KOPP EXKLUSIV: Kopfgeld für "Meinungsterroristen"
Haben Sie schon einmal Bilder von Flüchtlingen im Fernsehen gesehen? Menschen, die vor einem aufgebrachten Mob fliehen? Eine Menschenmenge, die Bürger lynchen möchte – solche Bilder kennen wir aus Ländern der Dritten Welt. Es gibt solche Hetzjagden allerdings auch in Deutschland. Die Medien verhalten sich politisch korrekt und schauen weg – solange die Opfer Deutsche sind. Ein Betroffener berichtet.
Jeder vierte junge Moslem ist nach einer unlängst veröffentlichten Studie des Bundesinnenministeriums in Deutschland zur Gewalt gegen Andersgläubige bereit. Wir sprechen hier vom Inland – nicht von einem Land der Dritten Welt. Solche Zahlen nimmt der Leser einer Tageszeitung allenfalls am Rande zur Kenntnis. Nun leben in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 3,6 und vier Millionen Muslime – je nachdem, ob man die offiziellen Angaben der Bundesregierung oder jene der Vertreter muslimischer Gruppen nimmt. Wer rechnen kann, der bekommt einen theoretischen Eindruck davon, wie viele Muslime in Deutschland grundsätzlich zur Gewalt gegen Nicht-Muslime bereit sind. Wer selbst davon betroffen ist, der sieht diese Zahlen allerdings aus einer anderen Perspektive.
Wie schnell diese Mitbürger in großer Zahl dazu gebracht werden können, Mordaufrufe per SMS, im Internet und per Mundpropaganda zu verbreiten, das hat der Autor dieser Zeilen hier bereits beschrieben. Rein zufällig gelten die Mordaufrufe der letzten Tage meiner Frau und mir. Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat gestern eine Presseerklärung verbreitet, aus der hervorgeht, dass wir – also die von zahlreichen Mitbürgern zum Abschuss Freigegebenen – unschuldig sind. Zunächst die positive Nachricht: Viele, viele türkische Mitbürger sind zur Polizei gegangen. Und sie helfen mit großem Engagement dabei, die unvorstellbar große Zahl der Mordaufrufer zu identifizieren. Viele türkische Mitbürger helfen auch dabei, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verbreiten, dass meine Frau und ich irrtümlich ins Visier des aufgebrachten Mobs geraten sind. Dafür möchte ich allen türkischstämmigen Mitbürgern aufrichtig danken! Allerdings gibt es auch andere Nachrichten.
Zwei Deutsche, die mit einem bei YouTube eingestellten volksverhetztenden Video die multikulturelle Jagdsaison eröffnet hatten, haben schon wieder zugeschlagen. Sie haben gestern Abend ein neues Video ins Internet gestellt, in dem sie zwar endlich klarstellen, dass sie nicht mit meiner Frau und mir identisch sind – aber sie gießen zugleich Öl ins Feuer. Statt Reue zu zeigen und um Vergebung zu bitten, beleidigen die beiden Deutschen abermals unsere türkischen Mitbürger auf übelste Weise. Zur Klarstellung: Auch damit haben wir nichts zu tun. Das Video wurde inzwischen von YouTube gelöscht. Damit wurde auch die Aussage der beiden Urheber gelöscht, dass wir mit der Angelegenheit nichts zu tun haben.
Mehr als 200.000 Internet-Nutzer hatten das erste hasserfüllte Video gesehen. Und Tausende hatten zum Mord an meiner Frau und mir aufgerufen. Leider ist es unmöglich, allen diesen Menschen zu erklären, dass wir mit der Angelegenheit nichts zu tun haben. So wurde denn inzwischen sogar ein Kopfgeld in Höhe von 1000 Euro auf den Kopf meiner Frau ausgesetzt. Wenn wir zum Scherzen aufgelegt wären, dann würden wir uns ob der geringen Höhe nun in unseren Empfindungen "beleidigt" fühlen.
Wir haben versucht, mit Medienvertretern über unsere Lage zu sprechen und klarzustellen, dass die auf uns eingeleitete multikulturelle Hetzjagd mit Tausenden Mordaufrufen ganz sicher die falschen Opfer im Visier hat. Die Erfahrungen bei Vorgesprächen mit den Redaktionen waren traurig: Es interessierte – mit Ausnahme eines Radiosenders und PoliticallyIncorrekt – keinen. Schlimmer noch, wir bekamen Antworten wie die nachfolgende: "Wenn es umgekehrt wäre und ein Dr. Udo Ulfkotte zum Mord an Türken aufrufen würde – das wäre eine suuuuper Schlagzeile! Aber so? – Nein danke, kein Interesse." Am schlimmsten fanden wir diese zuvor zitierte Aussage eines großen Berliner Verlagshauses, dessen Gründer einst ein renommierter Christ gewesen ist. Natürlich haben wir unser Ersuchen um Hilfe und um ein Gespräch auch an eine große deutsche Boulevard-Zeitung gerichtet – in Schriftform per E-Mail (inklusive Kopien der Mordaufrufe) wie auch telefonisch – wir haben in den seither vergangenen Tagen nicht einmal eine Antwort bekommen.
