Saturday, 30. August 2014
03.12.2010
 
 

Stimmen Sie sich mit dem Neumond auf die nächsten vier Wochen ein: Prognose für die Neumondphase vom 5.12.2010

Brigitte Hamann

Am 5. Dezember um 12.35 Uhr schließt sich der zyklische Kreis zwischen Mond und Sonne erneut. Von der Erde aus gesehen steht der Mond wieder an der gleichen Stelle wie die Sonne, sodass ihr Licht ihn für etwa 35 Stunden völlig überstrahlt. Es ist Neumond. In diesem Saatstadium wird geboren, was der Mond auf seiner neuen, monatlichen Reise durch den Tierkreis in die Welt bringen wird. Es ist eine geheimnisvolle Zeit, die die Stimmung auf der Erde für diesen Zeitraum prägt. Aus ihr gehen die Ereignisse, Aufgaben und Chancen für den Einzelnen und die Welt als Ganzes hervor.

Astrologisches

Jeder Grad auf dem Tierkreis gehört nicht nur zu einem Tierkreiszeichen, sondern hat auch eine eigenständige Bedeutung, die sich auf den Neumond auswirkt. Zusammen mit den Aspekten zwischen den Planeten ergibt sich von Neumond zu Neumond eine besondere Zeitqualität, die wir am Horoskop ablesen können. Sie zeigt, worum es während des Neumondmonats gehen wird und welche Aufgaben und Chancen auf uns warten. Der aktuelle Neumond findet auf 13,5 Grad Schütze statt, ein Bereich auf dem Tierkreis, der von den Planetenprinzipien Sonne und Mars geprägt wird.

 

 

Worum es für Sie persönlich geht

 

Wer hinter die Puppenbühne geht, sieht die Drähte.

Wilhelm Busch

Wenn Sie Pläne haben, ein Projekt in Angriff nehmen oder etwas durchsetzen wollen, ist nun eine günstige Zeit. Sie sind zu einer großen Konzentration fähig und können mit Förderung rechnen oder fördern selbst andere. Hüten Sie sich jedoch vor einseitigen Beurteilungen und gedanklichen Fixierungen. In dieser Zeit reagieren die Menschen stark auf Demagogie, Schreckensbilder und Schuldzuweisungen. Rechnen Sie mit überraschenden Entwicklungen. Andere oder Sie selbst werden in diesem Neumondmonat ihren Kurs sehr plötzlich ändern, vor allem, wenn es um die Durchsetzung oder Verteidigung persönlicher Interessen geht.

Nach wie vor begünstigt die Zeitqualität das Auftauchen verborgenen Wissens und geheimer Informationen. Der Wunsch, hinter die Kulissen zu schauen – auch in der eigenen Seele – bewegt die Menschen. Am besten gelingt dies, wenn wir unsere Erwartungshaltung beiseitelassen, so wie es nötig ist, um ein Koan, jenen rätselvollen Spruch im japanischen Zen-Buddhismus, zu erfassen.

War es Ihnen möglich, Ihre Fragen im vergangenen Neumondmonat einmal wie ein Koan zu betrachten? Wenn ja, welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht? Und was bedeutet das genau? Ein Koan kann nicht mit dem Verstand erfasst werden. Wenn Sie auf diese Weise mit Problemen umgehen, gestatten Sie sich einen vorurteilsfreien Blick. Sie verzichten auf Ihre Vorannahmen, die Sie dazu bringen, ein Problem mit dem gleichen Denken lösen zu wollen, durch das es entstanden ist. Albert Einstein machte in seinem berühmten Zitat »Man kann ein Problem nicht mit den gleichen Denkstrukturen lösen, die zu seiner Entstehung beigetragen haben« deutlich, dass das nicht möglich ist.

 

 

Worum es auf der globalen Ebene geht

 

Bundesrepublik und EU

Eines kann nicht sein: Bei den Konzernen in Schieflage kommt Frau Merkel, beim Mittelständler in Not kommt der Gerichtsvollzieher.

