Sunday, 28. August 2016
04.12.2011
 
 

Ägyptens letzter Pharao – ein Skandal der Ägyptologie!

Andreas von Rétyi

Nun ist er endlich erschienen, der längst überfällige kritische Hintergrundbericht zur wohl schillerndsten Persönlichkeit der Ägyptologie: Dr. Zahi Hawass. Dieser Mann, der sich selbst zum ägyptischen Monument stilisierte, hat viele Geheimnisse. Stück für Stück kommen jetzt einige davon ans Licht.

Er hat die ägyptische Archäologie über Jahre und Jahrzehnte hinweg beherrscht wie kein anderer vor und wahrscheinlich auch nach ihm: Dr. Zahi Hawass. In seinem riesigen Büro im ersten Stock

der Kairoer Antikenverwaltung, direkt hinter dem massiven Schreibtisch des obersten Archäologen: ein großes Porträt von Staatschef Mubarak. Ägyptologen bezeichneten Hawass selbst bereits als den »Mubarak der Archäologie«. Durchaus zu Recht. Da war die gute Beziehung zum Staatschef, die positive Haltung zum alten Regime. Und eine stete Dominanz. Sein selbstherrliches, aggressives und diktatorisches Wesen wurde geradezu zum Markenzeichen von Zahi Hawass. Kein Wunder, wenn er auch als der »Ich-Archäologe« oder die »Ein-Mann-Konfliktzone« galt oder ihm der – nur auf den ersten Blick schmeichelhafte – Beiname »Ägyptens letzter Pharao« gegeben wurde. Dieser Mann hatte sich selbst zum ägyptischen Denkmal hochstilisiert, auch wenn er schließlich wie ein mächtiger Obelisk zu Boden krachte. Bislang liegt er noch nicht in Trümmern, doch schon seit einiger Zeit zerfällt sein Mythos mehr und mehr. Die Kritiker werden immer lauter, Hawass muss sich den Vorwurf von Korruption und Amtsmissbrauch gefallen lassen. Mittlerweile ist er nicht mehr Chef der Antikenverwaltung, die der unermüdliche Archäologie-Diktator zum willfährigen Werkzeug des beinahe 30 Jahre amtierenden Staatspräsidenten Mubarak umfunktioniert hatte.

Doch mit Hawass verbinden sich zahlreiche andere, wahrhaft skandalöse Vorfälle. Es geht um Betrug, um Antikenhandel, unlautere Geschäfte und unangemessenen Umgang mit Altertümern, die Hawass oftmals wie sein persönliches Eigentum behandelte. Es geht um Unterdrückung von Forschung, Annexion von Entdeckungen, Diffamierung, Verhöhnung und Behinderung von Fachkollegen, aber auch um verdeckte Operationen, Geheimdienste in der Großen Pyramide und vieles mehr. Es ist allerhöchste Zeit, dass Licht in diesen Sumpf gebracht wird und die Machenschaften einer Person aufgedeckt werden, die in vielerlei Hinsicht selbst unzweifelhaft Geschichte geschrieben hat. Denn mitten im Zentrum jener Verstrickungen steht niemand anderer als Dr. Hawass, der letzte Pharao!

Nun legt G. F. L. Stanglmeier einen wahrhaft brisanten Report über die Hintergründe jenes unersättlichen Überägyptologen vor und belegt, mit welchen mehr als nur fragwürdigen Methoden Dr. Hawass, der Besessene, sein Regiment führte. Der Name Stanglmeier steht dabei für solide Recherche und guten Stil, für authentische Quellen und Fakten, die man in der akademischen Literatur vergebens sucht. Die wenigsten Ägyptologen hätten Kritik an Hawass riskiert. Wer in Ägypten weiter arbeiten wollte, der hielt still. Das autokratische System des Dr. Hawass verlangte diesen absoluten Gehorsam. Nur eine ausgewählte, kleine Gruppe stand in der Gunst des Herrschers. Und diese Gruppe hat viel zu verheimlichen. Das kann auch der Rezensent aus persönlichen Recherchen in Ägypten und Begegnungen mit Hawass und seinem Umfeld vollends bestätigen.

Auf aktuellster Grundlage dokumentiert das vorliegende Buch, was sich in der ägyptischen Archäologie unter Hawass an Unfassbarem abgespielt hat. Dabei kommen so bizarre wie brisante Fakten ans Licht, die sämtliche Befürchtungen sogar noch übertreffen. So existierte im Keller des Ägyptischen Museums eine geheime Einrichtung, die nur mit Wissen von Hawass dort installiert worden sein kann. Hier wurden nicht nur verdeckte DNA-Tests an Mumien durchgeführt, hier wurde auch gefoltert. Stanglmeier: »Sollte Hawass Kenntnis von derartigen Exzessen gehabt oder aber in irgendeiner Weise aktiv an deren Durchführung mitgewirkt haben, gehört er vor Gericht gestellt und zur Verantwortung gezogen. Aber anscheinend haben die zuständigen Stellen kein Interesse daran, eine ›Akte Hawass‹ anzulegen.« Ein besonders düsteres Kapitel. Schritt für Schritt wird nun aufgedeckt, welche Machenschaften sich mit der Amtszeit des »Pharao« verbinden.

Unterstützt von Archäologen, die ein aufrichtiges Interesse an der Wahrheit hegen, kann Stanglmeier mehr als erstaunliche Belege für die tatsächlichen Geheimnisse Ägyptens liefern, die der sonst so redselige und medienwirksame Hawass stets in einen düsteren Mantel des Schweigens zu hüllen verstand. Bis zuletzt war nicht einer einzigen seiner Aussagen oder Versprechungen zu trauen.

Stanglmeier befasst sich mit den wahren Vorgängen in der »Nacht des Zorns«, als es im Ägyptischen Museum zu Plünderungen und der Zerstörung antiker Kostbarkeiten kam. Der Autor geht nicht allein der Frage nach, wer die Verursacher waren, sondern verfolgt auch die Gründe, warum bis heute beharrlich geschwiegen wird, genau wie zu den verschwundenen Millioneneinnahmen der Antikenverwaltung, zur Mumien-DNA, den Geheimdiensten am Gizehplateau, vielen verdeckten Grabungen dort und einem verborgenen Tunnel unter dem Sphinx. Was ist das Konto »Tutanchamun«, was sucht Zahi Hawass im Tal der Könige und wo wurde Kleopatra bestattet? Nur einige weitere Fragen, denen Stanglmeier auf den Grund geht. Was hier zum Vorschein kommt, zeichnet ein geradezu erschreckendes Bild der Zustände. Und es ist wahr: Die Ägyptologie hat ihre Unschuld verloren.

Wer sich auf diesem Gebiet unvoreingenommen über die wahren Hintergründe informieren möchte, der dürfte an diesem Buch nicht vorbeikommen!

 

 


 

 

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