Enthüllt: Deutschland zahlt Schutzgeld an Islamisten in Afghanistan
Der Bruder des afghanischen Staatschefs Karsai steht auf der Gehaltsliste der CIA. Die im Land stationierten ausländischen Truppen verdienen am Opiumhandel. Und neben Großbritannien und Italien zahlt auch die Bundesrepublik Schutzgeld, damit Soldaten und Konvois mit Hilfsgütern in Afghanistan weniger häufig angegriffen werden. Es gibt nun auf den ersten Blick völlig absurde »Gerüchte« über die nächste Stufe des Irrsinns: Befördern westliche Truppen in manchen Fällen etwa Taliban-Kämpfer in ihren Hubschraubern ...?
Ahmed Wali Karzai ist der Bruder des afghanischen Staatspräsidenten. Nach Angaben der New York Times steht er auf der Gehaltsliste der CIA, handelt mit Opium und vermittelt Kontakte zu radikalen Islamisten. Schon im Jahre 2004 hatte die Zeitung über Karsais Bruder als Schutzpatron des Rauschgifthandels in Afghanistan berichtet. Die in Afghanistan stationierten deutschen Truppen dürfen – wie auch die Amerikaner – die Opiumernten nicht vernichten. Darüber berichteten westliche Nachrichtenagenturen schon im Mai 2008. Inzwischen aber hat sich die Lage noch erheblich verschlimmert. Denn die stationierten Truppen zahlen jetzt sogar Schutzgeld.
Seit mehreren Jahren schon finanzieren jene Staaten, die Afghanistan angeblich befrieden wollen, auch die radikalislamistischen Taliban. Zunächst mussten nur die Hilfsorganisationen Schutzgeld an radikale Islamisten-Gruppen zahlen, damit ihre Transporte nicht angegriffen wurden – später dann auch ausländische Regierungen. Ausnahmslos alle Nachschub-Konvois zahlen inzwischen Schutzgeld, damit sie überhaupt die Lagerhallen für Hilfsgüter oder aber Nato-Basen in Afghanistan erreichen. Das ist kein Geheimnis – die britische Times berichtet schon seit mehr als einem Jahr immer wieder mal darüber. Danach haben das britische Militär und andere Armeen Verträge mit Logistikunternehmen geschlossen, die die westlichen Militärbasen in Afghanistan mit Treibstoff, Nahrungsmitteln und Ausrüstung versorgen.
Der Transport wird jedoch vor allem auch über lokale Subunternehmer abgewickelt. Und die Konvois werden von lokalen Sicherheitsfirmen geschützt. Die bezahlen ein Viertel des Wertes jeder Lieferung als Schutzgeld an die regionalen Taliban-Gruppen. Das ist der klassische Wegezoll, der zentral bezahlt und heute sogar von den Emissären der Taliban quittiert wird. Europäische Regierungen streiten in der Öffentlichkeit gern ab, Schutzgeld an die Taliban zu zahlen...
Wer zahlt also wieviel – und an wen?
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Dienstag, 03.11.2009
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