Finanzcrash und Weltwirtschaftskrise – wie geht es weiter? Astrologische Prognose zur totalen Sonnenfinsternis vom 22.07.2009 und ihren globalen Auswirkungen
Am Mittwoch, dem 22. Juli 2009, um 02:35:21 Uhr Weltzeit findet ein Jahrhundertereignis statt: die längste totale Sonnenfinsternis dieses Jahrhunderts. Sie dauerte 6 Minuten 38 Sekunden und war in Asien und im Pazifik beobachtbar. Die Finsternis wirkte sich auf dem gesamten Globus aus, auch dort, wo sie nicht zu sehen war.
»Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch!« – Friedrich Hölderlin
Die totale Sonnenfinsternis vom 22. Juli 2009 – ein Jahrhundertereignis
Nicht nur die Länge der Zentralverfinsterung ließ diese Sonnenfinsternis herausragen. Sie fand auch auf einem besonderen Grad auf der Ekliptik statt, der ihre Wirkung potenzierte. Die letzte totale Sonnenfinsternis auf diesem Grad ereignete sich 1990. In diesem Jahr fand der erste Irakkrieg statt, für dessen Finanzierung die USA ebenso zur Druckerpresse griffen wie für den Vietnamkrieg. Das Jahr 1990 ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur heutigen globalen Krisensituation. Dass die Finsternis nun wieder auf diesem Grad stattfand, zeigt, dass die Inhalte nun zum Abschluss kommen. Die Phase der beliebigen Geldmengenausweitung, wodurch die »Tech-Blase«, die »Liquiditäts-Blase« und die »Schulden-Blase« entstanden, geht zu Ende. Bretton Woods und seine Themen einer Weltleitwährung und ihrer Deckung beherrschen die wirtschaftspolitische Szene. Bis zum 11. Juli 2010 gilt die Zeitqualität dieser Sonnenfinsternis, dann bringt die nächste totale Sonnenfinsternis neue Themen mit sich.
Vergleicht man die Sonnenfinsternis-Horoskope der relevanten Länder und von Bündnissen wie der EU, fällt auf, dass der massive Existenzkrisengrad 0° Stier eine besondere Rolle spielt. Er befindet sich für jedes Land an einer anderen Stelle des Horoskops und erzeugt so jeweils eigene, besondere Wirkungen. Auffallend ist, dass sich die 0° Stier im Horoskop der USA und in dem Chinas gegenüberstehen und so eine besondere Beziehung und Spannung zwischen beiden Ländern aufbauen. China wird der große Gegenpart zu den USA. Die Forderung nach einer neuen Leitwährung wird – gestützt von Moskau und anderen Staaten – virulent.
Persönliches
Seit Langem prägt eine besondere astrologische Konstellation die Zeitqualität (Neptun/Jupiter/Chiron). Sie steht zunächst für Mysteriöses, Verheimlichtes, für Lügen und Irrtümer. Unter bestimmten Umständen bringt sie die Wahrheit an den Tag. Was bisher unbekannt, verheimlicht oder undurchsichtig war, dringt an die Öffentlichkeit.
Noch nie wussten so viele Menschen, was auf der wirtschaftspolitischen Bühne seit Beginn des 20. Jahrhunderts gespielt wird, welche Kräfte ihre Geschicke und die Macht- und Geldströme lenken. Noch nie erkannten so viele, dass die Wirklichkeit, die sie zu sehen glaubten, eine Illusion war, die dringend einer Ent-täuschung bedurfte.
Das wahre Ausmaß der Krise – Überblick über die Sonnenfinsternisjahr von Juli 2009 bis Juli 2010
»Alles geht zu Ende, sogar die Nacht.« – Michel Houellebecq
In diesem Sonnenfinsternisjahr verändert die Welt ihr Gesicht. In den Horoskopen aller relevanten Hauptstädte, die für die jeweiligen Länder stehen, sind existenzielle Krisen angezeigt – materielle und soziale –, sowie eine definitive Umstrukturierung der Währungslandschaft. Ungeachtet der »green shoots« (junge Sprößlinge), die Präsident Obama und andere Staatsoberhäupter sowie verschiedene Institutionen in seinem Gefolge zu sehen vermeinen, ist die Krise in keinster Weise vorbei. Sie tritt in eine neue Phase ein.
