Climate-Gate: Der Rückzieher von Al Gore
Für den 16. Dezember 2009, dem Höhepunkt des Weltklimagipfels, hatte Oskar-Gewinner und Nobelpreisträger Al Gore sein Multimedia-Ereignis in Kopenhagen geplant. Schon im August war die Rede unter dem vielsagenden Titel »Climate Conclusion« (»Klima-Schlussfolgerung«) angekündigt worden. Termingerecht wollte der Klima-Apostel auch sein neues Buch »Our Choice« mit persönlicher Widmung an den Mann oder die Frau bringen. Über 3.000 Karten waren bereits für dieses Medienereignis verkauft worden.
Für den 16. Dezember 2009, dem Höhepunkt des Weltklimagipfels, hatte Oscar-Gewinner und Nobelpreisträger Al Gore sein Multimedia-Ereignis in Kopenhagen geplant. Schon im August war die Rede unter dem vielsagenden Titel »Climate Conclusion« (»Klima-Schlussfolgerung«) angekündigt worden. Termingerecht wollte der Klima-Apostel auch sein neues Buch Our Choice mit persönlicher Widmung an den Mann oder die Frau bringen. Über 3.000 Karten waren bereits für dieses Medienereignis verkauft worden.
Werbung in der Süddeutschen Zeitung am 5./6. Dezember 2009, S. 10.
Ohne Gründe anzugeben, sagte Al Gore zu Beginn des Weltklimagipfels seinen Auftritt und die Promotion-Veranstaltung für sein neues Buch ab. Was mag ihn dazu veranlasst haben? Waren es die letzten mittelfristigen Wetterprognosen für ein kaltes, eingeschneites Kopenhagen?
Unerträglich die Vorstellung, dass in den geheizten Sälen Tausende von Menschen über die Finanzierung der Vermeidung der vom Weltklimarat prophezeiten menschengemachten katastrophalen Überhitzung der Erde bis zum Jahr 2100 beraten und streiten, während draußen ein heftiger Schneesturm tobt. Bereits im März 2007 musste eine Pressekonferenz mit Al Gore zum neuen Klimagesetz im Weißen Haus wegen eines zu dieser Jahreszeit ungewöhnlichen Schneesturms abgesagt werden. Ein halbes Jahr später hielt Gore an der britischen Harvard-Universität eine Rede zur globalen Erwärmung, während draußen die tiefsten Temperaturen seit 125 Jahren herrschten. Und nur wenige Tage später fiel in London während einer Endlosdebatte im britischen Unterhaus über die globale Erwärmung zum ersten Mal seit 1922 in einem Oktober Schnee. Diese auffälligen Zusammenhänge von Gores Auftreten und ungewöhnlichen Kälteereignissen sind heute unter dem Begriff »Gore-Effekt« bekannt.
Oder sollte Al Gore seinen Auftritt in Kopenhagen abgesagt haben, weil er seit den Enthüllungen der massiven »wissenschaftlichen« Manipulationen der Klimadaten schon von einigen Bühnen gebuht und bei Autogrammstunden schon heftigst verbal angegriffen wurde? (1)
Mit seinem schockierenden Klima-Thriller Eine unbequeme Wahrheit hatte Gore 2007 einen Oscar für den besten Dokumentarfilm gewinnen können. Im gleichen Jahr folgte der Nobelpreis, den er sich mit dem Weltklimarat (IPCC) teilen durfte. Die britische Regierung plante sogar, den preisgekrönten Streifen des nobelierten Produzenten in allen Schulen zu zeigen. Doch ein britisches Gericht stellte neun sachliche Fehler fest. Durch dieses Gerichtsurteil verlor der fulminant gestartete Propagandafeldzug an Stoßkraft. Noch konnte der gewandte Redner für einen Auftritt 100.000 Dollar verlangen – plus Privatjet, Luxushotel, Limousinen und Bodyguards. Investitionen in »grüne« Firmen und seine Beteiligung im CO2-Zertifikatehandel sollen Al Gore zum ersten CO2-Milliardär der Welt gemacht haben. (2) Mit dem Schlagen der Panik-Trommel stieg der Gewinn.
Im November 2009 wurden auf dem Buchdeckel seines neuen Buches Our Choice mehrere Fehler gefunden – unter anderem die physikalische Unmöglichkeit eines Wirbelsturms am Äquator.
Die Drehrichtung eines Sturms hängt von dem Breitengrad ab. Und am Äquator ist die Breite null! So sind zwischen dem 5. Grad nördlicher und dem 5. Grad südlicher Breite keine Stürme dokumentiert. Auch ändert die Corioliskraft südlich des Äquators die Drehrichtung nach links. Bildquelle: www.examiner.com.
