht, verpacke sie in einen hübschen Karton und mache ein Schleifchen darum. Schon wird eine gute Nachricht daraus. Zum Beispiel die, dass Portugal – und danach auch Spanien – seine Staatsanleihenauktion im Januar gut über die Bühne gebracht habe. Das »Geschenk« erinnert allerdings mehr an die Büchse der Pandora, aus der alle Übel entwichen, als sie geöffnet wurde. »Vom Volumen her waren die 1,25 Milliarden Euro ein Kleckerbetrag, sodass es niemanden ernsthaft erstaunt haben dürfte, dass die Emission gut gelaufen ist, zumal auch China, Japan und Brasilien sich beteiligt haben«, kommentierte der Fondsberater Thilo Müller von MB Fund Advisory die portugiesische Auktion. Im Vorfeld griff die Europäische Zentralbank dem hoch verschuldeten Land unter die Arme. Die EZB kaufte kräftig Staatsanleihen, um die Märkte zu beruhigen. Trotzdem musste Portugal den Anlegern hohe Zinsen bieten: zwischen 5,4 und 6,7 Prozent je nach Laufzeit.

Macht man die EU-Büchse der Pandora auf, ergibt sich folgendes Bild: Die PIIGS-Staaten Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien müssen sich in den nächsten zwölf Monaten rund 518 Milliarden Euro am freien Kapitalmarkt beschaffen. 360 Milliarden Euro braucht die Bundesrepublik, Italien 301 Milliarden, Frankreich 287 Milliarden und Spanien 136 Milliarden Euro. Wie sehen Sie die guten Nachrichten jetzt?

 

Keiner will den Euro

Die krisengeschüttelte Währung hat ihren Glanz verloren. Die Tschechen, deren Staatspräsident Václav Klaus sich ohnehin bis zum letzten Augenblick gegen einen Beitritt gesträubt hatte, wollen den Euro nicht mehr übernehmen. Das gleiche gilt für Polen. Auch die Schweden wollen ihre Krone lieber behalten, die Briten ihr Pfund und die Norweger wollen noch nicht einmal in die Europäische Union, geschweige denn den Euro.

Es herrscht allgemeine Euro-Unlust und die geretteten Länder möchten dem Rettungsjoch wieder entkommen. Die Anlagemärkte sind in Aufruhr. Die Financial Times berichtete unter dem Titel »Griechenland liebäugelt mit einem Schuldenschnitt«: »Ein Rückkauf staatlicher Schuldtitel durch Griechenland oder auch Irland gehört zu den Optionen, die auf EU-Ebene derzeit durchgespielt werden, um die Eurozone zu stabilisieren. Damit reagieren die Staaten auf die anhaltende Verunsicherung an den Märkten. Diskutiert wird unter anderem, den Euro-Rettungsfonds European Financial Stability Facility (EFSF) Staatsanleihen der Länder kaufen zu lassen. Auch eine Variante, bei der die EFSF Griechenland günstige Kredite gibt, damit das Land einen Rückkauf finanzieren kann, ist im Gespräch.«

Der Stein rollt den Berg hinunter und gewinnt an Fahrt. »Beruhigende« Nachrichten gelten nur noch kurz. Es reicht nicht mehr, die bankrotten Länder über die Runden zu bringen. In erster Linie müssen die Märkte beruhigt werden, deren Macht zu einer Größe geworden ist, der die Staaten hilflos gegenüberstehen. Denn nach jeder Rettungsaktion holten die Investoren und Spekulanten nur kurz Luft, um dann wieder ihrem Misstrauen Ausdruck zu verleihen. Beruhigung der Märkte, das wird das oberste Ziel der EU in diesen Wochen sein.

 

Trendsetter Irland

Irland hat sich inzwischen selbst geholfen. Das Land druckt nun seine eigenen Euros. 51 Millionen Euro hat die irische Notenbank aus dem Hut gezaubert und verleiht sie an notleidende irische Banken. Die Aktion ist rechten, »wenn die Europäische Zentralbank im Vorfeld informiert wird und ihre Zustimmung gibt«, erklärte ein Sprecher der EZB. Die Notkredite der EZB an Irland sind entsprechend gefallen. Bloomberg titelte: »Die Iren liefern 51 Millionen weitere Gründe, Staatsanleihen zu meiden«.

