Astrologisches
Jeder Grad auf dem Tierkreis gehört nicht nur zu einem Tierkreiszeichen, sondern hat auch eine eigenständige Bedeutung, die sich auf den Neumond auswirkt. Zusammen mit den Aspekten zwischen den Planeten ergibt sich von Neumond zu Neumond eine besondere Zeitqualität, die wir am Horoskop ablesen können. Sie zeigt, worum es während des Neumondmonats gehen wird, und welche Aufgaben und Chancen auf uns warten. Der aktuelle Neumond findet auf 13,5 Grad Steinbock statt, ein Bereich auf dem Tierkreis, der nicht nur vom Steinbock, sondern auch hochwirksam von der Kombination der Planetenprinzipien Sonne und Pluto geprägt wird.
Dieser Neumond ist jedoch etwas Besonderes: Er wird am Morgen bis zu drei Viertel der Sonne bedecken. Die partielle Sonnenfinsternis ist bei klarem Wetter in fast ganz Europa, Teilen Asiens und in Nordafrika zu sehen. Sie ist ein Zeichen dafür, dass die Ereignisse dieses Neumondmonats besonders aussagekräftig für den weiteren Verlauf Ihrer persönlichen wie auch der globalen Angelegenheiten sind.
Worum es für Sie persönlich geht

»Wer neue Heilmittel scheut, muss alte Übel dulden.«
– Francis Bacon
Seien Sie in diesem Neumondmonat besonders sorgfältig. Neue Ideen und Chancen liegen in der Luft, manche davon sind Trugbilder. Sie könnten der Illusion erliegen, eine wie auch immer geartete »Baustelle« in Ihrem Leben zufriedenstellend gelöst zu haben, doch die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich neue Schwachstellen auftun. Vielleicht müssen Sie ein Projekt, eine Beziehung oder eine Planung aufgeben, um zu einer guten und soliden Weiterentwicklung zu gelangen. Zögern Sie nicht. Ihr Opfer wird belohnt werden. Nehmen Sie nochmals eine Zeit des Nachdenkens, bevor Sie diesen Schritt tun. Schütten Sie nicht das Kind mit dem Bade aus. Verfolgen Sie die vielleicht verworrenen Pfade, die zu der gegenwärtigen Situation geführt haben. Bemühen Sie sich um einen vorurteilsfreien Blick. Prüfen Sie, inwieweit Sie bisher Illusionen nachgegeben haben, die Ihre Wünsche zu unterstützen schienen. Gehen Sie überlegt mit Ihren Ressourcen um. Jede Form von Verschwendung, sei sie emotional, energetisch oder materiell, führt nun zu unguten Ergebnissen. Akzeptieren Sie Beschränkungen und Erfahrungen, auch wenn sie enttäuschend sind. Stellen Sie sich auf überraschende Wendungen des Geschehens ein. Nun ist die Zeit besonders günstig für einen unerwarteten Glücksfall, aber auch für eine plötzliche Veränderung in eine Richtung, die Sie zumindest zum aktuellen Zeitpunkt so nicht wollen. Machen Sie sich den Spruch »Wer weiß, wofür es gut ist« zu Eigen. Der Wert mancher Ereignisse lässt sich erst erkennen, wenn wir ein Stück des Weges weiter gegangen sind.
Worum es auf der globalen Ebene geht
Bundesrepublik und EU

»Der Bau von Luftschlössern kostet nichts. Aber ihre Zerstörung ist sehr teuer.«
– Francois Mauriac
Für den weiteren Verlauf der Dinge ist es wichtig, einen astrologischen Zusammenhang zu kennen, der für astrologisch nicht Versierte zunächst ungewohnt sein mag. Da Brüssel sowohl die Hauptstadt von Belgien als auch der Hauptsitz der Europäischen Union ist, gilt das Neumondhoroskop für Brüssel immer für beides. Wenn Sie sich nun fragen, wie das möglich sein soll, so lautet die Antwort: Belgien und die EU teilen ein analoges – nicht ein identisches – Schicksal. Zwischen beiden verläuft die Entwicklung ähnlich. Nicht umsonst steht Belgien, wie in meiner Neumondprognose vom 8. September 2010 angekündigt, nun mit hoher Wahrscheinlichkeit vor einer Teilung.