Weitaus mehr hat es uns getroffen, dass der Autor dieser Zeilen am 19. Juni 2008 von einer politisch eher linksgerichteten Berliner Zeitung unter der Überschrift "Die Meinungsterroristen" namentlich genannt wurde. Eine Autorin aus dem islamischen Kulturkreis schrieb dort über Islam-Kritiker, die sie verunglimpfte. Man findet diesen Bericht (leider) leicht, wenn man in einer Suchmaschine meinen Nachnamen und die vorgenannte Überschrift eingibt. Dummerweise nehmen jene, die zum Mord an uns aufgerufen haben, nun diese aktuelle Vorlage in verschiedenen Internet-Foren zum Anlass, um weiter nach uns zu suchen. Einem, der öffentlich von einer Autorin aus dem islamischen Kulturkreis in einer renommierten Zeitung unter der Überschrift "Meinungsterrorist" bezeichnet wird, dem geschieht es ja offenkundig ganz Recht, wenn er zum Abschuss freigegeben wird – so steht es nun in einigen Internet-Foren unserer Mitbürger. Danke, liebe Zeitungsredaktion, für diese multikulturelle Steilvorlage an den Mob. Es gab einmal eine Zeit, da hatten Journalisten noch ethische Maßstäbe und ein moralisches Gewissen. Die Zeitungsredaktion läßt die Äußerungen über den "Meinungsterroristen" derweilen weiterhin im Internet verbreiten, so als ob seither nichts geschehen sei. (Anmerkung 2, siehe unten).
Es gibt auch Deutsche die unsere aktuelle Situation für sich nutzen. Geben Sie nur einmal bei der Internet-Suchmaschine Technorati den Namen Ulfkotte ein (Anmerkung 1 / siehe am Ende dieses Textes). Und lesen Sie dann den Artikel "Die Verfolgung der Doris Ulfkotte". Der Verfasser des Beitrages wurde vom Landgericht Berlin gerade erst zur Zahlung von 10.000 Euro Schmerzensgeld an Udo Ulfkotte verurteilt – zudem droht ihm noch eine Haftstrafe. Noch nie zuvor wurde ein deutscher Blogger vor einem zivilen Landgericht zu einer derart hohen Geldstrafe verurteilt, mal ganz abgesehen vom strafrechtlichen Verfahren. Sie können sich vorstellen, dass die dem Verfahren zugrunde liegenden Äußerungen sehr schlimm gewesen sein müssen. Die Medienreaktion auf das vorgenannte Urteil war die gleiche wie die aktuelle – es interessierte niemanden. Wenn Sie nun den jüngsten Artikel des verurteilten Berliners gelesen haben und das oben genannte neue Video angeschaut haben, dann bekommen Sie einen Eindruck davon, wie man Hetzartikel verfasst. Wieder ermittelt die Staatsanwaltschaft – doch Gerichtswege sind lang und führen derweilen zu unschönen Situationen.
Denn vor dem Hintergrund, was ich Ihnen hier in vielen Facetten geschildert habe, sind meine Frau und ich wieder einmal Flüchtlinge im eigenen Land. Wir hatten schon einmal anderthalb Jahre Polizeischutz. Wir wollen das alles nicht mehr. Wir haben wieder einmal unsere Wohnung verlassen – und werden nicht mehr dorthin zurückkehren. Das ist völlig unabhängig von dem, was uns Behörden raten. Leider gibt es in Deutschland viele Menschen, die als Flüchtlinge im eigenen Heimatland leben. Dazu zählen "Doris Glück" (ein Pseudonym, unter dem sie auch Bücher verfasst) – ich will diese Menschen nicht alle namentlich nennen. Wir kennen uns, wir bilden eine Gemeinschaft von Flüchtlingen. Es gibt viele von uns – und es werden leider immer mehr. Kennen Sie zufällig den Philosophen Robert Redeker in Frankreich? Kennen Sie den Studenten Ehoud J. in den Niederlanden? Wir alle sind den Behörden dankbar dafür, dass sie uns vor dem Mob helfen.