Der Stern von Al Gore, der bis vor Kurzem noch sehr hoch stand, könnte durch die letzten Ereignisse im Sturzflug sinken. Einige Mitglieder der Filmakademie in Hollywood haben sich dafür ausgesprochen, Al Gore den Oscar für den besten Dokumentarfilm Eine unbequeme Wahrheit, den er 2007 erhalten hat, abzuerkennen. (3) Das wäre dann definitiv eine unbequeme Wahrheit für Al Gore. Sollte die für Al Gore noch unbequemere Wahrheit vom Climate-Gate-Skandal letztlich zur Absage bewegt haben? Vor Beginn des Klimagipfels erschütterte ein an Watergate erinnernder Skandal um manipulierte Daten die Forschungsergebnisse des Weltklimarates IPCC. Was hatte dieses Beben auslösen können?
Am 19. November 2009 standen plötzlich über 1.079 interne E-Mails und mehr als 3.800 öffentlich zugänglich Dateien im Internet. (4) Unbekannte hatten sie vom Server der Climate Research Unit der University of East Anglia kopiert. Schnell wurde dieser ungeheuerliche Vorgang als unseriöser Hackerangriff vom Weltklimarat heruntergespielt, während sich die gängigen Medien mit ihrer Berichterstattung vornehm zurückhielten: auf den Gipfel sollte wohl kein Schatten fallen. Angesichts der Inhalte der E-Mails, deren Authentizität der Direktor des Instituts, Phil Jones, inzwischen bestätigte, werden die Schatten nun doch viel größer. Von ihm selbst tauchte eine E-Mail mit peinlichem Inhalt auf: »Ich habe gerade Mikes Natur-Trick, die realen Temperaturen zu jeder (Daten-)Serie für die letzten 20 Jahre hinzuzufügen, fertiggestellt …, um den (Temperatur-)Rückgang zu verstecken.« (5) Da blieb dem Chef der Climate Research Unit (CRU) nichts mehr als der Rückritt.
Dr. Jones ist auch dafür mitverantwortlich, dass der sogenannte »Hockeyschläger«-Graph von Michael Mann Klimageschichte schreiben konnte. (6)
Quelle: http://3.bp.blogspot.com.
Klimaskeptische Wissenschaftler wie Ross McKitrick und Steve McIntyre haben diese »Hockey-Stick-Kurve« von Michael Mann als Fälschung entlarvt.
Im Juli 2009 stellte McIntyre den Antrag auf Freigabe der CRU-Daten. Am 18. November wurde ihm die Ablehnung mitgeteilt. Zeitgleich gelangten diese Daten mit der verräterischen Bezeichnung FOIA.zip ins Internet, wobei FOIA also offensichtlich für »Freedom of Information Act« steht. So scheint es plausibel, dass verantwortungsbewusste Mitarbeiter von CRU diese Daten selbst in das Netz lanciert haben.
Dort kann nun nachgelesen werden, wie sich die handverlesenen Klimaforscher des Weltklimarates darüber austauschen, Datensätze im Sinne der offiziellen Theorie anzupassen, kritische Journalisten zu boykottieren und vor dem »Freedom of Information Act« zu warnen.
Dieser ermöglicht es Bürgern, Einsicht in Akten von Behörden oder für den Staat arbeitenden Institutionen zu nehmen. Vor diesem Gesetz fürchteten sich offenbar viele Forscher des Instituts. »Ich werde von einer Reihe von Leuten bedrängt, die CRU-Stationsdaten zu veröffentlichen«, so ihr Direktor Jones am 21. Februar 2005, um dann zu fordern: »Keiner von euch dreien darf irgendjemandem erzählen, dass es in England einen Freedom of Information Act gibt!« (7) Wie aus einer E-Mail vom 2. Februar desselben Jahres hervorgeht, fühlte sich Jones von Ross McKitrick und Steve McIntyre bedrängt: »Die zwei MMs sind seit Jahren hinter den CRU-Stationsdaten her. Wenn sie jemals davon hören sollten, dass es jetzt in England einen Freedom of Information Act gibt, denke ich, dass ich die Daten lieber löschen würde, als sie irgendjemandem zu senden.« (8) Das wäre jedoch nach englischem Gesetz ein krimineller Akt.