Rainer Brüderle

 

Der EU-Gipfel vom 28. November brachte nichts von dem, was Angela Merkel versprochen hatte. Statt mit einer »Schärfung« des Stabilitätspakts kam sie »mit der unbegrenzten Fortführung des eigentlich befristeten Euro-Rettungsschirms vom EU-Gipfel zurück. Die Finanzpolitiker im Euro-Raum haben versagt«.

Wir sind in der Transferunion angelangt. In Udo Ulfkottes Artikel »Staatsfeind Nr. 1 – der Staatsbürger« (veröffentlicht in der 48. Ausgabe von KOPP Exklusiv) zeigt eine Grafik das Schuldennetz Europas und erläutert die Situation im Detail. Die Banken und Regierungen Italiens, Spaniens, Irlands, Griechenlands und Portugals »schulden sich gegenseitig viele Milliarden Euro und haben darüber hinaus auch größere Schulden bei Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Deutsche Banken sind wesentlich mit rund einer halben Billion Euro beteiligt, was sicher nicht der unwichtigste Grund für die Bundesregierung ist, »Bailouts« zu forcieren.

Ein finanzieller GAU rollt heran. Nun ist nicht mehr nur von den bisher genannten Ländern die Rede – auch Frankreich und Belgien stehen jetzt auf der Liste der möglichen Bankrotteure. Die aktuelle Höhe des Rettungsschirms wird nicht ausreichen. Ungeachtet der Tatsache, dass die rechtliche Situation des neuen Rettungsschirms in keinster Weise geklärt ist, werden die EU-Regierungschefs bei ihrem nächsten Treffen im Dezember die Summe ausweiten. Brüche des Vertrags von Maastricht und »Änderungen« des Lissabonvertrages werden zur Tagesordnung. Ende Januar/Februar 2011 ist mit extrem einschneidenden Ereignissen in der Eurozone zu rechnen. Vorstellbar ist die Androhung der Bundesrepublik, aus dem Euro auszusteigen oder die Aufforderung, Länder auszuschließen. Die österreichische Zeitung DiePresse veröffentlichte am 30. November einen aufschlussreichen Artikel, in dem die D-Mark als die »deutsche Atombombe« bezeichnet wird, der man politisch den Garaus gemacht hat.

Dass Deutschland der Zahlmichel der EU ist, weiß inzwischen jeder. Bedenken Sie: Weder die Europäische Zentralbank (EZB) noch die Bundesrepublik verfügen über die Beträge, die zur Rettung anderer Staaten (und ihrer Banken) nötig sind. Es müssen immer neue Schulden gemacht werden, für die Zinsen zu zahlen sind und für die die Steuerzahler aufkommen müssen. Europa ist dabei, sein eigenes QE2, seine eigene »Geldruckmaschine« zu schaffen. Immer mehr Medien stellen die Frage, wie ein neues, anderes Europa aussehen würde. Zum Beispiel fragt die Financial Times ihre Leser: »Was halten Sie von einer ›Kern-Euro-Zone‹ ohne die PIGS-Staaten

Inzwischen träumt der Ministerpräsident Russlands, Wladimir Putin, von einem gemeinsamen Markt mit der EU, der jedoch mit Fug und Recht in einem Kommentar der Financial Times

als Albtraum bezeichnet wird, bei dem es nur darum gehe, den russischen Firmen europäische Märkte zu erschließen.

 

USA: Rettungsschirm für den Dollar gefällig?

Das Rückgrat ist bei manchen Politikern unterentwickelt – vielleicht weil es so wenig benutzt wird.

Margaret Thatcher

 

In der letzten Neumondprognose kündigte ich eine »Kurswende in der Politik Russlands, die sich auch in Währungsfragen und in der Geldpolitik bemerkbar machen wird« an. Auch sagte ich voraus, dass es in China »verstärkt um Währungs- und finanzpolitische Fragen gehen wird.« Was geschah, war ein Schlag ins Kontor der USA, den die Mainstream-Medien kaum zur Kenntnis nahmen: China und Russland steigen aus dem Dollar aus. Die beiden Nationen lassen den Dollar als Abrechnungswährung in ihren Handelsbeziehungen fallen.

