Saturday, 30. July 2016
17.01.2016
 
 

Eine-Welt-Religion: Papst Franziskus erklärt, alle größeren Religionen »begegnen Gott auf unterschiedliche Weise«

Michael Snyder

In einem erst vor Kurzem veröffentlichten Video gibt Papst Franziskus seiner festen Überzeugung Ausdruck, alle größeren Religionen bildeten unterschiedliche Wege zum einen Gott. Er erklärte, auch wenn die Gläubigen der verschiedenen weltweiten Religionen »Gott auf unterschiedlichen Wegen suchen oder ihm begegnen«, sei es wichtig, nicht zu vergessen, dass »wir alle Kinder des einen Gottes« seien.

 

Diese Äußerung ist nur das jüngste einer ganzen Reihe von Beispielen, die zeigen, dass der Papst die Vorstellung, eine Beziehung zu Gott sei nur über Jesus Christus möglich, völlig aufgegeben hat. Seit Beginn seines Pontifikats ist er damit beschäftigt, die Basis für die kommende Eine-Welt-Religion zu legen, und praktisch niemand scheint darüber besorgt oder aufgebracht zu sein.

 

Als ich zum ersten Mal von diesem neuen Video hörte, war ich so überrascht, dass ich dachte, es müsse sich um einen Scherz handeln. Aber dieses Video ist sehr real. Der folgende Auszug

stammt aus einem Artikel der Catholic News Agency:

»Die allererste Videobotschaft des Papstes im Zusammenhang mit seinen monatlichen Gebetsanliegen wurde am Dienstag veröffentlicht, und sie betont die Bedeutung des interreligiösen Dialogs und der Glaubensüberzeugung, die unterschiedlichen Glaubensrichtungen und ihren Traditionen gemeinsam sind, wie etwa das Gottesbild und die Liebe.

›Viele Menschen denken unterschiedlich, empfinden unterschiedlich, suchen Gott oder begegnen Gott auf unterschiedliche Weise. In dieser Vielfalt, dieser Bandbreite von Religionen gibt es nur eine Gewissheit, die wir alle teilen: Wir sind alle Kinder Gottes‹, sagte Papst Franziskus in seiner Botschaft, die am Epiphaniasfest [das Fest der Erscheinung des Herrn] am 6. Januar veröffentlicht wurde.«

Aber nicht nur Papst Franziskus ist in dieser Videobotschaft zu sehen und zu hören. In einem Teil des Videos bekennen führende Vertreter verschiedener weltweiter Religionen ihren Glauben an ihren jeweiligen Gott. Hier nun ein Auszug aus einem Artikel über diese Videobotschaft, der im Christian News Network veröffentlicht wurde:

»Das Video zeigt dann kurze Sequenzen mit Vertretern verschiedener Weltreligionen, die ihren Glauben an ihren jeweiligen Gott bekennen.

›Ich vertraue auf Buddha‹, erklärt ein weiblicher Lama.

›Ich glaube an Gott‹, sagt ein Rabbi.

›Ich glaube an Jesus Christus‹, bekennt ein Priester.

›Ich glaube an Allah‹, meint ein führender Muslim.«

Sind Sie jetzt schockiert?

 

Am Ende des Videos appelliert der Papst an die Gläubigen aller Religionen, miteinander in Dialog zu treten und zusammenzuarbeiten. Dazu die Catholic News Agency weiter:

»Nachdem der Papst noch einmal bekräftigte, dass alle Menschen unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit Kinder des einen Gottes sind, geben die Vertreter der verschiedenen Religionen ihrem gemeinsamen Glauben an die Liebe Ausdruck.

