Deutschland: Undank ist der Welten Lohn
Erinnern Sie sich noch an das von April bis August 2009 von somalischen Piraten entführte Containerschiff »Hansa Stavanger«? Was die Besatzung unter den islamischen Terroristen durchmachen musste, war grauenvoll. Doch das wirkliche Grauen kam erst nach der Rückkehr in die Heimat. Nach den feigen deutschen Politikern, die außer medialen Sprechblasen nichts wirklich Effektives zur Rettung der Geiseln beigetragen hatten, kam dann bei der Rückkehr der wirklich große Knall. Doch da schauten die Medien schon wieder weg.
121 Tage und Nächte dauerte die Geiselhaft der Besatzung des deutschen Schiffes Hansa Stavanger. 121 Tage und Nächte Todesangst. 121 Tage Qualen. Dazwischen immer wieder Scheinhinrichtungen – die Kalaschnikow im Rücken. Und 121 Tage und Nächte, in denen die Islam-Terroristen dem deutschen Kapitän die Augen verklebten. 121 Tage hielten er und die anderen Besatzungsmitglieder durch, weil sie Hoffnung hatten. Weil sie an Deutschland glaubten. Weil sie dachten, in der Werft oder im Kanzleramt werde man sich Gedanken darüber machen, wie man ihnen helfen und sie befreien könne.
121 Tage hofften sie vergeblich. Im Berliner Kanzleramt hat die von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geführte Regierung aus Feigheit vor dem Feind die eigentlich zur Rettung der Geiseln bereit stehenden Sondereinsatzkräfte von GSG-9 und KSK nicht eingesetzt. Stattdessen hat man im Kanzleramt wichtige Gesichter gemacht, Pressekonferenzen gegeben und Sprechblasen abgesondert. Mehr als 200 ausgebildete GSG-9-Kämpfer standen – unterstützt von amerikanischen Einheiten – zur Befreiung der verschleppten Besatzungsmitglieder aus den Händen der Islam-Terroristen bereit. Und im Kanzleramt machten sich die Entscheidungsträger aus Angst davor in die Hosen, dass möglicherweise ein somalischer Pirat bei der Aktion verletzt werden und Deutschland dann noch weiter ins Visier von muslimischen Terror-Banden geraten könnte. Von verweichlichten und feigen deutschen Politikern haben verschleppte Deutsche im Ausland keine Hilfe zu erwarten. Das war die erste Lektion, die die gekaperte Besatzung der Hansa Stavanger lernen musste.
Am 11. August 2009 kehrten die deutschen Besatzungsmitglieder dann wieder in ihre Heimat zurück. Wieder machten unwichtige Politiker vor den Kameras wichtige Gesichter. Da ahnte ein 121 Tage lang gequältes Besatzungsmitglied noch nicht, welcher Schlag ihn als nächstes in der Heimat treffen würde – die Entlassung.
Nach mehr als vier Monaten Geiselhaft brachte der deutsche Kapitän der Reederei ihr Schiff, die Crew und die komplette Ladung zurück. Zum »Dank« bekam er einen Tritt – die Kündigung. Der Mann, der seine privaten Sachen bei der islamischen Terroraktion verloren hatte (mit einer Rakete zerstörten sie seine Kapitäns-Kabine, die ausbrannte), soll 4.600 Euro für seinen Schaden bekommen. Er hatte aber einen Schaden von 14.500 Euro. Und die Reederei sagte: »Geld kriegen Sie nicht, aber wir haben was anderes für sie.« Das war die Kündigung.
Am 14. Januar 2010 ist nun der Termin vor dem Arbeitsgericht Hamburg. Die Reederei Leonhardt & Blumberg hatte den Rausschmiss des Kapitäns im Dezember 2009 mit wirtschaftlichen Problemen begründet. Wird die Reederei den Kapitän auch vor dem Hamburger Arbeitsgericht behandeln wie zuvor die Politik – feige und einfach nur noch widerwärtig ...? Dann könnte der Kapitän mit Recht sagen: Undank ist der Welten Lohn!
Samstag, 09.01.2010
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