In Anlehnung an meine Neumondprognose für September 2008, in der ich schrieb, »die Krise wird etwas von ihrem wahren Ausmaß zeigen«, schreibe ich heute: »Die Krise wird nun ihr wahres Ausmaß zeigen.«
Die Verschuldung der Staaten hat ein Ausmaß erreicht, das sich nicht mehr zurückdrehen lässt. In den USA ist das Haushaltsdefizit auf den Rekordwert von über 1.000 Mrd. Dollar gestiegen, genauer gesagt sind es 11,5 Billionen Dollar (knapp 8,3 Billionen Euro. 1.000 Milliarden sind ausgeschrieben 1.000.000.000.000 – und 80 Prozent des US-Bruttoinlandsprodukts). Nach Einschätzung von Ökonomen kann allein diese Verschuldung der Auslöser der nächsten Phase der Weltwirtschaftskrise werden.
In der Bundesrepublik tickt die Schuldenuhr zehnmal schneller als im vergangenen Jahr. Im Januar 2009 zeigte sie eine Pro-Kopf-Verschuldung der Bürger von 18.591 Euro an. Bis zum Jahr 2013 steuert Deutschland auf einen gigantischen Schuldenberg von mehr als 2.000 Milliarden Euro zu.
Wir haben mittlerweile eine Situation erreicht, in der sich die Staaten neu verschulden müssen, um überhaupt nur die Zinsen zahlen zu können. Für das Sparen ist es längst zu spät, die Lawine rollt. Die einzige Möglichkeit besteht darin, die Flucht nach vorn anzutreten: mehr Liquidität, mehr Schulden. Das kann den Kollaps hinauszögern. Dazu brauchen die Regierenden die Bereitschaft der Bevölkerung, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Die USA und Europa reden deshalb bei den Gipfeltreffen von wichtigen Dingen, wie dem Klimaschutz oder dem Hunger in der Welt und demonstrieren am Schluss Einigkeit. Die ins Niemandsland abgedriftete Schuldenspirale findet keinen wirklichen Platz auf der Agenda, geschweige denn konkrete Maßnahmen, die im Abschlusskommuniqué vereinbart werden. Die Krise wird zwar »besprochen« und es geht darum, wie die enormen Summen »aus dem Markt zurück geholt werden können«. Die grundsätzlichen Missstände und die daraus entstehenden Verantwortlichkeiten und zu ziehenden Konsequenzen werden höchstens wachsweich formuliert. Auch Spiegel Online schreibt dazu: »Doch als Durchbrüche können sie (die Beschlüsse) nur gelten, weil die Erwartungen an das Treffen so gering waren.«
Neue Weltleitwährung gefordert
Schaut man genauer hin, ist von Einigkeit keine Spur. Für den Juli-G8-Gipfel in Italien wollten die USA und Europa im Entwurf der Tagesordnung keinen Platz für die Debatte um den Dollar als Leitwährung vorsehen. Nichtsdestoweniger sprachen sich sowohl China als auch Frankreich für Reformen beim Währungssystem aus und stellten damit die Rolle des US-Dollars erneut in Frage.
Der russische Präsident Dimitri Medwedew illustrierte seine Forderung nach einer supranationalen Währung, die den Dollar ersetzen soll, besonders nachdrücklich. Er zog eine Münze aus seiner Tasche, die als Prototyp für eine »gemeinsame zukünftige Weltwährung« stehen sollte. Auf der Münze stehen die Worte »Einheit in der Vielfalt«.