Diese Schicksalsverbindung zwischen Belgien und der EU als Ganzes hat auch der britische Politiker Nigel Farage intuitiv erfasst. Farage ist seit 1999 Mitglied des Europäischen Parlaments und einer der beiden Vorsitzenden der europaskeptischen Fraktion »Europa der Freiheit und der Demokratie«. In seiner jüngsten Rede äußerte er: »Wir können Ende 2010 nicht nur die Lage der Union, sondern auch die Belgiens betrachten. Seit sechs Monaten sitzt der amtierende belgische EU-Ratspräsident hier und erzählt uns, dass wir uns umfassender integrieren sollen. Was für eine Farce! Sie haben seit Juni keine Regierung in ihrem eigenen Land. Hier versucht eine Nichtnation unsere Nation abzuschaffen. Das ist doch wirklich eine Farce! Aber niemand traut sich, das zuzugeben, weil sie´s nicht wahrhaben wollen. Belgien ist ein Mikrokosmos der ganzen EU. Belgien zerfällt in Stücke und der Rest wird folgen.«
Wie richtig Nigel Farage liegt, lässt sich schnell erkennen, wenn man seine früheren Beurteilungen liest. Im Januar 2009 wurde er ausgelacht, als er die Griechenland-Krise prognostizierte: »Meine Damen und Herren, feiern Sie nur schön den zehnten Jahrestag des Euro, denn ich bezweifle sehr, dass Sie seinen 20. feiern werden«, waren damals seine Worte. »Die Eurozone musste bisher noch keiner Belastungsprobe standhalten. Sie steht jedoch kurz davor. Spanien ist in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Italien, so haben deutsche Wirtschaftswissenschaftler mehrfach geäußert, hätte dem Euro gar nicht erst beitreten dürfen ... Aber es ist die Situation in Griechenland, auf die wir meiner Meinung nach unsere Aufmerksamkeit richten müssen.«
Luftnummer Europäische Union
Die Währungsunion ist durch Betrug und Täuschung zustande gekommen, und sie stand deshalb von Anfang an auf tönernen Füßen. Deutschland, damals unter Helmut Kohl, ließ sich über den Tisch ziehen. Mehr
dazu können Sie in Dr. Bruno Bandulets ausgezeichnetem Buch Die letzten Jahre des Euro erfahren. Im Januar und in den kommenden Monaten wird das Gefährt Eurozone so kräftig schlingern, dass sich irreparable Bruchstellen bis zum Zerfall bilden. Dieses Auseinanderbrechen habe ich in meiner Prognose zur totalen Sonnenfinsternis vom 11. Juli 2010, die für den Zeitraum bis zum 13. November 2012 gilt, angekündigt. Immer mehr Medien sehen inzwischen die Möglichkeit eines Zerfalls der Eurozone und fragen, was eine Rückkehr zur D-Mark für Deutschland bedeuten würde.
Nach der Griechenland-Krise gab es eine kurze Verschnaufpause. Im August 2010 hatte ich geschrieben: »Europa ist vorübergehend ›stabilisiert‹. Die extrem kritischen Auslösungen, die bereits die Eurokrise markierten, beginnen ab November wieder zu greifen und sind Anfang Februar exakt.« Die Konstellationen in den Horoskopen des Lissabon-Vertrags (sowohl der Unterzeichnung als auch des Inkrafttretens), die die Griechenland-Krise in der ersten Jahreshälfte 2010 begleitet hatten, wiederholen sich. Was war damals geschehen? Am 10. Mai 2010 wurde eine schwerwiegende Entscheidung getroffen: Die Europäische Zentralbank (EZB) ließ ein Tabu fallen und begann wie die Fed und die Bank of England Staatsanleihen aufzukaufen – die erste Runde des Quantitative Easing (QE) im Stile der USA.
Im November 2010 beschlossen die EU-Regierungen einen Rettungsschirm für Irland, das niemals in die EU und auch nicht gerettet werden wollte. Im Dezember folgte die Einrichtung eines dauerhaften und unbegrenzten Rettungsschirms ab 2013, wenn der aktuelle ausläuft. Inzwischen ist auch die EZB pleite. Die Presse titelte: »EZB pumpt Euro-Staaten um Geld an«. Geld, Geld, Geld …, immer größere Summen werden notwendig, die immer weniger Ergebnisse bringen.
Der amerikanische Schriftsteller und Philosoph Henry David Thoreau sagte einmal: »Wenn man Luftschlösser gebaut hat, muss man seine Arbeit daran nicht als vertan abschreiben. Luftschlösser gehören in die Luft. Nun errichte man darunter das Fundament.« Diese Arbeit wurde nicht nur in der Europäischen Union versäumt.
Sturm voraus
In der EU steht großer Wirbel bevor. Die anstehenden Ereignisse werden mehr vom Selben nötig machen, eine Ausweitung der Rettungsmaßnahmen: mehr Aufkauf von Staatsanleihen, eine Erhöhung des aktuellen Rettungsschirms, Eurobonds, die bisher abgelehnt wurden, oder etwas Neues, das sich die Regierenden erst ausdenken. In Europa wird die Gelddruckmaschine angeworfen; nur dass »Geld drucken« nicht bedeutet, dass mehr Scheine in die Hände des Verbrauchers und von Unternehmen gelangen, die sie ausgeben und so für Wirtschaftswachstum – und auch für eine Inflation – sorgen könnten. Das neue Geld fließt stattdessen als Giralgeld in die maroden Bilanzen von Banken, die in Staatsanleihen bankrotter Staaten und in anderen faulen Papieren engagiert sind, in die Staatskassen und in den Kapitalmarkt, auf dem spekuliert wird. Laut Angabe der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ist der Devisenhandel allein in den vergangenen drei Jahren um rund 20 Prozent gestiegen. Täglich werden im Durchschnitt vier Billionen US-Dollar umgesetzt. Das durchschnittliche Tagesvolumen beläuft sich demnach auf umgerechnet rund 3.128 Mrd. Euro. Diese Spekulationsblase wird häufig als Beweis für die Existenz einer Inflation gewertet – sie ist jedoch nur ein Symptom der Geldmengenausweitung, das mit der Realwirtschaft wenig zu tun hat.