Natürlich betonten beide Länder, der Schritt sei nicht gegen die USA gerichtet, sondern spiegle nur die verbesserten Beziehungen zwischen Peking und Moskau wieder. Tatsache ist: Sie zeigten Washington ganz freundlich und ganz einfach die kalte Schulter. Es ist noch nicht lange her, da wäre ein solcher Affront undenkbar gewesen. Heute müssen die Amerikaner kleinlaut in der Ecke sitzen und sich den Supermachtstatus Scheibchen für Scheibchen wegnehmen lassen. Russland hält Teil seiner Devisenreserven nun in kanadischen Dollars. Der australische Dollar gilt als weitere Option. Währungsdiversifizierung und weg vom Dollar ist die Devise.

Auch der Iran nimmt nun bei seinen Handelsgeschäften keine Dollar mehr entgegen.

Damit brechen riesige Dollarmärkte weg, was einen enormen Vertrauensverlust in die Weltreservewährung nach sich ziehen wird. Eines könnte den Amerikanern allerdings an diesem Spiel »in den Kram passen«: Wenn trotz des Dementis des US-Notenbank-Chefs Bernanke eine Dollarabwertung das Ziel ist, durch das es möglich wird, zumindest einen Teil der Schulden auf die Gläubiger abzuwälzen, dann trägt die aktuelle Entwicklung dazu bei. Gegenüber einer Reihe von Währungen hat der Dollar stark verloren, und nur die Eurokrise produziert ein scheinbar anderes Bild.

Einen weiteren Affront leisteten sich die Chinesen kurz vor dem Treffen der G 20: Die chinesische Rating-Agenur Dagong Global Credit Rating stufte die Kreditwürdigkeit der USA von AA auf A-plus herunter und kündigte an, dass eine weitere Herabstufung denkbar sei. Diverse Berichte der UNO und des IWF, die bereits mehrfach vorgeschlagen haben, den Dollar »als Reservewährung zu verschrotten«, gehen in die gleiche Richtung.

Mit dem Abkommen zwischen China und Russland ist der Umbau des Weltwährungssystems – unbeachtet von der breiten Öffentlichkeit – in eine neue Phase eingetreten. Wie dringlich eine solche Veränderung ist, zeigt sich daran, dass »die amerikanische Notenbank Fed erstmals größter Gläubiger der USA ist. Nach Angaben verschiedener US-Zeitungen besitzt die Fed per Ende September US-Staatsanleihen im Umfang von 891,3 Milliarden US-Dollar und damit erstmals mehr als die Volksrepublik China. »Die USA sind nun zum ersten Mal ihr größter Schuldner und Gläubiger gleichzeitig« (KOPP-Nachrichten vom 30.11.2010). Eine Tabelle von www.agorafinancial.com zeigt außerdem, dass die Fed inzwischen 94,2 Prozent (!) der Bond-Neuemissionen aufkauft.

In diesem Neumondmonat wird sich die Situation in den USA in mehrfacher Hinsicht verschärfen. Die offizielle Arbeitslosigkeit beträgt nach wie vor 10 Prozent. Fed-Chef Bernanke warnt vor einer dramatisch hohen Arbeitslosigkeit, die zu »ernsthaften sozialen Konsequenzen führen könne«. Außerdem ist die Arbeitslosenunterstützung von zwei Millionen Arbeitnehmern soeben ausgelaufen.

Die Immobilienpreise fallen weiter, um 10–15 Prozent jährlich. Die Rate könnte sich jedoch auch schnell erhöhen. Es wird kaum Nachfrage nach Bauobjekten geben und eine Reihe auch größerer Wohnungsbauunternehmen gehen bankrott. Die Unternehmensinsolvenzen steigen stark an. Die Schuldenlast eines oder mehrerer US-Staaten wird sich als untragbar erweisen. Über Wikileaks werden weitere Informationen veröffentlicht. Ein internationaler Eklat ist denkbar, der die USA zu Beschwichtigungsschritten zwingt.

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