Überraschung im Karnak-Tempel
Andreas von Rétyi
Bei Routinearbeiten im ausgedehnten Komplex des Amun-Tempels bei Theben/Luxor, Oberägypten, gelang einer Gruppe von Archäologen eine ganze Reihe erstaunlicher Entdeckungen.
Die Wissenschaftler stießen auf uralte Zeremonial-Bäder, eine neue Eingangsrampe des Pharao sowie Überreste einer gewaltigen Mauer, die vor rund 3.000 Jahren errichtet wurde – offenbar, um die Tempelanlage gegen die Wasser des Nils zu schützen.
Die Ägyptologen werten diese Mauer als ersten wirklichen Beweis dafür, dass der Nil tatsächlich bis an das Heiligtum heranreichte und direkt am Bauwerk entlang floss. Bislang glaubten die Fachleute, die Landschaft um das alte Theben herum habe sich kaum verändert, doch müssen sie ihre Ansichten nun völlig revidieren. Im ehemaligen Flussbett des Nils könnten in Zukunft noch manche Schätze auf die Archäologen warten.

Der Karnak-Tempel bei Luxor (Aufnahme: Andreas von Rétyi)
© 2007 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg
Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.