Sunday, 31. July 2016
06.05.2010
 
 

Armut ist für alle da – Wie unsere Politiker eiskalt unsere Zukunft verramschen

Udo Ulfkotte

Gestern hat Deutschland einem der größten Lügner der deutschen Geschichte zum 80. Geburtstag gratuliert: Helmut Kohl. Das ist immerhin jener Mann, der am 25. März 1998 in einer Rede auf dem Petersberg bei Bonn sagte: »Der Euro wird so stark wie die D-Mark sein.« Es haben viele Lügner dazu beigetragen, den Deutschen viel Sand in die Augen zu streuen. Doch die dreist angerichteten Schäden tragen nicht etwa die Polit-Lügner, sondern die einfachen Bürger. Aber wie lange noch?

Gerade erst hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dem früheren Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) für sein Lebenswerk gedankt. Es ist mal wieder Märchenstunde. Teil dieses angeblich so verdienstvollen Kohlschen Lebenswerkes war es, den Deutschen ohne Volksabstimmung wieder mit aller Macht zu entreißen, was nach dem Zweiten Weltkrieg eines der wichtigsten Identifikationssymbole der Deutschen für die Wiedergewinnung von Wohlstand und politischem Ansehen war: die D-Mark. Eine Volksabstimmung über die Aufgabe wurde vom »verdienstvollen« Mitbürger Kohl bewusst vermieden, weil – so sagt der damalige Finanzminister Theo Waigel (CSU) heute – die Regierung Kohl diese garantiert verloren hätte. Das dumme Volk interessierte Polit-Bonzen wie Kohl damals offenkundig nicht. Es ist jener Mann, der auch den Ostdeutschen »blühende Landschaften« versprochen hatte – die Regionalzeitungen dort berichten heute allerdings eher über Bürgerkriegs-Stimmung.

Es gab in jener Zeit, in der die Politik die Axt an die bewährte D-Mark ansetzte, weitere »verdienstvolle« Helfershelfer, die beim  Betrug an den Deutschen (gemeint ist die Abschaffung der von der Bevölkerung geliebten D-Mark) bereitwillig sekundierten: etwa den früheren Bundespräsidenten Roman Herzog (CDU). Der sagte etwa am 10. Oktober 1995 vor dem Europäischen Parlament in Straßburg in Bezug auf die geplante Abschaffung der D-Mark und die Einführung des Euro: »Ich will auch sagen, was droht, wenn wir diesen Weg nicht gemeinsam finden. Es drohen Abwertungswettläufe, Handelskriege, Protektionismus, Renationalisierung der Wirtschaftspolitik, Deflation, vielleicht sogar Depression.« Man muss das alles und die tatsächliche heutige Lage nicht weiter kommentieren. Die Geschichte wird über solche Lügen von ganz alleine richten.

Immerhin haben vor der zwangsweisen Abschaffung der D-Mark die 155 klügsten Köpfe Deutschlands vor dem zerstörerischen Werk gewarnt: Am 9. Februar 1998 flehten sie die Bundesregierung in einem offenen Brief zumindest um die Verschiebung der Währungsunion an. Die politischen Machthaber ignorierten das jedoch dreist.

Professor Wilhelm Hankel, einer der schärfsten Kritiker des Euro, sagte damals: »Eigentlich müsste der Euro ›Ikarus‹ heißen, denn er wird wie dieser abstürzen.« Heute steht der Euro am Abgrund, er stürzt ab wie einst Ikarus. Und all jene, die der Eurozone bislang nicht beigetreten sind, können sich trotz fortschreitender Wirtschaftskrise über eine stabile Währung freuen – wie etwa die Schweizer. In der Euro-Zone zeichnet sich unterdessen eine Bankenkrise mit Zusammenbrüchen ab.

Irgendwann werden die Deutschen merken, dass Menschen wie Kohl, Schröder und Merkel sie zielstrebig zu den Zahlknechten einer wahnwitzigen Idee gemacht haben. Irgendwann werden die Deutschen merken, dass sie seit der Euro-Einführung allein die Griechen pro Vier-Personen-Haushalt Jahr für Jahr mit 2.200 Euro subventioniert haben (da sind die nun beschlossenen Milliarden-Transferleistungen zur »Rettung« Griechenlands noch nicht mit einbezogen!). Die Einheitswährung als erster Schritt für den größenwahnsinnigen europäischen Einheitsstaat ist gescheitert. Irgendwann werden unsere politischen Lügner das auch öffentlich eingestehen müssen. Doch bis dahin werden sich neben den extrem linken Parteien leider auch extrem rechte – erfolgreiche – Parteien gebildet haben (wie wir das schon von den Niederlanden bis nach Ungarn erleben).

