Sunday, 26. June 2016
14.02.2016
 
 

Forscher behaupten, Jesus Christus habe Kranke mit Marihuana geheilt

Daniel Barker

Einige werden die folgende Vorstellung vielleicht für abwegig halten oder lehnen sie eher ab, weil sie im Widerspruch zu ihren traditionellen Glaubensüberzeugungen steht, aber zahlreiche historische und wissenschaftliche Hinweise deuten darauf hin, dass Jesus selbst Cannabis konsumierte und es dazu einsetzte, Kranke zu heilen.

 

Im Februar 2010 veröffentlichte das Magazin High Times einen Artikel von Chris Bennett mit der Überschrift »War Jesus ein Stoner?«, d.h. hat er regelmäßig Cannabis konsumiert. Dort setzt er sich mit der Wahrscheinlichkeit auseinander, ob Cannabis ein Bestandteil des »Salböls« gewesen sein könnte, das Jesus und seine Jünger bei Ritualen und zu Heilzwecken einsetzten.

 

Bennetts Argumente wurden durch wissenschaftliche Arbeiten untermauert, die wissenschaftlich belastbare Hinweise lieferten, die seine These unterstützten. Seit Erscheinen des Artikels haben sich auch andere Forscher mit dieser Theorie beschäftigt und darüber diskutiert, und viele halten sie durchaus für wahrscheinlich. In dem High Times-Artikel hieß es:

»›Christus‹ ist das griechische Wort für den hebräischen Begriff ›Messias‹. Ins heutige Englisch übertragen, bedeutet dieses Wort ›der Gesalbte‹. Der Titel ›Christus‹ wurde nur denjenigen verliehen, die ›von Gott gesalbt‹, i.S.v. ›erwählt‹ wurden.

Dieses heilige Salböl enthielt nach einer Rezeptur, die in der ursprünglich hebräischen Bibel im 2. Buch Mose Exodus (30:22-23) beschrieben wurde, mehr als 2,7 Kilogramm einer Substanz namens kaneh-bosem, bei der es sich nach Ansicht vieler angesehener Etymologen, Linguisten, Anthropologen, Botaniker und anderer Wissenschaftler um Cannabis handelt, das in etwa sechs Litern Olivenöl zusammen mit verschiedenen anderen wohlriechenden Kräutern extrahiert wurde. Die in der Antike so Gesalbten wurden praktisch mit dieser kräftigen Mischung durchtränkt.«

 

Kaneh-bosem = Cannabis?

 

Kaneh-bosem hört sich tatsächlich wie der heutige Begriff »Cannabis« an, und es ist relativ unumstritten, dass diese Pflanze in der damaligen hebräischen Kultur vielfach genutzt wurde. High Times beruft sich dabei u.a. auf Carl P. Ruck, Professor für klassische Mythologie an der Universität Boston, der mit den Worten zitiert wird:

»Es gibt kaum einen Zweifel an der Bedeutung, die Cannabis für die jüdische Religion besaß… Man wird diese bedeutende Pflanze niemals lediglich als Faser für Textilien und Nähröle verwendet haben. Eine so einfach zu ziehende Pflanze wäre niemals unbeachtet geblieben… und schon bei ihrer Ernte wäre es zu entheogenen Reaktionen gekommen.«

 

Rituelle und medizinische Anwendungen von Cannabis

 

Der Begriff »entheogen« wurde von Prof. Ruck geprägt und bezieht sich auf jede Substanz, die dazu benutzt wird, spirituelle Erfahrungen zu bewirken. Die Benutzung derartiger Entheogene wie Cannabis, Peyote, und psilocybinhaltigen Pilzen wird mit der Entstehung praktisch aller Weltreligionen in Verbindung gebracht, und so überraschte es nicht, wenn Cannabis möglicherweise auch eine Rolle bei der Entstehung des Christentums spielte.

 

Bedenkt man die beinahe wundersamen Heileigenschaften von Cannabis, kann man die Bedeutung und Rolle der Pflanze leicht nachvollziehen. Wir beginnen gerade erst, die schier unzähligen Anwendungsmöglichkeiten von Cannabis wiederzuentdecken – Heilmittel, die seit Tausenden Jahren bekannt waren, aber das Wissen um sie ging in der von der Regierung erzeugten gegen Marihuana gerichteten Hysterie verloren, die in den USA seit mehr als 50 Jahren geschürt wird.

 

Glücklicherweise zeichnet sich gegenwärtig eine Wende ab, und die Diskussion um die Verbindung zwischen Christus und Cannabis ist nur ein Beispiel für die längst überfällige Neubewertung unserer kollektiven Glaubensüberzeugungen, die durch Propaganda vernebelt wurden.

 

Was würde Jesus tun?

 

Jeder, der mit der Geschichte der Bemühungen in den USA vertraut ist, Marihuana als illegal zu brandmarken, weiß, dass dies unmittelbar auf wirtschaftliche Interessen zurückgeht. Später dann nahm der gescheiterte »Krieg gegen Rauschgift« Fahrt auf, und die strafrechtliche Verfolgung von Marihuana-Konsumenten und -Händlern wurde zum großen Geschäft für Strafverfolgungsbehörden und die gewinnorientierte Gefängnis-Industrie.

 

Cannabis und die Hanfpflanze insgesamt bilden die Grundlage für zahlreiche kostengünstige, wirksame und auf erneuerbarer Grundlage erzeugte nutzbringende Produkte. Einige von ihnen besitzen geradezu wundersame Eigenschaften. Aber da dort für die großen Pharmakonzerne und andere einflussreiche Geschäftsinteressen nicht viel zu holen ist, kamen die Bemühungen um eine Legalisierung ins Stocken, zumal sie immer mit heftigem Widerstand zu kämpfen bekamen.

 

Man könnte sich einmal die Frage stellen, was würde Jesus heute tun? Dazu ein Auszug aus einem Artikel von Duncan Campbell vom 6. Januar 2003:

»Unter Berufung auf Stellen aus dem Neuen Testament erklärte Bennett, Jesus habe seine Jünger mit dem Öl gesalbt und sie ermutigt, das Gleiche auch mit ihren Anhängern zu tun. Dies könnte für die Heilung von Augen- und Hauterkrankungen verantwortlich sein, über die in der Schrift berichtet wird.

›Wenn Cannabis zu den Hauptzutaten des antiken Salböls gehörte [sic] und das Empfangen dieses Öls Jesus Christus und seine Anhänger zu Christen machte, dann sollte man die Verfolgung von Cannabis-Konsumenten als antichristlichen Akt betrachten‹, schloss Bennett.«

 

 

 

 

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