Saturday, 2. July 2016
29.04.2010
 
 

EU im Größenwahn: Serbien wird EU-Mitglied und ab Oktober können Albaner und Bosnier ohne Visa in die EU einreisen

Udo Ulfkotte

Die Europäische Union hat den Ernst der Lage offenkundig noch immer nicht begriffen. Sie bereitet gerade die Visafreiheit für Bosnien und Albanien vor und will Serbien möglichst schnell zum EU-Mitglied machen.

Nein, diese Nachricht ist kein Scherz: Während allein Griechenland jetzt schon 120 Milliarden Euro Finanzhilfe benötigt, bereiten die Europäer die Einbindung Serbiens als Vollmitglied in die EU vor. Der italienische Außenminister Franco Frattini hat derweilen gerade Belgrad besucht, um die gute Nachricht zu übermitteln und wurde dafür vom bankrotten Serbien gelobt. Nach Serbien reiste Franco Frattini in weitere bankrotte Staaten, die ebenfalls begieirig darauf warten, EU-Mitglieder zu werden. Und er sagte, die Bürger von Albanien, Bosnien und Herzegowina könnten vom Oktober an schon zu jenen gehören, die ohne Visum in die EU einreisen dürfen.  

Noch am 16. April wollte uns der Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) weismachen, dass Griechenland gar keine Hilfe benötige. Er hat erkennbar gelogen. Inzwischen weiß Herr Schäuble selbst nicht mehr, wieviel Geld die Griechen eigentlich brauchen – 200 oder gar 300 Milliarden Euro? Im Fernsehen konnte er das bei einer Befragung nicht einmal genau sagen. Er hat angeblich keine Ahnung. Parallel dazu behaupten die Bundesregierung und Finanzminister Wolfgang  Schäuble, dass die Stabilität des Euro nur durch Hilfen an Griechenland gerettet werden könne. Das ist allerdings rein volkswirtschaftlich gesehen völliger Unsinn. Denn der Euro wäre ohne Griechenland wesentlich stabiler, als mit dem bankrotten Griechenland, das einen Flächenbrand entfacht. Wie ein fauler Apfel die ganze Obstschale faulen lässt, so bedroht das griechische Verschuldungsproblem den gesamten Euro. Die einzig wirtschaftlich und politisch vernünftige Lösung ist es, den Apfel vom noch nicht infizierten Rest zu trennen. Derweilen lügen unsere Politiker weiterhin rundum. Sie beklagen den angeblich auf einen historischen Tiefststand zusteuernden Wert des Euros – dabei lag dieser schon erheblich tiefer.

Das faulende Griechenland steckt jetzt ganz Europa an. Eine unfähige Bundesregierung schaut in aller Ruhe zu. Und je länger die Bundesregierung so tut, als sei es möglich, sich dem griechischen Begehren zu entziehen, desto eher wird die griechische Krankheit am Ende zur Epidemie.

In einer solchen Lage über die Neuaufnahme weiterer bankrotter Staaten in die EU nachzudenken oder bankrotten Zuwanderern aus Albanien und Bosnien die Grenzen öffnen zu wollen, das kann ein normal denkender Mensch wohl nicht mehr nachvollziehen. Da muss man wohl schon eine Beute des Wahnsinns sein – des Größenwahns ...

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