Saturday, 30. July 2016
21.04.2014
 
 

Noah bewirbt die Ansicht der luziferischen Gnosis, dass der Schöpfer unserer Welt böse ist

Michael Snyder

In dem neuen Hollywood-Blockbuster Noah wird der Schöpfer als böser, gemeingefährlicher Irrer dargestellt, der die Menschheit abgrundtief hasst. Die Schlange dagegen ist im Besitz des Geheimnisses, das der Menschheit den »göttlichen Funken« zurückgeben kann. Die meisten Christen – selbst diejenigen, die schlechte Kritiken über den Film schrieben – haben leider völlig die Aspekte der luziferischen Gnosis übersehen, die ganz offen in diesem Film propagiert werden.

Ich habe bereits darüber geschrieben, wie in Noah gefallene Engel zu den Guten gemacht werden, die Noah beim Bau der Arche helfen. Aber die okkulten Themen in diesem Film reichen viel weiter darüber hinaus. Regisseur Darren Aronofsky hat sehr versiert Elemente des Luziferismus, des Gnostizismus und der Kabbala in den Film eingebaut. Hunderte von Millionen Menschen aus aller Welt werden sich diesen Film im Laufe der nächsten Jahre ansehen und werden dabei ohne es zu wissen luziferischen Lehren ausgesetzt.

 

Es gibt viele verschiedene Strömungen der Gnosis, aber was ich »luziferische Gnosis« nenne, sieht den Schöpfer dieser Welt als ein böses Wesen, den Schöpfergott oder »Demiurgen«. Die Schlange hingegen ist ein gutes Wesen, das im Besitz des geheimen Wissens (der »Gnosis«) ist, mit dessen Hilfe die Menschheit den »göttlichen Funken« wiederentdecken wird, der ihr bereits innewohnt. So sehen dem englischen Wikipedia-Artikel zufolge die Gnostiker Gott:

Gnostizismus differenziert zwischen dem höchsten, unbekannten Gott und einem als Demiurgen tätigen Gott. Mehrere Strömungen des gnostischen Denkens stellen den Demiurgen als Wesen dar, das sich dem Willen des Höchsten Wesens widersetzt – sein Akt der Schöpfung erfolgt als unbewusstes Abbild des göttlichen Modells und ist deshalb grundlegend fehlerbehaftet, beziehungsweise die Schöpfung entsteht in der bösartigen Absicht, Aspekte des Göttlichen im Materiellen einzufangen. Deshalb fungiert der Demiurg in derartigen Systemen als Lösung für das Problem des Bösen (oder vielleicht auch als zu diesem Problem führendes Problem oder führende Ursache).

In der radikalsten Ausprägung des christlichen Gnostizismus ist der Demiurg der »eifersüchtige Gott« des Alten Testaments.

Und genau so wird der Gott aus der Bibel in Noah dargestellt, wie Dr. Brian Mattson kürzlich schrieb…

Aber wenn Gnostiker über »den Schöpfer« sprechen, reden sie nicht von Gott. Hier, in einer Welt des Wohlstands, die von den Früchten des Christentums lebt, steht der Begriff »Schöpfer« meist für den wahren, lebenden Gott. Aber ich möchte Ihnen eine kleine Einführung in den Gnostizismus geben: Der Schöpfer der Welt ist der ignorante, arrogante, eifersüchtige, spezielle, gewalttätige, rangniedrige Bastardsohn einer Gottheit von minderem Rang. Er ist verantwortlich dafür, die »unspirituelle« Welt von Fleisch und Materie erschaffen zu haben, und er ist so unwissend, was die spirituelle Welt anbelangt, dass er sich für den »einzigen Gott« hält und absoluten Gehorsam verlangt. Im Allgemeinen wird er »Jahwe« genannt, manchmal hat er auch andere Namen (beispielsweise »Jaldabaoth«).

Dieser Schöpfer will Adam und Eva das wahre Wissen um das Göttliche verwehren. Und als sie ihm nicht gehorchen, bekommt er einen Wutanfall und wirft sie aus dem Garten Eden.

Falls Sie gerade den Überblick verlieren, möchte ich es anders formulieren: Die Schlange hatte die ganze Zeit über Recht. Dieser »Gott«, »der Schöpfer«, den sie anbeten, verweigert ihnen etwas, das ihnen die Schlange geben kann – nämlich die Göttlichkeit selbst.

In Noah ist der Schöpfer im Grunde der Bösewicht, während die Schlange der Gute ist. Ganz genauso wie im Hardcore-Gnostizismus. Der Gnostizismus zeigt sich im Film auch noch an anderer Stelle. So werden Adam und Eva vor dem Sündenfall als helle, strahlende, von innen heraus leuchtende Wesen gezeigt. Erst nach dem Sündenfall haben sie Fleisch und Knochen.

 

Auch das ist der reine Gnostizismus. Im 2. Jahrhundert schrieb Irenäus von Lyon über den Glauben einer bestimmten Gruppe Gnostiker:

»Adam und Eva hatten zuvor helle, strahlende und sozusagen spirituelle Körper, wie sie geschaffen worden waren. Doch als sie hierher kamen, wurden ihre Körper dunkel, fett und träge.«

Diese Doktrin finden wir laut Dr. Mattson auch in der Kabbala…

Ich hätte gedacht, eine mystische, eher dem Judaismus nahestehende Tradition namens »Kabbala« (die die Sängerin Madonna vor rund einem Jahrzehnt populär gemacht hat) werde doch bestimmt eine ähnliche Einschätzung haben, schließlich ist sie im Grunde genommen eine Form von jüdischem Gnostizismus. Also staubte ich meine Ausgabe von Adolphe Francks Werk Die Kabbala aus dem 19. Jahrhundert ab (wortwörtlich, das Buch war wirklich eingestaubt) und fand rasch den Beleg für meinen Verdacht.