Irland und Griechenland wurden – vielleicht – gerettet. Es stehen jedoch so viele Kandidaten in Reihe mit weiterem Rettungsbedarf, darunter Schwergewichte wie Italien, Spanien und Frankreich, dass jede Maßnahme wie der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein ist. Der Versuch, den Euro zu retten und die bankrotten Staaten zu stützen, ist, als wäre die EU Atlas aus der griechischen Mythologie, der das Himmelsgewölbe auf seinen Schultern tragen musste, nur mit dem Unterschied, dass Atlas zu den Giganten zählte, die EU hingegen nicht. Man wird alle Register ziehen. Statt den Weg zu gehen, den Euro-Mitgliedern ihre Eigenständigkeit zurückzugeben, sodass sie ihre Misere selbst durch flexible Anpassung ihrer Währungen austarieren können, wird es den Versuch einer größeren Zentralisierung und mehr »Schecks« geben, die verteilt werden. Die hohe und einseitige Belastung Deutschlands wird zu einer Krisensituation führen.
Überall brodelt es. Portugal, das vor einer Refinanzierung steht, wird größte Probleme haben, seine Staatsanleihen zu platzieren. Die Probleme in Italien, Spanien und Griechenland verschärfen sich. Es könnte um die Frage gehen, ob Athen die Eurozone verlässt. Auch in Frankreich stehen unerfreuliche Nachrichten an. Andere Staaten wie Tschechien und Polen haben das Interesse daran verloren, der Eurozone beizutreten. Schweden und England winken ohnehin ab. Mehr dazu finden Sie in Niki Vogts Artikel »Wird der Euro zum Spielgeld?« in der 52. Ausgabe von KOPP Exklusiv. Eine erneute »kleine« Änderung des Lissabon-Vertrages wird voraussichtlich im Januar oder Februar anstehen. Doch der Januar ist nur ein Vorgeplänkel. Im Februar fallen entscheidende Würfel.
USA: Vereinigte Pleiten von Amerika
»Wenn ein Kolonialwarenhändler in seinem kleinen Laden so viele Dummheiten und Fehler machte wie die Staatsmänner und Generäle in ihren großen Ländern, wäre er in spätestens vier Wochen bankrott.«
– Erich Kästner
Unter diesem Titel veröffentlichte die Wirtschaftswoche am 14. Dezember 2010 einen Artikel zu der kaum beachteten schweren Krise bei den US-Kommunalanleihen. In dieser Neumondphase wird die desolate Situation der amerikanischen Staatsfinanzen die Weltöffentlichkeit beschäftigen, ebenso wie die Täuschungsmanöver der Regierung, der Fed und anderer Banken. Ein Auslöser könnte in der von WikiLeaks angekündigten Veröffentlichung von kompromittierenden Daten einer amerikanischen Großbank liegen, zum Beispiel jener der Bank of America.
Mehr über die anstehende Entwicklung in den USA finden Sie in meinem Artikel »Die Mär von der Inflation – warum die USA auf dem Weg in eine Deflation sind«.
China
»Der Drachen lehrt: Wer hochsteigen will, muss es gegen den Wind tun.«
– Fernöstliches Sprichwort
Straffe Maßnahmen sind aus dem Reich der Mitte zu erwarten. Im Dezember waren bereits die Pkw-Zulassungen in Peking beschränkt worden, eine schlechte Nachricht vor allem für deutsche Autokonzerne. Die Exportquote für Seltene Erden wurde drastisch gesenkt. Diese 17 Metalle, von denen China 97 Prozent des Weltbedarf fördert, sind für die Herstellung elektronischer Produkte wie Computer, Smartphones, Laser, X-Ray-Systeme bis zu Energiesparlampen und Hybridfahrzeugen unersetzlich. Eine Erhöhung der Leitzinsen soll die Inflation eindämmen. Darüber hinaus »hilft China nach eigenen Angaben der EU und dem IWF bei der Beruhigung der Finanzmärkte«. Warum wohl dieses freundliche Angebot, von dem wir im Januar mehr hören werden? Lesen Sie dazu den Kommentar von Philipp Löpfe.
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