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Kriegs-Simulation: Im Falle eines israelischen Angriffs auf Iran würde Teheran gewinnen

Udo Ulfkotte

Die Universität Tel Aviv hat bei einem geheimen militärischen Planspiel erkunden lassen, wer einen israelisch-iranischen Krieg gewinnen würde. Alle Entscheidungsträger waren Geheimdienstler und Ex-Sicherheitsberater. Das Ergebnis ist eindeutig.

Die Islamische Republik Iran hat in einer geheimen militärischen Kriegssimulation der Universität Tel Aviv den Sieg errungen. In dem Szenario ging es um die Fragestellung, was eigentlich passieren würde, wenn der jüdische Staat  einen militärischen Präventivschlag gegen die iranischen Nuklearanlagen führen würde. Auch sollte erkundet werden, wie andere Staaten darauf reagieren würden. Frühere Sicherheitsberater und ehemalige Mitglieder der Geheimdienste übernahmen bei dem Planspiel die Rollen der israelischen Angreifer und der iranischen Verteidiger. Nach diesem Szenario ist es angeblich derzeit nicht wahrscheinlich, dass die von Präsident Obama geführten USA den Israelis militärisch beistehen würden. Sie würden vielmehr nur diplomatisch aktiv werden.

Alle Teilnehmer des Planspiels vertreten die Auffassung, dass Israel bei einem Alleingang unmöglich siegen könne. Israel sei dazu militärisch auf die Hilfe der Vereinigten Staaten angewiesen. Und ohne Washington werde Israel der große Verlierer sein. Die Londoner Zeitung Times berichtete in ihrer Weihnachtsausgabe über das geheime militärische Planspiel.  Im Westen wird befürchtet, dass Teheran nach Atomwaffen strebt. Mehrere Geheimdienstberichte westlicher Staaten behaupten, dass Iran an Atomwaffen arbeite. Teheran bestreitet das.

Unterdessen hat Teheran eine neue technisch weiterentwickelte Mittelstreckenrakete getestet. Die Sedschil 2 hat angeblich eine Reichweite von mehr als 2.000 Kilometern. Damit wäre Teheran in der Lage, Geschosse auch auf Israel und Teile Europas abzufeuern. In Berlin sprach die Bundesregierung von einer »alarmierenden Meldung«. Teheran kündigte zugleich an, im März 2011 mit der Anreicherung von Uran im großen Stil zu beginnen. »Wir entwickeln eine neue Generation von Zentrifugen vom Typ IR3 und IR4«, sagte der Leiter des iranischen Atomprogramms, Ali Akbar Salehi, der iranischen Nachrichtenagentur Fars. Angereichertes Uran kann als Brennstoff für Atomkraftwerke genutzt werden. Bei einem weiter erhöhten Anreicherungsgrad kann es auch als Material für Nuklearwaffen genutzt werden.

Das Klima zwischen der Wiener UN-Atombehörde (IAEA) und Iran verschlechterte sich in den letzten Tagen. Das belegen Äusserungen eines iranischen Abgeordneten, der stellvertretend für die Regierung mit dem Austritt Teherans aus dem Atomwaffensperrvertrag drohte. Das Parlament könne über einen solchen Schritt beraten, wurde Mohammad Karamirad zitiert. Außerdem könne ein Stopp der bislang routinemässig erlaubten IAEA-Inspektionen in iranischen Atomanlagen erwogen werden, sagte Karamirad. Seine Äußerungen spiegeln in der Regel die Auffassung der Regierung wider.

 

Freitag, 25.12.2009

Kategorie: Allgemeines, Geostrategie, Enthüllungen, Geheimdienste, Politik

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