Und wir danken all jenen, die uns nach dem letzten Artikel ihre Hilfe angeboten und dafür gesorgt haben, dass zumindest ein Teil der mordlüsternen Mitbürger nun weiß, dass wir mit der Angelegenheit nichts zu tun haben. Als Christen werden wir weiterleben. Und als Christen weisen wir höflich darauf hin, dass wir es unschön finden, dass ein Viertel unserer muslimischen Mitbürger nach Angaben der Bundesregierung zu Gewalt gegen Andersgläubige bereit ist. Wir wissen nämlich, was das in der Realität bedeutet.
Jetzt haben Sie den aktuellen Kenntnisstand. Wenn Sie also in deutschen Qualitätsmedien wie dem Berliner Tagesspiegel Berichte über "Morddrohungen gegen türkische Fußball-Fans" lesen, dann kennen Sie die wahren Hintergründe …
Danke auch an die Betreiber von Foren wie Politically Incorrect und EuropeNews dafür, dass Sie die Wahrheit verbreiten - und nicht wie andere Medien politisch korrekt stur wegschauen !
Nachtrag: Wenn Sie über das Verhalten deutscher "Qualitätsmedien" nun schockiert sind, dann sollten Sie auch einmal diesen Beitrag über das Leben des Autors lesen. Der Autor hatte in Zusammenhang mit seiner Berichterstattung über radikale Muslime in Deutschland mehrere Hausdurchsuchungen wegen des Verdachts auf Verletzung des Dienstgeheimnisses. Nicht etwa, dass die Berichte nicht gestimmt hätten – es handelte sich angeblich auch um Berichte aus Verschlusssachen, die amtlich geheim zu halten waren. Udo Ulfkotte ist kein Beamter. Er konnte kein Dienstgeheimnis verletzen. Er arbeitete zu jenem Zeitpunkt als Journalist. Die Vorverurteilung in den Medien war wirklich beachtlich. Man spekulierte in den Medien wie viele Jahre Gefängnis wohl anstehen würden. Fast alle Fernsehsender und Tageszeitungen berichteten darüber. Schockierend war allerdings, dass später (nach Kenntnis des Autors) nicht eine Redaktion über die offizielle Einstellung aller Verfahren berichtete. Man hatte mit viel Dreck geworfen - und für die Reinigungsarbeiten war der Getroffene zuständig...
Schlimmer noch: Nachdem im September 2006 alle Verfahren eingestellt worden waren, berichtete der Radiosender HR3 noch im Oktober 2006 – also einen Monat später – in mehreren Hauptnachrichtensendungen, dem Autor Udo Ulfkotte drohten wegen der Strafverfahren bis zu fünf Jahre Haft. Es war erstunken und erlogen. Und die Verfahren waren längst eingestellt. Natürlich glaubten die Einwohner unseres Wohnortes der medialen Berichterstattung. Wir waren geächtet – und wir sind wieder einmal umgezogen. Wir kennnen das "Spiel" inzwischen sehr gut. Soviel zum deutschen "Qualitätsjournalismus". Es gab allerdings auch einen Aufrechten beim HR – den HR-3 Journalisten Klaus R. Ihm verdanken wir, dass zumindest sein Sender in jenen Tagen die unsägliche Berichterstattung einstellte. Danke dafür!
Anmerkung 1: Die entsprechenden Seite wurden wenige Stunden nach Veröffentlichung dieses Textes vom Netz genommen. Ob sie von Behörden oder vom Autor gelöscht wurden, kann ich nicht sagen. Sie stehen manchmal online, manchmal nicht, liegen aber den Ermittlungsbehörden vor.
Anmerkung 2: Telepolis berichtet unter der Überschirft "Video provoziert angeblich Mordaufrufe" . In dem Text heißt es: "Dieser Vorgang ist umso seltsamer, weil die in dem Film gezeigte Frau gar nicht Doris Ulfkotte ist. Und die Ulfkottes von dem Film, den sie selber als volksverhetzend bezeichnen, angeblich gar nichts gewusst haben. Wer tatsächlich dahinter steckt, soll nun die Polizei ermitteln. Möglich scheint nahezu alles." Aha, möglicherweise stecken wir also selbst hinter den Mordaufrufen von Tausenden Mitbürgern gegen uns. Das also ist die politisch korrekte Sichtweise dieser "angeblichen" Mordaufrufe. . Danke, liebe Telepolis-Redaktion, einfach nur DANKE für Ihr Mitgefühl.
Mittwoch, 25.06.2008
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