Der Börsenexperte Michael Mross schreibt dazu: »Die Welt soll sich bis zum Jahr 2050 nicht mehr als zwei Grad Celsius erwärmen. Das ist das große Signal des diesjährigen G8-Gipfels. Damit setzten die Staats- und Regierungschefs den Rahmen für ein neues weltweites Klimaschutzabkommen am Ende des Jahres. Dies zu erreichen dürfte allerdings schwierig werden, angesichts der heißen Luft, welche die G8-Teilnehmer bereits jetzt emittierten.«
Staatsverschuldung und der Anstieg der Arbeitslosigkeit
Vielfach war zu lesen, die Arbeitslosigkeit sei eine Folge der Krise. Tatsächlich jedoch geht sie der eigentlichen Krise voraus. In USA wird die anzunehmende Zahl laufend nach oben korrigiert, von neun auf zehn und nun zwölf Prozent. In Deutschland rechnet man mit einem Anstieg auf fünf Millionen Arbeitslose. Die wachsende Arbeitslosigkeit erzeugt mehr Insolvenzen, private und unternehmerische, bis hin zu drohenden Staatspleiten. Griechenland, Spanien, Portugal und Irland, aber auch Russland, Lettland und Kalifornien sind als Kandidaten bereits im (offiziellen) Gespräch. Inoffiziell ist die Risikoverteilung größer. Mittlerweile boomt der Markt für die Nachfrage von Investoren nach Versicherungen gegen Staatspleiten. Betroffen ist hier auch generell der Markt für Staatsanleihen insbesondere der USA und Großbritanniens, für die es immer schwieriger wird, Käufer zu finden.
Der Bankkaufmann und Vermögensverwalter Dietmar Siebholz macht bezüglich der US-Staatsverschuldung anlässlich der Finanzierung des Vietnamkriegs in seinem Artikel »Mein Credo: Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der nächsten 2 Jahre« folgende Rechnung auf:
»Nehmen wir also einmal einen Musterkredit in Dollar von 1,0 Mrd. US$ an, der seit dem Jahre 1972 nicht getilgt, sondern immer wieder mit neuen Krediten prolongiert wurde und mit einem Durchschnittszinssatz von 6% zu verzinsen war.Natürlich haben die USA nach der ersten Festschreibungsperiode dieses Darlehen getilgt, aber nur durch Neuaufnahme eines weiteren Darlehens. Was meinen Sie, ist die heutige Sollstellung dieses 1,0 Mrd.-US$-Kredits von 1971? Heute wären inklusive Zins und Zinseszins etwas mehr als 8,6 Mrd. US$ zu tilgen. Unglaublich? Das ist der Zwang der Zinseszinsrechnung.Rechnen Sie nach! Alle von den Staaten aufgenommenen Darlehen haben das gleiche Schicksal: Sie wurden nie getilgt und erfahren die exponentielle Belastung aus der Zinseszinsrechnung, denn auch die Zinsen werden in den Folgejahren mitfinanziert. Die Regierungen dieser Welt müssen daher zwangsläufig irgendwann einmal Bankrott anmelden, weil sie die Zins- und Tilgungslasten nicht mehr stemmen können, aber spätestens dann, wenn die Bürger des Staates mit den vielen Nullen auf den Banknoten nicht mehr intellektuell zurechtkommen. Bis dahin werden die Staaten und ihre Notenbanken aber zur Aufrechterhaltung ihrer fehlgeleiteten Systeme Geld in den Umlauf bringen, um den Anschein einer stabilen Konjunktur zu wahren oder um sich über eine Wahl zu retten.«
Ben Bernanke, der Präsident der US-Notenbank Fed, sprach diesbezüglich Klartext: »Dann werden wir halt Geld aus Helikoptern abwerfen, um die Konjunktur zu beleben ...«. Seit diesem Kommentar heißt er übrigens »Helikopter-Ben«.
Inflation oder Deflation?
Die Frage ist, ob wir vor der Hyperinflation eine Deflation erleben. Da inzwischen selbst die Amerikaner sparen, dünnen sich bereits die Angebote in den Regalen der Geschäfte aus. Wir haben aktuell kein Überangebot an Geld im Verhältnis zu einem Mangel an Gütern, was eine Inflation bedeuten würde. Doch für die Regierungen ist eine Deflation ein mindestens so großes Schreckgespenst wie für Unternehmen und Privatleute. Fallende Preise bei einem Überangebot an Waren mindern die Einkommen, sodass das Tilgen von Schulden oder auch nur der dafür anfallenden Zinsen – auch für den Staat – unerschwinglich wird. Aus diesem Grund tritt man weltweit die Flucht nach vorn an: mehr Geld drucken, mehr Geld ins System, das zögert den Kollaps hinaus.
