Der große finanzielle Zusammenbruch ist nah – die »Société Générale« warnt
Laut einer Studie der größten französischen Bank ist in den nächsten zwei Jahren mit einem globalen Finanzkollaps zu rechnen. Die Empfehlungen für ihre Kunden: weniger Dollars, mehr Gold.
In dem Strategiepapier Worst case debt scenario – Protecting yourself against economic collapse, das vom Leiter der Abteilung für Anlagestrategie Daniel Fermon verfasst wurde, wird darauf verwiesen, dass die bisherigen Maßnahmen nur private Verpflichtungen in Staatsschulden transferierten. Dies sei jedoch keine realistische Rettungsaktion, sondern vielmehr der Ursprung neuen Übels, da fast sämtliche Industriestaaten bereits jetzt unter einem hohen Schuldenberg litten.
Der Report besagt weiterhin, dass die Schuldenlast der meisten reichen Staaten im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) viel zu hoch sei. Private und öffentliche Schulden in den USA zum Beispiel würden 350 Prozent des BIP betragen.
Tatsache ist, dass die Staatsausgaben in allen westlichen Ländern in rasantem Tempo ansteigen und gleichzeitig die Steuereinnahmen sinken. Das Markenzeichen der »Krisenbekämpfung« wird somit das damit einhergehende Staatsdefizit: In Deutschland beträgt es über sechs Prozent des BIP, in Irland gut zehn Prozent und in Großbritannien sowie den USA über zwölf Prozent. (Quelle: goldseiten.de – s.u.)
»Bis jetzt könne niemand mit Sicherheit sagen, ob wir einem globalen wirtschaftlichen Zusammenbruch entkommen sind«, heißt es in dem Bericht. Im schlimmsten Falle, dem sogenannten »Bear Case«-Szenario, geht die Analyse davon aus, dass der Dollar weiter fallen wird, die Immobilienpreise wieder in den Keller wandern und die Aktienmärkte die Tiefs vom März 2009 wieder erreichen werden. In England würde das Staatsdefizit auf 105 Prozent, in den USA und Europa auf 125 Prozent und auf 270 Prozent in Japan steigen. Insgesamt würde das einen globalen Schuldenberg von 45 Billion US-Dollar bedeuten.
Laut der Studie haben wir bereits einen »point of no return« erreicht. Deshalb bliebe für einige Regierungen nur noch ein Ausweg: Die Schulden weg zu inflationieren. Das bittere Fazit: Dies sei im Verhältnis zum Finanzkollaps das kleinere Übel.
Sollte die französische Bank Recht behalten, wird sich der Bürger schleunigst nach neuen finanziellen Sicherheiten umsehen müssen. Gold dürfte unter diesen Umständen »rauf und rauf und rauf gehen«, heißt es in der Studie wörtlich. Das Edelmetall sei die einzige Sicherheit in einer Welt voller Fiat-Papiergeld – und ein Ende dieser Liquiditätsschwemme ist vorerst sicher nicht in Sicht.
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Quellen:
goldseiten.de: http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=11822
Die Presse: http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/503881/index.do
Dienstag, 24.11.2009
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