Herr Westerwelle und der Mossad – Ist der neue Außenminister erpressbar?
Was hat der Mossad, der vor sechs Jahrzehnten gegründete israelische Auslandsgeheimdienst, gegen Guido Westerwelle in der Hand, das diesen mit Entsetzen, Furcht und Schrecken erfüllt haben soll?
Das renommierte amerikanische Nachrichtenmagazin Newsweek hat dem neuen deutschen Außenminister vorgeschlagen, er möge seine Amtszeit doch mit einer »Rundreise durch die schwulenfeindlichsten Nationen der Welt« beginnen und den Anfang in Teheran machen. Man hofft offenbar, dass Guido Westerwelle sich überall in der Welt nun deutlich gegen Diskriminierungen aussprechen wird. Doch bis es soweit kommt, wird Westerwelle noch einige andere Hürden umschiffen müssen.
In Israel wurde es in den vergangenen Tagen parteiübergreifend gefeiert, dass Angela Merkel Bundeskanzlerin bleibt. Sogar der rechtsextreme Außenminister Avigdor Liebermann hob die »tiefe Freundschaft« der Politikerin zum jüdischen Staat und ihre »eindruckende Sensibilität« gegenüber der deutschen Vergangenheit hervor. Und Yohanan Plesner von der oppositionellen Kadima-Partei lobte die »ausgewiesene Freundin Israels«. Ganz anders ergeht es Guido Westerwelle: Der neue Außenminister wird in Israel misstrauisch beäugt. Im Medienspiegel der deutschen Botschaft in Tel Aviv heißt es gar: »In Jerusalem gilt Westerwelle als kalter, opportunistischer Politiker, ohne jede emotionelle oder historische Verpflichtung gegenüber Israel. Er gehört der jungen Generation deutscher Politiker an, die eine totale Normalisierung der Beziehungen anstreben, zum Preis der Verdrängung der Vergangenheit.«
Interessant ist in diesem Zusammenhang ein deutlicher Hinweis der Zeitung Jerusalem Post. Sie erinnerte an eine Affäre, die viele in Deutschland längst zu vergessen haben scheinen. Es geht um Guido Westerwelle – und um den Mossad. Tatsächlich ist die interessante Affäre aufschlussreich für die Einschätzung des neuen Außenministers.
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Montag, 02.11.2009
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