Diese expansive Geldpolitik der Zentralbanken, zu der auch der Aufkauf von Staatsanleihen gehört, nennt man freundlich Quantitative Easing (Quantitative Lockerung). Sie wird angewendet, nachdem der Zinssatz bereits auf null oder fast auf null gesetzt wurde.
Schulden weginflationieren ist das Motto überall. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) kauft nun erstmals die Staatsanleihen von Mitgliedsländern. Die Notenbanken halten die Zinsen für Staatsanleihen künstlich niedrig. Je mehr das Misstrauen der Anleger gegenüber der Flut der Neuemissionen wächst, desto höher wird jedoch der Druck, höhere Zinsen anzubieten. Eine solche Zinssteigerung führt jedoch zu dem Finanzierungskollaps, der als drohende Wolke über vielen Staaten hängt.
In diesem Finsternisjahr (Juli 2009 bis Juli 2010) wird die Grenze der manipulativen Machbarkeit erreicht. Weder Staaten noch die mächtige Finanzelite, die selbst Staaten über Geldschöpfung und Lobbyismus kontrollieren kann, ist in der Lage, alles dauerhaft zu kontrollieren.
Das Verhalten von Top-Managern ist in diesem Zusammenhang ein interessantes Signal, das ihre wahre Einschätzung verdeutlicht. Die Welt berichtete bereits im Juni: »Führungskräfte von US-Unternehmen nutzen die Aktienrallye an den Börsen zu Verkäufen. Sie verkaufen ihre Aktien so rasch wie seit Juni 2007 nicht mehr. Anleger sollten aufhorchen, denn leitende Angestellte haben den besten Einblick in die Aussichten der von ihnen geführten Konzerne.«
USA, China, Europa
In den USA ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Focus Money schreibt dazu: »Die Rating-Agentur Fitch stufte vor Kurzem die langfristigen Anleihen des US-Bundesstaates Kalifornien herunter. Im Tempo eines Fallbeils ging es von ›A–‹ auf ›BBB‹. Die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt – in den Augen internationaler Geldgeber geschrumpft zum unsicheren Kantonisten.« Bisher galt Kalifornien als der reichste US-Bundesstaat.
Inzwischen ist die 57. Bank in den Staaten insolvent. Die wirtschaftliche Misere nimmt zu und wird in Teilen des Landes in soziale Unruhen münden, die denen von Paris im November 2007 ähneln. Die Kritik an der Regierung wächst und die Bevölkerung verlangt konkrete Lösungen für ihre konkreten Probleme.
Die Konfrontation zwischen China und den USA bezüglich der Frage der Leitwährung wird sich zuspitzen. Seit Jahren hortet China Gold und Rohstoffe und kauft sich überall in der Welt bei Unternehmen ein, wodurch die enormen Dollarbestände des Landes reduziert werden. Lassen Sie sich nicht von Zwischennachrichten täuschen, dass Peking wieder mehr US-Bonds kauft. Der eigentliche Machtkampf steht noch bevor. Der chinesische Yuan wird im Markt attraktiver werden. Auch die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) werden die »Diversifizierung des Währungssystems« noch massiver fordern. Frankreich wird seinen Konfrontationskurs zum Dollar fortsetzen. Der Dollar wird seinen Status verlieren. Eine überraschende Wende in dieser Angelegenheit steht bevor.
Vorstellbar sind folgende Varianten:
1) eine neue Weltleitwährung wird definitiv gesucht und die Frage ihrer Deckung wird zum globalen Thema (inhaltliche Aktualisierung des Bretton-Woods-Horoskops, http://info.kopp-verlag.de/news/bretton-woods-und-der-untergang-des-dollars-astrologische-prognosen-zum-finanzcrash.html).
2) Peking wirft große Mengen Dollar auf den Markt und kippt so die amerikanische Währung.
3) Die US-Regierung wertet den Dollar ab, um den Export anzukurbeln.