Fässer ohne Boden

Die Währungsunion ist ein Sack hüpfender Flöhe, die sich zunehmend dagegen wehren, eingesperrt zu werden. Italien lehnt es ab, seinen Schuldenberg zügig abzubauen und blockiert damit einen schärferen Stabilitätspakt, der einstimmig von allen 27 EU-Mitgliedstaaten genehmigt werden muss. Brüssel wird auf alle Probleme mit massivem Druck reagieren. Weiterhin sollen Fässer ohne Boden abgedichtet werden, ob die Fässer dies wollen oder nicht. Wie in der letzten Prognose angekündigt, werden unter dem Motto »Eindämmung der Euro-Krise« neue Wege ersonnen, um Rettungsgelder zu mobilisieren. Auf den ersten Blick sieht es nach einer Variationsbreite an Lösungen aus. In Wahrheit bedeuten sie jedoch alle das gleiche: Man sucht nach Möglichkeiten, mit mehr Fiatgeld eine (Schein-)Stabilität zu schaffen, wie sich am obigen Beispiel Griechenland erkennen lässt. Es ist ein Spiel auf Sicht, denn längerfristig kann niemand die komplexen systemischen Wirkungen überblicken, geschweige denn kontrollieren.

 

Die Lage eskaliert

In diesem Neumondmonat wird die Situation weiter eskalieren. Wir werden einige »blaue Wunder« erleben. Die Finanzierungsprobleme Italiens, Spaniens, Portugals, Griechenland und Zyperns werden drängender. Unruhen in Frankreich und/oder ein Meinungsumschwung sind zu erwarten. Mit geradezu missionarischem Drang werden die EU und besonders Frankreich mehr Transferleistungen und Rettungsaktionen fordern, die den Ländern aufgezwungen werden. Im Falle Griechenlands bedeutet das eine Umschuldung, das heißt das Eingestehen der Zahlungsunfähigkeit und Umschuldungsangebote, bei der die Gläubiger auf Teile ihrer Investitionen verzichten. Der griechische Premierminister George Papandreou hatte sich stets gegen eine Insolvenz seines Landes ausgesprochen. Nun wurde bekannt, dass höchste EU-Kreise, der Internationale Währungsfonds und die Europäische Zentralbank längst an einer Umschuldung arbeiten.

Das Geldvolumen wird deutlich ausgeweitet werden. Es wird um Geld und Garantien von den »reichen« Ländern gehen – fällt Ihnen eines ein außer Deutschland? Das selbst bis über die Halskrause verschuldet ist? Dessen Arbeitsmarkt mitnichten so gut aussieht wie behauptet? Noch wehrt die Regierung ab, denn Landtagswahlen stehen ins Haus. Noch bestehen die deutschen Politiker auf Stabilitätskriterien und Sparmaßnahmen. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, und die Bundesregierung wird einlenken. Wieder einmal steht eine Meinungskehrtwende an. Der zu leistende deutsche Beitrag wird sich bis zur Schmerzgrenze erhöhen. Die Bunderepublik wird durch ihre Zusagen einen kostspieligen Imagegewinn erfahren. Die Chance bestünde, aus der EU und dem Euro auszusteigen oder andere Länder dazu aufzufordern. Doch Bundeskanzlerin Merkel ist sich einig mit Frankreichs Präsident Nicholas Sarkozy: Der Euro muss unter allen Umständen gerettet werden. Die Hintergründe der ehrenvollen Mission dürften vor allem darin liegen, dass Deutschland (und auch Frankreich) in der Schuldenfalle sitzen. Deutsche Banken haben sich mit Summen in den im Kern bankrotten Staaten engagiert, die sie niemals abschreiben könnten. Ohne Eingreifen des Staates wären sie schlichtweg pleite.

Das Inflationsgespenst wird kräftig an die Wand gemalt werden. Steigende Energie- und Lebensmittelpreise sind der Anlass dafür. Die Frage, ob es im Euroraum aber wirklich zu einer Inflation kommt, ist damit nicht entschieden, denn Inflation bedeutet, dass eine sehr große Menge Geld in der Realwirtschaft zirkuliert. Bisher ist von dem zur Länderrettung geschöpften Geld vergleichsweise wenig dort angekommen. Die steigenden Preise sind mehr auf Missernten und politische Entwicklungen zurückzuführen, als auf eine gestiegene Kaufkraft.

Heute, am 31. Januar 2011, kurz vor Neumond – ich schreibe gerade an der Prognose – kommen bereits die ersten Nachrichten über einen ersten Kurswechsel der Kanzlerin: Merkel plant Euro-Regierung (die sie bisher abgelehnt hatte) und: EU senkt Zinsen für Sorgenkinder. Wie sagte schon Konrad Adenauer: »Auch Sie, meine Herren vom Parlament, können mich nicht daran hindern, über Nacht klüger zu werden.«

Die Sanddüne, auf der die EU aufgebaut ist, erodiert weiter. Übrigens zweifeln auch ranghohe EU-Politiker an der Zukunft des Euro. Ihre interne Verhaltensempfehlung lautet: »Tauschen Sie Euro gegen Edelmetalle«.

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