KOPP EXKLUSIV: Es gilt das gebrochene Wort
In den Reihen der niederländischen Polizei ist ein marokkanischer Spion entlarvt worden. Das ist aus der Sicht eines Durchschnittseuropäers zunächst eine merkwürdige Meldung. Denn was sollten Marokkaner in einer Rotterdamer Polizeiwache ausspähen? Die Hintergründe versteht man nur, wenn man die geheimen Abkommen europäischer Staaten mit der islamischen Welt kennt - Abkommen, die der Islamisierung dienen sollen. Und islamische Staaten wie Marokko sehen nichts Verwerfliches darin, die Einhaltung dieser Abkommen auch vor Ort zu kontrollieren. Aus marokkanischer Sicht ist es vielmehr eine Ungeheuerlichkeit, den Kontrollmechanismus nun publik zu machen, Diplomaten auszuweisen und einen "Spion" zu enttarnen. Die Niederländer haben - aus der Sicht islamischer Staaten - ihr Wort gebrochen.
Wie haben die niederländischen Journalisten doch gelacht als ein marokkanischer Minister vor wenigen Monaten die Niederlande allen Ernstes die 17. Provinz Marokkos nannte. Das Land der Polder und Maisjes als Kolonie der Marokkaner - haha wie lustig. Man hielt das in den Niederlanden für einen Scherz - und lachte mit. Gar nicht witzig findet man in den Niederlanden in diesen Tagen jedoch eine Rede des rechtspopulistischen niederländischen Politikers Geert Wilders, der auf der Suche nach Wählerstimmen im rechten Lager die angebliche "Kolonialisierung der Niederlande durch Marokko" beklagt. Solchen Äußerungen sollte man doch entschieden entgegen treten - oder? Dummerweise gibt es da immer noch jenen marokkanischen Minister mit Namen Mohammed Ameur. Der Mann ist in Marokko als Minister für die Exil-Marokkaner zuständige. Und er sagt Dinge, die Wasser sind auf die Mühlen des Rechtspopulisten Geert Wilders. Schaut man noch genauer hin, dann kommen viele unappetitliche Geschichten an den Tag - und man versteht, warum die Marokkaner in den Niederlanden auch spionieren.
Minister Mohammed Ameur sagte dem französisch-sprachigen Magazin Aujourd’hui le Maroc, Marokkaner dürften sich in den Niederlanden nicht integrieren. Das hatte ja auch der türkische Ministerpräsident Erdogan, der 1998/99 wegen radikal-islamistischer Volksverhetzung in einem türkischen Gefängnis saß, bei seinem letzten Deutschland-Besuch mit ähnlichen Worten gegenüber den türkischen Mitbürgern in Deutschland gesagt. Auch Erdogan hatte die Türken dazu aufgefordert, sich nicht in Europa zu integrieren. Und nun erklärte auch der Marokkaner Mohammed Ameur, die im Ausland geborenen marokkanischen Kinder müssten die marokkanische Kultur und Sprache beibehalten. Mehr noch: Minister Ameur sagte, die in den Niederlanden lebenden Marokkaner schritten "vorbildlich" auf dem Weg der Integrationsverweigerung voran. Der Minister bezeichnete die Niederlande als 17. Provinz Marokkos (Marokko hat 16 Provinzen). Die Niederländer lächeln milde - und haben den tieferen Sinn (wie auch die Deutschen im Falle der Erdogan-Rede) nicht verstanden.
Schaut man sich einmal die Vornamen der Neugeborenen in den Niederlanden an, dann fällt auf, dass es - wie in allen EU-Staaten - von Jahr zu Jahr immer mehr muslimische Vornamen gibt. Das hängt natürlich zum einen mit der Geburtenrate muslimischer Mitbürger zusammen, auf der anderen Seite jedoch auch mit geheimen Abkommen, die europäische Staaten mit islamischen Staaten geschlossen haben: So dürfen im EU-Land Niederlande Marokkaner – auch wenn sie aus christlichen oder jüdischen Familien kommen – ihren Kindern nur islamische Vornamen geben. Die niederländische Regierung hat sich in einem Geheim-Abkommen mit Marokko dazu verpflichtet, aus diesem Land stammenden Neugeborenen in den Niederlanden nur muslimische Vornamen zu erteilen. Auch einem marokkanischen christlichen Elternpaar wird also auf den niederländischen Ämtern nur eine Namensliste mit islamischen Vornamen vorgelegt, aus der man für sein Kind einen Namen auswählen muss (damit das Kind auch bei der marokkanischen Botschaft als aus einer marokkanischen Familie stammend registriert wird). Das ist zwar diskriminierend gegenüber Mitgliedern anderer aus Marokko stammender Glaubensgemeinschaften, aber diese offene Diskriminierung wird in den Niederlanden inzwischen als »normal« empfunden. Zawr gibt es auch in den Niederlanden offiziell Religionsfreiheit, aber das Kind eines vom Islam abgefallenen marokkanisch-stämmigen Niederländers darf eben nicht integrativ "Pit", "Bert" oder "Mark" genannt werden - es muss zwangsweise "Mohammed", "Ahmed", "Ibrahim" etc. genannt werden. So wollen es die unterzeichneten Abkommen.
Nun gibt es solche islamischen Zwangs-Namenslisten aber nicht nur für aus Marokko stammende Mitbürger, sondern auch für solche, die etwa aus der Türkei stammen. Auch christliche Armenier oder Kurden müssen in den Niederlanden für ihre Kinder zwangsweise einen islamischen Vornamen wählen (wenn sie noch jemals als türkischstämmig registriert werden wollen). Deshalb sollte es nicht verwundern, wenn die Zahl der nicht-islamischen Vornamen bei niederländischen Neugeborenen auch aus anderen als demografischen Gründen rückläufig ist. Man darf das alles wohl getrost staatlich geförderte Islamisierung nennen. Denn diese Islamisierung wurde ja in den einzelnen EU-Staaten in Abkommen festgehalten. Solche Abkommen haben (fast) alle EU-Staaten mit islamischen Staaten geschlossen. Europäische Journalisten interessiert das nicht weiter, da die Vorgabe lautet, die Folgen dieses Handelns als "kulturelle Bereicherung" anzusehen.