4) Ein Skandal erschüttert die USA. Er könnte u.a. die Offenlegung des tatsächlich noch vorhandenen Goldbestandes in den Tresoren der Federal Reserve betreffen bzw. Marktmanipulationen bezüglich von Gold und Dollar. Oder neue Informationen bezüglich 9/11.
EU
In der EU steht eine fundamentale Krise bevor. Auslöser könnte sein:
1) Dass einzelne Staaten aus dem Bündnis austreten wollen und/oder einen massive eigenen Kurs verfolgen.
2)Aus astrologischer Sicht ist mit einer überraschende Wende bezüglich des Irland-Votums zum Lissabon-Vertrag zu rechnen. Da Irland besondere Zugeständnisse erhalten hat, um eine Ratifizierung zu ermöglichen, ist anzunehmen, dass die Überraschung in einer erneuten Ablehnung der Iren bestehen könnte.
3) Aufgrund der Überschuldung der Länder ist auch davon auszugehen, dass eines oder mehrere EU-Länder vor dem definitiven Staatsbankrott stehen werden.
4) Soziale Unruhen, wie sie bereits um die Jahreswende 2008 stattfanden, sind erneut zu erwarten.
Deutschland
Angela Merkel war einst unter Helmut Kohl das »Mädchen«, bis sie plötzlich zur Bundeskanzlerin aufstieg. Ihre Strategie ist nicht die der offensichtlichen Konfrontation, sondern eher die des »Wolfs im Schafspelz«. Ihren Antrieb zu kämpfen, zu Revolution und Innovation versteckt sie sorgfältig hinter einer freundlich-beruhigenden Art. Hinweise auf ihre tatsächliche Einstellung und Politik, die sich angesichts der Parteienlandschaft nicht einfach so durchsetzen lässt, gab es in den vergangenen Monaten. Die Kanzlerin kritisierte die Fed, was heftige Gegenreaktionen hervorrief, und anlässlich des G8-Gipfels äußerte sie: »Es gibt zu viele Gipfel.« Neue Strukturen sollen geschaffen werden.
Vieles in ihrem Horoskop spricht dafür, dass sie die Wahl gewinnt und ihre Ideen mehr Geltung finden – allerdings in einer Weise, die zu einer großen Herausforderung und Mutprobe für die Kanzlerin werden, die Deckung als hauptsächliche Sicherheits- und Lösungsstrategie bevorzugt.
Deutschlands Rolle und Wort innerhalb der EU und in der Welt wird an Bedeutung gewinnen. Vorstellbar ist auch, dass Informationen, die einen neuen Blick auf den Verlauf der Geschichte werfen lassen, Deutschlands Bild in der Welt in ein anderes Licht rücken.
Die Bundesrepublik wird wie alle anderen Länder mit massiven Problemen, allem voran einem Anstieg der Arbeitslosigkeit und wachsender Rezession zu kämpfen haben. Merkels vielfach verhöhnte Idee, nach der Wahl die Steuern zu senken, erscheint zwar angesichts der Verschuldung der BRD illusorisch, greift jedoch im Kern das für ihren Amtsperiode angedachte Steuermodell des Verfassungs- und Steuerrechtlers Paul Kirchhof mit nur noch drei Steuersätzen und einem Grenzsteuersatz bis 25% auf. Kirchhof sollte 2005 Finanzminister in Merkels Kabinett werden, schied jedoch anlässlich der Bildung der Großen Koalition aus. Wenn man bedenkt, dass die deutsche Staatsverschuldung durch sparen oder gar Steuererhöhungen, die sich nachteilig auf die Konjunktur auswirken würden, ohnehin nicht abzutragen ist, ist der Vorschlag der Union ein Modell, das zumindest mehr Aussichten bietet, die Wirtschaft anzukurbeln als die umgedrehte Variante. Zu bedenken ist allerdings, dass die Sitte, Wahlversprechen nach der Wahl zu brechen, eine lange Tradition in der Bundesrepublik hat – nicht nur, weil der Bund krampfhaft versucht, Geld in das Staatssäckel zu bringen.
Wussten Sie übrigens, dass die Krise mitnichten überraschend für die Bundesregierung kam?