Der Ex-EU-Kommissar Günter Verheugen, der bei der Entwicklung der EU an vorderster Informationsquelle sitzt, spricht schon jetzt vom »Ende der Volksparteien«.

Letztlich wird möglicherweise alles zusammenbrechen, was sich die Deutschen in den Generationen seit dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut haben. Dafür verantwortlich sind politische Lügner – Menschen, die uns etwa gesagt haben: »Der Euro wird so stark wie die D-Mark sein.« Irgendwann wird man über sie richten müssen.

Staatsbankrotte gab und gibt es regelmäßig. Neu ist allerdings, dass die politischen Repräsentanten der Bevölkerung sie offenkundig ganz gezielt zu einem Flächenbrand ausweiten. Oder machen sie das alles nur aus Dummheit und Unfähigkeit? Dann gehören sie erst Recht auf den Müllhaufen der Geschichte!

»Bislang erzählt die Mehrheit der deutschen Politiker und der Volkswirte den Bürgern, das Geld sei sicher. Leider ist diese Schuldenkrise so groß, dass wir nicht mehr sicher sein können.« Diese Sätze könnten eigentlich Millionen Deutsche gelesen haben – sie standen unlängst prominent in einem Artikel in der Bild-Zeitung.

Unterdessen treiben uns unsere Politiker mit aller Gewalt weiter dem Abgrund entgegen. In Griechenland richtet sich die Wut der Menschen derzeit nur gegen die eigene Regierung. Doch die griechische Regierung wird – um des politischen Überlebens Willens – gar nicht anders können, als den Hass auf jene Staaten zu lenken, die ihnen die grausamen Finanzopfer bei den Einsparungen aufzwingen. Da steht dann Deutschland als Hass-Objekt ganz oben an erster Stelle. Schon jetzt sprechen viele Griechen von einem Krieg, den Deutschland gegen ihre Heimat führe. Und das »Spiel« wird sich in Portugal und Spanien wiederholen. Aus der europäischen Friedensunion, die die Märchen-Kanzlerin Merkel bei ihrer Regierungserklärung beschwor, wird dann ein Unruhe- und Bürgerkriegsgebiet, in dem die Deutschen trotz Milliarden-Zahlungen überall nur gehasst werden. Dazu gesellen sich dann im In- und Ausland noch extrem rechte und extrem linke Gruppen, die Jagd aufeinander machen.

Am Ende werden wir – dank der größenwahnsinnigen Visionen von Kohl, Schröder und Merkel – alle arm sein. Und dann wird es für alle den absoluten »Überfluss« geben – an Armut, denn Armut ist für alle da. Das prognostiziert uns in diesen Tagen die EU. Ist es das, was unsere Politiker von Anfang an gewollt haben?

Am Ende werden wir alle erkennen müssen: Wir zahlen die Zeche. Und dann wird klar: Unsere Feinde sitzen weder in Griechenland noch in Spanien, Portugal – oder demnächst, wie absehbar – in Großbritannien. Die Feinde der Bürgerinteressen sitzen eben auch im Bundestag und in der Bundesregierung. Und an den Straßenlaternen hängen in NRW in diesen Tagen wieder einmal ihre Konterfeis. Da kann man sie sehen, wie sie eiskalt über uns lachen. Diese Politiker bzw. die Parteien, die sie vertreten, haben die Bürger nie gefragt, ob sie den Euro wollten. Auch den Lissabon-Vertrag, der die Bundesrepublik politisch entmachtete, haben diese Parteien eiskalt abgenickt. Wir befinden uns dank dieser Parteien derzeit in einer Abwärtsspirale, die sich wie in einer Kloschüssel nur noch nach unten dreht. Und nach dem Ausguss kommt die Kanalisation. Doch in den Abgründen der Kanalisation kann sich kein Politiker mehr sicher fühlen. Irgendwann wird dann möglicherweise nicht nur »im Namen des Volkes« über sie gerichtet werden – sondern auch mit Rückendeckung der Bevölkerung.

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