Vor wenigen Tagen wurden nun zwei marokkanische Diplomaten, die über die Einhaltung dieser Abkommen in den Niederlanden wachen sollten, von der niederländischen Regierung ausgewiesen. Schlimmer noch: In den Reihen der Rotterdamer Polizei wurde zudem ein marokkanischer Spion enttarnt. Der Mann heißt Re Lemhaouli und arbeitete auf dem Rotterdamer Flughafen. Seine Kontakte reichten nicht nur in alle Polizeikreise, sondern auch in alle anderen Behörden. Denn der Marokkaner hatte schon einmal neben der niederländischen Prinzessin Maxima gesessen und leitete seither ein Programm für schwer erziehbare marokkanische Jugendliche am Rotterdamer Flughafen, das nach Prinzessin Maxima benannt war. So einer wie Re Lemhaouli hat überall Zutritt. So einer kann jeden ausforschen. Gutgläubig berichteten niederländische Medien jedoch, der Mann habe den Marokkanern wahrscheinlich nur Informationen über mutmaßliche terroristische Aktivitäten in den Niederlanden lebender Marokkaner mitgeteilt. Gewiß - das ist die politisch korrekte Antwort. Dummerweise haben der niederländische Geheimdienst AIVD und der marokkanische Geheimdienst Muhabarat ein Abkommen über den völligen Austausch aller geheimdienstlichen Informationen auf terroristischem Gebiet. Und die vielen Verhaftungen von Marokkanern, die aus den Niederlanden nach Marokko einreisten, um dort möglicherweise Anschläge zu verüben, belegen ja deutlich, dass diese Kooperation funktioniert.
Aus der Sicht der Marokkaner haben die Niederländer mit der Abschiebung von zwei Diplomaten und dem Enttarnen eines marokkanischen Spions in den Reihen der Rotterdamer Polizei also schlicht ihr Wort gebrochen. Denn die Diplomaten sollten doch nur über die Einhaltung der Abkommen wachen. Das dürfte - zumindest vorübergehend - Auswirkungen auf die geheimdienstliche Kooperation haben.
Die Niederländer müssen in diesen Tagen viele schlechte Nachrichten auf dem Gebiet der "Integrationsarbeit" verdauen. Vor wenigen Tagen erst berichtete die Zeitung De Telegraaf über die große türkische Moslem-Organisation Milli Görüs und den aus Deutschland heraus in ihrem Umfeld agierenden Moslem-Repräsentanten Ibrahim al-Zayat höchst Unerfreuliches: Da wurden Geheimdienstberichte veröffentlicht, nach denen Ibrahim al-Zayat und Milli Görüs angeblich keineswegs so ungefährlich und moderat sein sollen wie sie sich gern in der Öffentlichkeit präsentieren. Darüber hatte der Autor dieser Zeilen schon 2003 unter Berufung auf deutsche Geheimdienstunterlagen im Buch "Der Krieg in unseren Städten" berichtet. Deutsche Journalisten - etwa die Zeit - fanden das vor fünf Jahren noch ungeheuerlich und nannten das Buch "ein Ärgernis". Ibrahim al-Zayat und Milli Görüs dürften sich über den damaligen Zuspruch aus den Reihen deutscher Journalisten gefreut haben. Heute aber könnten sie aktuelle Berichte über Milli Görüs und Ibrahim al-Zayat in der renommiertesten niederländischen Zeitung - De Telegraaf - lesen. Die neuesten niederländischen Geheimdienstberichte und die Berichte der Journalisten vom De Telegraaf kommen den deutschen Journalisten wohl eher ungelegen - man verschweigt sie lieber.
Zur Erinnerung: Der 1998/99 wegen seiner radikal-islamistischen Auffassungen inhaftierte Herr Erdogan, der heute türkischer Ministerpräsident ist, hatte bei seinem Amtsantritt alle türkischen Botschaften in Europa angewiesen, Milli Görüs und das Umfeld ihrer Führer rückhaltlos bei der Ausbreitung des Islam in Europa zu unterstützen. Und er hat der Milli-Görüs-Führung in der Türkei dabei auch die Hilfe der türkischen Nachrichtendienste angeboten. Der Name "Milli Görüs" bedeutet auf deutsch "nationale Weitsicht". Niederländische oder auch deutsche Journalisten, Politiker und Kirchenvertreter scheinen von den Zielen dieser nationalen Weitsicht keine Kenntnis zu haben, man trifft sich ganz ungeniert mit den "weitsichtigen" Vertretern von Milli Görüs. Demnächst etwa in der Werderstrasse in Oer-Erkenschwick oder beim Kebab-Essen in der Moschee. Das ist fortschrittlich und politisch korrekt. Razzien bei Milli Görüs und Verbotsanträge blendet man da lieber aus.
Für den niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders und seine Partei ist es vor diesen Hintergründen wahrlich leicht, den Volksparteien immer mehr Wählerstimmen abzujagen. Wie sollten die ihren Wählern auch jemals erklären können, dass sie nicht nur beständig gegenüber marokkanischen und türkischen Umtrieben weggeschaut, sondern sogar noch ganz offiziell Abkommen zur Förderung der Islamisierung ihres Landes unterschrieben haben...
Freitag, 19.09.2008
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