Udo Ulfkotte zitiert in seinem Buch Vorsicht Bürgerkrieg! Was lange gärt wird endlich Wut das renommierte Handelsblatt, das bereits 2003 in einer Serie von Artikeln über die geheimen Finanzkrisen-Treffen im Kanzleramt (damals unter Gerhard Schröder) und den für später einmal von der Regierung erwarteten Finanzcrash berichtete. Überschriften waren z. B. »Oberster Finanzaufseher hält nichts von Bad Bank«, »Eichel gegen staatliche Absicherung fauler Kredite«, »Erfolge beim Management fauler Kredite» … Kommen Sie nun auch ins Grübeln? Ist der Staat der Freund des Volkes, wenn er in all diesen Jahren nichts getan hat, um diesen erwarteten Crash abzuwenden und sich auch noch beim »Ausbruch« der Krise überrascht gab? Die »Unwissenheit« der Bundesregierung steht hier nur exemplarisch für die Regierungen der führenden Nationen.
Israel
Das Finsternishoroskop für Israel spricht entweder für die Fehleinschätzung einer externen Situation oder für eine »undercover«-Haltung, die etwas nach außen zeigt, was sich nachher als etwas anderes erweist. Nach einer scheinbaren Anpassungsbereitschaft ist mit einem plötzlichen Kurswechsel zu rechnen, der das Bild, das die Welt von Israel hat, verändert. Erneute kriegerische Auseinandersetzungen und/oder Drohungen sind zu erwarten. Das Thema Palästina ist trotz aktuell gezeigter Bereitschaft, eventuell einen eigenen Staat anzuerkennen, nicht vom Tisch. Drohgebärden gegen den Iran sind vorstellbar, werden jedoch nicht in einen Krieg münden.
Iran
Wie ich schon Ende Juni in meiner Neumondprognose für Juli schrieb, ist die Opposition zwar nicht mehr in dem Ausmaß wie vorher in den Medien, sie ist jedoch nach wie vor äußerst aktiv. Zum Freitagsgebet gab es Demonstrationen und Irans reformorientierter Ex-Präsidenten Mohammed Chatami hat eine Volksabstimmung vorgeschlagen, um, wie er sagte, das Vertrauen der Wähler wieder herzustellen. Was so harmlos klingt, ist eine handfeste Provokation, denn er stellt damit die Entscheidung des obersten geistigen Führers Ali Chamenei in Frage. Sein Vorschlag ist die gezielte Provokation eines Regimes, das nicht mehr auf festen Füßen steht. Im Sonnenfinsternisjahr wird die Opposition massiv kämpferisch auftreten und aller Voraussicht nach die Regierung Ahmadinedschad stürzen.
Ausblick
In Kürze wird es deutliche Signale auf das Kommende geben. Im September, ein Jahr nach dem offiziellen Ausbruch der Finanzkrise, die zur Weltwirtschaftskrise mutierte, finden drastische Ereignisse vor allem mit Konsequenzen für die USA statt. Die Börse wird zur Finsternis noch einmal steigen, bevor sie nach unten trudelt.
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Brigitte Hamann arbeitet seit 1987 hauptberuflich als unterrichtende und beratende Astrologin. Sie ist Autorin bekannter astrologischer Bücher wie Die Zwölf Archetypen, Ihr Lebensziel und Das Innere Kind im Horoskop. Mit der »Entwicklungsorientierten Astrologie« schuf sie eine astrologische Landkarte, die in das Zentrum menschlicher Grundmotivationen, Sehnsüchte und Ziele führt. Nach vielen Jahren der Zusammenarbeit mit Michael Roscher gründete sie die Akademie für Entwicklungsorientierte Astrologie EOA®, an der sie ihre Methode unterrichtet. 2006 erschien ihr Buch Reise zum Lebensziel, eine neue Typologie der Lebenswege, die das wertvolle astrologische Gedankengut auch für Nicht-Astrologen aufbereitet.
Seit 2007 befasst sie sich intensiv mit dem Spezialgebiet der Mundanastrologie.
Mehr über ihre Tätigkeit erfahren Sie unter: www.Brigitte-Hamann.de.
Mittwoch, 22.07.2009
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