China: Tausende Kinder als Sklaven verkauft
In wenigen Monaten beginnen in China die Olympischen Spiele. Die ganze Welt schaut auf das Land. Erst brachten die tibetanischen Freiheitskämpfer Unruhe in das schöne Stilleben eines angeblich ethisch sauberen Landes – und nun gibt es Berichte über weit verbreitete Sklavenhaltung im Reich der Mitte ...
Der chinesischen Regierung ist es durchaus bekannt, dass es im Reich der Mitte Sklavenhaltung gibt. Im vergangenen Jahr hat sie mit einer Kampagne dagegen angekämpft. Doch nun gibt es abermals – glaubwürdige – Berichte über Sklavenhaltung. Dieses Mal sind ausschließlich Kinder betroffen. In den Provinzen Shanxi und Henan sollen mehrere tausend Kinder als Arbeitssklaven in Minen arbeiten. Angeblich, so chinesische Zeitungen, wurden sie von ihren Eltern, die zumeist arme Bauern seien, verkauft. Die größten Kindersklaven-Märkte soll es in der Provinz Sechuan geben. Die Kinder würden den Kunden mit der Aussage verkauft, sie seien zwischen 13 und 15 Jahre alt. In Wahrheit seien die meisten von ihnen aber kaum 10 Jahre alt. Allein in der Stadt Liangshan seien 76 Kinder »verschwunden«, die mit großer Wahrscheinlichkeit an eine Minengesellschaft verkauft worden seien.
Die Kinder müssen in den Minen monatlich mindestens 300 Stunden arbeiten – und bekommen pro Stunde umgerechnet 20 Cent. Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete nun über 7 und 9 Jahre alte Kinder, die zwangsweise in den Minen im Süden des Landes arbeiteten. Alle Bemühungen, die Kinder von ihren Arbeitsplätzen wegzubringen, seien fehlgeschlagen, weil die Kinder keinen anderen Zufluchtsort hätten – und der chinesische Staat nicht für sie aufkommen mag …
Dienstag, 29.04.2008
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