So wundert es nicht, dass im Gegensatz zu den bundesdeutschen Medien ein Aufschrei durch die angelsächsische Presse ging. Die Washington Times stellte in ihrem Leitartikel fest: »Die Klimagate-Enthüllungen haben einen beispiellosen koordinierten Versuch von Akademikern aufgedeckt, Forschungsergebnisse für politische Zwecke zu verzerren.« (9)
Und der Journalist vom britischen Daily Telegraph, James Delingpole, jubelte: »This is our Berlin Wall Moment!« (10) Damit spielte er auf die Mauer des Schweigens an, die kritische Beobachter umgab. Um weltweit die ernsteste Krise der modernen Geschichte nachhaltig lösen können, müssen zunächst die wirtschaftlichen, militärischen und politischen Zusammenhänge der Globalisierung transparent gemacht werden. Davon scheint jedoch der Kopenhagener Gipfel meilenweit entfernt zu sein. Vielmehr drängt sich der Verdacht auf, dass hier die öffentliche Aufmerksamkeit der »Echten Krise« – der globalisierten Finanz- und Wirtschaftskrise und der inzwischen achtjährige Krieg gegen den Terror – abgelenkt werden soll. Bestätigt wird dieser Eindruck durch den Aufmacher von Financial Times Deutschland. Am letzten Tag des Klimagipfels wurde die Titelseite mit der reißerischen Überschrift »Klimawandel bedroht Flugsicherheit« (11) versehen – dieselbe Überschrift fand sich in der FTD-Online-Version. (12)
Seit 2005 entwickelt sich der Handel mit CO2-Zertifikaten zu einem globalen Geschäft. Die wichtigsten Finanzkonzerne beteiligen sich aktiv an diesem »Ablass-Handel«: Morgan JP, Bank of America, Merrill Lynch, Barclay, Citibank, Nomura, Société Générale, Morgan Stanley und Goldman Sachs. (13)
Die Finanzzentren in New York und London erhoffen sich von diesem Markt Milliardengewinne, die noch die Gewinne aus der Immobilienblase übersteigen könnten. (14)
Zwei Tage vor dem Kopenhagener Schlussauftakt sprach der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, ganz offen über die jenseits von Kopenhagen liegende Ziele. Um die Endwerte für CO2-Emissionen, eine weltweite Finanztransaktionssteuer und eine direkte Steuer auf das Bruttosozialprodukt einzuführen, zu kontrollieren und zu managen, werden wir »eine Struktur der Weltregierung erschaffen« (15).
Nun wurden große Erwartungen an Barack Obamas Rede geknüpft. Wie erwartet beschrieb er den Klimawandel als eine große und wachsende Gefahr für die Völker, die die Sicherheit, die Wirtschaft und den Planeten bedrohe. Vor neuen Zusagen scheute er jedoch zurück, was ihn vor den 192 vertretenen Delegationen in Kopenhagen zu der Aussage veranlasste: »Die Welt beobachtet uns, und unsere Handlungsfähigkeit steht in Zweifel.« (16)
Diese Aussage könnte leicht abgewandelt auch für Al Gore zutreffen. Die Aufarbeitung des Climategate-Skandals könnte den Betrug hinter der ganzen Klimapropaganda aufdecken und Al Gore endgültig zur persona non grata machen.
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Quellen und Anmerkungen:
(1) Grözinger, Robert: »Climategate: Al Gore kommt nicht nach Kopenhagen«, aufgerufen unter http://ef-magazin.de/2009/12/04/1718-climategate-al-gore-kommt-nicht-nach-kopenhagen.
(2) »CO2-Milliardär Al Gore: Auftritt in Kopenhagen abgesagt«, www.seite3.ch vom 5. Dezember 2009.
(3) Hirsen, James: »Gore Should Give Back Oscar, Two Academy Members Say«, 4. Dezember 2009, unter http://www.newsmax.com/insidecover/Gore_Oscar_climate/2009/12/04/294502.html.
(4) »Congress ›studying‹ hacked Global Warming emails«, in International Business Times vom 26. November 2009 unter http://www.ibtimes.com/articles/20091126/congress-studying-hacked-global-warming-emailscongress-probe-global-warming-hoax.htm.
(5) Zitiert aus Janich, Oliver: »Skandal um manipulierte Daten«, Focus vom 12. Dezember 2009 unter http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/weltklimakonferenz/tid-16566/klimagate-agent-mm_aid_462323.html.
(6) Prof. Christopher Booker, »Climate Change: This is the Worst Scientific Scandal of our Generationn«, The Telegraph, 28 November 2009.
(7) »EDITORIAL: The global-cooling cover-up« vom 27. November 2009 in der Washington Times unter http://www.washingtontimes.com/news/2009/nov/27/the-global-cooling-cover-up//print/.
(8) Ebenda.
(9) Ebenda.
(10) Zitiert aus http://blogs.telegraph.co.uk/news/jamesdelingpole/100018056/climategate-this-is-our-berlin-wall-moment/ vom 17. Dezember 2009.
(11) Hegmann, Gerhard und Meier, Lutz: »Klimawandel bedroht Flugsicherheit«, Financial Times Deutschland vom 18. Dezember 2009, S. 1.
(12) Kurz nach dem Erscheinen eines kritischen Blogs von Peter Boehringer machte die FTD nun in der Online-Version aus »Klimawandel« »Wetterphänomene«.
(13) »FACTBOX: Investment banks in carbon trading Reuters«, 14 September 2009.
(14) Mark Braly, »The Multibillion Dollar Carbon Trading«, RenewableEnergyWorld.com, 5 März 2008 sowie Terry Macalister, »Carbon trading could be worth twice that of oil in next decade«, The Guardian vom 28. November 2009.
(15) Wallace, Bruce: »U.N. chief weighs in on climate talk expectations«, Los Angeles Times vom 16. Dezember 2009.
(16) Auszüge aus Obamas Rede auf der Klimakonferenz in Spiegel-online vom 18. Dezember 2009 unter http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,667995,00.html.
Montag, 21.12.2009
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