»…dass Adam und Eva, bevor sie von der listigen Schlange sich täuschen ließen, nicht bloß von den körperlichen Bedürfnissen frei waren, sondern nicht einmal einen Körper hatten – d.h., nicht der Erde angehörten.«

Und wissen Sie was?  Dr. Mattson macht auch darauf aufmerksam, dass es bei Aronofskys erstem Spielfilm sehr stark um die Kabbala ging…

Ich habe mal nachgesehen, was Darren Aronofskys erster Spielfilm war – Pi. Wollen Sie wissen, worum es ging? Ehrlich? Ganz sicher?

Kabbala.

Wenn Sie das für Zufall halten, wäre es vielleicht einmal an der Zeit für einen Gehirnscan.

Ein Film, der offen Gnostizismus und Kabbalismus bewirbt, wurde den Christen als »biblischer Film« untergejubelt und Millionen von Menschen schlucken diese Aussage gutgläubig.

 

Im Gnostizismus hat die Menschheit ein zwiespältiges Wesen. Der körperliche Teil kommt von dem bösen Schöpfer, aber es gibt auch einen guten Teil, der vom »wahren Gott« stammt. Nach gnostischem Glauben ist der böse Schöpfer ständig darum bemüht, die Menschen daran zu hindern, den »göttlichen Funken« zu erkennen, der angeblich in uns allen schlummert. Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung darüber, wie die Gnostiker die Menschheit sehen…

Die Natur des Menschen spiegelt die Dualität wider, die man in der Welt findet: Zum Teil geht sie auf den falschen Schöpfergott zurück, zum Teil auf das Licht des Wahren Gottes. Die Menschheit enthält eine vergängliche körperliche und geistige Komponente sowie eine spirituelle Komponente, die ein Fragment der göttlichen Essenz ist. Dieser letzte Teil wird symbolhaft häufig als »göttlicher Funke« bezeichnet. Diese Erkenntnis um dieses duale Wesen der Welt und des Menschen hat der gnostischen Tradition den Beinamen »dualistisch« eingebracht.

Im Allgemeinen wissen die Menschen nicht um den göttlichen Funken, der ihnen innewohnt. Diese Ignoranz des menschlichen Wesens wird durch den falschen Schöpfergott und seine Archonten noch gefördert, sind sie doch darauf aus, Mann und Frau vom Wissen um ihr wahres Wesen und ihre wahre Identität fernzuhalten. Was auch immer uns an weltliche Dinge bindet, dient dazu, uns weiterhin zu Sklaven dieser niederen kosmischen Herrscher zu machen. Der Tod befreit den göttlichen Funken aus seinem bescheidenen Gefängnis, aber wenn die Seele vor dem Eintreten des Todes nicht angemessene gnostische Arbeit unternommen hat, ist es wahrscheinlich, dass der göttliche Funke zurück in die Plackerei und die Sklaverei der körperlichen Welt zurückgeschleudert und dort wieder verkörperlicht wird.

Nicht alle Menschen sind geistlich (Pneumatiker) und deshalb bereit für Gnosis und Befreiung. Einige sind erdgebundene, materialistische Wesen (Hyliker), die nur die physikalischen Realitäten anerkennen. Andere leben vorwiegend in ihrem Geist (Psychiker). Derartige Menschen halten den Schöpfergott häufig irrtümlich für den Wahren Gott. Die spirituelle Welt jenseits von Materie und Geist ist ihnen wenig bis gar nicht bewusst.

Im Gnostizismus ist das Geheimwissen (»Gnosis«) der Schlüssel zu »Befreiung« und »Erleuchtung«. Und woher kommt dieses geheime Wissen?

Von der Schlange. Die Schlange wollte Adam und Eva im Garten Eden das Geheimwissen um den göttlichen Funken vermitteln und hat es angeblich seitdem immer wieder versucht.

 

In Noah wird dieses Geheimwissen durch die Schlangenhaut dargestellt, die während des Films immer wieder auftaucht. Im Film hat die Schlange diese Haut angeblich im Garten Eden abgelegt. Hier noch ein weiterer Auszug aus dem Artikel von Dr. Brian Mattson

Die Handlung setzt ein, als Lamech seinen Sohn Noah segnen will. Für das Oberhaupt einer gottgläubigen Familie ist es ziemlich ungewöhnlich, aber Lamech holt ein heiliges Relikt heraus, nämlich die Haut der Schlange aus dem Garten Eden. Er wickelt sie sich um den Arm und streckt gerade die Hand aus, um seinen Sohn zu berühren, als er von einer Bande Eindringlinge gestört wird, sodass die Zeremonie nicht beendet wird. Lamech wird getötet und der »Bösewicht« des Films, Tubal-Kain, stiehlt die Schlangenhaut. Anders gesagt: Welchen Nutzen auch immer die Schlangenhaut verleihen soll, Noah bekommt ihn nicht.

Dieser Film ist durch und durch luziferisch.

 

Er ist nur ein weiterer Schritt in der laufenden Propagandakampagne, mit deren Hilfe die Welt davon überzeugt werden soll, dass der Schöpfergott der Bibel böse ist und dass Luzifer (der »Lichtbringer«) gut ist und versucht, der Menschheit »Erleuchtung« zu bringen.

 

 

 


 

 

 

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