Am Ende der Videobotschaft drückt Papst Franziskus seine Hoffnung aus, dass die Zuschauer ›mein Gebetsanliegen dieses Monats verbreiten: Ein aufrichtiger Dialog zwischen Frauen und Männern unterschiedlicher Religionen und Glaubensrichtungen kann Früchte des Friedens und der Gerechtigkeit tragen. Ich vertraue auf eure Gebete.‹«

Papst Franziskus vertritt hier nicht zum ersten Mal eine derartige Überzeugung. Bereits zu Beginn seines Pontifikats gestattete er zum ersten Mal überhaupt, dass im Vatikan islamische Gebete und Lesungen aus dem Koran stattfanden. Und in einem früheren Artikel mit der Überschrift Papst Franziskus bekennt sich in New York zum Chrislam und schafft die Grundlage für eine Eine-Welt-Religion berichtete ich, dass Papst Franziskus bei seinem Besuch der St. Patricks Kathedrale in Manhattan keinen Zweifel daran ließ, dass Christen und Muslime nach seiner Überzeugung den gleichen Gott verehren. Und so eröffnete er seine Rede:

»Ich möchte in zweifacher Hinsicht mein Mitgefühl für meine muslimischen Brüder und Schwestern ausdrücken. Zum einen meine Grüße zum Opferfest, das sie gerade feiern. Ich hätte gewünscht, dass mein Gruß wärmer ausfiele. Und mein Gefühl der Nähe angesichts dieser Tragödie, die sie gerade in Mekka erleiden mussten. [Bei einer Massenpanik in Mina bei Mekka waren am Vortag mehr als 700 Pilger gestorben.] In solchen Momenten suche ich Halt im Gebet. Ich verbinde mich mit Euch allen. Ein Gebet zum allmächtigen Gott, dem gnadenvollen.«

Im Islam wird Allah oft auch als der »Barmherzige« (»ar-Rahim«) bezeichnet. Papst Franziskus benutzt nicht zum ersten Mal diese Wortwahl. So sagte er anlässlich seiner ersten »Begegnung mit Vertretern der Kirche und kirchlichen Gemeinschaften und der verschiedenen Religionen« als Papst:

»Herzlich begrüße ich auch Sie alle und danke Ihnen, liebe Freunde, die Sie anderen religiösen Traditionen angehören; vor allem die Muslime, die den einen, lebendigen und barmherzigen Gott anbeten und im Gebet anrufen, und Sie alle. Ich schätze Ihre Anwesenheit sehr: In ihr sehe ich ein greifbares Zeichen des Willens, in der gegenseitigen Achtung und in der Zusammenarbeit für das Gemeinwohl der Menschheit zu wachsen.

Die katholische Kirche ist sich der Bedeutung bewusst, welche die Förderung der Freundschaft und der Achtung unter den Menschen verschiedener religiöser Traditionen besitzt – ich möchte das wiederholen: Förderung der Freundschaft und der Achtung unter den Menschen verschiedener religiöser Traditionen –; das beweist auch die wertvolle Arbeit, die der Päpstliche Rat für den Interreligiösen Dialog leistet.«

Erkennen Sie allmählich, worum es hier geht?

 

Papst Franziskus ist überzeugt, dass alle Religionen unterschiedliche Wege zum selben einen Gott sind, und er ist sehr darum bemüht, eine Grundlage für die kommende Eine-Welt-Religion zu legen. Wenn man sich dieses Video angesehen hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass man diese Einschätzung bestreiten kann.

 

Aber es gibt auch einige religiöse Menschen, die Papst Franziskus nicht leiden kann. So bezeichnete er vor Kurzem christlichen Fundamentalismus als »eine Krankheit« und ließ keinen Zweifel daran, dass in der katholischen Kirche kein Platz für diese Auffassung sei.

Aber was genau versteht man unter »Fundamentalismus«?

 

Die englischsprachige Internetseite dictionary.com definiert »Fundamentalismus« als »eine religiöse Bewegung – insbesondere im Islam oder dem protestantischen Christentum –, die durch einen strengen Glauben an die wörtliche Auslegung der heiligen Schriften gekennzeichnet ist


Soll das heißen, dass Papst Franziskus christliche Gläubige ablehnt, die an die wörtliche Auslegung der Bibel glauben?

 

Scheinbar ist damit genau das gemeint. Und ohne Zweifel wären diese Christen auch diejenigen, die eine Eine-Welt-Religion, wie er sie offenbar anstrebt, ablehnen. Vor fast 2000 Jahren warnte der Apostel Johannes vor einer kommenden Eine-Welt-Religion, und heute erleben wir, dass sich diese Warnung erfüllt.

 

Wo wird das nur alles enden?

 

 

 


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