Tuesday, 26. July 2016
06.01.2011
 
 

Dr. Hawass und (s)ein ägyptologischer Ausblick auf 2011

Andreas von Rétyi

Für dieses Jahr werden sensationelle Neuigkeiten aus Ägypten erwartet. Das zumindest erklärte jetzt der umstrittene Direktor des ägyptischen Supreme Council of Antiquities, Chef-Archäologe Dr. Zahi Hawass.

Dass Ägypten auch heute noch eine wahre Schatztruhe ist, weiß jedes Kind. Sogar wirklich große, bedeutsame Entdeckungen können jederzeit gelingen. So dürfte auch die Zukunft einige unerwartete Relikte ans Licht bringen. Andere Funde wurden offenbar längst gemacht, doch werden manche Informationen aus teilweise unerfindlichen Gründen für Jahre zurückgehalten.
Dr. Zahi Hawass, Chef der ägyptischen Altertümerverwaltung, gab nun anlässlich einer Ausstellung von Ägypten-Impressionen des Fotografen Sandro Vannini ein Interview zu seinen archäologischen Plänen und Erwartungen für das Jahr 2011. Gegenüber Discovery News erklärte er, das neue Jahr dürfte einige bedeutende Entdeckungen mit sich bringen. Satellitenbilder hätten bereits die Existenz eines bislang unbekannten und unter dem Sand begrabenen Monuments beim Pyramidenfeld von Dashur unweit von Kairo enthüllt. Gegenwärtig finden Ausgrabungen statt, um die vermutete weitere Pyramide freizulegen.

Natürlich gilt das Augenmerk des wohl bekanntesten Ägyptologen weiterhin auch der überfälligen Neuerkundung jener geheimen Türen in der Großen Pyramide von Gizeh. Hier schien sich über die Jahre hinweg nicht allzu viel zu tun, obwohl die Entdeckung einer ersten Türe am oberen Ende des Südschachts in der Königinkammer durch den deutschen Ingenieur Rudolf Gantenbrink eine der größten Überraschungen moderner Pyramidenforschung darstellte und später auch zwei weitere kleine Türen entdeckt wurden. Die anfängliche Entdeckung liegt mittlerweile allerdings bald schon 20 Jahre zurück. Vor Jahren orakelte »Dr. Zahi«, bald werde auch die tatsächliche Grabkammer des Cheops gefunden, natürlich in der dazugehörigen Pyramide, die bis heute als dessen letzte Ruhestätte gilt, obwohl manches gegen diese Interpretation zu sprechen scheint. Seltsam, all diese Prognosen, die fast so wirken, als würde der ägyptische Chefausgräber in stillen Stunden über einer archäologischen Kristallkugel brüten. Doch sicherlich dürften ihm ausreichend Hinweise vorliegen, um zu einigen bevorstehenden Funden gewisse Vermutungen anstellen zu können. Oder haben entsprechende Entdeckungen tatsächlich längst stattgefunden? In einigen Fällen scheint zunächst »verdeckt ermittelt« zu werden, bevor dann nach längerem Stillschweigen über eine öffentliche Verlautbarung nachgedacht wird – teils vielleicht erst dann, wenn Spuren beseitigt sind, die das allgemein tradierte Bild in wie auch immer gearteter Weise stören könnten. Denn wie antwortete Dr. Hawass doch gleich, als er auf seine Ablehnung einer DNA-Analyse bei Tutanchamun angesprochen wurde? »Einige Leute wollen die Geschichte Ägyptens ändern«. Unvergessliche Worte.

Auch im Tal der Könige bei Luxor vermutet Dr. Hawass noch sensationelle Neufunde, dort, wo Tutanchamun und sein sagenhafter Goldschatz auf Jahrtausende vor Wüstensonne und Menschenblicken verborgen waren. Bisher konnten 63 Gräber in jenem vor Hitze sengenden Tal der alten Herrscher ausfindig gemacht werden. Die einzigartige Nekropole galt vielen Forschern als komplett erschlossen. Jetzt will der umstrittene Antikenchef und stellvertretende ägyptische Kulturminister dort allerdings wieder auf Suche gehen, um das Grab von Tutanchamuns Witwe Anchesenamun zu finden. Britische Archäologen hatten bereits vor einigen Jahren mittels Radarsondierung eine Anomalie gefunden. Laut Hawass führt sie allerdings in die Irre. Während der Grabungssaison 2008-2009 begann ein Team um Dr. Hawass dann im zentralen Tal östlich des Grabes von Tutanchamun zu suchen. Derzeit herrscht allerdings noch Unklarheit darüber, was sich wirklich noch im Tal der Könige entdecken lässt und ob das Grab Nummer 64 tatsächlich dasjenige von Anchesenamun ist. 2011 will Dr. Hawass diese Frage klären. Ebenso beabsichtigt er, die Ruhestätte von Kleopatra und Marc Anton zu identifizieren. So will der ägyptische Antikenzerberus auch in diesem Jahr wieder an verschiedensten Fronten kämpfen.

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