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Haben Sie einen Computer? Kennen Sie den »China-Code« in Ihrem Rechner, den kleinen bösen Chip auf Ihrer Festplatte ...?

Udo Ulfkotte

Es gibt Mythen wie den »Bibel-Code«, die kann man als aufgeklärter Mensch glauben – oder auch nicht. Und es gibt einen kleinen bösen Chip in Ihrem Rechner, den die amerikanischen Sicherheitsbehörden »manchurian microchip« nennen. Wir bezeichnen ihn nachfolgend als »China-Chip« – er ist im Gegensatz zum »Bibel-Code« eine Tatsache. Und er ist mächtig und böse. Natürlich hat man Ihnen das beim Kauf Ihres Rechners nicht gesagt. Denn niemand weiß, auf welchem Rechner er ist – und wo nicht. Wenn Sie Ihre Privatspäre lieben, dann sollten Sie lesen, was der kleine böse »China-Chip« insgeheim auf Ihrem Rechner machen kann ...

Immer wieder gibt es Berichte darüber, dass irgendein Festplatten-Hersteller zufällig geheime Programme auf seinen Produkten entdeckt, die dort nicht hingehören. Seagate, der größte Festplatten-Hersteller der Welt, berichtete etwa über Trojaner, die in Asien insgeheim in die Festplatten eingebaut – und überall in der Welt ausgeliefert wurden. Es gibt also auf den ersten Blick immer wieder mal Fälle von »verseuchten« Festplatten mit geheimen Programmen, die man nichtsahnend als Nutzer im Geschäft erwirbt.

Und es gibt eine Reihe von weithin unbekannten Militär-einheiten, die nichts anderes treiben als zu erkunden, wie man böse Trojaner und Viren unbemerkt auf fremde Rechner überspielt. Die Russen haben solche geheimen Militäreinheiten – man kennt entsprechende Einheiten auch aus China, wo inzwischen mehr als eine Million Chinesen von der Armee in Hacker-Angriffen ausgebildet worden sein sollen. Und man kennt so etwas aus Nordkorea und auch aus den Vereinigten Staaten. Die meisten PC-Nutzer interessieren sich nicht für diese Informationen und das Treiben dieser Einheiten, denn was haben die Milliarden PC-Nutzer der Welt schon zu verbergen? Die Angriffe – so denken viele – richten sich doch nur gegen Regierungs- und Militärrechner.

Solche Auffassungen werden bestärkt durch die mediale Berichterstattung. Wenn die Rechner der Bundesregierung von den Chinesen ausgespäht werden, dann interessieren sich Journalisten dafür – und bekommen einen Maulkorb.

Dummerweise erfahren Sie nie, was sich tief im Innern IHRES Rechners verbergen könnte: Alle Rechner, die heute von Firmen wie Dell, Toshiba, Sony, Apple und IBM sowie deren Tochterunternehmen vertrieben werden, enthalten Bauteile, die in China gefertigt werden. Und nach Angaben des amerikanischen Heimatschutzministeriums und der Fachzeitschrift The Investigator könnten viele dieser Rechner auf den Festplatten einen insgeheim in China beigefügten Mikrochip enthalten, der von den Cyber-Kriegseinheiten der Chinesen jederzeit aktiviert werden kann. Die Chinesen könnten damit – sobald ein solcher Rechner mit dem Internet verbunden ist – jedes Word-Dokument, jede Mail, jede besuchte Webseite mitlesen oder überspielen. Das ist nicht nur eine inhaltsleere Theorie. Solche Rechner werden aber eben nicht nur in den Vereinigten Staaten vertrieben, sondern auch in Europa. Jeder kann sie – unbewusst – kaufen.

Die amerikanische Forschungsschmiede DARPA hat im Dezember 2007 Forschungsaufträge vergeben mit dem Ziel, Schutzmechanismen und -programme gegen den »China-Chip« zu entwickeln. Der amerikanische Rüstungsbauer Raytheon erhielt einen Großteil der Einzelaufträge – die Ergebnisse und die Maßnahmen der Amerikaner gegen diese »China-Chips« sind geheim. Schließlich sollen die Chinesen nicht wissen, wie man ihre Chips überlistet und unschädlich macht. In Deutschland wie auch im restlichen Europa ist der »China-Chip« weiterhin ein Tabu-Thema. Man spricht nicht darüber, man hat ohnehin kein Geld für Abwehrmaßnahmen. Man verweist ihn einfach in das Reich des nur theoretisch Denkbaren, aber konrekt nicht Bedrohlichen. Und was SIE nicht wissen, beunruhigt SIE ja schließlich auch nicht. Man schützt nur die Regierungsrechner – und SIE und Ihren Rechner überlässt man dem Schicksal ... 

 

Freitag, 24.10.2008

Kategorie: Allgemeines, Geheimdienste

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